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Zahlen des Statistischen Bundesamtes: Finanzielle Lage von Alleinerziehenden oft prek
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In Deutschland ziehen 1,5 Millionen Menschen ein Kind allein groß - damit gibt es etwa 200.000 Alleinerziehende mehr als noch vor 20 Jahren. Ihre Situation ist oft schwierig.

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mens 02.08.2018, 12:35
20. Kehrseiten

Dass sich heute unerträgliche Partnerschaften wegen Lieblosigkeit, physischer und psychischer (unterschätzt) Gewalt auflösen lassen ist gut. Aber es geht nicht ohne hohe Kosten von statten. Finanzielle und emotionale (abgesehen von der Trennung selbst), wie Existenzangst oder das Leid, die eigenen Kinder nicht mehr sehen zu können. Um eine nötige Trennungen für alle Seiten leichter zu machen, muß noch einiges passieren. Bessere Kinderbetreuung, gerechte Besuchsregelungen etc.

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interessierter Laie 02.08.2018, 12:36
21. so zynisch es klingen mag...

Alleinerziehend ist kein tragfähiger Lebensentwurf. Er funktioniert (in der Regel) nur durch Transferleistungen. Und die soll es natürlich auch geben. Aber es kann nicht im Interesse des Staates sein, ein nicht tragfähiges Modell gleich oder besser gar zu stellen. Jedes Gemeinwesen von Alleinerziehenden geht pleite. Ein Staat, der das Alleinerziehendendasein zu sehr fördert, befördert seinen Untergang.

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currywurst_hans 02.08.2018, 12:42
22. Jede Woche gefühlt ein Beitrag über die armen Alleinerziehenden.

Wie sieht eigentlich die finanzielle Situation der Unterhaltpflichtigen (meist Väter) aus? Darüber wird komischerweise nie berichtet. Aber wen kümmert schon das Melkvieh.

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gambalor 02.08.2018, 12:43
23. irreführend

Unsere Gesellschaft bestraft normalerweise Elternschaft (oder genauer: sie lässt Eltern mit dem Aufwand für Kinder, vor allem Betreuungsaufwand, weitgehend allein, aber entzieht ihnen die Früchte dieses Aufwands). Fällt dann ein Einkommen weg oder und/oder fallen doppelte Wohnungskosten an, sind die finanziellen Probleme programmiert. So weit, so wenig überraschend.

Es gibt aber eine Gruppe, die von Kindern profitiert: das sind Sozialhilfe- und Hartz-IV-Empfängerinnen. Für sie ist es geradezu eine Dummheit, offiziell mit dem Erzeuger zusammenzuleben, denn dann werden die Bezüge gekürzt -- die Wohnungskosten hingegen werden so oder so bezahlt. Zudem bekommen Mütter, wenn sie offiziell getrennt leben, einen "Alleinerziehenden-Zuschlag", der bei HartzIV sehr viel ausmacht. Mit Kindern bekommt man weiterhin eine bessere Wohnung bezahlt, und das Amt übt keinen nennenswerten Druck aus, einer offiziellen Erwerbstätigkeit nachzugehen. Sofern der Erzeuger Geld verdient, wird der "alleinerziehenden" Mutter (anders als bei Zusammenleben) außerdem nichts gekürzt.

Vor allem für Frauen, die (mangels Ausbildung) am Arbeitsmarkt wenig verdienen könnten und wenig Aussicht auf einen Partner mit vernünftigen Erwerbsaussichten sehen, ist "alleinerziehende Hartz-IV-Mutter" daher eine sehr reale Alternative; jeder Hauptschullehrer kennt dieses Lebensmodell. Mit etwas Schwarzarbeit lässt sich dabei in Summe deutlich besser leben, als wenn beide Eltern erwerbstätig wären- und zumindest die Frau erspart sich eine (in ihrem Fall wenig "erfüllende") Erwerbstätigkeit samt der entsprechend Doppelbelastung.

Deshalb haben sozial schwache Frauen ohne anständige Erwerbschancen überproportional viele Kinder, sind dann überproportional oft "alleinerziehend" und haben dabei ein unterdurchschnittliches Einkommen. Erhöht man die Unterstützung für "Alleinerziehende" nach heutigem Muster (das normale Ziel solcher Untersuchungen), so werden diese Anreize noch verstärkt, und das Resultat ist nicht weniger, sondern noch mehr statistische Armut von Alleinerziehenden.

Jede Statistik, die diese Effekte nicht separat untersucht und ausweist, ist grob irreführend.

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cor 02.08.2018, 12:47
24.

Zitat von kibbs
Das ist ja schon ziemlich hart was sie da von sich geben!Warum sprechen sie Menschen ab Kinder zu bekommen weil das Leben nun mal nicht immer perfekt verläuft?
Aber warum passiert das alles so oft? Die Zahlen sind erschreckend hoch, finden Sie nicht? Und der Grund dafür soll nun sein, dass eben "nicht alles perfekt läuft"?

Nehm ich Ihnen nicht ab. Diese Zahlen sind deswegen so hoch, weil viel zu viele Kinder verantwortungslos und ohne gross Nachzudenken in die Welt gesetzt werden.

Ich kenn allein in meinem Umfeld schon zig Fälle. Das lief nicht nur "mal eben nicht perfekt", sondern war schon vor der Geburt schlichtweg vorprogrammiert mangels sozialer und finanzieller Sicherheit.

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ingo_meyer 02.08.2018, 12:49
25. Zu einer Alleinerziehenden gehört doch immer auch eine Vater....

... also soll der mitzahlen. Wenn er sich entzieht springt das Amt ein. Und dann sollte man den Vater finden. Geht doch bei der GEZ auch. Das Geld gleich vom Lohn einbehalten. Und wenn so einer auf "Lau" macht - oft über Scheinselbständigkei, sollte es Wege geben und wenn im Zweifel über Erzwingungshaft. Den Frauen sei zu raten bei der Wahl des Gatten nicht nur an die guten Gene zu denken!
Es ist eine absolute Sauerei den Kindern das ihre zu enthalten. Die Kinder können doch nichts dafür. Sämtliche staatliche Unterstützung sollte Ihnen gewiss sein!

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Nordstadtbewohner 02.08.2018, 12:50
26. Unterhaltspflicht und Verminderung des Anspruchsdenkens

Zitat von kibbs
Auch mit Vollzeitarbeit ist man als alleinerziehnde Person nicht vor Armut geschützt!Sie übersehen da glaube ich,dass man da ja dann auch alle Kosten alleine trägt! Und wenn man in einer gößeren Stadt lebt , dann bezahlt man ja auch gerne mal 1000Euro Miete für eine 3 Zimmer Wohnung.Dann kommen da gerne noch 200-400 Euro für die KITA-Betreuung hinzu.Dann hat man ja auch noch laufende Kosten.Da bleibt auch bei Vollzeitstelle nicht mehr viel Geld am Ende des Monats über.
Sie vergessen, dass der ehemalige Partner/ die Partnerin unterhaltspflichtig ist. Von daher werden die Kosten aufgeteilt. Wer bei seiner Partnerwahl die Augen aufmacht, wird auch nach Trennung mit Expartner und Kind klar kommen. Das ist gesetzlich so geregelt. Der zweite Punkt ist das überzogene Anspruchsdenken. Wenn eine 3-Zimmer-Wohnung das Budget sprengt, muss auch eine 2-Zimmer-Wohnung reichen. Das ist durchaus mit 2 Personen möglich.

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Plasmabruzzler 02.08.2018, 12:51
27.

Es sollte bei solchen Problemen doch die Frage erlaubt sein, wie der Zustand "Alleinerziehend" zustande gekommen ist. Wenn ein Schicksalsschlag dahinter steckt (z. B. Tod des Partners), tut mir das für Kind(er) und Elternteil leid und es sollte die größtmögliche Unterstützung da sein - z. B. auch in Form von Witwenrente.
Wer jedoch sorglos bei der Verhütung war oder sich aus Kalkül von jemand anderen hat schwängern lassen, sollte sich selbst in seine/ihre Rolle finden. Aus dem weiteren Bekanntenkreis haben ein paar junge Frauen die allergrößten Deppen zum Partner genommen, ein Kind oder mehrere bekommen und wundern sich dann, dass der Hallodri fremdgeht. Wenn ich Frau wäre, würde ich solche Nichtskönner niemals an mein Allerheiligstes lassen. Auch ist es ein Irrglaube, eine kaputte Partnerschaft durch die Zeugung und Austragung eines Kindes zu retten.
Für den Rest empfehle ich, an einer Partnerschaft zu arbeiten - insbesondere dann, wenn ein Kind da ist. Partnerschaft bedeutet immer, nicht nur immer einen Konsens zu finden, sondern auch mal Kompromisse einzugehen, den Partner zu verstehen und zur Not auch mal psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenn dann alles scheitert, muss man sich halt mit der Situation des Getrennt-Lebens aber Gemeinsam-Erziehens arrangieren.

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omop 02.08.2018, 12:52
28. Zum ersten Kommentar...

diese Einstellung halte ich für gefährlich..wenn man Kinder bekommt, geht es in erster Linie um das Kindeswohl. Und Kinder nach einem halben/einem Jahr wieder in die Fremdbetreuung abzuschieben, kann sich später in der Entwicklung der Kinder rächen. Gerade die ersten drei Jahre sind für Kinder wichtig: hier brauchen Kinder stabile Bezugspersonen (Eltern) und keinen Stress durch viel zu grosse Kitas. Arbeiten kann man auch nach 3-4 Jahren wieder, aber leider sind m.E. einige Eltern da auf ihrem Ego-Trip unterwegs (anstatt das Kindeswohl im Auge zu haben).

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Rassek 02.08.2018, 12:53
29. Zum ko..

Alles bekannt seit Jahren Und wo sind Demo etc ??
Solange es noch 1 nen Flüchtling gibt, wird dieser dazu benutzt um den Leuten zu erklären, daß sie ohne ihn mit Geld versorgt wären. Wie man an den Ergebnissen der AlleNaive für Deutschland sieht, funktionierts ja.

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