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Zulassung zum Medizinstudium: Warum der Wegfall der Wartezeitquote zu kurz greift
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Die Kultusminister der Länder wollen das Zulassungsverfahren für Medizinstudenten neu regeln und die Wartezeit der Bewerber künftig nicht mehr honorieren. Fairer wird das System dadurch nicht.

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p2063 20.06.2018, 09:50
10.

Zitat von sa7ra9
Ich kann mir vorstellen es braucht zukünftig nicht mehr Ärzte ... auch die Digitalisierung wird vor der Medizin kein halt machen, die erste Fachrichtung die fällt oder sich zumindest massiv verändern wird ist , die Radiologie. Eine Abteilung mit heute 10 - 12 Radiologen wird in 15 - 20 Jahren nur noch 4 - 5 brauchen wenn überhaupt.
das trifft vielleicht auf solche Fachärzte zu, woran es aber tatsächlich mangelt sind Allgemeinmediziner. Meine Hausäztin hat z.B. ihre Praxis aufgegeben, und jetzt finde ich im Umkreis von 30km keinen neuen, der noch Patienten aufnehmen würde - Dabei will ich mir nur ein mal im Jahr ein Rezept wegen allergischem Asthma abholen und gehe sonst nie zum Arzt.

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sicks 20.06.2018, 10:26
11. Bevorzugung eigener Verwandte und Gerechtigkeit

Auffallend,dass gerade die grünen Amtsschef das verrohte Auswahlsystem befördert haben. Die Auswahl wird sich verengen auf von Ärzten für wichtig erachtete Eigenschaften,also das Aussehen und ZB nahe Verwandte bzw. Freunde der Töchter. Nach dem ersten Riesenskandal dahinghend muss es dann zu einer Neuerung kommen.

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grandpalais 20.06.2018, 10:29
12. Deutschland hat ein Problem

Und zwar mit "NEIN-Sagen". Man kann es drehen und wenden wie man will, wenn eine Studienplatzzahl begrenzt ist, fallen Bewerber hinten runter.
Und SPON, Euer süffisanter Kommentar, dass Bewerbungsgespräche den dicken Profs zu lange dauern, trifft nicht zu. Ich selbst war lange als Fachschaftsvertreter aktiv und habe genau um 2003 herum mitgeplant, ob man als Uni Auswahlgespräche führen soll. Und ich kann nur sagen: NIEMALS! Warum nicht? Ganz einfach: (1) bei der Bewerberanzahl, die sich jeweils an 5 Unis bewerben können, müssen Sie fünfmal mehr Interessenten interviewen, als Sie brauchen. Wenn Ihre Uni 200 Plätze hat, müssen Sie also 1000 Bewerber sehen. Und das innerhalb von wenigen Wochen zwischen Abinote und Studienplatzvergabe. (2) Was in Gottes Namen wollen Sie im Gespräch vom Bewerber hören? "Ich wollte immer Arzt werden, um Menschen zu helfen!" werden sie bei 1000 Bewerbern dann 1200mal hören. (3) Bewerbungsgespräche an 5 Unis kosten richtig Geld - für den Bewerber! Anreise, Unterkunft etc...das kann sich nicht jeder leisten.

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sorry ich bin bloß arzt 20.06.2018, 12:36
13. Sie irren ... gewaltig

Zitat von sa7ra9
Ich kann mir vorstellen es braucht zukünftig nicht mehr Ärzte ... auch die Digitalisierung wird vor der Medizin kein halt machen, die erste Fachrichtung die fällt oder sich zumindest massiv verändern wird ist , die Radiologie. Eine Abteilung mit heute 10 - 12 Radiologen wird in 15 - 20 Jahren nur noch 4 - 5 brauchen wenn überhaupt.
Der Radiologie hat man schon vor 10 Jahren vorausgesagt, dass mit der Digitalisierung ...
Die Digitalisierung kann irgendwann mal, aber nicht in 10-15 Jahren, den Radiologen bei einfachen Aufgaben wie zum Beispiel im Brustkrebsscreening eine Vorsortieren abnehmen, aber kontrollieren wird immer der Mensch. Und Sie vergessen, dass es mit dem Älterwerden der Menschen und den den damit auftretenden Krankheiten mehr Ärzte, mehr Schwestern ... geben muss. Mit der zunehmenden Erkenntnis über Krankheiten steigt auch der Behandlungsbedarf, weil die Patienten an vielen Erkrankungen eben nicht mehr sterben, sondern "nur" noch krank sind.

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