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Wenn Frauen ohne Mütter schwanger werden: "Ihr Tod betrifft mich nun auf ganz neue We
DPA

Unsere Autorin hat als Kind ihre Mutter verloren. Als sie selbst schwanger wurde, kamen die Trauer und das Vermissen noch einmal richtig hoch - und eine neue Angst.

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spon_2999637 03.04.2017, 10:29
10. Jaha! Hier! :-)

Zitat von schgucke
zunächst einmal werden sich jetzt die Maskulinisten melden, die sich stellvertretend für Ihren Vater diskriminiert fühlen.
Aber genau dieser Gedanke drängt sich auf - Ihnen anscheinend ja auch... Mein Sohn hat 3 Omas - aber keinen Opa. Mir als zunächst werdender und dann tatsächlicher Vater fehlt mein eigener Vater in dieser Rolle auch - sehr sogar! Das schmälert nicht den Artikel - aber warum ist man ein "Maskulist" (https://de.wikipedia.org/wiki/Maskulismus), wenn man im Forum über ähnliche, gleichwertige Gefühle von Männern redet? Eher das Gegenteil ist doch der Fall - belegt es doch, dass wir so sehr unterschiedlich gar nicht sind. Das ist nicht Antifeministisch oder männerrechtsverfechtend - es ist lediglich feststellend. Etwas weniger Aggression bitte :-) Danke :-)

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mekmen 03.04.2017, 10:35
11. Naja, nicht nur Maskulinisten

Zitat von schgucke
zunächst einmal werden sich jetzt die Maskulinisten melden, die sich stellvertretend für Ihren Vater diskriminiert fühlen.
so sehr ich die Gefühlswelt der Autorin nachvollziehen kann, meine Frau ist gestorben, als meine Zwillings - Kids 8 Jahre waren und ich habe als Vater immer versucht, auch die Mutter zu ersetzen (was eine nie ganz gelingt). nur trotzdem kommt komischerweise ihr Vater gar nicht vor. Wer hat Sie denn erzogen nach dem Tod der Mutter. missversteht mich nicht: Bei einer Schwangeren kann wahrscheinlich nie ein Vater die Mutter ersetzen, aber der Vater kommt mit keiner einzigen Silbe vor. Wer war denn da, als Sie in der Pubertät waren und wer ist zu Ihrem Schul-Abschlussball mitgekommen ? Ich vermute mal der Vater. Meine Kids sind jetzt 20 und ich befasse mich natürlich auch damit, was ich als "Mutterersatz" meinen Mädels noch mitgeben kann, aber das die Väter in dem Artikel nullkommanull vorkommen, enttäuscht mich.

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eineleserinmz 03.04.2017, 11:26
12.

Schade, dass so zahlreiche Beträge von problematischen Mutter- Kind - Beziehungen handeln. Zum Glück sind die meisten Mütter -Töcher Beziehungen mindestens einigermaßen harmonisch und nicht wie hier von vielen unglücklichen Lesern beschrieben.
Ich wünsche allen Müttern, dass sie lange und gesund leben und glückliche Omas werden dürfen. Der Artikel ist prima. Danke nochmal

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bommerlunder 03.04.2017, 12:01
13. Vater?

Meine Tochter erwartet auch ihr erstes Kind. Sie wird das großenteils alleine schaukeln, als allein Erziehende. Aber sie hat zum Glück beide Eltern. Aus dem Artikel lese ich heraus, dass die Beziehung zum Vater nicht gut oder nicht wichtig erscheint. Denn er wird mit keinem Wort erwähnt. Natürlich werde ich mich als „Opa“ auch um das Baby kümmern, wenn meine Tochter einen Termin hat oder eine freie Stunde für sich braucht.

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schgucke 03.04.2017, 12:31
14.

Zitat von spon_2999637
Aber genau dieser Gedanke drängt sich auf - Ihnen anscheinend ja auch... Mein Sohn hat 3 Omas - aber keinen Opa. Mir als zunächst werdender und dann tatsächlicher Vater fehlt mein eigener Vater in dieser Rolle auch - sehr sogar! Das schmälert nicht den Artikel - aber warum ist man ein "Maskulist" (https://de.wikipedia.org/wiki/Maskulismus), wenn man im Forum über ähnliche, gleichwertige Gefühle von Männern redet? Eher das Gegenteil ist doch der Fall - belegt es doch, dass wir so sehr unterschiedlich gar nicht sind. Das ist nicht Antifeministisch oder männerrechtsverfechtend - es ist lediglich feststellend. Etwas weniger Aggression bitte :-) Danke :-)
mein letzer Opa starb auch, als ich zu jung war, und jetzt, wo meine vorletzte Großmutter kürzlich hochbetagt starb, bemerke ich, dass ich mit dieser Oma eigentlich den Verlust des geliebten Opas kompensiert habe. Sie sehen, Opas sind in meiner Wertschätzung tatsächlich mindestens so gut und wichtig wie Omas.
der Gedanke, dass jetzt gleich ein Mann sich ungerecht behandelt fühlen wird, weil es mal nicht primär um sie geht, drängte sich mir aber nicht deshalb auf, weil ich selber bemerkt hätte, dass in der Geschichte kein Mann vorkommt, sondern weil die "wir aber auch!"-Reflexe bei Frauenthemen oder Geschichten, wo mal eine Frau es wagt, Männer als Menschen mitzumeinen, wenn von Frauen die Rede ist, häufig genau die Haltung offenbaren, die diese Männer den Feministinnen übel nehmen. dreist ist das und ziemlich grundlos.
in dieser Geschichte geht es einfach um die tote Mutter und die eigene zukünftige Mutterschaft. eventuelle Tanten, Onkel, Schwestern, Brüder, Freunde oder andere Menschen mit Nachkommen sind ebensowenig Teil der Betrachtung wie ihr Vater, weil das Mutterwerden zwangsläufig mit der Mutter zusammenhängt, oder weil die Autorin es so will.
entspannen Sie sich, Sie waren nicht gemeint :-)

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nicolehaebel 03.04.2017, 12:39
15. Danke! Ich dachte ich sei allein...

Meine Mutter starb im Mai 2011 - im August 2011 wurde ich schwanger, nicht geplant... Ich nahm das Wunder als Geschenk meiner Mutter an... aber sie fehlt, sie fehlt einfach jeden Tag, jeden gott verdammten Tag!
Ich habe eine wunderbare Familie um mich, die Beste für mich und meine Tochter, aber dennoch fehlt sie mir, denn nichts, nichts auf dieser Welt kann eine Mutter ersetzen!
Aber der Artikel macht Mut! Bisher dachte ich, ich sei mit diesen Gedanken allein ...

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007er 03.04.2017, 12:45
16. Für viele unbegreiflich....

...ich war schon fast viezig und meine Jungs werden sich an ihre Oma erinnern können. Aber sie fehlt uns allen jeden einzelnen Tag. Viele der ach so lieben Mitmenschen verstehen einfach nicht, dass es Kinder gibt, die keine Omas mehr haben. Die nicht in einer anderen Stadt leben, sondern aus dem Leben gerissen wurden und eine große Lücke gerissen haben. Sprüche wie: " da müsst ihr ja keine Rücksicht nehmen." oder " dann nehmt euch doch so ne Leihoma." lassen das ganze noch surrealer erscheinen. Und ja, sie ist da, sie ist in uns, um uns herum....

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mue.neu 03.04.2017, 12:51
17. Kampfleser nerven!

Da traut sich eine Frau, die Trauer über den frühen Verlust ihrer Mutter zu beschreiben, die sich während ihrer eigenen Schwangerschaft verständlicherweise verstärkt zurückmeldet und schon hagelt es Kritik. Man unterstellt ihr ein psychologisch nicht aufgearbeitetes Problem. Warum? Weil sie auch als erwachsene Frau noch traurig ist über den frühen Verlust der Mutter? Hallo? Geht's noch? Weil sie den Vater nicht erwähnt hat, obwohl der sie doch vermutlich aufgezogen hat. Empören wir uns bei einem Artikel über Autos auch darüber, dass weder Motorräder noch Tretroller erwähnt werden?
Ich würde mir wünschen, dass diese "KampfleserInnen" endlich begreifen, dass ein Artikel ÜBER oder FÜR etwas, NICHT automatisch Kritik an dem darstellt, was unerwähnt bleibt. Es ist halt einfach nicht das Thema. Und wenn Ihr Lebensentwurf freiwillig oder unfreiwillig anders aussieht, wird auch dieser dadurch nicht in Frage gestellt. Respektieren Sie die Gefühle anderer Menschen, so wie Sie für sich selbst auch Respekt erwarten.

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schgucke 03.04.2017, 12:53
18.

Zitat von mekmen
so sehr ich die Gefühlswelt der Autorin nachvollziehen kann, meine Frau ist gestorben, als meine Zwillings - Kids 8 Jahre waren und ich habe als Vater immer versucht, auch die Mutter zu ersetzen (was eine nie ganz gelingt). nur trotzdem kommt komischerweise ihr Vater gar nicht vor. Wer hat Sie denn erzogen nach dem Tod der Mutter. missversteht mich nicht: Bei einer Schwangeren kann wahrscheinlich nie ein Vater die Mutter ersetzen, aber der Vater kommt mit keiner einzigen Silbe vor. Wer war denn da, als Sie in der Pubertät waren und wer ist zu Ihrem Schul-Abschlussball mitgekommen ? Ich vermute mal der Vater. Meine Kids sind jetzt 20 und ich befasse mich natürlich auch damit, was ich als "Mutterersatz" meinen Mädels noch mitgeben kann, aber das die Väter in dem Artikel nullkommanull vorkommen, enttäuscht mich.
das muss Sie gar nicht enttäuschen, allerhöchstens ihr eigener Vater könnte enttäuscht sein, wenn er nicht differenzieren kann.
in der eigenen Mutter Mensch geworden zu sein und diesen Vorgang jetzt selbst zu wiederholen, ist anscheinend etwas, was die Autorin gerade bewegt, und da muss man nicht reklamieren, dass da ein Mann in der Geschichte fehlt.

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007er 03.04.2017, 12:55
19.

Zitat von nicolehaebel
Meine Mutter starb im Mai 2011 - im August 2011 wurde ich schwanger, nicht geplant... Ich nahm das Wunder als Geschenk meiner Mutter an... aber sie fehlt, sie fehlt einfach jeden Tag, jeden gott verdammten Tag! Ich habe eine wunderbare Familie um mich, die Beste für mich und meine Tochter, aber dennoch fehlt sie mir, denn nichts, nichts auf dieser Welt kann eine Mutter ersetzen! Aber der Artikel macht Mut! Bisher dachte ich, ich sei mit diesen Gedanken allein ...
Sie sind mit Ihren Gedanken keineswegs allein. Eine Mutter ist nicht ersetzbar. Ihr Tod reist eine Lücke die nicht mehr gefüllt werden kann. Wenn ich Kommentare, wie auch hier im Forum lese, dass Frauen keine Beziehung zu ihren Müttern haben und dies auch, aus den unterschiedlichsten Gründen, nicht wollen, wird mir noch mehr bewusst was ich verloren habe bzw. was mir geschenkt wurde. Tiefe und stabile Wurzeln und Flügel die den Himmel berühren. Das ich dies auch meinem Vater zu verdanken habe, ohne Frage...aber hier geht es um die Mutter. Und sie fehlt, sie fehlt jeden Tag... und doch ist sie immer dabei.. in allem was und vorallem wie wir es tun.

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