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20 Jahre Open Source Initiative: Keine Angst mehr vor dem "Krebsgeschwür"
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Mozilla, Linux und viele andere Open-Source-Projekte sind heute fester Bestandteil des digitalen Alltags. Den Grundstein dafür legten Aktivisten vor genau 20 Jahren in Kalifornien.

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Tr1umph 03.02.2018, 21:47
10.

Zitat von anselmwuestegern
Wenn ich eine bestimmte Funktion brauche, deren Einsatzzeit nicht absehbar ist, wähle ich Opensource, um nicht an die Lebensdauer des Anbieters gebunden zu sein. Warum laufen in vielen Firmen noch alte Windows-Versionen?
Bis auf wenige Ausnahmen ist das Blödsinn. Gerade OpenSoruce Projekte sind was Nachhaltigkeit angeht oft der letzte Mist.

OpenSoruce heist in der Regel auch, dass der Entwickler hinter dem Projekt KEIN Geld damit verdient. Ja, es gibt Suse, Mozilla und co. Aber für einen einzelnen Entwickeler sieht die Welt ganz anders aus.

Bei den meisten Projekten vergeht den Entwicklern irgendwann die Lust oder schlichtweg die Zeit. Das jemand anders das Projekt dann weiterführt ist eine absolute Seltenheit. OpenSource ist in der Regel QuickAndDirty. In erster Linie Programmiert man da für sich selber. Da achtet man nicht so darauf, dass andere den Code leicht verstehen können. Wer sich auf die Software verlassen hat bleibt entweder auf alter Software sitzen oder muss sich nach etwas neuem umgucken.

Bei komerzieller Software kann es zwar auch vorkommen, dass Projekte eingestellt werden. Zumindest steckt aber hinter solcher Software in der Regel ein Geschäftsmodell. Es gibt Leute die damit Geld verdienen wollen und damit Leute die ein Interesse am Vortbestand der Software haben. Wer langlebige Software will fährt in der Regel mit komerzieller Software besser.

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steinipatte 03.02.2018, 21:55
11. Vor zwanzig Jahren?

Der Artikel ist jetzt wirklich von jemandem geschrieben der keine Ahnung hat, was in Berkeley passiert ist. Einfach mal ein wenig zur Geschichte von Unix und der Rolle von ATT googeln, dann versteht man die GPL. Heute passiert in der Wissenschaft vergleichbares, hoffen wir mal auf eine Revolution

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hr.schnackermüller 03.02.2018, 22:15
12. Am weitesten verbreitet?

Zitat von SanchosPanza
Microsoft würde Linux, das mit seinen Derivaten weltweit am weitesten verbreitete Betriebssystem, noch heute töten oder kaufen, wenn sie das könnten. Microsoft hat schon immer marktbeherrschende, monopolistische Stellungen angestrebt.
Das höre ich zum ersten mal. Ich kann mir das auch kaum vorstellen, da die Installation von Linux und seinen Derivaten schon die erste schwer zu nehmende Hürde darstellt.

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platypus 03.02.2018, 23:35
13. Linux ist kein Betriebssystem

Linux ist einer von mehreren möglichen Kernen im GNU Betriebssystem. Richtigerweise sollte man daher von GNU/Linux als Betriebssystem sprechen. GNU wurde maßgeblich von Richard Stallman entwickelt, lange vor Linux.

@Tr1umpf: Im Unix/Open Source Umfeld gibt es Softwares die seit vielen Jahrzehnten eingesetzt werden. Solche Langlebigkeit ist mir auf kommerzieller Seite bisher nicht aufgefallen. Emacs und TeX sind da zwei schwer zu überbietende Beispiele. Zumindest TeX wird dabei seit langem auch industriell eingesetzt, z.B. bei vielen wissenschaftlichen Verlagen. GNU genauso.

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GoaSkin 03.02.2018, 23:52
14. Dank Open Source können Andere ihr Geld im Schlaf verdienen

Dank Open Source konnte es sich z.B. Apple überhaupt erst leisten, Mac OS X zu entwickeln. Ob Mach-Kernel, BSD-Subsystem, CUPS oder KHTML (Webkit) - hätte Apple sich nicht an der Arbeit Anderer einfach so bedienen können, so wäre die Entwicklung eines neuen Betriebssystems für den damals angeschlagenen Konzern damals unbezahlbar gewesen und es hätte somit auch kein OS X gegeben. In sofern ist es auch ziemlich daneben, Open Source als Selbstbedienungsladen zu sehen und zugleich darüber zu jammern, wenn die Anderen auch nur versuchen, etwas nachzumachen und sich dagegen mit Patenten wehren zu wollen.

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GoaSkin 03.02.2018, 23:58
15.

Zitat von xc6lx45
haben die Brisanz von Stallman's GPL-Lizenz möglicherweise nicht oder erst zu spät verstanden: Sobald Beiträge unterschiedlicher Autoren kombiniert werden, ist es in der Praxis unmöglich, die GPL-Einschränkungen rückgängig zu machen. In den allermeisten Fällen schliessen diese den industriellen Einsatz der Softwarekomponente aus, Den Entwicklern wird damit in vielen Fällen die Freiheit genommen, das Gesamtwerk zum Beispiel als Angestellter beruflich zu nutzen. Bei der Wahl einer wirklich freien ("permissiven") Lizenz wie MIT oder BSD hätten sie diese wichtige Möglichkeit nicht unnötigerweise zugunsten eines ideologischen Kampfes aufgegeben. Tolle Sache, bei der Revolution dabeigewesen... Hilft leider nur wenig, wenn man dann mit den Früchten seiner Arbeit die Familie ernähren muss.
Was ist denn daran so schlimm und verkehrt, wenn man seinen eigenen Code wieder unter der GPL-Lizenz veröffentlichen muss, wenn man sich an GPL-Code bedient? Und woher bitte der Anspruch, Open Source Code doch besser bedingungslos nutzen zu dürfen? Wenn jemand ein kommerzielles Framework zur Entwicklung seiner Software nutzen möchte, dann muss er dabei auch die Lizenzbedingungen des Herstellers akzeptieren und darf sich an dem Code nicht bedingungslos austoben, nachdem er dafür gezahlt hat.

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jpphdec 04.02.2018, 08:38
16. @12

Es gibt Betriebssysteme nicht nur auf PCs. Aller Wahrscheinlichkeit nach, haben Sie mehr Geräte im Haus auf denen Linux läuft als andere, üblicherweise wären das derzeit: Handy, Fernseher, Router, NAS usw.

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furanku 04.02.2018, 09:55
17.

Zitat von anselmwuestegern
Falls ich dann noch verhindern möchte, dass Wettbewerber ebenfalls davon profitieren, lege ich Wert auf Geheimhaltung, was Opensource aufschliesst.
Der Konkurrent kann selbstverständlich jede verfügbare Software analysieren. Geheimhaltung der Quelltexte bringt da gar nichts. Es gibt eigentlich keinen vernünftigen Grund Quelltexte geheimzuhalten.

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furanku 04.02.2018, 10:01
18.

Zitat von gronzo.granato
https://de.wikipedia.org/wiki/Heartbleed https://access.redhat.com/articles/2161461 Nur um mal zwei heftige bugs zu listen, die es trotz der Schwierigkeiten geschafft haben. Wenn so etwas generell möglich ist, sollten es auch böse Individuen hinbekommen, Schadcode aktiv einzuschleusen.
Entschuldigung, aber das sind Bugs und kein von Dritten eingebrachter Schadcode.

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furanku 04.02.2018, 10:15
19.

Zitat von Tr1umph
Bis auf wenige Ausnahmen ist das Blödsinn. Gerade OpenSoruce Projekte sind was Nachhaltigkeit angeht oft der letzte Mist. OpenSoruce heist in der Regel auch, dass der Entwickler hinter dem Projekt KEIN Geld damit verdient. Ja, es gibt Suse, Mozilla und co. Aber für einen einzelnen Entwickeler sieht die Welt ganz anders aus. Bei den meisten Projekten vergeht den Entwicklern irgendwann die Lust oder schlichtweg die Zeit. Das jemand anders das Projekt dann weiterführt ist eine absolute Seltenheit. OpenSource ist in der Regel QuickAndDirty. In erster Linie Programmiert man da für sich selber. Da achtet man nicht so darauf, dass andere den Code leicht verstehen können. Wer sich auf die Software verlassen hat bleibt entweder auf alter Software sitzen oder muss sich nach etwas neuem umgucken. Bei komerzieller Software kann es zwar auch vorkommen, dass Projekte eingestellt werden. Zumindest steckt aber hinter solcher Software in der Regel ein Geschäftsmodell. Es gibt Leute die damit Geld verdienen wollen und damit Leute die ein Interesse am Vortbestand der Software haben. Wer langlebige Software will fährt in der Regel mit komerzieller Software besser.
Tut mir leid, aber da habe ich genau andersherum Erfahrungen gesammelt. Gerade Mircrosoft Windows ist doch ein Beispiel für "Quick & Dirty" Programmierung und wenig nachhaltige Software. Angefangen als wackeliger DOS-Aufsatz mit bis zu XP teils katastrophalen Sicherheitslücken und Bugs. Der TCP/IP-Stack musste doch sogar von BSD "ausgeliehen" werden, da MS das Internet verpennt hat, bzw. glaubte das würde der akademische Zweig des MSN werden. Wieviele DotNet/C# Umgebungen sich auf einem Rechner anhäufen, da MS das nicht kompatibel hinbekommen hat zeigt ebenfalls, wie wenig "langlebig" Microsoft programmiert. Versuchen Sie doch mal ein 10 Jahre altes Word-Dokument zu öffnen, wenn sie Glück haben, bekommen Sie es überhaupt geöffnet, dann aber vermutlich entstellt. Noch früher hing bei Word das Layout tatsächlich vom installierten Druckertreiber ab. In den Spezifikationen des MS-Office-Dateiformats sind Absurditäten wie, wenn die Dokumentenformatversion kleiner als 4.12 ist, war der 1.12.1972 ein Montag, sonst ein Sonntag, da MS sogar ihre Bugs zum Standard erhoben hat ...

Tut mir leid, aber da ist so gut wie alle Open Source Software sauberer programmiert, auch wenn es da gelegentlich Probleme gibt.

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