Forum: Leben und Lernen
Wissenschaft: Frauen im Nachteil
Corbis

Sie veröffentlichen weniger und werden seltener zitiert: Frauen haben in der Forschung keinen guten Stand. Allein in Physik und Astronomie haben sie ihren Kollegen etwas voraus.

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sehichanders 05.11.2015, 17:37
20. Nunja...

Zitat von plankton
Das durfte ich damals als männlicher Student in einem Genderstudies-Seminar erleben.. und andere lustige Dinge, wenn man Mann ist :)
... es bleibt einem leider keine Wahl als zum Justiziar zu rennen und mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht zu drohen. Dann wird einem zwar recht gegeben, weil man die schlechte Presse scheut, aber man hat es sich mit dem gesamten Fachbereich verscherzt. Es ist wirklich unerträglich, dass man diese Leute vor Gericht zerren muss, damit sie kapieren, dass sie gegen Gesetze und auch gegen ungeschriebene wissenschaftliche Richtlinien verstoßen.

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criticos 05.11.2015, 17:45
21. Wissenschaftsferne Behauptungen

Jeder der wissenschaftlich publiziert weiß, dass eingereichte Artikel ohne Namen begutachtet werden. Von daher kann es hier gar keine "Gender"-Selektion geben. In den harten Wissenschaften zeichnen die Autoren in der Regel mit abgekürztem Vornamen. Selbst wenn man sich dafür interessieren würde, wüßte man nichts über das Geschlecht der Autoren. Es kann natürlich sein, dass genderwissenschaftlich inspirierte Publikationen, bei denen Frauen überproportional vertreten sind, in den echten Wissenschaften nicht so häufig zitiert werden. Daraus eine "Diskriminierung" zu machen, ist schon beinahe wieder lustig.

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wind_stopper 05.11.2015, 18:08
22. Autoren Names

Anhand der Autorennamen kann man oft gar nicht mehr erkennen, ob weiblich oder männlich. Da werden Erstnamen oft abgekürzt. Bei asiatischen Namen ist es ohnehin (für mich persönlich) schwer zu beurteilen, ob das nun ein weiblicher oder männlicher Name ist.

Wie haeufig ein Artikel zitiert wird, hängt in erster Linie von der Qualität der Arbeit ab, wie relevant das Thema ist und wie wichtig die Grundaussagen sind.

Fuer mich zeigt der Trend evtl. nur, dass maennliche Kollegen ihre Arbeit evtl. einfach mehr auf derzeitige Tendenzen hin ausrichten und Frauen sich evtl. mehr Freiheiten nehmen und weniger dem Strom hinterher schwimmen und einfach etwas mehr Mut haben, sich auch mal Rahmenthemen zu widmen.

Und von wegen "Qualität vs. Quantität" - das ist ohnehin in der Wissenschaft heute so. Konnte man sich vor 40-30 Jahren noch mit einer guten Veröffentlichung pro Jahr eine Karriere aufbauen, müssen es heute 4, 5 oder mehr Publikationen sein. Das dabei leider die Qualität etwas leidet ist doch normal.

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areyoushure? 05.11.2015, 18:28
23. Vielfach

gibt es nur Kürzungen, aus dem T. kann man Torsten oder Tanja machen.
Hat mich früher bei Ärzten genervt, da keiner wusste ob Urologin oder Urologe :)
Aber bitte nicht so eine sachliche Bemerkung zu so einem Thema, ts. ts :-)

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skroete 05.11.2015, 18:33
24. Seilschaften unter Männern

Ich halte nicht besonders viel von dieser Genderforschung, einen wahren Hintergrund hat der Artikel allerdings schon. Als Wissenschaftlerin kann ich aus eigener Erfahrung und der meiner Kolleginnen sagen, dass Seilschaften zwischen den Männern nicht zu unterschätzen sind. Als Frau hat man da oft keine Chance reinzukommen, es sei denn man ist deutlich überdurchschittlich gut. Die Folge ist, dass man als junge Wissenschaftlerin vom (männlichen Chef) weniger gefördert wird als männliche Kollegen. Und was die Zitationen anbelangt: Natürlich zitieren Männer eher andere Männer, da es als Gefälligkeit zählt seine Kollegen zu zitieren und seinen Seilschaften damit einen kleinen Gefallen zu tun. Die Seilschaften werden übrigens auch oft als Autoren mit aufgeführt, obwohl sie zur Publikation gar nichts beigetragen haben. So kann man seine Publikationszahl auch erhöhen...

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kratzdistel 05.11.2015, 18:36
25. was sollen diese studien

wenn mehr Männer in der Forschung tätig sind, ist deren anteil an zitierten Studien auch größer. die meisten Studien sind sowieso ergebnisoffen, z.b. "durch die beobachtungen der gehirnaktivitäten mit hoch auflösendem mrt konnten neue ansätze für die schlaganfalltherapie gefunden werden". nur dabei bleibt es meist dabei. die masse der studien beweist noch nicht, ob sie von nutzen sind. es ist eher so, dass die steigerungsrate von Forscherinnen mehr zugenommen hat, als von männern.in den USA sind Quoten festgeschrieben. das hat dann die folge,dass die falschen vorgezogen werden. das ist auch nicht gerecht.

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rocky789 05.11.2015, 18:44
26.

Nicht in allen Disziplinen gilt der "blind review" - in Physik, Chemie, Materialwissenschaften, ist es durchaus ueblich, dass man den Namen des Autors kennt. Blind review hat sich vor allem in den Geisteswissenschaften durchgesetzt.

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Wolffpack 05.11.2015, 18:47
27.

Wichtige (=ältere, ist einfach so) Forscher werden häufiger zitiert, die sind aus historischen Gründen öfter Männer. Sollte sich in ~30Jahren gegeben haben. Danke, ich erkläre den Genderhampeln gerne die Welt.

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uventrix 05.11.2015, 18:52
28. Zitate

"Prof. Martina Schraudner, Leiterin des Fachgebiets Gender- und Diversity-Aspekte an der Technischen Universität Berlin, hält dafür verschiedene Gründe für möglich."

Und ich halte es für möglich, dass das Fachgebiet Gender- und Diversity Aspekte reine von der Politik gewollte und geförderte Beschäftigungstherapie ist die kein Mensch braucht.

Als ich meine Diplomarbeit geschrieben habe, habe ich auch ein paar Quellen zitiert A.Dingsbums, B.Trallala, C.Schießmichtot. Ich habe nicht gewusst ob die Person männlich oder weiblich war und ehrlich gesagt hat es mich auch nicht die Bohne interessiert. Es zählt was die Person geschrieben hat und ob das hilfreich ist.

Aber man muss ja Probleme suchen um sich Fördergelder fürs nächste Jahr zu sichern. Man könnte ja sonst auf die Idee kommen, dass Gender Studies ein völlig überflüssiges Groschengrab ist.

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taglöhner 05.11.2015, 18:53
29. Zum heulen

Wenn ich mir vorstelle, wie viele Stellen für hochkompetente Wissenschaftler(innen) harter Fächer solche Professorinnen blockieren.

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