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Zu viele Abbrecher: Mecklenburg-Vorpommern will Lehramtsstudium erleichtern
Jens Büttner / DPA

Mehr als die Hälfte aller Lehramtsstudenten in Mecklenburg-Vorpommern bricht das Studium ab. Das soll sich nun ändern - indem die Studenten unter anderem weniger Prüfungen schreiben.

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Claudia2020 24.04.2019, 14:11
1. Bild ist nicht gut ausgewählt

Das Bild zeigt nicht die Universität Rostock, sondern die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät. Dort werden, wenn überhaupt, nur Wirtschaftspädagogen ausgebildet. Mit dem Lehramtsstudium hat das wenig zu tun. Schade. Das Hauptgebäude der Universität ist echt schön. Zumal die Universität mittlerweile bereits 600 Jahre besteht.

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Moone 24.04.2019, 14:12
2. nicht nur die Abbrecher

Ich hatte in Physik und Mathe einige Kommilitonen denen eine Doktorarbeit angeboten wurde, dies dann auch annahmen. Muss ein Gymnasiallehrer wirklich die Befähigung zum Doktor haben? Pädagogik, Praxis, und ja auch Erziehungswissenschaft werden stark vernachlässigt. Bei Physik und Mathe hat man die ersten Semester oft die gleichen Fächer wie die Bacheloranten, Nebenfächer und Schlüsselqualifikationen fallen heraus..... Die meisten Unis interessieren sich 0 für die Lehramtsausbildung.
Naja die Probleme sind nicht erst seit einem Jahr bekannt die waren auch vor 10 Jahren aktuell.....

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franzis 24.04.2019, 14:23
3. Immer weniger...

Ansprüche an die zukünftigen Lehrer. Kann das wirklich sinnvoll sein? Schon jetzt sind die stofflichen Anforderungen in den einzelnen Fächern für Lehramtsstudenten niedrig. Aber was sollen die zukünftigen Lehrer den Schülern beibringen, wenn das wenige Wissen jetzt noch nicht mal mehr überprüft wird - Schmalspurwissen? Das Niveau immer weiter herunter zu fahren, ist kontraproduktiv.
Die hohen Abbrecherquoten sind sicher ärgerlich, aber vielleicht beginnen einfach nur die Falschen ein Lehramtsstudium. Wie wäre es mit spezifischen Eignungstests vor der Zulassung zum Studium? Nicht immer werden die mit den besten Schulnoten die besten Lehrer. Oder längere Praktika vor Beginn des Studiums? Das wäre nicht die schlechteste Idee.
Doch auch nach dem Studium müsste sich einiges ändern:
Gut ausgestattete, moderne Schulen mit besten Arbeitsbedingungen würden auch dazu beitragen, dass motivierte, junge Menschen sich bewusst für den Beruf des Lehrers entscheiden und nich nur diejenigen das Lehramtsstudium wählen, denen nichts anderes einfällt.

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lollopa1 24.04.2019, 14:27
4. sowas dachte ich mir...

wenn die Quote der Abbrecher und Durchfaller zu hoch wird machen wir die Prüfungen leichter oder lassen sie ganz weg. Vielleicht schmeissen die meisten dieses Studium hin weil sie irgendwann erkennen dass sie für den Beruf Lehrer eben nicht geeignet sind. Hat nichts mit dem NQ zu tun, mit einem 1ser Abi werde ich noch lange kein guter Arzt oder Lehrer. Wenn z.B. ein Student der Informatik nichts mit Mathe am Hut hat sollte er/sie sowas eben nicht studieren, vorher erkundigen hilft!

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yhz 24.04.2019, 14:39
5. Fehlgewichtung

Vorab, ich bin kein grßer Freund der Lehererschaft: Andererseits muß man auch zugestehen, dass die "modernen" Kids eine extreme Herausforderung darstellen. Dies, in Kombination mit Eltern, welche zu einem großen Teil glauben, ihr Kind sei ein Genie und könne sich alles erlauben, müssen in der Ausbildung einen wesentlichen Aspekt darstellen.
Da ich zur Zeit einen jüngeren Menschen in Richtung des Lehramtsstudiums begleite, mußte ich heir einiges erfahren, welches schon verwundert.
Selbst für die Ausbildung als Grundschullehrer wird man durch die Differantial- und Intergralrechnung gejagt, was mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht an Grundschulen benötigt wird. Sieht man sich dann die Lehrpläne genauier an, fällt auf, dass die padagogische und auch psychologische Ausbildung, neben der fachspezifischen, völlig unterbelichtet ist. Gearde letzteres sollte aber unter dem Aspekt meiner einleitenden Sätze im Fordergrund stehen. Gleiches gilt für alle Fachrichtungen.
Aus meiner Sicht sollte hier stark differenziert werden, in welcher Schulenebene die Lehramtskandidaten ein gesetzt werden sollen. In der Grundschule gelten maßgeblich andere Anforderungen, als in der Oberstufe. In der Grundschule solltren den Kids die Grundlagen vermittelt werden. Diese werden übrigens im gesamten Leben benötigt und sind häufig, wie man leider festellen muss, völlig unterbelichtet. Virele Jugendlich sind nicht mehr in der Lage, einfache Berechnungen im Kopf zu lösen, geschweige Überschlagsrechnungen durchzuführen.Ihnen fehlt häufig jedes Gefühl für Mengen, Massen, Flächen etc. Ein totales Desaster im Bereich der Berufsausbildung.
Es wird Zeit, dass den Kids belastbares und abrufbares Grundwissen vermittelkt wird und kein Spezialwissen, welches im Altag nie, oder nur sollten benötigt wird.
Die Ausbildung im Bereich wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Grundlagen wird häufig gänzlich vernachlässigt.
Das Leben ist nun mal keine Castingshow.
Entsprechend müsste die Lehrerausbildung angepasst und strukturiert werden.

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Schubidubiduu 123 24.04.2019, 14:39
6. Aufwertung nicht Abwertung des Berufsbildes

sowie eine Auswahlprüfung anhand klarer Kriterien. Und damit man ausreichend Kandidaten bekommt, müssen die Gehälter nach oben. Ist ja wohl ein Witz, dass Personen, die dafür zuständig sind, wie gut es uns in den nächsten Jahrzehnten geht, weniger verdienen, als "Führungskräfte" in der Wirtschaft. Wohlstand ist gleich Wissen und Können, das muss von geeignetem und fähigem Personal vermittelt werden.

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henne.k 24.04.2019, 14:40
7. Es liegt am späteren Beruf selbst, ganz sicher nicht an den Prüfungen,

sollte man denken. Ist auch so, als Lehrer erzieht man in so mancher Schule mehr als Bildung zu vermitteln. Genau dieser Umstand birgt jedoch das Problem, dass viele Lehrkräfte auf die Erziehungsarbeit nicht ausreichend vorbereitet wurden. Ich kann mir gut vorstellen, dass der ein oder andere nach ersten Einblicken in die Arbeit an einer Schule durch ein Praktikum dann auch für sich erkennt, dass dies sicher ein ordentlich bezahlter, aber ganz sicher nicht der richtige Beruf für einen selbst ist. Kann ich gut nachvollziehen. Wir sollten den Beruf an sich wieder attraktiver machen, den Ämtern mehr Möglichkeiten der Einflussnahme auf Elternhäuser geben, die ihren eigenen Job der Erziehung nicht gut machen bzw. dieser Aufgabe überhaupt nicht nachkommen, anstatt alles den Schulen aufzulasten inkl. völlig impulsiv eingeführter Inklusionsanforderungen und dann verwundert drein zu schauen, wenn junge Menschen sich für dieses Chaos, was an so mancher Schule gesetzes- und verordnungsbedingt herrscht, nicht freiwillig entscheiden wollen.

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rjb26 24.04.2019, 15:06
8. vielleicht

gar keine Prüfungen mehr ? auch das Studium weglassen..... dann etwa Lehrer mit der Qualität der aktuellen Politiker oder Manager Generation. dir würden dann auch nicht mehr über Lehrer meckern, die Statistiken würden besser (kann dann eh niemand mehr erstellen oder verstehen) weniget Kodten und man könnte noch mehr Geld für Playstation etc in den Schulen ausgeben

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exxilist 24.04.2019, 15:18
9. Wieder mal...

...in die falsche Richtung gedacht.
Mein Gott, sind wir so unfähig geworden über den Tellerrand hinauszuschauen?
Wir brauchen mehr Lehrer. Was tun wir? Auf einmal kann jeder Lehrer werden und es wird ihm auch noch richtig leicht gemacht es zu werden. UM GOTTES WILLEN. Unsere armen Kinder.
Anscheinend geht es hier mehr um die reine körperliche Anwesenheit einer Person mit Berufsbezeichung Lehrer als das sinnvoll überlegt wird, wie unsere Kinder gut ausgebildet werden können.
Zu lehren ist eine Kunst und Profession. Das kann nicht jeder. und die, die es wollen, kriegen schnell spitz das das so nicht ihr Ding ist.
Keine Lobby, schlechte Bezahlung, kein Rückhalt und Unterstützung, starre Vorgaben bzgl. Unterrichtsstoff. Daran muss etwas geändert werden. Bildung darf nicht mehr Ländersache sein. Das ist es in anderen Ländern auch nicht. Wieder ein weiteres Beispiel dafür das in den letzten 15 Merkeljahren aber auch wirklich überall der Zug abgefahen ist und wir nur alten Mist verwalten. Innovationen werden unterdrückt und nicht gefördert. Und wenn dann die Kacke mal richtig am dampfen ist, schrauben wir einfach die Anforderungen runter. Nur was wird das zur Folge haben. OK, wir werden recht schnell wieder jemanden vor der Klasse stehen haben. Ob die dann alle so fähig sind, darf bezweifelt werden. Und in 20 Jahren fragen wir uns erneut warum in so vielen Bereichen der Zug abgefahren ist.

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