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30 Jahre E-Mail in Deutschland: Unerträglich, unverzichtbar
Ole Reißmann

Eine ist meist harmlos, im Schwarm werden sie zur Plage: Seit 30 Jahren gibt es E-Mails in Deutschland. Obwohl das System längst an seine Grenzen stößt, machen wir immer weiter.

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gucky2009 01.08.2014, 07:47
10.

Zitat von sysop
Jede E-Mail könnte wichtige Informationen enthalten. Die meisten enthalten dann doch nur Werbung oder Bestätigungen für etwas, was wir im Web gerade schon bestätigt haben. Oder es handelt sich um freundliche Bankberater, denen wir eine Millionenerbschaft abnehmen sollen. Manchmal stehen auch gottesfürchtige Babys zur Adoption.
Unser Admin muss hier was richtig machen.
Ich bekomme hier sehr wenige Spam-Mails. Maximal 1 pro Tag, wenns gut Läuft gibts auch Wochen komplett ohne Spam. Und diese 1 Mail wird auch zu 80% von Mail-Spamfilter auch noch aussortiert.

Und der Server-Spam-Filter hat noch kein einzige richtige Mail falsch aussortiert. Kann er auch nicht aufgrund seiner seiner Technik.
Bei unbekannten Mailadressen meldet er erstmal "Kann Mail aktuell nicht annehmen". 100% der echten Mailserver werden es in ein paar Minuten nochmal probieren. 99% der Spam-Versender probieren es kein zweites mal.

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LouisWu 01.08.2014, 07:47
11.

Der weitaus größte Anteil der weltweiten eMails ist Spam. Die Lösung zur Eindämmung der eMail-Flut ist recht einfach: eMails müssen kostenpflichtig werden. 1/10 Cent für jede Mail, und Massenversender würden sich schon überlegen, ob das ROI dann noch stimmt. Und für Privatpersonen sollte es kein Problem werden, für 100 eMails 10 Cent bezahlen zu müssen. Das Geld könnte ja für gemeinnützige Zwecke verwendet werden...

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stanislaw 01.08.2014, 07:49
12.

Zitat von sysop
Eine ist meist harmlos, im Schwarm werden sie zur Plage: Seit 30 Jahren gibt es E-Mails in Deutschland. Obwohl das System längst an seine Grenzen stößt, machen wir immer weiter.
Ja, wir wissen inzwischen, dass Herr Reissmann nicht mit eMail umgehen kann. Dieser staendig sich wiederholende Abgesang auf eines der einfachsten Austauschprotokolle wird auch nach mehrfacher Besprechung nicht besser.
Und die propagierte Antwort "verteilte Dienste im Internet" ist noch viel schlimmer, als email. Ueberall muss man einen Account haben, ueberall ein Passwort. Alles ist proprietaer und wenn ein Diensteanbieter seine Policies aendert, dann bin mich mitgefangen, mitgehangen oder ich melde mich dort ab.
Uebrigens ein Grund, warum ich weder einen Facebook account habe, noch irgendwelches belangloses Zeug twittere.
Das Stichwort ist Datensparsamkeit.

eMail ist nach wie vor das Beste von Allen, und viell besser noch im Plain Text, als in HTML.

MfG Stefan Froehlich
42 ;-)

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fnkslbrthr 01.08.2014, 08:03
13.

Zitat: "Jeder einzelne von uns mag dazu in der Lage sein. Aber gemeinsam scheitern wir alle." Das Gegenteil ist der Fall. Der E-Mail-Provider weiß genau, welche Mails an Tausende Empfänger gehen und kann sie schon deshalb als Spam klassifizieren. Und das ist nur das einfachste von zahlreichen Kriterien, die in "der Gemeinschaft" besser funktionieren als es der Einzelne je hinbekommen könnte. Wenn Sie wirklich noch Spam-E-Mails lesen, wechseln Sie besser den Provider! Ich habe schon seit Jahren keinen Spam mehr gesehen.

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manfred.groeteke 01.08.2014, 08:06
14.

wer leichtsinnig seine mail-adresse verteilt, darf sich nicht wundern, wenn er mit müll zugeschüttet wird. informativer hätte ich es gefunden, wann der erste "normalverbraucher" ins netz gehen konnte....

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Leser161 01.08.2014, 08:08
15. Hä?

Ich weiss nicht wo der Autor das Problem sieht, weder privat noch beruflich leide ich unter Mailflut und ich habe einen Bürojob, wo man viel mailt. Ich könnte mir gar nicht vorstellen ohne Mail zu arbeiten, ich meine dann müsste man ja telefonieren, wo der Empfänger gleichzeitig Zeit haben muss, eine Mail schickt man ab und der Empfänger kann Sie bearbeiten wenn er Zeit hat - umgekehrt genauso.

Gut es mag Leute geben, die nicht vernünftig mailen können, aber das ist ja wohl eher ein Problem der Benutzer und nicht des Systems. Einfach nicht immer die ganze Firma ins CC setzen und wenn es doch nötig ist klar definieren von wem man was will.

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Corrrd 01.08.2014, 08:09
16. Alternativen?

Klar nervt es, seinen Email-Account aufzuräumen. Aber das kennt man doch schon vom "echten" Briefkasten.
Zum Briefkasten hieß die Alternative Email.
Die Alternative zur Email ist mir noch nicht begegnet - trotz Whats App und Facebook, denn dort sind längst nicht alle registriert.

Die im Artikel verlinkten Alternativen machen die Sache doch nur schlimmer. Wer Twitter zur ernsthaften Kommunikation nutzt, dem ist in Sachen Stress nun wirklich nicht zu helfen...

Der Abgesang auf die Email ist m. E. falsch. Das Gegenteil ist richtig, da mehr und mehr auch Gerichte und Behörden auf die Email setzen. Dann ist wirklich jeder (Internetanschluss vorausgesetzt) per Email erreichbar -
und via Smartphone sogar in Echtzeit.

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Geisterkarle 01.08.2014, 08:18
17. Seit Jaaaahren...

... wird die Email totgeredet!
Ist sie aber nicht!

Für mich ist sie in der Arbeitswelt immernoch absolut unverzichtbar!

Bei einer Email kann ich gemütlich meine Gedanken sortieren, um Fragen und Ausführungen sinnvoll gestalten zu können.
Am Telefon muss man möglicherweise da "nacharbeiten", zudem hat man hier keine vernünftige Nachverfolgbarkeit, mit wem man was durchgesprochen und geklärt hat (deshalb kommt auch bei einer Telefonkonferenz meist noch eine Email mit dem Protokoll)

Auch bearbeite ich selbst viel lieber Emails, als aus meinen Arbeitsgedankengängen durch einen Anruf herausgerissen werden!

Und zur tollen "Autoparabel": Wenn ich vor die Wahl gestellt wäre, auf Arbeit ab sofort komplett auf Email oder auf ein Auto zu verzichten, dann muss ich nicht lange überlegen: Email bleibt!

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Olaf 01.08.2014, 08:22
18.

Zitat von sysop
Eine ist meist harmlos, im Schwarm werden sie zur Plage: Seit 30 Jahren gibt es E-Mails in Deutschland. Obwohl das System längst an seine Grenzen stößt, machen wir immer weiter.
Mein Problem ist nicht der Spam oder die unerwünschte Werbung. Das lässt sich technisch lösen oder durch einen Blick auf den Betreff und anschließendem Löschen.

Mein Problem ist die zunehmende Tendenz von Kollegen und anderen ihre Probleme per E-Mail zu meinen Problemen machen zu wollen.

Wozu soll man sich hinsetzten und selber recherchieren oder gar den Kopf anstrengen, wenn man einfach eine E-Mail schreiben kann? Der Müll kostet Zeit, denn diese Mails kann ich nicht einfach ignorieren und löschen und es ist richtig lästig.

Je Smarter die Technik wird, desto stupider werden die Leute, ist mein Eindruck.

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Mach999 01.08.2014, 08:31
19.

Zitat von LouisWu
Der weitaus größte Anteil der weltweiten eMails ist Spam. Die Lösung zur Eindämmung der eMail-Flut ist recht einfach: eMails müssen kostenpflichtig werden. 1/10 Cent für jede Mail, und Massenversender würden sich schon überlegen, ob das ROI dann noch stimmt. Und für Privatpersonen sollte es kein Problem werden, für 100 eMails 10 Cent bezahlen zu müssen. Das Geld könnte ja für gemeinnützige Zwecke verwendet werden...
Total einfache Lösung.

An wen soll das denn bezahlt werden? An den Betreiber des eigenen Mailaccounts? An den Betreiber des empfangenden Mailservers? Und was ist bei Leuten, die selbst hosten? Wie wird abgerechnet und das Geld transferiert? Braucht man ein Clearing-System? Wie stellt man technisch sicher, dass nur bezahlte Mails weitergeleitet werden? Was macht man mit Mails im Ausland? Oder wollen Sie ein weltweites System einführen, das auch in Niue und Palau funktioniert?

Machen Sie sich schonmal an die Umsetzungskonzeption. Wir reden dann in 2 Jahren nochmal, ob Ihre Idee wirklich realistisch ist.

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