Forum: Leben und Lernen
Widerstand der Stipendiaten: Mehr Geld? Nein, danke!
Thomas Gatter

Der Bund spendiert den 25.000 Stipendiaten in Deutschland von 1. September an mehr "Büchergeld": Doch es gibt auch Studenten, die auf die zusätzlichen 150 Euro verzichten. Benjamin Paaßen, 23, ist einer davon. Im Interview erklärt er, warum.

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berteb 30.08.2013, 13:31
10. Fachbuch

Zitat von Ephemeris
ein ordentliches fachbuch für theoretische physik z.b. von david griffiths quantum mechanics bewegt sich im bereich von 80-100 euro. Für fortgeschrittener themen wie quantum field theory von peskin und schröder zahlt man locker mehr. ich finde leistungsträger in solchen fächern haben es sich verdient mehr als 1,5 bücher zu kaufen. schließlich wollen wir z.b. in der physik nich um meilen von den chinesen abgehängt werden nur weil ein haufen laberakademiker wie soziologen das leistungsimage des studenten herabsetzt. die studienstiftung förder durchaus junge menschen die leistung bringen wollen und denen sollten auch die mittel dazu gegeben werden
Bei 80€ pro Buch könnte sich der/die Studierende fast 1 Buch (wohlgemerkt Fachbuch) pro Woche leisten und durcharbeiten. Ich hätte das nicht geschafft!
Übrigens, kleiner Tipp speziell für Sie: ein Rechtschreibduden ist um einiges günstiger.

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mingabc 30.08.2013, 13:33
11. Studiengebühren Hauptargument

Immer wieder diese Diskussion.
Wenn Studiengebühren, dann bitte alle Bafög-Empfänger sofort befreien. Schließlich haben die "per Nachweis" kein Geld für Studium und die pauschal erhobenen Studiengebühren sind nichts als eine Kürzung des Bafög. Völlig unbegreiflich was daran sozial sein soll?

Wenn die Krankenschwester ein Kind hat und es sich wegen Studiengebühren kein Studium leisten kann/will, wem nützen die Gebühren dann? In der Zeit, in der die Studiengebühren aktuell waren, hat die Krankenschwester da mehr Netto in der Tasche gehabt? Nein. Damit ist die Argumentation "die einfachen Berufe zahlen das" einfach nur absurd.
Es geht um die Bildungschancen unserer Kinder, unserer Zukunft. Dies sollte eigentlich unabhängig von Vermögen und Herkunft sein. Konsequenterweise heißt das sogar "BaföG für alle!". Das geht auch, wenn man Bildung als wichtigste Ausgabe im Bundeshaushalt sehen würde und ein paar Autobahnen weniger baut.

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docthedoctorgimmethenews 30.08.2013, 13:34
12. jede vernünftige Uni-Bibliothek hat ja eh alle Bücher...

...es ist längst nicht mehr notwendig, Bücher selbst zu kaufen, nur wenn es einem Spass macht...

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doofundick 30.08.2013, 13:47
13.

Wie waers denn damit: streicht die oeffentlichen stipendien und ueberlasst die finanzierung den privaten. Die staatlichen bildungskredite kann man abschaffen, die machen nur die private kreditvergabe kaputt. Dann soll man die unis sich selbst ueber gebuehren privatisieren lassen und so echten wettbewerb, der die preise wirklich druecken koennte, entstehen lassen. Das geld, das der staat so spart soll er fuer steuersenkungen ausgeben, damit den studenten nach dem studium die rueckzahlung des studienkredits leichter faellt. Und gerecht waer das, nie wieder muesste ein schreiner, mechaniker, eine putzfrau, elekrriker oder eine krankenschwester, die niemals eine uni von innen gesehen haben mit ihren steuern den studierwahnsinn finanzieren bzw. die hobbys von irgendwelchen kunstgeschichte oder germanistik-studenten

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Ephemeris 30.08.2013, 13:51
14. ...

Zitat von berteb
Bei 80€ pro Buch könnte sich der/die Studierende fast 1 Buch (wohlgemerkt Fachbuch) pro Woche leisten und durcharbeiten. Ich hätte das nicht geschafft! Übrigens, kleiner Tipp speziell für Sie: ein Rechtschreibduden ist um einiges günstiger.
Danke für Ihren Tipp, ich werde ihn bei meinem nächsten Einkauf in der Stadt berücksichtigen. Wie Sie schon selbst angesprochen haben, sind leider nicht alle Menschen gleich begabt. Wir reden hier aber über Mittel, die hochbegabten Studierenden zukommen sollen, um ihnen ein Studium ohne Nebenjob zu ermöglichen. Es geht hier nicht um den durchschnittlichen Studenten! Verglichen mit Stipendien in anderen Ländern, sind diese Beträge gering. Des Weiteren gibt es kein zusätzliches Bafög und dergleichen. Es wird lediglichen sehr begabten Studierenden, unabhängig vom Elternhaus, die möglichkeit gegeben Leistung zu bringen und sich zu 100 % in ihr Fach zu vertiefen. Für ein Land wie Deutschland, dessen einziger "Rohstoff" die Bildung ist, finde ich 300 € vertretbar und notwendig. Wenn man beispielsweise den Anteil an physikalischen Papern aus China heute betrachtet, wird die Notwendigkeit sichtbar. Vor 20-30 Jahren wurden chinesische Anträge in deutschen Fachzeitschriften noch belächelt und man hat versucht, dem Antragsteller nett zu erklären, warum das eben anders ist, als dargestellt. Heute ergibt sich hieraus eine ganz andere Situation. Staaten wie USA, China & Japan haben exzellente Hochbegabtenprogramme die teilweise begabte deutsche Studierende weglocken.

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hansjoki 30.08.2013, 13:56
15. meine Anerkennung dem jungen Studenten !

Und er hat recht - selbst wenn (!) die benötigten Bücher durchschnittlich € 30,- kosten (würden), soll mal mancher Schwafler dieses Forums erläutern, wie er 10 Bücher/mtl. durcharbeiten will (kursiv lesen genügt nicht !).
Darüberhinaus braucht man wohl kaum für jedes Semester - statt einem gebrauchten - kein neues Buch.
Auch ich habe ein Studium abgeschlossen und denke zu wissen, wovon ich hier spreche !
Was es jedoch wieder einmal anzumerken gilt ist: wenn diese Versager-Regierung schon mal die "soziale Ader" entdeckt, dann aber bitte nach dem Gießkannen-Prinzip...

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vogtnuernberg 30.08.2013, 14:03
16. Kein Respekt...

Zitat von sysop
Der Bund spendiert den 25.000 Stipendiaten in Deutschland von 1. September an mehr "Büchergeld": Doch es gibt auch Studenten, die auf die zusätzlichen 150 Euro verzichten. Benjamin Paaßen, 23, ist einer davon. Im Interview erklärt er, warum.
Paaßen wäre nur konsequent, wenn er das Stipendiatensystem generell ablehnen würde. Doch genau das tut er nicht, denn er will vom "Ruf" profitieren Stipendiat gewesen zu sein.
Nicht sehr ehrenvoll.

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vogtnuernberg 30.08.2013, 14:04
17.

Zitat von Ephemeris
ein ordentliches fachbuch für theoretische physik z.b. von david griffiths quantum mechanics bewegt sich im bereich von 80-100 euro. Für fortgeschrittener themen wie quantum field theory von peskin und schröder zahlt man locker mehr. ich finde leistungsträger ....
Sorry, ich habe Physik studiert. Meine Bücher habe ich ganz einfach in der Uni Bib ausgeliehen. Dort gab es genügend Exemplare für alle Studenten, die sie brauchten.

Ansonsten habe ich mir nach dem Studium einige Bücher gekauft.

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vogtnuernberg 30.08.2013, 14:08
18.

Zitat von sysop
Der Bund spendiert den 25.000 Stipendiaten in Deutschland von 1. September an mehr "Büchergeld": Doch es gibt auch Studenten, die auf die zusätzlichen 150 Euro verzichten. Benjamin Paaßen, 23, ist einer davon. Im Interview erklärt er, warum.
Der Typ ist angesichts der Tatsache, dass ich mir mein Studium mit Nebenjobs finanziert habe schlicht unerträglich.
Aber was erwartet man von diesen Studenten auch Anderes? Dass es Stipendiaten aus armen Verhältnissen gibt, kaum ja eh kaum noch vor.

Es steht ihm doch frei die zusätzlichen 150 Euro an arme Studenten zu verteilen, oder eine Stiftung zu gründen, in die jeder "reiche" Stipendiat einzahlt und die wiederum ein eigenes, soziales Stipendium vergibt.

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anomie 30.08.2013, 14:22
19.

Zitat von kappesstepp
für Bücher - so viel muss man erstmal lesen, sagt er. Ja, dafür bekommt man, je nach Fachgebiet, so etwa 1,5 wirklich interessante Bücher oder so. Das glaube ich gern, dass das ein Student heute nicht mehr schafft. Hat einem aber auch keiner gesagt, dass Studieren was mit Lesen (und zwar viel) zu tun haben könnte. Die Lehrer wussten das ja auch schon nicht mehr... Grüße vom Dinosaurier
Ja, super, Sie wissen also, dass es durchaus sehr teure Standardwerke gibt.
Vielleicht sollten Sie aber mal nicht so kurz denken.
Man kaufte auch in Ihrer glorreichen Vergangenheit als Student nicht jeden Monat ein über 100 Euro teures Buch.
Aber das ist bei Ihnen vielleicht einfach schon zu lange her, als dass Sie das noch unverklärt nachvollziehen können.
Überlassen Sie das studieren, arbeiten und urteilen also besser den jüngeren Generationen, die für Ihre Rente ranklotzen.

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