Forum: Leben und Lernen
Wissenschaft: Frauen im Nachteil
Corbis

Sie veröffentlichen weniger und werden seltener zitiert: Frauen haben in der Forschung keinen guten Stand. Allein in Physik und Astronomie haben sie ihren Kollegen etwas voraus.

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skroete 06.11.2015, 13:28
70.

Zitat von stefanmller800
Das würde in 99% der Aussage "Wissenschaftlerin" wiedersprechen!
Danke! ;-)

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noalk 06.11.2015, 13:29
71.

Zitat von Lisa_can_do
... Viele meiner Freundinnen, alle Ärztinnen, haben nicht den Mut, sich selbstständig zu machen oder wollen explizit keine Oberarzt-Stelle, obwohl sie fachlich schon lange soweit sind. Keine eigene Praxis, lieber angestellt? Na wegen der Kinder und Sicherheit .....
Oder sie sollten sich einfach mal vor ihrem Ehegatten aufbauen und von ihm eine entsprechende familiäre Leistungsbereitschaft einfordern. Oder fehlt ihnen dazu auch der Mut?

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skroete 06.11.2015, 13:35
72.

Zitat von stefanmller800
Wenn man ihre allgemeinen Ausagen so hört die eigenen Erfahrungen ohne Beleg als Fakt darzustellen, amg es vllt daran liegen, dass sie dneken, sie werdne benachteidigt... vllt liegt es einfach an der Denkweise..
Was meinen Sie mit Beleg? Sie erwarten wohl hoffentlich kaum, dass ich die entsprechenden Fälle von mir und meinen Kolleginnen mit Namen und genauer Beschreibung der Vorfälle in einem öffentlichen Forum ausbreite. Selbst wenn, wäre das noch immer kein Beleg. Was wäre Ihr Vorschlag? Den Chef wegen Diskriminierung anzeigen und aufgrund dessen nie wieder eine Stelle in der Wissenschaft zu bekommen? Das riskiert doch niemand. Mag sein, dass Frauen in dieser Beziehung nicht risikofreudig genug sind. Das rechtfertigt aber noch lange nicht die Vorgehensweise vieler Männer.

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noalk 06.11.2015, 13:50
73. Respekt!

Zitat von shohm
Habe mir die Studie, auf der dieser Artikel beruht, mal angesehen. Diese kommt vollständig ohne ordentliche statistische Verfahren aus (Irrtumswahrscheinlichkeiten scheinen keine Rolle zu spielen). Ich fürchte, dass mir jede halbwegs wissenschaftlich ausgebildete Person zustimmen wird, dass der Artikel es mit dieser Methodik in kein einziges hochwertiges wissenschaftliches Journal schaffen würde ...
Respekt, dass Sie sich diese Mühe gemacht haben, ehrlich. Ich habe es nicht gemacht, weil nach meiner Erfahrung in solchen "Studien" statistische Methoden entweder gar nicht angewendet wurden oder die statistischen Zahlen im Hinblick auf das gewünschte Ergebnis interpretiert werden. Danke, dass Sie mein "Vorurteil" bestätigen.

P.S.: Irrtumswahrscheinlichkeiten dürfen Sie bei Sozialwissenschaftlern nicht erwarten. Sowas wie "Fehlerrechnung" gibt's eben nur in Naturwissenschaften.

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noalk 06.11.2015, 13:56
74. Hard sciences empirisch?

Zitat von lecon
Das ist eben MINTler-Rhetorik in Reinkultur und hier häufig zu finden. Da wird nicht verstanden, dass "harte Wissenschaft" eigentlich aus dem Angelsächsischen "hard sciences" abgeleitet ist und letztlich lediglich einen Modus der Erkenntnisgewinnung beschreibt — nämlich den empirischen. ...
Nach meiner Kenntnis werden mit "hard sciences" die Naturwissenschaften, mit "soft sciences" die Sozialwissenschaften bezeichnet. Genau letztere sind die empirischen, also die "weichen". Die Naturwissenschaften sind nicht empirisch, sondern "evidence based", fußen also auf "harten" Beweisen, daher auch die obige Bezeichnung.

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cassandros 06.11.2015, 14:02
75.

Zitat von Lisa_can_do
Wie wäre es denn mal mit einer Männerquote von, na sagen wir mal 60 % und nicht traditionell 95 %?!......In der Medizin .... Facharzt-Weiterbildung ........ eine Chefarzt-Stelle ......Uniklinik, ........
In Ordnung. Dann führen wir aber auch eine bescheidene Frauenquote von, sagen wir, einem Drittel bei Straßenbau und Stadtreinigung ein.
Einverstanden?

Wenn das Wort "Frauenquote" fällt, denkt frau automatisch an Chefinnenärztinnen-Posten, Professuren und Aufsichtsrätinnenposten bei Konzernen.
Ich habe NOCH NIE eine Frau auf einer Dampfwalze gesehen, die frisch verlegten Teer glattfährt!
Warum?
Und wenn sich jemand von der Kananlreinigung an einem Gullideckel zu schaffen macht, ist das auch nie eine Frau.
Wo kann ich eine Petition für die 50% Frauenquote für diese Berufe unterschreiben?

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noalk 06.11.2015, 14:07
76. Starten Sie eine Petition!

Zitat von cassandros
... Wenn das Wort "Frauenquote" fällt, denkt frau automatisch an Chefinnenärztinnen-Posten, Professuren und Aufsichtsrätinnenposten bei Konzernen. Ich habe NOCH NIE eine Frau auf einer Dampfwalze gesehen, die frisch verlegten Teer glattfährt! Warum? Und wenn sich jemand von der Kananlreinigung an einem Gullideckel zu schaffen macht, ist das auch nie eine Frau. Wo kann ich eine Petition für die 50% Frauenquote für diese Berufe unterschreiben?
Meine Unterschrift ist Ihnen sicher.

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cassandros 06.11.2015, 14:07
77. a prospos emprisrisris

Zitat von noalk
Nach meiner Kenntnis werden mit "hard sciences" die Naturwissenschaften, mit "soft sciences" die Sozialwissenschaften bezeichnet. Genau letztere sind die empirischen, also die "weichen". Die Naturwissenschaften sind nicht empirisch, sondern "evidence based", fußen also auf "harten" Beweisen, daher auch die obige Bezeichnung.
Selbstverständlich sind die Natuwissenschaften EMPIRISCHE Disziplinen. Vielleicht möchtest du kurz nachschlagen, was Empirie ist?

- http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/realwissenschaft.html?referenceKeywordName=empiris che+Wissenschaft

- http://definition-online.de/empirie/

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Dino822 06.11.2015, 16:00
78.

Zitat von stefanmller800
Nein,.. es sind Zitate pro Artikel und Artikel pro PErson.. da macht die Anzahl der Akademikerinen nix aus!
Habe ich wirgendwo geschrieben, dass die Gesamtzahl der Akadmeikerinnen etwas ausmacht?

Mal ein Rechenbeispiel für Sie:
Grundannahme ist, dass jeder Professor (unabhängig vom Geschlecht) pro Jahr 5 Paper schreibt, jeder Postdoc 3 und jeder Doktorand 1.
Dann gehen wir davon aus, dass die Verteilung Professor-Postdoc-Doktorand bei den Männern 5%-20%-75% ist, und bei den Frauen 3%-15%-82% ist (Die Zahlen sind frei erfunden, der trend sollte aber passen).

Rechne ich dann die durschnittliche Publikationsleistung aller Männer aus, komme ich auf 1,6 Paper pro Person und Jahr. Bei den Frauen wären es aber nur 1,42 Paper pro Person und Jahr. Obwohl ich also von einer komplett geschlechtsunabhängigen Publikationsleistung für vergleichbare Gruppen ausgegangen bin, komme ich auf eine scheinbare Benachteiligung der weiblichen Wissenschaftlerinnen.

Einen ähnlichen Trend wird man erhalten, wenn man die Publikationsleistung pro Fachbereich mit dem jeweiligen Frauenanteil korreliert. So sagt doch selbst der Artikel direkt, dass in Fächern mit höherem Männeranteil generell mehr publiziert wird, und zwar sowohl von Frauen als auch von Männern. (3,27 bzw. 4,03 Paper pro Jahr in den männlich dominierten Fächern Physik und Astronomie, im Vergleich zu 2,34 bzw. 2,07 Paper pro Jahr über alle Fächer gemittelt)

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chris4you 06.11.2015, 16:37
79. @Lisa_can_do

Sie haben Recht! Wir brauchen eine Männerquote, das haben inzwischen schon die Zahnärzte erkannt: http://www.dzw.de/artikel/zahnmedizin-sag-mir-wo-die-maenner-sind http://www.deutsche-gesundheits-nachrichten.de/2015/07/16/praxenschwund-zahnaerzteverband-fordert-maennerquote/ und wissen Sie was das schönste daran ist? Dabei wird es nicht bleiben, so sieht es bei den Tierärzten auch aus, die Damen wegen Lifebalance und -Style in der Stadt mit Kleintieren beschäftigt, auf dem Land keiner der sich mit den Großtieren rumschlägt (so ab Ziege aufwärts). Und noch besser, in der Humanmedizin. Die richtig -äh- harten Sachen- mögen Sie auch nicht http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/aerzte-handwerker-mangel-im-krankenhaus-1511296.html, ja, so gender und feminisieren wird nicht nur die Arbeitswelt zu Tode, sondern uns selbst auch. Aber es hat auch seine guten Seiten! Durch den hohen Andrang von (weiblichen) Zahnärzten in den Städten sind dort die Gehälter niedrig, auf dem Lande dafür hoch (Männer) und so schaffen wir es nebenbei auch noch, daß das GenderPayGap weiterhin fröhlich vor sich hinlebt (die 3-8% ;o) und auch gleich das Opferschema beibehalten werden kann! Und, wer ist es gewesen? Das pöse Patriarchat, auf jeden Fall irgendwie die Männer... (Sorry, das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen)...

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