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20 Jahre Open Source Initiative: Keine Angst mehr vor dem "Krebsgeschwür"
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Mozilla, Linux und viele andere Open-Source-Projekte sind heute fester Bestandteil des digitalen Alltags. Den Grundstein dafür legten Aktivisten vor genau 20 Jahren in Kalifornien.

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anselmwuestegern 03.02.2018, 11:16
1.

Ein sachliches Verhältnis zu Software ist nötig, um noch eine quasireöigiöse Sichtweise anzunehmen. Wenn ich ein neues Programm für einen bestimmten Zweck möglichst schnell und zuverlässig benötige (und es nicht selbst entwickeln kann) wende ich mich an kommerzielle Anbieter. Falls ich dann noch verhindern möchte, dass Wettbewerber ebenfalls davon profitieren, lege ich Wert auf Geheimhaltung, was Opensource aufschliesst.
Wenn ich eine bestimmte Funktion brauche, deren Einsatzzeit nicht absehbar ist, wähle ich Opensource, um nicht an die Lebensdauer des Anbieters gebunden zu sein. Warum laufen in vielen Firmen noch alte Windows-Versionen?
Im Sinne von geplanter Obsoleszens kann das zwar erwünscht sein, aber im Sinne von Nachhaltigkeit eher nicht.
Ich denke da an grosse, langlebige Anlagen wie Kraftwerke, Telekommunikationssysteme oder Behörden. Sachlichkeit ist angesagt.

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SanchosPanza 03.02.2018, 11:40
2. Krokodile

Microsoft würde Linux, das mit seinen Derivaten weltweit am weitesten verbreitete Betriebssystem, noch heute töten oder kaufen, wenn sie das könnten. Microsoft hat schon immer marktbeherrschende, monopolistische Stellungen angestrebt.

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sikasuu 03.02.2018, 11:42
3. Das in Aufzählungen immer das BSD/Free BSD Projekt vergessen wird....

... ist schon lustig. Nur mal so als Hinweis, dass seit den 70ger Jahren DIES in der UNI Berkley als MUTTER ALLER UNIXe entstandene Betriebssystem, wenigstens EINE der tragenden Säulen der freien Software war&ist.
.
Guckste hier
https://de.wikipedia.org/wiki/Berkeley_Software_Distribution
https://www.freebsd.org/de/
https://de.wikipedia.org/wiki/FreeBSD
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Ohne das o.a. würden viele SERVER auch heute nicht laufen, gäbe es kein Mac-OS usw.
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Ok. Free-BSD ist was für Profis, aber z.B. PC-BSD heute True-OS ist als Desktopversion ähnlich leicht wie Ubuntu auf die Maschine zu bekommen & auch ohne viel Hintergrund von der grafischen Oberfläche aus einfach zu bedienen:-)
https://www.trueos.org/
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Und das alles ohne Probleme, ohne bezahlung, MIT Source-Code, Kostenfrei im Netz zu finden& zu nutzen:-)
Nur mal so als kleine Erweiterung der Horizontes!

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sikasuu 03.02.2018, 12:00
4. Nicht nur Sachlichkeit, Eigentumsrechte an Soft & propitärer Code...

Zitat von anselmwuestegern
Ein sachliches Verhältnis zu Software ist nötig, um noch eine quasireöigiöse Sichtweise anzunehmen. Wenn ich ein neues Programm für einen bestimmten Zweck möglichst schnell und zuverlässig benötige (und es nicht selbst entwickeln kann) wende ich mich an kommerzielle Anbieter. Falls ich dann noch verhindern möchte, dass Wettbewerber ebenfalls davon profitieren, lege ich Wert auf Geheimhaltung, was Opensource aufschliesst. Wenn ich eine bestimmte Funktion brauche, deren Einsatzzeit nicht absehbar ist, wähle ich Opensource, um nicht an die Lebensdauer des Anbieters gebunden zu sein. Warum laufen in vielen Firmen noch alte Windows-Versionen? Im Sinne von geplanter Obsoleszens kann das zwar erwünscht sein, aber im Sinne von Nachhaltigkeit eher nicht. Ich denke da an grosse, langlebige Anlagen wie Kraftwerke, Telekommunikationssysteme oder Behörden. Sachlichkeit ist angesagt.
.. sind genau so schädlich wie Wissenschaft als Geheimnis!
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Unser gesamtes Wissen basiert auf freiem Austausch! Den "Finder" Tusch, Ehre, Blaskapelle & Orden, ... doch grundlegendes Wissen, das letzlich auf der Arbeit von 100.000den öffentlich bezahlten Forschern & Wissenschaftlern beruht & unsere Gesellschaft massiv beeinflusst, soll, kann&darf nicht Privateigentum sein!
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Über Patente&Schutzfristen kann man vielleicht noch reden. Über "Urheberrechte" usw mMn. nicht mehr.
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So wenig wie Wasser usw. als Resource in privater Hand sein darf, das auch Software nicht als "Blackbox" behandelt werden.
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Was z.B. Monostrukturen anrichten, welche Gefahren, Bug, Back-Doors usw. darin stecken zeigt im Moment, zeigte in der Vergangenheit der "Marktführer"! Im Artikel schon karikiert:-)
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Warum z.B. in Europa/in DE, nicht massiv Forschung & Entwicklungsmittel an UNIs, Initiativen usw. verteilt werden um "freie Software" weiter zu entwickeln, um der Administration, dem gemeinen User ein OS zur Verfügung zu stellen, das von einer den Markt beherschenden Firma aus U-SA unabhängig macht, ist mir nicht verständlich.
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Bei Flugzeugen hat man das begriffen. Bei Software & auch bei Hardware ist das wohl Neuland.
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Siehe z.B. Limux, Bundestagsprobleme, Auswärtiges Amt...!!!

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taglöhner 03.02.2018, 12:06
5.

Das Schönste an Open Source ist doch die Schwierigkeit, Schadcode unterzubringen.
Nachdem der Trend ohnehin zur Web-Applikation geht, werden auch in Zukunft Entwicklungen geschützt sein können, selbst wenn sie in einer Open-Source Umgebung laufen.

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xc6lx45 03.02.2018, 13:12
6. Viele Open-Source-Enthusiasten...

haben die Brisanz von Stallman's GPL-Lizenz möglicherweise nicht oder erst zu spät verstanden: Sobald Beiträge unterschiedlicher Autoren kombiniert werden, ist es in der Praxis unmöglich, die GPL-Einschränkungen rückgängig zu machen. In den allermeisten Fällen schliessen diese den industriellen Einsatz der Softwarekomponente aus, Den Entwicklern wird damit in vielen Fällen die Freiheit genommen, das Gesamtwerk zum Beispiel als Angestellter beruflich zu nutzen. Bei der Wahl einer wirklich freien ("permissiven") Lizenz wie MIT oder BSD hätten sie diese wichtige Möglichkeit nicht unnötigerweise zugunsten eines ideologischen Kampfes aufgegeben.
Tolle Sache, bei der Revolution dabeigewesen... Hilft leider nur wenig, wenn man dann mit den Früchten seiner Arbeit die Familie ernähren muss.

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gronzo.granato 03.02.2018, 14:02
7.

Zitat von xc6lx45
haben die Brisanz von Stallman's GPL-Lizenz möglicherweise nicht oder erst zu spät verstanden: Sobald Beiträge unterschiedlicher Autoren kombiniert werden, ist es in der Praxis unmöglich, die GPL-Einschränkungen rückgängig zu machen. In den allermeisten Fällen schliessen diese den industriellen Einsatz der Softwarekomponente aus, Den Entwicklern wird damit in vielen Fällen die Freiheit genommen, das Gesamtwerk zum Beispiel als Angestellter beruflich zu nutzen. Bei der Wahl einer wirklich freien ("permissiven") Lizenz wie MIT oder BSD hätten sie diese wichtige Möglichkeit nicht unnötigerweise zugunsten eines ideologischen Kampfes aufgegeben. Tolle Sache, bei der Revolution dabeigewesen... Hilft leider nur wenig, wenn man dann mit den Früchten seiner Arbeit die Familie ernähren muss.
Niemand (auch nicht die GPL) hält Einzelpersonen davon ab, GPL-lizenzierten Code in eigener Software zu verwenden, die dann auch beruflich genutzt wird. Sollte aber ein Produkt auf Basis dieser Software an Dritte verkauft werden, wird es kritisch - solange man nicht den Quelltext zur Verfügung stellt. Dieser muss nicht permanent irgendwo abgelegt sein sondern kann auch nur auf Anfrage per Mail verschickt werden.
Aber viel wichtiger: Niemand zwingt einen GPL-lizenzierte Software in eigene Produkte einzubinden. Als Programmierer sollte man in der Lage sein, diese Funktionalität selbst zu implementieren. Alternativ hat man auch die Option den Entwickler anzuschreiben und nach einer closed-source-Lizenz zu fragen - gibt genügend Beispiele, in denen Software sowohl GPL- als auch closed-source-lizenziert angeboten wird (multi-licensing).
Und für schnorrende Entwickler ist MIT und BSD sicher der heilige Gral, für den Entwickler selber aber mitunter schlecht weil er damit rechnen muss, dass sein Werk in anderen Produkten verwendet wird und dort Verbesserungen vorgenommen werden, die nie in sein Werk zurück fließen, wovon am Ende alle profitieren würden.

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gronzo.granato 03.02.2018, 14:05
8.

Zitat von taglöhner
Das Schönste an Open Source ist doch die Schwierigkeit, Schadcode unterzubringen. Nachdem der Trend ohnehin zur Web-Applikation geht, werden auch in Zukunft Entwicklungen geschützt sein können, selbst wenn sie in einer Open-Source Umgebung laufen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Heartbleed
https://access.redhat.com/articles/2161461
Nur um mal zwei heftige bugs zu listen, die es trotz der Schwierigkeiten geschafft haben. Wenn so etwas generell möglich ist, sollten es auch böse Individuen hinbekommen, Schadcode aktiv einzuschleusen.

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Nebhrid 03.02.2018, 19:49
9.

Zitat von sikasuu
.. sind genau so schädlich wie Wissenschaft als Geheimnis! . Unser gesamtes Wissen basiert auf freiem Austausch! Den "Finder" Tusch, Ehre, Blaskapelle & Orden, ... doch grundlegendes Wissen, das letzlich auf der Arbeit von 100.000den öffentlich bezahlten Forschern & Wissenschaftlern beruht & unsere Gesellschaft massiv beeinflusst, soll, kann&darf nicht Privateigentum sein! . Über Patente&Schutzfristen kann man vielleicht noch reden. Über "Urheberrechte" usw mMn. nicht mehr. . So wenig wie Wasser usw. als Resource in privater Hand sein darf, das auch Software nicht als "Blackbox" behandelt werden. . Was z.B. Monostrukturen anrichten, welche Gefahren, Bug, Back-Doors usw. darin stecken zeigt im Moment, zeigte in der Vergangenheit der "Marktführer"! Im Artikel schon karikiert:-) . Warum z.B. in Europa/in DE, nicht massiv Forschung & Entwicklungsmittel an UNIs, Initiativen usw. verteilt werden um "freie Software" weiter zu entwickeln, um der Administration, dem gemeinen User ein OS zur Verfügung zu stellen, das von einer den Markt beherschenden Firma aus U-SA unabhängig macht, ist mir nicht verständlich. . Bei Flugzeugen hat man das begriffen. Bei Software & auch bei Hardware ist das wohl Neuland. . Siehe z.B. Limux, Bundestagsprobleme, Auswärtiges Amt...!!!
Ich sehe das ähnlich. wie üblich hängt viel Geld in der Luft.
Die gewählten dürfen entscheiden Vielleicht gibt es sogar etwas wie eine Art "Kompetenz Gruppe".
Leider wird es wie üblich keine vernünftige Lösung geben.

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