Forum: Leben und Lernen
Zukunft der Mobilität: Der PS-Skeptiker
Thomas Rabsch

Martin Randelhoff träumt von einer Zukunft ohne Autos. Seine Visionen sind der Horror für die deutsche Blech-Industrie. Für den Studenten und Blogger sind sie ein einträgliches Geschäft.

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bissig 07.12.2013, 15:02
1. 120 vs 128 Euro

mag stimmen für einen Single, aber nicht für eine 4-köpfige Familie auf dem Land.

In dicht besiedelten Gebieten mit gutem ÖPNV ist der Besitz eines KFZ nicht erforderlich, und dort haben entsprechende Konzepte auch eine Chance, aber es leben nun mal nicht alle in der Stadt.

Mal abgesehen davon, dass viele nicht auf das einzige mobile (man kann es fast überall hin mitnehmen), nicht zu übersehende Statussymbol (eine Rolex ist ab 2 Metern nur noch eine Armbanduhr) verzichten wollen.

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seduro34 07.12.2013, 15:06
2. optional

Aha. Da hat der junge Bürschen mit Führerschein (warum hat er ihn noch nicht abgegeben) ja eine ganz große Vision. Toll! Noch so ein Spinner, der glaubt die Welt zu kennen missionieren zu wollen. Dann sollte er doch gleich mal mit gutem Beispiel voran gehen und 1. seinen Führerschein abgeben und 2. keine Busse und Taxis mehr benutzen. Später, wenn er die Schädlichkeit der Bahn erkannt hat, kann er ja mit der Postkutsche fahren. Natürlich darf er keine Produkte aus dem Supermarkt kaufen, die werden ja auch mit dem Auto (LKW) angefahren. Tja und da wird es dann wohl eng. Bequemlichkeit aufgegen? Man darf gespannt sein.

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phillyst 07.12.2013, 15:11
3. optional

"Für eine Strecke vom Hauptbahnhof in Berlin nach Hamburg (280 Kilometer) kommt er für den Pkw so auf 120 Euro"

Bitte, wie rechnet er denn das? Selbst wenn ich KFZ-Steuer und Versicherung einberechne, vielleicht sogar noch den Reifenverschleis und den Wertverlust komme ich mit meinem 20.000 km/Jahr niemals auf diese Summe... mehr als 60 Euro kriege ich da an Kosten nichtmal mit meiner Sportschleuder zusammen, mit meinem Familiendiesel eher irgendwas um die 40 - und das wenn ich alleine fahre. Mit Frau und Kindern sind das noch 10 € pro Person - 12 €, wenn ich den Wertverlust der Fahrzeugs anteilig anhand der Kilometer hinzurechne...

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socketuning 07.12.2013, 15:14
4. Das einzige Problem dabei

Ich will nicht zum Hamburger Hauptbahnhof, ich will nach Uenzen, Oiste, Wehrbleck und so weiter.
Ich bin jetzt seit sechs Monaten ohne Auto und ernsthaft am überlegen ob das die richtige Entscheidung war. Nicht nur wenn ich die Stunde in Bus und Bahn auf dem Weg zum Büro bin ...

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visitor_2007 07.12.2013, 15:34
5. Zu Risiken und Nebenwirkungen..

Zitat von
..Unfälle und Staus gibt es in diesem Szenario nicht mehr, weil ein Computerhirn die Ziele der einzelnen Fahrzeuge einsammelt, miteinander abgleicht und ihnen sichere Routen diktiert.
Das ist ja ein wunderbares Szenario - alle, die die Welt vor den Terroristen schützen wollen, sind auf diese Weise informiert und können uns so ganz individuell schützen. Da kann doch nur jemand was dagegen haben, der auch etwas zu verbergen hat.

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moneysac123 07.12.2013, 15:35
6. optional

in städten ist öpnv sicher eine gute sache, aber kaum wohnt man in einem außenstadtteil, verlängert sich die fahrtzeit von 15 (auto) auf 45 (min), ohne die wartezeit, die man vorher an der haltestelle stehen muss (womöglich bei regen, eis und schnee). ich wette, die zeit, die ich durch warterei und längere fahrtzeiten verliere, ist nicht in der modellrechnung enthalten. es geht eben nicht nur um die direkten fahrtkosten, sondern auch um arbeitszeit. darüber hinaus ist es all zu logisch dass mit zunehmener anzal von stadtbewohnern die kfz-dichte sinkt, da in innenstädten getrost auf ein festes, regelmäßiges kfz verzichtet werden kann. wahrnehmung ist eben immer konstruktion - jeder konstruiert sich seine realität so wie sie ihm am besten passt, das gilt auch für die visionen des studis hier.

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mvau 07.12.2013, 15:35
7. Die Arroganz...

... des vornehmlich so freien Bürgers am Steuer seines Wohnzimmers auf Rädern wird sich bald erledigt haben. Autofahren wird schlicht zum Privileg der Reichen oder derjenigen werden, die nicht selbst für die Kosten aufkommen müssen. Bis es so weit ist, kann man diejenigen, die sich vorsorglich schon mal mit Alternativen befassen, noch als "Bürschchen" beschimpfen.

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Das Groschengrab 07.12.2013, 15:36
8. Kasten Bier.

Zitat von sysop
Martin Randelhoff träumt von einer Zukunft ohne Autos. Seine Visionen sind der Horror für die deutsche Blech-Industrie. Für den Studenten und Blogger sind sie ein einträgliches Geschäft.
Sollen wir jetzt alle in die Stadt ziehen, nur damit wir kein Auto mehr benötigen? Und wie würde sich das auf die Wohnungspreise in den Städten auswirken? Und wie soll ich ohne Auto eigentlich einen Kasten Bier nach Hause bekommen? Trinkt Herr Randelhoff kein Bier?

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kioto 07.12.2013, 15:40
9. Ganz so einfach ist es leider nicht

Herr Randelhoffs Hauptargument, dass unserer Autos 95% ihrere Lebenszeit rumstehen, ist gleichzeitig das Hauptgegenargument. Leider stehen auch alle Autos zur selben Zeit. Von 7-9 und 17-20 Uhr sind fast alle in Bewegung. Und zur Ferienzeit und an schönen Wochenenden. Ohne Grundsätzliche Änderungen am Arbeitszeit- und Lebensmodell der Menschen läßt sich daran wenig ändern. Bestes Beispiel ist ein sommerlicher Regenguß in Berlin. Wer dann ein Taxi braucht, dem hilft kein APP.
Und die Kostenrechnungen Bahn gegen Auto gelten nur, wenn ich das Auto nicht schon habe alleine unterwegs bin und lange vorraus buche. War die letzten 2 Tage zu einem kurzfristigen Familientermin von Kiel nach Köln und zurück unterwegs und habe für 4 Personen LPG für etwas über 100€ verbraucht. Die restlichen Kosten sind ja im wesentlichen Fix, da mein Auto schon 150000 KM runter hat. Mit der Bahn hätte es 1. Klasse 1284€ (ich fahre bequemen Ami) gekostet, da ich ja wenig Möglichkeiten zur Vorbestellung hatte.

Also gute Idee mit aber mit vielen Fragezeichen.

Gruß kioto

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