Forum: Leben und Lernen
Wo gestresste Studenten entspannen können: Oasen der Ruhe
Marina Weigl

Immer dieses Smartphone, das vibriert! Dieses Internet, das nie stillsteht! Diese Kommilitonen, die Kaffee trinken wollen! Gerade vor Prüfungen sehnen sich Studenten nach einem Ort ohne Ablenkung. Vier persönliche Tipps für Refugien.

Seite 1 von 3
tobbyrobby 03.08.2015, 16:33
1. Oh wie toll ...

... endlich stellen wir fest wie sehr wir zu Robotern mutieren. Ständig in Bewegung und fremd gesteuert.
Freiheit ade.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Newspeak 03.08.2015, 17:14
2. ...

Das Problem ist meiner Meinung nach, daß wir alle, nicht nur Studenten fürs Lernen, solche Ruheräume bräuchten. Es ist aber gar nicht erwünscht, allein und konzentriert zu arbeiten, das widerspricht ja der ständigen Erreichbarkeit und dem Teamarbeitsgedanken und überhaupt allem, was die moderne Wirtschaftswelt für so wichtig erachtet. Man kann das sehr schön an der "Produktion" von Fachartikeln sehen (da habe ich ein wenig Einblick, es gilt aber wahrscheinlich für viele andere Bereiche auch). Da wird größtenteils "husch-husch" gearbeitet, irgendwas zusammengepfuscht, was die formalen Ansprüche erfüllt und gut ist. Es ist ein Grauen sowas lesen zu müssen, aber anscheinend stört sich daran kaum jemand (wahrscheinlich, weil sie keiner liest). Was für einen Unterschied machen dagegen Arbeiten von vor 50 oder auch nur 30 Jahren. Oder von Individualisten, die sich nicht verbiegen lassen. Man merkt, daß es diesen Leuten noch um Wissenschaft ging, nicht um Publikationslisten. Den meisten Leuten heutzutage scheint es aber um gar nichts mehr zu gehen, jedenfalls nichts Sinnvolles. Und wofür? Nur damit der Gewinn, von dem nur Wenige etwas haben, am wenigsten aber die, die ihn erarbeiten, noch weiter zu steigern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Max Einer 03.08.2015, 17:23
3. Ähemm,

"Da wir uns wirklich auf unsere Arbeit konzentrieren wollten, hatten meine Ex und ich uns für zwei getrennte Zimmer entschieden."

Soll das bedeuten, wenn Ihre Freundin und Sie es anders gewollt hätten, hätten Sie auch ein Doppelzimmer bekommen? Bei den Benediktinerinnen? O tempora, o mores!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pedites 03.08.2015, 17:31
4. Studentenstress?

Lächerlich. Der Stres geht erst nach dem Studium los. Und wer unfähig ist, sein Mobiltelefon oder seinen Rechner auszuschalten um abzuschalten, hat ernstere Probleme.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sponner_hoch2 03.08.2015, 17:32
5.

Großartig gelernt habe ich Gott sei Danke nie müssen (na gut, das mit dem "nicht müssen" ist vielleicht auch eine Ausrede für das auf Faulheit basierende "nicht wollen"). Wie auch immer, die Zugvariante kann ich da auch nur empfehlen. Für das Korrekturlesen der eigenen Diplomarbeit habe ich mich, dank Uni-NRW-Ticket, in den RE1 gehauen und bin ein paar mal zwischen Paderborn und Köln hin und her gependelt. Für das konzenrierte Lesen des Textes, den ich ja sei 4 Monaten kannte (und man dann schnell über ein Stelle drüber springt etc.) war das die Ablenkungs-Ausblendungs- und Zwang-zum-Lesen-Strategie schelcht hin. Ich muß aber zugeben, einmal in Köln bin ich ausgestiegen und habe Pause am Rheinufer gemacht - war aber purer Sonnenschein an dem Apriltag :-).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
josifi 03.08.2015, 17:57
6.

Zitat von pedites
Lächerlich. Der Stres geht erst nach dem Studium los. Und wer unfähig ist, sein Mobiltelefon oder seinen Rechner auszuschalten um abzuschalten, hat ernstere Probleme.
Ich weiß nicht, wann Sie studiert haben. Aber heute geht der Stress zum Teil bei den meisten Fächern schon VOR dem Studium los, vom Studium an sich nicht zu reden. Ich bin froh, dass es in den Achtzigern noch anders war...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
the great sparky 03.08.2015, 18:20
7. was bin ich doch für ein exot!

ich habe mein studium tatsächlich im elternhaus in meinem zimmer mit all den ablenkungen durchgezogen. die geheimnisse des erfolgs waren zum einen die fähigkeit sich höchstmöglich konzentrieren zu können (meinerseits) und zum anderen ein hohes maß an rücksichtnahme erfahren zu dürfen (seitens der restfamilie).
aber heute scheint es ja überwiegend nur noch mimosen zu geben, die in abgelegenen hütten, klöstern oder zur nachtzeit lernerfolge erzielen können.
viel spaß später in der realen arbeitswelt - natürlich wird es euer chef begrüßen, wenn man sich zur ausarbeitung eines themas auf eine alm zurückziehen möchte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vermincaster 03.08.2015, 19:23
8.

Wie groß ist das Sommerloch, das SPON so einen Dr. Sommer-Quatsch ins Netz stellt ? Wenn die Aussagen im Beitrag wirklich von "Studenten"stammen, mach' ich mir ernsthafte Sorgen um ihr Land.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Drunken Masta 03.08.2015, 20:12
9. Das Ding ist,

Zitat von josifi
Ich weiß nicht, wann Sie studiert haben. Aber heute geht der Stress zum Teil bei den meisten Fächern schon VOR dem Studium los, vom Studium an sich nicht zu reden. Ich bin froh, dass es in den Achtzigern noch anders war...
man weiß das nicht während man in der jeweiligen Rolle steckt.
Als Schüler ist die Schule stressig, als Student das Studium, als Berufstätiger der Beruf... und wohl leider zunehmend auch die Freizeit.
Bin gespannt ob Rentnersein genauso stressig wird.

Es scheint uns irgendwie ziemlich gut eingeimpft worden zu sein, dass wir zu funktionieren haben und nur Leistung zählt. Es fällt schwer einfach nichts zu tun und abzuschalten, der Tag muss durchgeplant sein. Und wenn man gerade keiner wie auch immer gearteten Aktivität nachgeht, plant man eben diese im Geist.

Etwas läuft schief und viele scheinen davon betroffen. Kaum jemand schafft es sich ausreichend Auszeiten zu gönnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3