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3-D-Drucker: Revolution aus der Düse
MakerBot Industries

Ein kleiner Laden in Manhattan soll das Epizentrum der nächsten industriellen Revolution werden. Das Unternehmen MakerBot verkauft dort 3-D-Drucker, mit denen jeder Privatkunde Tassen, Lampen und alle möglichen anderen Objekte herstellen kann.

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Promethium 21.01.2013, 16:11
50. Gefährlich?

Zitat von mhwse
wie sie z.B. für Motoren erforderlich sind (Kleinserien werden schon seit längerem gedruckt F1?) - wird nicht das wenig haltbare positiv Teil aus Kunststoff sondern die negativ Form aus Sand mit Stabilistor gedruckt und dann mit Metall ausgegossen ..
Dann kann Obama sein Waffengesetz aber komplett vergessen. Schon jetzt gibt es Magazine mit viel mehr als den erlaubten 7 Schuss aus dem 3D Drucker. Sogar die Feder ist aus Kunststoff und damit schlägt dann auch kein Metalldetektor mehr Alarm.
Mit den Suchworten "3D printed Magazine" findet mal sogar Videos die zeigen das es funktioniert.
Aber bevor man an die Ursachen der Gewalt geht, wird man die 3D Drucker verbieten (sehr zur Freude der Industrie).

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herr minister 21.01.2013, 16:12
51. Nix für den Heimwerker

Zitat von powtac
Wir haben schon vor einem Jahr einen Drucker selbst gebaut, Buildlog hier: . Das hat sehr viel Spaß gemacht und erweitert den Horizont! Wo man früher dachte ach, jetzt muss ich das neu kaufen weil es kaputt ist, denken wir jetzt: kurz konstruieren, ausdrucken fertig - nichts ist mehr unmöglich.
Hm. Kurz konstruieren und fertig bezweifle ich doch sehr. Ohne Elektrotechnik und Ingenieur Studium sieht es wohl etwas mühseliger aus. Und - was ist das für Zeug, das Ihr da druckt? Ich wüsste nicht, wozu man im Alltag so etwas braucht.
Aber eine Idee habe ich noch für Euch, for free: Baut einen Drucker der Drucker druckt.

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PHAENOMENON 21.01.2013, 16:20
52. journalistische Traumtänzereien

... sind (zum Glück) noch lange keine Revolution. Die Kenntnis der Materialien und ihrer Eigenschaften ist eine Kernkompetenz in jeder Entwicklungsabteilung. Dort sind 3D-Drucker zwar schon lange etabliert, aber nur für haptische und bauraumüberprüfende Kontrollen. Wer glaubt, mit einem Duzend druckgeeigneter Kunststoffe die Vielfalt heutiger Werkstoffe und Herstellungsverfahren ersetzen zu können, baut Luftschlösser. Zugegeben - dies wird immer populärer, siehe BER usw. Doch auch diese Ernüchterung ist gesellschaftlich wertvoll.

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cave-canem 21.01.2013, 16:21
53. Uuuurraltes Ding,

jedenfalls in Internetzeit gemessen. :)
Das Thema 3D-Drucker, mit einem oder 2 Köpfen etc. wurde vor längerer Zeit schon in der c't (für die Non-Nerds: ein Computermagazin.. nein, DAS Computermagazin ;) ) durchgekaut, verschiedene 3D-Drucker getestet und bewertet, und auch 3D-Druckdienste abgefragt und qualitativ unter die Lupe genommen.

Die Idee an sich ist aber schon viel älter, ich kann mich jetzt nicht ad-hoc an den Titel erinnern, aber in einem Cyberpunk-Roman aus den 80'er des letzten Jahrhunderts des letzten Jahrtausends waren 3D-Fertiger an der Tagesordnung, und wurden mit den atomaren bzw. molekularen Grundstoffen per Pipeline aus dem Meer von speziellen Farminganlagen bis direkt in's Haus geliefert... so wie eine Gasleitung ;) heute.
Wie bei so vielen anderen Neuerungen auch, werden natürlich sofort die Nerds und die Berufsskeptiker aus den Ecken gekrochen kommen, und diese Geräte anhimmeln oder verteufeln.
"Kein Mensch braucht mehr als 640kb Hauptspeicher" ... kennen wir das nicht irgendwo her? Also Hufe ruhig halten.

Die 3D-Revolution wird vielleicht nicht sofort die Dynamic der PC-Revolution erreichen, wer aber mal (wenn er das notwendige Alter denn auch hat) mal in den grauen Gehirnzellen kramt und dort an die selbsterlebten EDV-Anfänge zurückdenkt wird feststellen, dass zu Beginn der elektronischen Revolution Rechner (damals waren die noch welche!) aus 8Bit Prozessoren und ein paar Byte Speicher bestanden, diskret aus ICs (liebe Kinder, das sind diese kleinen schwarzen Käferchen mit den Metallbeinchen, die manchmal in passenden schwarzen Sockeln schlafen) aufgebaut, und handverlötet waren.
R.I.P lieber Brotkasten.

Ich habe die 1. elektronische Revolution activ mitgemacht und freue mich tierisch auf die 2. elektronische Revolution, wenn zuhause im Keller bei Hr. Jedermann ein 3D-Drucker steht, und dort all die Sachen aus verschiedensten Materialien fertigt, welche gerade eben benötigt werden.

Irgendwann wurde aus dem Feuersteinmesser ja auch ein Spezialmesser mit 3-Atomlagen Schneide.

Nicht verzweifeln, die Zukunft kommt von selber.

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2cv 21.01.2013, 16:22
54. Pyow

Print your own Weapon... PYOW (analog zu "Bring your own device") ...ist dann nicht mehr allzuweit. Nehmen wir also einen kleinen batteriebetriebenen Drucker mit ins Flugzeug, und bauen wir uns eine kleine Keramikwaffe wortwörtlich "im Flug"... oder ersetzen die Bordmikrowelle durch eine umgebaute, dann stimmt's auch mit dem Stromanschluss... James Bond lässt grüssen. Wenn auch dann sicherlich nicht mehr "im Dienste ihrer Majestät" gearbeitet werden wird...!

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Hupert 21.01.2013, 16:23
55.

Zitat von mhwse
als ich bei einer sonst funktionstauglichen Fernsteuerung den Deckel für das Batteriefach beim Umzug verloren hatte. (Wie schön wäre es, jetzt nur den Deckel ersetzten zu können.. einfach einen neuen Deckel machen oder den exakten anfertigen lassen) Ich hätte nie gedacht, dass sie jemals Realität würde ..
Dann brauchen sie ja nur noch Konstruktionssoftware und das Können um diese auch anständig nutzen zu können. Ganz zu schweigen von mechanisch belastbaren druckbaren und vor allem bezahlbaren Kunststoffen (nein wir reden nicht vom Lasersintern...). Eine Revolution sicherlich aber wie ein Vorredner schon meinte, die bezahlbaren oder Exemplare oder Bausätze für Drucker sind nur für Nippes gut... Nerdspielzeug.

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Jasro 21.01.2013, 16:28
56. Das bedeutet wohl Einbußen für Sexshops...

Zitat von sysop
Ein kleiner Laden in Manhattan soll das Epizentrum der nächsten industriellen Revolution werden. Das Unternehmen MakerBot verkauft dort 3-D-Drucker, mit denen jeder Privatkunde Tassen, Lampen und alle möglichen anderen Objekte herstellen kann.
...wenn sich die Damen (und natürlich auch Herren) ganz ohne vorher zu überwindende Schamschranke ihre Dildos und sonstigen Sexspielzeuge künftig einfach selber "ausdrucken" können. ;-)

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Wololooo 21.01.2013, 16:28
57.

Wenn man sich aktuelle Hype-Cycle anschaut sieht man, das 3-D-Printing gerade auf dem Peak of Expectation (Deutsch: Gipfel der überzogenen Erwartungen) steht, jedoch bald das sogenannte Through of Disillusionment (Tal der Enttäuschung) geht. Danach wird sich erst zeigen, welches wahre Potential im 3-D-Printing steckt. (siehe Bild)
Da man mittlerweile auch Waffenteile (diese halten zwar nur wenige Schüsse) oder urheberrechtlich geschütztes Material drucken kann (Pirate Bay ist voll mit 3-D-Druck-Modellen), haben auch die Regierungen weltweit ein Auge auf die Entwicklung.
Was Spaß und Fun für Privatanwender angeht, trotzdem eine geile Technologie!
Bild des Hype-Cycles nach Gartner:
http://images.computerwoche.de/image...859816/890.jpg

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Hafenschiff 21.01.2013, 16:28
58.

In Forschung und Entwicklung für die Prototypenherstellung sind die Geräte sehr sinnvoll. Für Privatanwender ist das aber weitgehend sinnfrei. Im Grunde kann man damit nur Nippes herstellen, da der Werkstoff auf Kunststoffe begrenzt ist und die haben dazu verständlicherweise auch noch sehr schleche mechanische Eigenschaften, wenn sie einfach nur ausgedruckt werden.

Ein Fressnapf für den Hund oder Plastikbesteck kann man damit ausdrucken. Sowas ist kein Problem, aber wirklich gebrauchsfähige, hochwertigere Dinge, die nicht gleich nach der ersten Benutzung kaputt sein sollen, kriegt man damit nicht hin. Dauert sicherlich noch mindestens 20 Jahre, bis man mit der Technologie wirklich was anfangen kann.

Und Metalle, Keramiken oder Halbleiter wird damit auch niemand ausdrucken. Die Temperaturen, die man dafür braucht, sind nicht gerade haushaltsüblich.

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wahlossi_80 21.01.2013, 16:45
59.

Zitat von sysop
Ein kleiner Laden in Manhattan soll das Epizentrum der nächsten industriellen Revolution werden. Das Unternehmen MakerBot verkauft dort 3-D-Drucker, mit denen jeder Privatkunde Tassen, Lampen und alle möglichen anderen Objekte herstellen kann.
Ich vermute, dass 3D-Drucker als Geschäftsmodell scheitern werden. Zumindest wüsste ich nicht, wozu ich solchen Unfug brauche. Da vertraue ich doch mehr auch die MENSCHLICHEN handwerklichen Fähigkeiten.

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