Forum: Leben und Lernen
Wirtschaft im Unterricht: Eine Lobby bekommt ihr Schulfach
DPA

Die Stiftung eines reichen Verlegers fordert Wirtschaft als Pflichtfach in der Schule. Jetzt setzt die Landesregierung in Baden-Württemberg den Wunsch um. Gewerkschafter sind alarmiert.

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piper.arrowii 14.10.2015, 15:52
1. Sponsoring an Schulen

Der Dreisatz wurde euch präsentiert von Cola, Fanta, Sprite

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Awesomeness 14.10.2015, 15:53
2. Schon sehr tendenziös

Genauso könnte man der Buchlobby vorwerfen, dass in Deutsch oder sogar in eigenem Fach Bücher durchgenommen werden.

Für Gewerkschafter gibt es doch Sozialkunde. Schüler, die dort eifrig mitmachen, werden in der Wirtschaft meist sowieso nichts, dann passt das doch! *Ironie aus*

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ruhepuls 14.10.2015, 15:57
3. Sinnvoll...

Wissen ist erst mal neutral. Zu verstehen, wie etwas funktioniert ist ja nicht falsch. Schließlich beschäftigen auch Gewerkschaften Betriebs- und Volkswirte. So ganz unnötig kann wirtschaftliches Wissen nicht sein.

Oder sollen Gewerkschaftsmitglieder wirtschaftliche Zusammenhänge nicht verstehen, damit sie leichter zu "mobilisieren" sind?

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CommonSense2006 14.10.2015, 15:57
4.

Auch wenn die Begleitumstände ein Geschmäckle haben mögen, das war absolut überfällig und ich hoffe sehr, dass viele andere Bundesländer das nachmachen. Es kann doch nicht sein, dass Schüler nicht wissen, wie die Wirtschaft funktioniert, die unser Gemeinwesen am Leben hält und durch Arbeitsplätze, Steuern und Einkommen finanziert.

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Steve Holmes 14.10.2015, 15:58
5. Endlich

Egal ob Hausfrau, Arbeitnehmer oder Selbstständiger, jeder muss sich mit wirtschaftlichen Fragen befassen. Viel mehr als mit den meisten anderen Fächern die in der Schule gelehrt werden.

Wirtschaft sollte in jedem Bundesland zum Pflichtfach werden. Auch die enge Zusammenarbeit mit Fachleuten ist begrüßenswert.

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kayakclc 14.10.2015, 16:00
6. Was für eine Aufregung

Gerade die Gewerkschaften sollten sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Wer z.B in NRW in der Universitätsgesetzgebung sieht, findet da Gewerkschaftschlagwörter 1:1 von der SPD Regierung in den Gesetzestext übertragen, obwohl die Universtäten massiv dagegen gewehrt haben. Lobbygruppen gibt es überall. Geographie ist auch so ein Lobbyfach. Ohne dem wären die meisten Geographiestudierenden arbeitslos. Warum es bei nur 5 Kontinenten fast 12 jahre lang gelehrt wird, ist mir auch nicht klar. Da wird deshalb mehr Soziologie und Politik unterichtet. Brauchen wir das wirklich oder langt da Sozialkunde nicht aus? Das Fach Wirtschaft ist doch auch nicht neue. Das hatte ich auch schon vor über 30 jahren in Bayern. Nur den Schulstoff war damals völlig sinnfrei, wir hatten die dümmste Lehrer (BWLer halt) und ich war froh als es vorbei war. Neue Inhalte in einer gobalisierten Welt sind grundsätzlich nicht verkehrt. Das Wissen über Komplexe Zusammenhänge zwischen Finanz- und Realwirtschaft ist leider in Deutschland fast nicht existent, wie man immer wieder in Diskussionen feststellen muss.

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Le Commissaire 14.10.2015, 16:02
7. längst überfällig

Die Aufklärung über wirtschaftliche Zusammenhänge ist dringend geboten, ist doch wirtschaftliches Handeln die Grundlage jedes individuellen Lebens (Stichwort Verhaltensökonomie) und unserer Gesellschaft.

Freilich ist solche Aufklärung dazu geeignet, dass die gewerkschaftliche Vodoo-Ökonomie als solche erkannt wird. Daher war mit Widerstand von Gewerkschaftsseite zu rechnen. Er sollte als Ansporn dienen, ökonomische Bildung weiter zu stärken.

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riedlinger 14.10.2015, 16:03
8. Besser mit Gewerkschaften!

Es ist prinzipiell gut, Wirtschaft als Schulfach einzuführen. Anstatt nun aber eine angeblich "marktliberale" Ausrichtung zu kritisieren, sollte man das Ministerium in Stuttgart auffordern, in alle Gremien Vertreter der Gewerkschaften einzuladen. Das Fach Wirtschaft in Schulen ohne Gewerkschaftsvertreter einzuführen, erscheint mir vollkommen aberwitzig. Lobby-Arbeit von DIHK & Co.: In Ordnung. Aber nur, wenn parallel die Gewerkschaften gleichberechtigt mitreden. Wo ist das Problem?

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hans_wurt 14.10.2015, 16:03
9. Großartig

Endlich lernen die Kinder, dass der Staat und vor allem der Sozialstaat böse und gierig sind und man ihn mit allen Mitteln bekämpfen muss. Von den Gewerkschaften ganz zu schweigen.
Nur um es klar zu stellen ich habe nichts gegen einen ausgewogenen und neutralen Unterricht, aber wenn Lobbygruppen versuchen NEUTRALE Schulen zu unterwandern gehe ich an die Decke, denn die schule dient nicht der Indoktrination sondern der Ausbildung mündiger Bürger.

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