Forum: Leben und Lernen
Zitat des Tages: "22-Jährige, in Tränen aufgelöst"

Druck in der Schule, Druck in der Uni: Berufsberaterin Karin Wilcke findet, dass Turbo-Abi und die Verkürzung des Studiums dem Selbstbewusstsein junger Erwachsener schaden. Die Lockerheit sei völlig verschwunden, es herrsche "Schulklassendenken".

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Creepwood 29.09.2012, 19:41
70.

Zitat von RobinB
Ich selber habe in 15 Semestern meinen Dipl-Ing gemacht, danach den Doktor in 9. Dabei habe ich seit dem 12. Semester aktiv in der Forschung und Entwicklung gearbeitet und mein Geld verdient. Der Übergang war also fließend und absolut natürlich. Das muss ich ab und ab einem Personaler erklären, aber ich betreute meine Studienzeit keine Sekunde! Im Gegenteil: mit tun die heutigen Studenten richtiggehend Leid. Manche Sachverhalte und Zusammenhänge kann man schlicht nicht am Schreibtisch lernen. Die kommen durch Aha-Erlebnisse, die man nicht erzwingen kann. Das hat viel mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun und damit, in ein Fach hinein zu wachsen. Die dazu benötigte Zeit ist individuell verschieden und sicher reichen die paar Semester bis zum BSc den meisten nicht. Das Ergebnis: viele gestresste junge Leute, unzureichend ausgebildet und mit dem (berechtigten) Gefühl, nicht richtig auf das Berufsleben vorbereitet zu sein. Kein Rezept für einem glücklichen Start ins Leben...
Wer nach 12 Jahren Schulbildung und 5 Jahren fachspezifischem Studium nicht ausreichend auf die beruflichen Realitäten vorbereitet ist... Naja, Sie können den Satz selber vollenden.

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RobinB 29.09.2012, 19:41
71.

Zitat von PARANRW
was für ein Unsinn!! Baujahr 1960, das Abi nach 12 Jahren und einem normalen 9-semestrigen Uni-Studium MIT Abschluss, wie alle meine Studienkollegen, es war eine unglaublich schöne, kreative -zeit, natürlich mit Leistungsdruck. Aber, an unserer Uni gab es von 1979 bis 1984 3 (DREI!!!) leistungsbedingte vorzeitige Exmatrikulationen! Das war damals eine Sensation. Heute, wo etwa 30% aller Studienafänger die Uni OHNE Abschluss verlässt von Verlängerung der Ausbildungszeiten zu reden, ist absurd. Leistungsgerechtes Arbeiten muss wieder gefragt sein, man nennt das auch Auslese. Und das ist auch gut so!!
Aha, Sie haben also zu einer Zeit studiert, als es noch schön und kreativ war. Wunderbar, ich auch! Vorzeitige Exmatrikulationen gab es fast nicht. Das waren Ihre Studienbedingungen. Und für die jetzige Generation wünschen Sie sich endlich mal gescheite “Auslese“. Sie merken aber schon, wie gemein das von Ihnen ist, oder?

Ich glaube, Sie gönnen der Jugend einfach nur ihre Jugend nicht, obwohl Sie Ihre Jugend sehr wohl genießen durften. (Endlich mal wieder ein Satz, bei dem es auf Groß-und Kleinschreibung ankommt.)

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zipfer 29.09.2012, 19:43
72. @BouvardPecuchet

Die Verkuerzung der Gymnasialzeit ist doch in Wirklichkeit einse absolut sinnvolle Massnahme. Die Absolventen in anderen Laendern haben auch 8 statt 9 Jahre, warum soll man in Deutschland noch ein Jahr mehr brauchen muessen: sind die Schueler hier duemmer? Oder will man Ihnen mehr wichtigen Stoff eintrichtern, der unbedingt noch in der Schulzeit gelernt werden muss von jedem Schueler? Mir erscheint es besser, dass die jungen Leute dieses Jahr dafuer verwenden, sich in dem Beruf, den sie den Rest ihres Lebens ausueben werden, auszubilden, als dass sie in x verschiedenen Faechern, mit denen sie kaum mehr Kontakt haben werden, noch ein paar zusaetzliche Details mitgegeben bekommen. Falls sie diese Details mal im Beruf brauchen sollten, sie aber aufgrund 8jaehriger Schule nicht im Gymnasium mitbekommen haben, dann erfordert es doch wohl maximal 2 bis 3 Wochen intensive Beschaeftigung neben dem Beruf, um den Lehrstoff dieses 9. Schuljahres in diesem Fach zu lernen....
Oder ist man in Deutschland etwa nicht in der Lage gewesen, gleichzeitig mit Verkuerzung der Zeit auch die Lehrplaene in entsprechendem AUsmass zu entruempeln, und versucht nun, den 9-Jahre-Stoff in 8-Jahre zu stopfen? Aber so bloed kann ja wohl kein sogenannter Bildungspolitiker sein ....

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RobinB 29.09.2012, 19:48
73.

Zitat von Fantail
Das sind ja wohl Fachspezifika, die an einer Schule meiner Meinung nach nichts verloren haben. Damit koennen sich interssierte Schueler im Rahmen einer Berufausbildung und/oder Studium beschaeftigen. Und noch etwas, bevor es OO gab, entstand jede Applikation vermittels "funktionaler Programmierung", also gab es diese Art der Softwareentwicklung schon weit laenger als 20 jahre. "Hallo BASIC", moechte man schon fast rufen...
Nein, funktionale Programmierung meinen Sie nicht. Das sind Sprachen wie LISP oder Haskell, bei denen Funktionen als Parameter für andere Funktionen dienen können. Wenn schon Besserwissern, dann richtig ;)

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mrotz 29.09.2012, 19:51
74. ändert ncihts daran, daß

Zitat von Fantail
Das sind ja wohl Fachspezifika, die an einer Schule meiner Meinung nach nichts verloren haben. Damit koennen sich interssierte Schueler im Rahmen einer Berufausbildung und/oder Studium beschaeftigen. Und noch etwas, bevor es OO gab, entstand jede Applikation vermittels "funktionaler Programmierung", also gab es diese Art der Softwareentwicklung schon weit laenger als 20 jahre. "Hallo BASIC", moechte man schon fast rufen...
das ändert nichts daran, daß Objektorientierung meist besser ist.

mfg

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RobinB 29.09.2012, 19:53
75.

Zitat von Creepwood
Wer nach 12 Jahren Schulbildung und 5 Jahren fachspezifischem Studium nicht ausreichend auf die beruflichen Realitäten vorbereitet ist... Naja, Sie können den Satz selber vollenden.
Nein, kann ich, ehrlich gesagt, nicht. Vor allem erkenne ich keinen Bezug zu dem Ben mir Geschriebenen. Versuchen Sie es doch noch einmal. Wer sich nicht klar ausdrückt, provoziert nämlich Missverständnisse.

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n+1 29.09.2012, 19:55
76. Wehleidigkeit als neues Verhaltensmuster?

G8 gab es früher schon.
In der DDR durchgehend. Klappte prima.

In der BRD bei allen, die 65/66 zwei Kurzschuljahre hatten.
Ging damals ohne Heulkrämpfe ab.

Das Notengedödel für das bisschen Schulwissen erscheint übertrieben.
Was ist denn schon dabei, wenn man einen Dreier hat.
Die Einstellungschancen in der Wirtschaft haben mit dem Notenschnitt nur wenig zu tun. Dort beeindruckt schnelles Studieren. Seit vielen Jahren schon: Geschwindigkeit schlägt Note.

Dass Bologna als perfekter Schwachsinn gelten darf wissen in der Wirtschaft alle. Nur bei den Polidebilikern haperts damit noch.
Die einzige Weltmarke, die das deutsche Bildungssystem je hervorgebracht hat, der Dipl.-Ing. wurde auf dem Altar der Dummschwätzerei geopfert. Schade eigentlich.

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mrotz 29.09.2012, 19:57
77. nicht so tragisch

Zitat von RobinB
Nein, funktionale Programmierung meinen Sie nicht. Das sind Sprachen wie LISP oder Haskell, bei denen Funktionen als Parameter für andere Funktionen dienen können. Wenn schon Besserwissern, dann richtig ;)
wer nur Funktionen kennt, ist mit einer Prozedur schon überfordert ....
oder andersrum...
ach egal.

Die Steinzeitprogrammierer sterben wohl nie aus.

mfg

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Sebamo 29.09.2012, 20:09
78. Die Menschen haben komplett vergessen...

Zitat von sysop
Druck in der Schule, Druck in der Uni: Berufsberaterin Karin Wilcke findet, dass Turbo-Abi und die Verkürzung des Studiums dem Selbstbewusstsein junger Erwachsener schaden. Die Lockerheit sei völlig verschwunden, es herrsche "Schulklassendenken".
...dass Arbeit und Pflichterfüllung Selbstzweck des Lebens sind --- und Spaß ist es ganz sicher nicht. Es ist nicht schlecht, wenn Lockerheit verloren geht.

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Fantail 29.09.2012, 20:22
79.

Zitat von RobinB
Nein, funktionale Programmierung meinen Sie nicht. Das sind Sprachen wie LISP oder Haskell, bei denen Funktionen als Parameter für andere Funktionen dienen können. Wenn schon Besserwissern, dann richtig ;)
Blah-blah... wenn Sie einmal ueber C stolpern solten, dann geben Sie bitte Bescheid.

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