Forum: Leben und Lernen
Wie kommen die Asten aus der Krise?

Viele Studentenvertretungen leiden derzeit an heftigen Imageproblemen. Wie können die Asten ihre Krise meistern? Mehr Service? Neue Strategien? Wie müssen sich die Vertretungen ändern, um bei den Studenten mehr Rückhalt und Interesse zu finden?

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Silvia 27.01.2006, 15:03
1.

Zitat von sysop
Viele Studentenvertretungen leiden derzeit an heftigen Imageproblemen. Wie können die Asten ihre Krise meistern? Mehr Service? Neue Strategien? Wie müssen sich die Vertretungen ändern, um bei den Studenten mehr Rückhalt und Interesse zu finden?
Zur Frage weiß ich nicht viel. Aber sollte es nicht AStAs oder ASten heißen, da es eine Abkürzung für 'Allgemeiner Studentenausschuss' ist? So könnte man denken, es sei ein eigenständiges Nomen. ;-)

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toastbrotkommunist 27.01.2006, 15:30
2. Gibt es nur Astas?

Bei diesem Artikel könnte man meinen, es gebe nur Asten in Deutschland und alle seinen unfähig, mit ihren Mitteln umzugehen. In den Neuen Bundesländern gibt es keine Asten, da gibts den StuRa (Studentenrat). Mir ist nicht bekannt, das der StuRa der TU Dresden finanzielle Schwierigkeiten hat.
Zitat:"Um die acht Euro ihres Semesterbeitrags führen die Studenten jedes Bundeslandes mit Ausnahme Bayerns und Baden-Württembergs an ihre Vertretung ab." Vielleicht hätte der Schreiber besser recharchieren sollen oder für existieren die Neuen Bundesländer nicht. In Dresden zahlt man geschlagene 2.00 € http://www.studentenwerk-dresden.de/...beitraege.html .
Alles in allem, mies rechachiert, oder wichtiges weggelassen, weil es nicht ins Bild passt.

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stormking 27.01.2006, 15:41
3.

Zitat von sysop
Viele Studentenvertretungen leiden derzeit an heftigen Imageproblemen.
Ich weiß nicht, ob die Bezeichnung "viele" angemessen ist. Das es aber "zu viele" sind, dem kann ich zustimmen. Das Problem ist doch meistens, daß sich einige wenige Aktivisten trotz einstelliger Wahlbeteiligungen legitimiert sehen, im Namen der gesamten Studentenschaft große Politik zu machen, ihre private Revolution voranzutreiben oder auch mit teilweise fragwürdigen Mitteln gegen unliebsame Personen und Gruppierungen vorzugehen. Hinzu kommt die oft unverhältnismäßig hohe Förderung von Minderheiten, deren "Alleinstellungsmerkmal" im Studienbetrieb völlig irrelevant ist.

Zitat von sysop
Wie können die Asten ihre Krise meistern? Mehr Service? Neue Strategien? Wie müssen sich die Vertretungen ändern, um bei den Studenten mehr Rückhalt und Interesse zu finden?
Vor allem sollten sie sich immer vor Augen halten, von wem und wofür sie gewählt wurden.

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DJ Doena 27.01.2006, 16:16
4.

Die Frage ist doch eher: Brauchen wir die Asten? Als ich von 1998-2002 hab ich zwar jedes Semester brav meine Asta-gebühr ebgedrückt, aber ansonsten nicht gemerkt, dass es soetwas wie eine Asta gibt und mir hat auch niemand klar gemacht, was die tun und wofür ich die brauche.

Ich mein, vielleicht sinds ja wirklich die kleinen unauffälligen Helferlein im Hintergrund, aber wenn man für etwas bezahlt, dann sollten die schon aus purem Selbstzweck klarmachen, was sie eigentlich treiben.

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thingamajig 27.01.2006, 16:44
5. So isses!!!

Zitat von DJ Doena
Die Frage ist doch eher: Brauchen wir die Asten? Als ich von 1998-2002 hab ich zwar jedes Semester brav meine Asta-gebühr ebgedrückt, aber ansonsten nicht gemerkt, dass es soetwas wie eine Asta gibt und mir hat auch niemand klar gemacht, was die tun und wofür ich die brauche. Ich mein, vielleicht sinds ja wirklich die kleinen unauffälligen Helferlein im Hintergrund, aber wenn man für etwas bezahlt, dann sollten die schon aus purem Selbstzweck klarmachen, was sie eigentlich treiben.
Ich habe von '65 bis '70 in Marburg studiert.
Schon damals fragte ich mich: AStA - wozu eigentlich?!
Die Antwort war für mich alsbald klar: Mitmachen und/um(?) ein Pöstchen beim AStA zu ergattern?!

Ja, ja - eine Hand wäscht die andere ...

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thingamajig 27.01.2006, 16:56
6. Oh je - wichtiger Nachtrag:

Zitat von thingamajig
Ich habe von '65 bis '70 in Marburg studiert. Schon damals fragte ich mich: AStA - wozu eigentlich?! Die Antwort war für mich alsbald klar: Mitmachen und/um(?) ein Pöstchen beim AStA zu ergattern?! Ja, ja - eine Hand wäscht die andere ...
Ich hatte kein Pöstchen! ;-)

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Porz 27.01.2006, 17:50
7. Vertretungsarbeit in schwierigen Zeiten!

Meiner Meinung nach ist dieser Artikel einfach zu undifferenziert geschrieben.klar gibt es Fälle, wo es grad finanziell auch schief läuft, aber bei der Mehrheit der Studentenvertretungen haben die Landesrechnungshöfe kein Problem. Ein praktische Lösung wäre zum Beispiel eine studentische Hilfskraft mit buchhalterischen Erfahrungen einzustellen (z.B. BWL-Studenten höheren Semesters)!
Die Frage des allgemeinpolitischen Mandates ist schwierig zu beantworten, da es nie eine genaue Definition gegeben hat: wo hört Hochschulpolitik auf wo fängt "Allgemeinpolitik" an...
Das größte Problem der Asten/Sturas ist aber die Akzeptanz und das Interesse unter den Studenten! Es dürfte jeden klar sein, dass wenn Studenten nichts über ihre Vertretung wissen wollen, werden sie es auch schaffen! All zu oft wird auch nicht gesehen, wie viele studentische Projekte, die Studentenvertretungen erst
ermöglichen und welchen Einfluss sie auf allerlei Regelungen nehmen.
Allerdings glaube ich, dass das Desinteresse direkt mit der allgemeinen Politikverdrossenheit unter jungen Menschen zusammenhängt. Vielen fehlt auch die Zeit sich neben Studium (mind.30 H pro Woche) und Nebenjob noch ehrenamtlich zu engagieren!
Abschließend die Empfehlung: Meckern und Jammern hilft auch in diesem Fall nicht! Geht zu eurer Studentenvertretung! Informiert euch selbst oder noch besser engagiert euch!
schönen Abend noch...

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Robert Nozick 27.01.2006, 18:09
8. Unvermittelbar

Zitat von sysop
Viele Studentenvertretungen leiden derzeit an heftigen Imageproblemen. Wie können die Asten ihre Krise meistern? Mehr Service? Neue Strategien? Wie müssen sich die Vertretungen ändern, um bei den Studenten mehr Rückhalt und Interesse zu finden?
Ein Tummelbecken für Linksaußen. Da planen Weltverbesserer die Welt zu verbessern. Pragamatische Ansätze zur Behandlung von Themen des studentischen Alltags sind dagegen natürlich uninteressant. Der Durchschnittsstudent hält sich nach meiner Erfahrung(LMU)lieber fern von dieser sogenannten Studentenvertretung.

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olafgoetze 27.01.2006, 18:47
9.

Im Vorfeld dieses Artikel war der AStA Uni Münster angefragt worden für einen Artikel über die schlechte Finanzsituation bei den ASten, doch ein paar Fragen zu beantworten. Die Richtung in die der Artikel gehen sollte, war von vornherein klar. Eine Mitwirkung erschien daher kaum sinnvoll.

Unser Haushalt ist öffentlich und für die meisten tatsächlich eher uninteressant. Auch der Redakteurin schien es wohl zu viel Aufwand sich tatsächlich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Der Artikel ist versetzt von Klischees und grösstenteils veralteten Fakten, aus denen dann völlig überzogene Schlüsse gezogen werden. Dazu kommen grobe Fehler, wie oben genannt. Der Originalartikel war z.B. mit einem Foto des StuRa Leipzig versehen.

Kurzum unverschämt.
Die Frage ob sich die Studierendenvertreter ändern müssen, oder wie man die Krise bewältigt, stellt sich als solche nicht.
Studierendenvertreter sind keine Dienstleister, sondern gewählte Vertreter. Sie sollten gute Arbeit leisten, ansonsten werden sie abgewählt. Fühlt sich ein Studierender von niemandem gut genug vertreten, ist er aufgefordert, sich selbst aktiv einzubringen. Schliesslich kann sich jeder zur Wahl stellen.
Daher ist man auch vollständig legitimiert, selbst bei niedriger Wahlbeteiligung.
Minderheitenvertreter gibt es in Studierendenparlamenten deshalb so viele, weil die Mehrheit nicht wählen geht.

Gut, soweit eine kleine Analyse.
Dass du Doena von deinem AStA in vier Jahren Uni nicht viel mitbekommen hast ist vielleicht auch ein bischen deine Schuld. Der AStA Uni Münster bsp. hat im vergangenen Jahr von Mai bis Dez. etwa 150 Veranstaltungen durchgeführt. Er betreibt einen E-mail Newsletter und eine Homepage. Zusätzlich wird plakatiert und mit Flyern auf Veranstaltungen und wichtige Themen aufmerksam gemacht.
Der AStA betreibt eine AStA-Zeitung und das StuPa zudem eine Studierendenzeitung. In der Hochschulpolitik ist der AStA mit den Fachschaften vernetzt, Informationsaustausch findet auf vielen Ebenen statt, der den Studierenden Vorteile bringt.

Der AStA liegt Links vorm Schloss und ist für alle Studierenden sowohl von Ort als auch von der Zeit her immer gut erreichbar.
Gruss aus Münster
Olaf Götze

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