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Zwangsexmatrikulationen: Die Rausschmiss-Welle rollt

Tausendfach verabschieden sich deutsche Hochschulen von Alt-Studenten: Weil Bachelor und Master die neuen Standards sind, müssen alle gehen, die sich irgendwann einmal für Diplom und Magister eingeschrieben haben - freiwillig oder per Zwangsexmatrikulation.

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shovelbolle 31.08.2011, 09:16
50. .

Zitat von dickebank
Der begründungszusammenhang ist schlichtweg z.K. (würg). Den universitäten und Hochschulen ist ....
Ob sie es glauben oder nicht aber diese Führerscheinparodie gibt es tatsächlich in Deutschland.
Schauen sie sich mal die Regeln zum Thema Klasse 3 Füherschein kombiniert mit über 50 Jahre alt sein und Fahrzeuggewicht von max 7,5t.
Das bekommen sie auch nicht gesagt.

Dauerstudenten sind m.M nach extrem arrogant und uneinsichtig.
Sie blockieren den Platz ! Aber das ist diesen Leuten offensichtlich wohl egal

Wenn jemand 50% mehr Zeit benötigt ?
OK ! Kein Problem.
Aber darüber hinaus müssen sehr spannende Gründe vorliegen.
Und diese Gründe haben soweit ich weiß alle Unis den Studenten vorgelegt und erklärt und jetzt diese Diskussion von Dipl-Ing und Master wieder anzufangen ... ich fasse es nicht.

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zickezackehoihoihoi 31.08.2011, 09:18
51. Klar

Zitat von dongerdo
Warum und weshalb jemand die Regelstudienzeit überzieht ist das Problem der betreffenden Person und von niemand anderem. Es gibt auch jenseits des "fauler Langzeitstudent"-Klischees.....
kann es bei dem ein oder anderen auch mal etwas länger dauern. Aber 15+ Semester? Das können Sie keinem weis machen. Selbst allein erziehende Mütter und (zumindest offiziell) die Oma pflegende Studenten haben das Studium bei uns schneller geschafft.

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OlafKoeln 31.08.2011, 09:21
52. ....

Zitat von tilleule
Eine zentralistische, linke,
Quark. Das ist lange in den neunzigern unter "Birne" eingetütet worden. Und die Industrie (welche heute möglichst keine Bachelor - zumindest ohne Berufserfahrung - haben will) hat tüchtig mitgewirkt - dank Schmalspur-Bachelor-Ausbildung kann sie nämlich - und das ist voll im Gange - das Lohnniveau für Akademiker schön drücken ...

Zitat von tilleule
experimentierwütige Kultusbürokratie will diesen Schwachfug, der schon längst wieder als schädlich und uneffektiv erkannt und verworfen wurde, erzwungen einführen. Es geht nicht um die Sache, sondern um Machtspiele gelangweilter Bürokraten, die nicht nur mit der wissenschaftlichen Zukunft des Landes herumspielen, sondern auch zahlreiche Biographien mutwillig und autoritär zerstört.
Das ist allgemein richtig. Sieht man ja allgemein am deutschen verkorksten Bildungssystem aus der Kaiserzeit.

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dongerdo 31.08.2011, 09:21
53. -

Zitat von winterfichte
ach was wird gejammert über die fristen... freunde, die zeit reicht. 1986 bwl in hamburg in 4 jahren und nebenebei jobs in gastronomie und baumärkten. einfach zusammenreissen, lerngruppen zur motivation, gute freunde und familiärer ........
Dieses ewige BWL-Gewäsch...
Es gibt nun mal auch Leute die etwas anspruchsvollere Fächer studieren.

In naturwissenschaftlichen Fächern haben Sie nicht nur ein teils enormes Pensum an Vorlesungen/Seminaren, nein Sie haben auch unzählige Praktika die sich nun mal an einer Vollzeit Arbeitswoche orientieren.
D.h. Sie haben wenn es schlecht läuft Uni-Tage von bis zu 10-12 Stunden an 5 Tagen die Woche (wenn nicht noch ein Blockseminar auf das Wochenende gelegt wird damit irgenein Priv-Doz. seinen idiotischen Titel behalten darf).

Wenn Sie da noch Ihr Studium selbst finanzieren müssen heisst es gute Nacht....

Dieses "Im Leben gibt es überall Fristen"-Geschwätz ist unnötig - der Tag hat nur 24 Stunden. Egal wie motiviert Sie sind, daran ändert sich auch so schnell nichts.

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cylina 31.08.2011, 09:21
54. Beitrag war weg

Ich bin wirklich froh, dass ich zum einen noch 13 Jahre zur Schule gehen durfte, als auch in Ruhe mein Diplom-Studium absolvieren.
Ja, auch ich habe etwas länger gebraucht: Ich habe neben bei viel gearbeitet und war auch im AStA ehrenamtlich tätig. Außerdem habe ich mir Zeit gelassen, die Lehrinhalte gründlich zu recherchieren und in vielen Bereichen weit über das hinaus zu gehen, was in den Lehrveranstaltungen gefordert wurde.
Damit war ich nicht die einzige und die Uni hat so ein Verhalten auch dadurch gefördert, dass diese Zeit und Freiheit eben eingeräumt wurde.

Genau dieses Extrainteresse, dieses aus eigenem Interesse über das geforderte Hinausgehen, hat mich am Ende weitergebracht (auch da bin ich nicht die einzige) und nun habe ich einen Job, mit dem ich zufrieden bin.
Tut mir sehr Leid, für all die jetzigen Studenten, die weder die Zeit noch die Gelegenheit dazu bekommen. Da wird Deutschland einiges verlieren.


Übrigens, als ich nach dem Studium für ein paar Jahre in die USA ging, wurde mein deutsches Diplom von einem amerikanischen Übersetzungsbüro anstandslos mit "Master" übersetzt.

Warum macht man in Deutschland nur alles so kompliziert?

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betawa 31.08.2011, 09:23
55. Nicht Hagen!

Die HfG Karlsruhe ist am großzügigsten. Warum? Weil man dort überhaupt keinen Bachelor und Master anbietet, sondern bei Diplom und Magister bleibt.

http://www.hfg-karlsruhe.de/features...promotion.html

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Wurzelmundqualle 31.08.2011, 09:23
56. segt ?

Zitat von intomi
segt fleissig an dem Ast unter eigenem Hintern. Nachher werden spezialisten aus Indien einberufen ( kommt keiner!).
Auf Spezialisten, die in 33 Semestern nichts erreicht haben kann das Land gut verzichten. Der einzinge Unterschied zur jetzigen Situation ist die Tatsache das sie während der Ausübung ihrer "Nebentätigkeiten" ab jetzt Sozial-versicherungsbeiträge zahlen müssen.

Wir brauchen eigentlich eher Eliten, denn Nieten.

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itchybod 31.08.2011, 09:23
57. komisch

Zitat von dongerdo
Einem Studenten da mir nichts dir nichts die Abschlussprüfung zu verweigern ist absurd. Der Wechsel in einen Bachelor-Studiengang ist da auch keine Alternative da der Abschluss minderwertiger als ein Diplom/Magister-Abschluss ist.
Wenn Interesse besteht, dann faxe ich Ihnen mein Master Zeugnis Chemie zu. Dort ist vermerkt: "entspricht dem Dipl. chem."

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Zynisch_Kontrovers 31.08.2011, 09:23
58. Unsoziales Verhalten.....der Studenten!!!

Zitat von hoffnungsvoll
Wen stören Menschen, die etwas länger studieren? Warum soll es das Problem der Studenten werden, wenn Studienordnungen verändert werden?
Gegenfrage: Warum soll es ein Problem der Uni sein, dass sich ein Diplomer denkt, er könne ja ohnehin so lange bleiben wie er will?!

Wenn es ein Problem der Uni wird, durch die laufenden Kosten für den Prof., der weiter die Vorlesung halten muss, das Tutorium, das es dazu vielleicht noch geben muss, die Prüfung, die gestellt werden muss, die Räume, die für diese jeweils bereit gestellt werden müssen.....

Damit wird das dann nämlich zum Problem für alle anderen Studenten.

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Hovac 31.08.2011, 09:28
59. Das

hätte man sich alles sparen können wenn das Bacheler/Master System breit diskutiert worden wäre bevor man es einführt. Das fing ja erst an als(wer auch immer und wie legitimiert) es hieß, ab demnächst Bachelor/Master.
Als Bestandteil einer Wahl, bzw. irgendwie dem Souverän zur Entscheidung vorliegend wäre es nämlich einfach nicht gekommen, aber das war wohl bekannt, daher hat man darauf verzichtet.

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