Forum: Leben und Lernen
Zwangsexmatrikulationen: Die Rausschmiss-Welle rollt

Tausendfach verabschieden sich deutsche Hochschulen von Alt-Studenten: Weil Bachelor und Master die neuen Standards sind, müssen alle gehen, die sich irgendwann einmal für Diplom und Magister eingeschrieben haben - freiwillig oder per Zwangsexmatrikulation.

Seite 1 von 29
intomi 31.08.2011, 07:27
1. Detschland

segt fleissig an dem Ast unter eigenem Hintern. Nachher werden spezialisten aus Indien einberufen ( kommt keiner!).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
faxfax 31.08.2011, 07:28
2. unfair

Eine Übergangszeit von ca. 40 Jahren wäre angemessen, um den nahtlosen Übergang in die Rente oder Grundsicherung zu ermöglichen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sappelkopp 31.08.2011, 07:31
3. Man kann ja...

...zu den Bachelor- und Master-Studiengängen stehen wie man will. Ich für meinen Teil bin froh, dass ich mich noch Dipl.-Ing. nennen darf. Da hat man was eigenes, da hat man was fürs Leben, würde Loriot sagen.
Aber grundsätzlich gilt natürlich, wer in seinem Diplom-Studiengang im 19. oder 22. Semester steckt, hätte sich schon vor Jahren mal Gedanken um seine Berufswahl machen müssen. Also: Lieber jetzt als nie!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
123Bremer 31.08.2011, 07:39
4. nun mal langsam

Der Artikel suggeriert als ob sich die deutschen Unis gegen die Studenten verschworen hätten, aber die Realität sieht anders aus!
Die Betroffenen sind keine sozial Benachteiligten die zwei, drei Semester länger gebraucht haben, weil sie viel arbeiten mussten.
Es geht um Langzeitstudenten im 15-20 Semester (oder drüber!
Und es ist keine Überraschung, dass die alten Studiengänge eingestellt werden. Das ist seit Jahren bekannt.
Wer dann auf einmal überrascht ist und klagen will, war wohl die letzten Jahre nicht in der Uni...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bvdlinde 31.08.2011, 07:45
5. Korrekt

Ich halte ein solches Vorgehen fuer voellig korekt, - sofern faire Uebergangszeiten eingehalten werden. Nach 15 - 16 Semestern kann sich nun wirklich niemand mehr als armes Opfer darstellen. Die AstA's sollten sich mal nicht laecherlich machen mit ihrer gespielten Empörung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ohne_sorge 31.08.2011, 07:46
6. Kein Titel

Also ich war ja wirklich kein Turbostudent (12 Semester inkl. 5 Praktika und Auslandsaufenthalt), aber 16 Semester und immer noch kein Vordiplom wie in dem Beispiel aus Köln ist schon sehr langsam. Offenbar ist dieses Fach wohl nichts für den Studenten und er hätte wohl schon besser viel früher abgebrochen. M.E. funktioniert das auch nur mit Krankmeldungen, denn bei uns in Nürnberg (ich hatte 1999 angefangen) wurde man automatisch ab dem 5. Semester für alle restlichen Prüfungen im Grundstudium angemeldet. Da man in 2 Fächern 3 Mal durchfallen konnte, war rein rechnerisch ohne Krankmeldung und Härtefallantrag mit dem Grundstudium nach spätestens 7 Semestern Schluss.
Wenn jemand nun im 16. Semester Grundstudium ist, heißt das, dass er jeweils die Prüfung gar nicht antritt, sondern sich jedes Mal krank meldet. Da ist die Freude natürlich groß, wenn der Lehrstuhl eine Prüfung für ein oder zwei Studenten entwirft und keiner tritt sie an. Ich kann daher die Unis schon verstehen, wenn sie da aufräumen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sankari66 31.08.2011, 07:59
7. Übertrieben

Ich weiß nicht, wo das Problem ist. Jeder Student bekommt eine angemessene Zeit, sein Studium zu beenden. Wenn ich lese "...wie viele Semester er genau überzogen hat, sagt er lieber nicht." und sich der Student dann über eine Exmatrikulation beschwert, zweifel ich doch an manchen Menschen. Die Hochschulen können doch nicht über Dekaden die gleichen Prüfungsordnungen behalten. Außerdem sollte es doch kein Problem sein, in den Bachelor-Studiengang zu wechseln und sich zumindest Teile der absolvierten Kurse anrechnen zu lassen.

Ich finde den Artikel ziemlich übertrieben, da suggeriert wird, das hart arbeitende Studenten aus heiterem Himmel wegen der bösen Umstellung auf Bachelor-Studiengänge exmatrikuliert werden. Dabei wird mit riesigen Zahlen von Studenten um sich geworfen, die aus den Hochschulen rausgeworfen werden könnten. Dass aber ein Großteil noch eine reelle Chance auf einen Abschluss hat und der Rest sowieso nur Extrem-Langzeitstudenten oder Karteileichen sind, wird dabei geschickt unter den Teppich gekehrt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hinrich7 31.08.2011, 08:02
8. Richtig so

alles was irgendwie lästig ist uns behindert, oder sonstwie stört - raus, einfach raus. Die wunderschöne Welt der Finanzökonomen sei unsere Welt. Verschrobene störende Studenten gehören in die HARTZ IV- Welt, denn die stört auch unsere Idylle. Bachelor nach amerikanischem Muster - ach was ist die deutsche Uni-Welt so schön.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Enzbert 31.08.2011, 08:03
9. Bitte mal den Ball flach halten

Um ehrlich zu sein fehlt mir in dieser Diskussion zum allergrößten Teil das Verständnis für die diejenigen, die jetzt "plötzlich" exmatrikuliert werden. Ich habe im Wintersemester 2006/2007 auch noch einen Diplomstudiengang abgefangen. Als ich im ersten Semester dann hörte, dass das Diplom dem Bachelor/Master-System weichen würde, habe ich mich sehr zeitnah darum gekümmert herauszufinden, bis wann ich nun Zeit haben werde mein Hochschulstudium abzuschließen. Ich bin ebenfalls nicht in Regelstudienzeit und studiere länger, als es die Uni eigentlich vorgesehen hat. ich habe mir aber klare Ziele gestreckt, bis wann ich mein Studium abgeschlossen haben möchte.
Meines Erachtens ist es die Eigenverantwortung eines/einer jeden Studenten/Studentin, besonders der Diplomstudenten sich darüber zu informieren, bis wann ihre Hochschule ihren jeweiligen Studiengang anbietet.
Wenn man merkt, dass man aller Voraussicht nach länger brauchen wird, als die Hochschule es vorgesehen hat, dann muss man sich frühzeitig darum kümmern. Sei es, dass man sich in den Bachelor-Folgestudiengang umschreibt oder sich Gedanken macht, wie man doch vor der Frist seinen Abschluss hinbekommt.
Sicherlich gibt es auch Fälle, in denen ein/e Student/in unverschuldet (durch Krankheit, etc.) länger studieren muss, als eigentlich vorgesehen, aber diese Fälle stellen sicherlich nicht den Großteil der Exmatrikulierten dar.
Daher meine ich: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 29