Forum: Leben und Lernen
Wissenschaft: Frauen im Nachteil
Corbis

Sie veröffentlichen weniger und werden seltener zitiert: Frauen haben in der Forschung keinen guten Stand. Allein in Physik und Astronomie haben sie ihren Kollegen etwas voraus.

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Criticz 06.11.2015, 17:27
80. Das Naheliegendste ist eben nicht das politisch-

Zitat von bruno bär
komischerweise wird die einfachste Erklärung außer Acht gelassen. Die Arbeit ist einfach schlechter. Deswegen wird a) weniger publiziert, b) weniger oft zitiert und c) in den "Männerdomänen" bestehen die Frauen, die wirklich gut sind, die sich wirklich für diese Fächer interessieren und ergo im Durchschnitt besser sind als ihre männlichen Kollegen, die weniger Leidenschaft (wieder im Durchschnitt) und nur eine Karriere in diesem Bereich gesucht haben, weil es ihrem Rollenverständnis entspricht. Kein Wissenschaftler legt einen vielversprechenden Artikel zur Seite, weil der Autor eine Frau ist. Wenn ein Artikel nicht zitiert wird kann das im Grunde zwei Ursachen haben: 1. Artikel ist nicht bekannt (wenig relevant, kein hochangesehenes Journal, etc.) oder 2. Die Publikation ist methodisch Schwach und eine Zitation würde die eigenen Arbeit als wischi waschi dastehen lassen, in die jeder Populärwissenschaftlicher Text aufgenommen wird
Ideologisch Gewollte. Es muss, klare Belege Mangelware, irgendwie eine Benachteiligung von Frauen herbeigeredet werden, um dann eine Sonderbehandlung (Förderprogramme nur für Frauen bis hin zu Quoten) durchzusetzen.

So läuft das Spiel, und Politik und Medien spielen mit.

Mit Gleichberechtigung hat das natürlich nichts zu tun, in Wahrheit werden längst Männer gerade im universitären Betrieb längst benachteiligt. Schade dass wir darüber nie was lesen.

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Criticz 06.11.2015, 17:36
81. Kann ich nur bestätigen

Zitat von shohm
Die im Artikel zitierten Befunde verschweigen leider die aktuell vorherrschende Diskrimierung von Männern in wissenschaftlichen Karrieren. Frauen müssen deutlich weniger publizieren und werden früher berufen als Männer (http://www.mpifg.de/pu/mpifg_dp/dp14-19.pdf). Das sage nicht ich sondern das Max-Planck Institut für Gesellschaftsforschung in einer hochwertigen empirischen Studie. Die leider im Zeitgeist in keinem Leitmedium Erwähnung findet... Fast alle Ausschreibungen von Promotions- oder Postdoc-Stellen verdeutlichen dies, indem sie darauf hinweisen, dass Frauen besonders aufgefordert werden, sich zu bewerben, oder sich sogar im Vorfeld an die Gleichstellungsbeauftragt wenden können. Viele junge Männer entscheiden sich aus diesem Grund aktuell gegen eine wissenschaftliche Karriere, weil die aktuelle (grundsätzlich ja uneingeschränkt zu begrüßende) Förderung von Frauen in der Wissenschaft weit über das Ziel hinaus schießt.
Warum wird dazu nicht geforscht?

warum so gut wie nie ein Bericht darüber, über diese schwarz auf Weiß nachzulesende (!) Diskriminierung von Männern?

Man(n) ahnt die Antwort.

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balmy_matrix 06.11.2015, 18:19
82.

Bei diesen Daten springt einem das Simpson-paradoxon ja förmlich an. Bitte einfach mal googlen...schwacher Artikel....noch schwächere Studie....

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stefanmller800 07.11.2015, 01:25
83.

Zitat von skroete
Was meinen Sie mit Beleg? Sie erwarten wohl hoffentlich kaum, dass ich die entsprechenden Fälle von mir und meinen Kolleginnen mit Namen und genauer Beschreibung der Vorfälle in einem öffentlichen Forum ausbreite. Selbst wenn, wäre das noch immer kein Beleg. Was wäre Ihr Vorschlag? Den Chef wegen Diskriminierung anzeigen und aufgrund dessen nie wieder eine Stelle in der Wissenschaft zu bekommen? Das riskiert doch niemand. Mag sein, dass Frauen in dieser Beziehung nicht risikofreudig genug sind. Das rechtfertigt aber noch lange nicht die Vorgehensweise vieler Männer.
Ein Beleg ist z.B. eine Studie, die eine klare Diskriminierung belegt.. und kleiner Tip, eine Korrelation ist eine Kausalität.

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stefanmller800 07.11.2015, 01:32
84.

Es wird langsam lachhaft!
Niemand hat was gegen eine Frauenquote von 80%.. wenn sie NICHT gesetzlich vorgeschrieben ist..
Ärztinnen keinen Kita Platz.. wo haben sie den Unsinn her.. für das gilt die selber garantie, wie sie für jeden anderen auch gilt! Und als Fallbeispiel.. die Kinder meiner Schwester (Ärztin) sind in der KITA.
und amüsant.. man darf nicht allg. sagen "Frauen mangelt es am Grips etc. (damit haben sie ja recht.. aber sie dürfen allg. männliche Oberärzte diskretitieren.. woher haben sie die Daten, dass die Mehrheit der Oberärzte fachlich und sozial eine Katastrophe sind?
Real existierende Diskriminierung in ALLEN Bereichen.. bitte belege... nach der Standard Argumentation gibt es auch eine Diskriminierung von Männern im Strafrecht.. es sind mehr Männer im Knast, als Frauen, von Männern als Grundschullehrern (gibt weniger als Frauen) und von Jungen in der Schule.. im Schnitt schlechter als die Mädchen ....SKANDAL! Oder ist das jetzt plötzlich keine Diskriminierung mehr?

Und ampsant.. sie nennen oben die Zahlen, und unten wollen ihre Freundinnin plötzlich garnicht mehr.. WAS Den nun?! Fehlender Wille der Frauen oder Diskriminierung?

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hjm 09.11.2015, 22:42
85.

„Sie veröffentlichen weniger …”

Das ließe sich doch ganz einfach beheben.

Entweder über eine Quote bei den Zeitschriften. (Diese könnten z.B. einen Vorrat an Dummy-Artikeln von Frauen anlegen und darauf bei Bedarf am Jahresende zurückgreifen.)

Oder über einen Korrekturfaktor bei den einschlägigen Indizes. (z.B. Artikel mit mindestens einem weiblichen Autor bekommt den Faktor 1,2, und das Zitat eines solchen Artikels den Faktor 1,4, oder so ähnlich).

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MattKirby 10.11.2015, 23:48
86. @skroete

Zitat von skroete
Ich halte nicht besonders viel von dieser Genderforschung, einen wahren Hintergrund hat der Artikel allerdings schon. Als Wissenschaftlerin kann ich aus eigener Erfahrung und der meiner Kolleginnen sagen, dass Seilschaften zwischen den Männern nicht zu unterschätzen sind. Als Frau hat man da oft keine Chance reinzukommen, es sei denn man ist deutlich überdurchschittlich ........
könnte es nicht einfach sein, dass Ihr Chef Sie nicht als überdurchschnittlich gut einstuft und deshalb eher andere fördert? Natürlich ist es einfacher auf das böse System zu schimpfen, anstatt sich erst einmal in Selbsteinschätzung zu üben.
Als echter Wissenschaftler ist man (und ja, i.d.R. auch Mann) an Ergebnissen und Erkenntnissen interessiert, egal ob diese von Frau oder Mann stammen.

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MattKirby 10.11.2015, 23:53
87. Kann nicht sein

Zitat von taglöhner
Lassen Sie mich raten: Medizinerin?
Sie schrieb Wissenschaftlerin!

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