Forum: Leben und Lernen
Wissenschaftliche Mitarbeiter: Nach zwölf Jahren kommt das Nichts
Miriam Migliazzi/ Mart Klein/ www.dainz.net/ UNI SPIEGEL

Erst Ausbeutung, dann Arbeitslosigkeit: Eric Linhart, 39, war zwölf Jahre lang befristet angestellt. Dann ging es für den Juniorprof plötzlich nicht mehr weiter. Wie Tausende ist er Opfer einer unsinnigen Politik geworden.

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lupidus 18.08.2015, 11:43
1.

mein lösungsvorschlag wäre folgender: diese dämliche verbeamtung der professoren auf lebenszeit abschaffen, ebenso wie die zeitverträge. dazu müßte man den kündigungsschutz ein wenig lockern und dann wären diese obigen probleme mal aus der welt geschafft.

was mich noch ein wenig wundert: die leute sind doch nicht gerade die dümmsten im lande. warum schaffen sie es nicht, sich zu organisieren und einfach mal 2 wochen keine vorträge zu halten oder was sie sonst tun. dann bleibt das mal alles an den profs hängen, die ja quasi keine sorgen haben.

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Morrison 18.08.2015, 11:53
2. Facharbeitermangel?

Ich dachte immer wir haben hier in Dtl einen Facharbeitermangel?

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limubei 18.08.2015, 11:57
3. marktkonforme (Demokratie) Wissenschaft

An allen Ecken diese geschiebe und gespare. Die Politclowns schaufeln sich die Taschen voll bei edler Altersversorgung.

Frau Wanka? Frau Merkel? Schweigen im Walde und das uebliche BlaBlaBlaBlaBla.

Und dann das Gejammer es gaebe keinen Nachwuchs mehr.

Und jetzt werden noch weniger Gelder da sein, denn die hochqualifizierten Zuwanderer muessen ja erst mal laengere Zeit alimentiert werden incl noch zu schaffender Infrastruktur.

Chaos und Fehlplanung wo man hinschaut. Aber fuer die Dauerbetrueger aus Griechenland sind Milliarden da.

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experiencedsailor 18.08.2015, 12:01
4. oh Wunder, oh Wunder,

auch staatlich durchalimentierte Akademiker kommen ab und an in der neoliberalen Wirtschaftswelt an:
Befristete Stellen, dutzendfach erfolglose Bewerbungen schreiben, Standort wechseln, obwohl man doch hochqualifiziert ist. Der Herr Dozent kann ja mal eine Arbeit darüber schreiben, weiviele Mittvierziger dieses Karriereloch ereilt und für die sich dann auch kein Schwanz mehr interessiert. Welcome to reality!

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sheggysen 18.08.2015, 12:02
5. Typisch deutscher Mist

Dieses System der Zeitverträge an deutschen Uni´s ist der grüsste Mist. Ich bekam zwar 1991 als ich als Ossi nach Bayern geholt wurde, einen Lebensarbeitsvertrag, erlebte aber, dass viele junge Absolventen Zeitverträge bekamen. Wie soll da gute Wissenschaft gemacht werden? Ein solches System führt dazu, Ergebnisse zu beschönigen, es wurden Arbeiten manipuliert usw. Ich wurde angefeindet, als Stasi-manipuliert, als ich mich gegen dieses System wendete. Dieses furchtbare System spart einer Uni viel Geld, ganz gleich, was aus den jungen Menschen wird.

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sok1950 18.08.2015, 12:03
6. sind diese Post-Doktoren echt so naiv?

Wenn ich einen befristeten Vertrag habe nutze ich diese Zeit um einen Anschlussvertrag, möglichst unbefristet zu bekommen. Dabei ist egal, ob an der Uni oder in der freien Wirtschaft.

Jeder einigermaßen intelligente Vorgesetzte weiß, dass die Besten (Intelligentesten?) bei einem befristeten Vertrag nur 2/3 der Leistung bringen, der Rest wird für die Jobsuche bzw. Anschlussvertrag verwendet.

Wer einen befristeten Vertrag hat, hier 100% gibt und die Zeit nicht aktiv für die Jobsuche bzw. einen Anschlussvertrag nutzt, sorry, aber der ist selbst Schuld.

Spätestens nachdem 50% des befristeten Vertrages abgelaufen sind geht man zu seinem Vorgesetzten und sagt diesem dass man etwas besseres hat und sich ab jetzt sich nur noch für diesen neuen Job vorbereitet - es sei denn, man bekommt auf der Stelle einen unbefristeten Vertrag.

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demophon 18.08.2015, 12:04
7. Starrsinnige Politiker

Zitat von Spon
Denkbar wäre laut Wanka zum Beispiel das sogenannte Tenure-Track-Modell, das in Amerika längst Alltag ist.
Warum kommt die Politik in Deutschland erst jetzt auf die Idee, das amerikanische Tenure-Track-Modell zu übernehmen? Das gibt es doch schon sehr lange und bietet den Dozenten und den Unis eine Sicherheit. Die weiterhin in Deutschland angestrebte Lösung der befristeten Verträge, wenn auch auf zwei Jahre verlängert, führt doch zu keiner Verbesserung. Die deutschen Politiker sind zu starrsinnig.

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agrippa76 18.08.2015, 12:05
8. Zenit ihres Schaffens mit 39....

....stimmt, wenn sie dann doch Kinder kriegen und heiraten dann gehts steil Bergab. Nix mehr mit Tag und nacht arbeiten in der Hoffnung die Möhre doch noch zu erwischen denn es soll Frauen und auch Männer geben die etwas von ihrer Familie haben wollen.
Das ist vom staat ganz schön clever, sonage die Damen und Herren höchstleistungen bringen werden sie ausgequetscht und dann ausgespuckt....im Prinzip macht der Staat nix anderes wie die jungen schönen hippen Unternehmensberatungen, Consulter oder Werbeagenturen. Was meint ihr denn warum da nur junge und schöne leute arbeiten? Siehe oben, sobald sie ansatzweise Verschleis zeigen werden sie in die Freizeit entlassen.
Habe selbst schon einige gestrandete erlebt die mit 35 noch vor Arroganz und Elitedenken trieften und sich mit 38 vor lauter scham nicht mehr aus dem Haus trauten.
Frauen hams da etwas leichter, die werden dann schwanger und sagen das sie wegen der Familie kürzer treten wollen (auch schon erlebt).

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Rosmarinus 18.08.2015, 12:06
9.

Zitat von Morrison
Ich dachte immer wir haben hier in Dtl einen Facharbeitermangel?
Und was hat das mit dem Thema zu tun?

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