Forum: Leben und Lernen
Wirtschaft im Unterricht: Eine Lobby bekommt ihr Schulfach
DPA

Die Stiftung eines reichen Verlegers fordert Wirtschaft als Pflichtfach in der Schule. Jetzt setzt die Landesregierung in Baden-Württemberg den Wunsch um. Gewerkschafter sind alarmiert.

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trevi 14.10.2015, 18:46
40. Es wurde auch Zeit..

dass den Schülern auch etwas "für reale Leben" vermittelt wird, statt sie nur mit Zahlen,Formeln etc.
zu erdrücken. -Gefordert wird es seit Jahren-
Bedauerlich, dass Gewerkschaften dagegen Front machen -eine angebl.Lobbyarbeit ist kaum sichtbar-
Vielleicht sollte die GEW-Vorsitzende sich endlich mal mit den ewigen Fehlstunden bzw.Unterrichtsausfällen befassen. Aber bitte nicht wie bisher "immer nur mehr Personal" (=mehr Beitragszahler) -Die Ursachen liegen überwiegend tiefer.

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RandomName 14.10.2015, 18:49
41.

Zitat von schlawa
ist es natürlich pures Gift wenn Schülern das Wissen in die Hand gegeben wird eigentständig zu Denken und sich eine eigene Meinung über wirtschaftliche Zusammenhänge zu bilden.
Nicht, wenn sie dort lernen wer ihnen später wirklich "die Butter vom Brot" nimmt und wer einen Großteil des Vermögens in unserem Land besitzt.

Aber das werden die Lobbyisten schon zu verhindern wissen, und stattdessen lieber wirtschaftsliberale Ammenmärchen präsentieren.

Z.B. ein schönes Kuchendiagramm, wo dargestellt ist, wie "viel" jedes Jahr für Sozialausgaben "draufgeht". Natürlich ohne darauf hinzuweisen, dass dieser Kuchen in Wirklichkeit nur ein Krümel des Kuchens ist, der wirklich in Deutschland zur Verfügung steht...

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emperor_norton 14.10.2015, 18:49
42.

Ich habe bereits vor 15 Jahren bei meinem Abitur in Bayern das Leistungskursfach Wirtschaft & Recht belegt. Später während des Studiums habe ich dann Einser-Abiturienten anderer Bundesländer kennengelernt, deren Leistungskurse Töpfern und Reiten waren. Es wundert mich, dass Baden-Württemberg erst jetzt Wirtschaft als Utnerrichtsfach einführt.

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claterio 14.10.2015, 18:58
43.

Zitat von Stäffelesrutscher
Wenn nach einer solchen Unterrichtseinheit die Klausurfrage nicht mehr lautet: "Erörtern Sie Vor- und Nachteile des Mindestlohns", sondern "Nennen Sie die Nachteile des Mindestlohns" - was würde dann jemand als Schulnote bekommen, der die Vorteile des Mindestlohns benennt und begründet?
Es ist genau so falsch so zu tun, als hätte der Mindestlohn nur Vorteile. Und das sage ich, obwohl ich selbst für dessen Einführung war.

Insofern kann ich die Angst der Gewerkschaften verstehen, denn an deren Führungsspitze sitzen genau die gleichen engstirnigen Ideologen wie in den Arbeitgeberverbänden - nur mit genau umgekehrtn Vorzeichen. Aber keinen Iota besser oder diskursoffener.

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rjb26 14.10.2015, 19:12
44. Sehr interessant

Wie sich hier Foristen aeussern . im Artikel wird ziemlich eindeutig auf die neoliberale Ausrichtung durch eine definierte Interessengruppe abgehoben. Wirtschaft ist wichtig und wird vielerorts auch unterrichtet. und das ist gut so, denn schließlich muessen die Menschen die Zusammenhänge verstehen u.s. um derartigen quasi mafiosen Umtrieben etwas entgegensetzen zu koennen. Sonst sind wir den Lehmanns, Goldman Sachs, Hoeneß',Monsantos, Draghis und Junkers dieser Welt hilflos ausgeliefert

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gtunstall 14.10.2015, 19:16
45.

"Man sei mit den verschiedensten Verbänden im Gespräch, sagt ein Sprecher. Die konkrete Ausgestaltung des Fach erfolge "allein nach pädagogischen Maßstäben durch das Landesinstitut für Schulentwicklung"."


'Aber die allgemeinen Vorgaben und Unterichstsstoff liefern wir' hahahah, ja, wer denken kann, ist klar im Vorteil.

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Oceanic 815 14.10.2015, 19:19
46. Am Frühstückstisch

"Mutter, Du bist wegen schlechter Performance entlassen".

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gtunstall 14.10.2015, 19:21
47.

"Um die Lehrer speziell für das neue Fach auszubilden, soll an der Uni Tübingen zum kommenden Semester eine Professur eingerichtet werden - finanziert von der Holtzbrinck-Stiftung."

Ja, es geht ja nihct an, dass die Lehren im Endeffekt von den Lehrern abhaengen - es geht ja nihct an, dass der Lehrer schlussendlich das letzte Sagen hat, was er unterrichtet.
Also brauchen die Lehrer, die dieses fach unterrichten, eine Pruefung - genau ! eine Pruefung, ob sie geeignet sind, dieses fach zu unterrichten. Der Ausgang der Pruefung muss natuerlich im Einklag stehen mit den Zielsetzungen des Fachs.. sprich, die behalten sich das Sagen - auch was und wie unterrichtet wird - durch die extra Ausbilung and der Uni. Ar..r

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austenjane1776 14.10.2015, 19:25
48. Nur mal so...

Zitat von trevi
dass den Schülern auch etwas "für reale Leben" vermittelt wird, statt sie nur mit Zahlen,Formeln etc. zu erdrücken. -Gefordert wird es seit Jahren- Bedauerlich, dass Gewerkschaften dagegen Front machen -eine angebl.Lobbyarbeit ist kaum sichtbar- Vielleicht sollte die GEW-Vorsitzende sich endlich mal mit den ewigen Fehlstunden bzw.Unterrichtsausfällen befassen. Aber bitte nicht wie bisher "immer nur mehr Personal" (=mehr Beitragszahler) -Die Ursachen liegen überwiegend tiefer.
Wie wollen Sie "Wirtschaft" ohne Zahlen und Formeln verstehen?
Steinzeit? Muscheln tauschen?
Zinsen? MwSt? Rabatt? Investitionen?
Nur mal so als Frage...

Die Gewerkschaften wollen nicht, dass hier nur die Sicht der Industrie vorkommt. Das ist berechtigt.

Für Unt-Ausfall usw wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Bundesland - das ist für seine Schulen veramtwortlich.
Und die wollen sparen - und nicht auf Gewerkschaften hören.
Das läuft doch seit Jahrzehnten so.

Die "Ursachen liegen tiefer"?
Ja. Keine Ahnung.

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klaus-bärbel 14.10.2015, 19:36
49. Besser...

...die Kinder lernen Wirtschaft, die, und das kann man ja nicht leugnen, uns tagtäglich begegnet und unser Leben mitbestimmt, als die Gender-Ideologie mit 57,5 verschiedenen Geschlechtern und munterem Dildobasteln für Teenies.

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