Forum: Netzwelt
5G und Künstliche Intelligenz: Wir können uns den Wohlstand bald ans Faxgerät schmier
Kai Pfaffenbach / REUTERS

Die Bundesregierung lässt die Frequenzen für das neue 5G-Netz versteigern - und knüpft damit an eine Tradition des digitalpolitischen Versagens an. Noch in Jahrzehnten werden Mobilfunkkunden für diesen Fehler bezahlen müssen.

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ghdstz 25.04.2019, 10:57
200. Bezug zur Realität ?

Zitat von zensurgegner2016
In der Theorie haben Sie recht In der Praxis ist Ihre Meinung schlicht der Absturz unseres Wohlstandes Leider entscheiden immer mehr Politiker so komplett ahnungslos aus der Theorie heraus 1: Ja, Daimler Bosch ABB und Co bauen eigene, firmeninterne 5G Netze, um sich die Kosten an die Betrieber zu sparen Nur: 1000ende von Kleinfirmen, die dennoch mit zur Weltspitze gehören haben weder das Potential noch die Kapazität, eigene netze auszubauen 2: Ja, mann kann die Gerätschaften ohne ein 5G Netz MITEINANDER kommunizieren lassen Wie macht das dann BASF? (abgesehen davon dass die ein eigenes Netz betreiben wollen) Auf einem viele Hektar umfassenden Betriebgelände sind 10 Millionen auf 5g kommunizierende Sensoren. die Kommunizieren dann wie mit der 10 km entfernten "Zentrale"? Via "Hopping"? Was machen Unternehmen, die dazwischen auch "Pampa" haben? 3: Landwirtschaft braucht 5 g gar nicht: Da reicht GPS und ein USB Stick.... Alleine so ein Satz zeigt auf, dass Sie unter Landwirtschaft verstehen: Bäuerchen, Traktor, Kustall und Melkschemel Und genau wegen dieser arroganten ahnungslosen Glaubenslehrer wie die der Ihren geht in Analogistan Deutschland eigentlich nichts mehr Grundsätzliche Frage: In 15 Jahren haben wir (sollten wir) 5 G eh an jeder Milchkanne haben War bei 2-4G auch so Was haben die Opa Deutschen gemacht? Mit Vollbremsung das Netz ausgebaut: Kosten waren dieselben Zeithorizont 5 mal so lang Und alle Industrien, die auf 2-4 G angewiesen waren/sind, sind überwiegend im Ausland entstanden/abgewandert... Und bei 5 G nun auch wieder: Mit Vollbremsung in die Zukunft Aber eben halt 5 Jahre hintenan
Erklären Sie doch mal bitte wieso es zu einem Absturz des Wohlstandes kommt, wenn die Verantwortlichen dem Wutgeheul der Stammtischbrüder nicht folgen und keine dreistelligen Milliardensumme für 5G an jeder Milchkanne fehlinvestieren. Einfach absurd !

Zu Ihren Punkten:

1. Die tausenden Mittelständler die nur eine Werkhalle mit einem Dutzend Maschinen haben werden diese sehr gut und mit geringen Kosten via 5G-Technologie (D2D) steuern können - auch ohne dass ein 5G-Sendemast eines Mobilfunkers vor dem Werkstor steht.

2. Großunternehmen setzen zunehmend softwaredefinierte Wide Area Networks (SD-WAN) ein, in denen die unterschiedlichsten Übertragungstechnologien sinnvoll kombiniert werden. Da kann auch Mobilfunk (inkl. 5G) mit drin sein, ebenso wie verschiedenste Festnetzvernindungen. Aus einem bestimmten Übertragungsverfahren eine Ideologie machen zu wollen bringt wenig Sinn.

3. Entgegen Ihrem Vorurteil braucht man in der Landwirtschaft nicht die großen Datenmengen und kurzen Latenzzeiten für die 5G-Netze ausgelegt sind. Und ja, die stark industrialisierte Großlandwirtschaft hat tausende Tiere in ihren Ställen und ist fabrikmäßig organisiert - aber auch das geht locker ohne 5G-Netz.

Und wieso haben wir eigentlich noch Industriebetriebe in Deutschland und leben recht gut von deren Exporten? Ihrer Ansicht nach müssten diese Betriebe doch alle schon längst abgewandert sein.

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sonnemond 25.04.2019, 10:58
201. Gesundheitliche Risiken

Mehr als 180 Wissenschaftler und Ärzte aus 36 Ländern warnten in einem offenen Brief an die EU eindringlich vor möglichen Gesundheitsgefahren, die von einer engeren Dichte des Netzes und zugleich zumindest temporär höheren Strahlenbelastung ausgehen kann. In ihrem Aufruf fordern sie ein Moratorium des Ausbaus der fünften Mobilfunkgeneration, bis die potentiellen Risiken durch unabhängige Wissenschaftler vollständig erforscht sind. "5G wird die Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern im Hochfrequenzbereich (HF-EMF) stark erhöhen, indem es zu GSM, UMTS, LTE, WLAN, usw. hinzukommt, die bereits für die Telekommunikation genutzt werden. Es ist erwiesen, dass HF-EMF für Menschen und die Umwelt schädlich sind", heißt es in dem Aufruf. Dem könne sich keiner entziehen - auch nicht, wenn er kein Smartphone nutze. Wer die Ressourcen von 5G vollständig ausschöpfen wolle - und darauf dürften Unternehmen, die diese milliardenschweren Investitionen stemmen bedacht sein - werde in städtischen Gebieten Antennen im Abstand von 10 bis 12 Häusern verbauen müssen. Damit werde die Zwangsexposition "stark erhöht". Denn es würden nicht nur zahlreiche neue 5G-Basisstationen installiert, sondern europaweit Milliarden zusätzliche Drahtlosanschlüsse, um die neue Technik für das Internet der Dinge (Steuerung von Kühlschränken, Waschmaschinen, Überwachskameras, autonom fahrende Autos/Busse) zu nutzen." "Folglich muss davon ausgegangen werden, dass die Mobilfunkstrahlung von G1 bis G4 beim Menschen u. a. Krebs verursacht." "Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO in Lyon, Frankreich, die die Mobilfunkstrahlung 2011 bereits als 'möglicherweise kanzerogen beim Menschen' eingestuft hat, wird deshalb der Forderung der unabhängigen Wissenschaft, diese Bewertung mit 'kanzerogen beim Menschen' alsbald der Realität anzupassen, nicht auf Dauer widerstehen können." Zitate und Zahlen stammen aus dem Manager Magazin.

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omega-red 25.04.2019, 11:00
202.

Zitat von martinmde
in Deutschland 5Eur. Okay, in Finnland bekommt man sie angeblich für 30ct hinterhergeworfen. Wer braucht denn bitteschön mehr als 1GB pro Monat? Dauerchatter? Videokucker?
Also bei unserem 3 Personen Haushalt reichen die 30GB die im Telekomvertrag stehen etwa eine Woche (3 Computer, 3 Smartphones, 1Tablet). 1GB würde schon allein für den Datenverbrauch meines Smartphones knapp werden.

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oldschool_bmx_freestyler 25.04.2019, 11:01
203. G5 vs. Wohlstand?

G5 und Wohlstand in einem Atemzug zu nennen, geht nicht nur an der Sache vorbei, sondern möchte beim Leser eine völlig unzutreffende Verknüpfung erzeugen.
Es kann nicht sein, dass aus einer vermeintlichen industriellen Interessenslage heraus ein Land flächendeckend mit einer Technologie drangsaliert werden soll, deren Umsetzung quasi nicht mehr umkehrbar ist.
Anders ausgedrückt: Warum sollen wir und insbesondere unsere Kinder bereits ab Geburt mit gepulsten elektromagnetischen Wellen bestrahlt werden, damit die Industrie auf einen schnellen Datenverkehr zurückgreifen kann?
Dieser Ansatz ist bereits deswegen völlig absurd, da man die stabilste und gesundheitlich völlig unbedenkliche sowie auf Sicht wesentlich kostengünstigere Alternative völlig ausblendet - Glasfasernetz.
Warum um alles in der Welt sollte gerade die stationäre Industrie nach einer auf Mobilität ausgelegten Datenübertragungstechnik rufen?
Steter Tropfen höhlt den Stein; nichts anderes geschieht bei der Debatte um G5.
Unabhängig davon äußert die Industrie allein aus dem Wunsch nach Schutz der eigenen Daten und vor Angriffen von außen (Hacker) vielmehr einen Bedarf an sicherer Datenübertragung.
Und wer glaubt, dass diese mit Funktechnik und Verbindung zum globalen Datenaustausch erreicht werden kann, der hat wirklich noch nichts verstanden.
Insofern ist der sogenannte Wohlstand vielmehr durch G5 selbst in Gefahr und nicht, wie seitens Herrn Lobo hier postuliert, durch dessen schleppende Umsetzung!

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hikage 25.04.2019, 11:10
204.

Zitat von ollifast
Ganz ehrlich: Wie naiv ist der Autor, wenn er glaubt, die Versorgung auf dem Land würde besser, wenn die Frequenzen günstiger hergingen. Nein: Das gesparte Geld ginge nur in die Taschen der Shareholder. Der Landausbau wäre kein Stück besser.
Was der Autor meint, ist dass man - wie ursprünglich angedacht! - anstelle der höheren Versteigerungserlöse höhere Auflagen für den Ausbau setzt.

Insofern: ja, mit günstigeren Preisen wäre damit eine bessere Versorgung in der Breite einhergegangen.

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silbermart 25.04.2019, 11:14
205. Digitale Borniertheit

Stellen sich unsere jungen Autoren so den Nutzen der Digitalisierung vor: "selbstfahrende Traktoren" "Drohnen, die den Zustand der Felder optisch übertragen" - was fängt dann der Bauer mit der freigewordenen Zeit an? Videospiele? Skypen mit den Kindern/Enkeln/Schwiegermüttern? Stammtisch? Mal ausschlafen? Sich arbeitslos melden und regemäßig im Jobcenter antanzen? Die Zeit dafür hat er ja dann. 5 G ist tatsächlich nicht notwendig an jeder Milchkanne.

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neurobi 25.04.2019, 11:20
206.

Zitat von s.l.bln
...alles nicht brauchen, ist in der Demokratie unerheblich, zumal Ihr Beitrag Zweifel daran läßt, daß Sie verstanden haben, worum es bei der 5G Geschichte und den zusätzlichen Masten geht. Da geht es nicht nur um Mobilfunk. Es hängt eine bessere Netzersorgung ländlicher Gebiete dran, incl. derer von Firmen, die heute unter nahezu unnutzbarer Internetfunktion leiden, ohne die ein funktionierender Betrieb in vielen Bereichen kaum noch möglich ist. Wie sollen Ihrer Meinung nach z.B. umweltfreundliche Homeoffice Jobs im ländlichen Bereich funktionieren, wenn eine vernünftige Netzanbindung fehlt? Die 5g Versorgung kann das lösen, weil über die zusätzlichen Masten auch eine Versorgung des Festnetzes gesichert wird. Wenn Sie irgendwo einen Mast aufstellen, muß dort eine Datenleitung hin. Steht der in/an einem Dorf, hat das Dorf eine leistungsfähige Datenleitung. Lassen Sie mal ruhig die ihnen unbekannten 99% der Bürger für sich selbst antworten.
Dann Antwortet mal einer der 99%.
Auch in den Dörfern liegt in jedem Haus eine (potentielle) Datenleitung. Das Problem ist, dass das Dorf nicht an einer Datenleitung hängt. Das ändert sich mit 5G aber auch nicht. Auch der 5G-Mast braucht diese. Das Problem ist also die Datenleitung, nicht 5G.
Und schon mittelgroße "Dörfer" die heute mit einem 4G-Mast komplett versorgt sind, benötigen dann 3 oder mehr 5G-Masten, da der Versorgungsradius einer 5G-Zelle viel kleiner ist als der einer 4G-Zelle.

Kommerziell wird sich 5G kaum durchsetzen. Denn keine Privatperson benötigt 5G und würde deshalb freiwillig tiefer in die Tasche greifen. Schon garnicht, wenn der Staat durch Frequenzversteigerung das ganze noch teuerer macht.
Für 4k-Fernsehen, Internet und auch für Homeoffice reichen Kupferleitung oder 4G ohne Probleme aus.

5G ist vor allem für Unternehmen interessant und die dürfen das sogar allein betreiben. Auch für die Landwirtschaft könnte es interessant sein.

Wichtig ist erstmal, dass Deutschland Flächendekend mit mindestens 100MBit/sec versorgt wird.

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nikoniac 25.04.2019, 11:25
207. Stimmt leider nicht alles so ganz

Im Prinzip teile ich viele Ansichten, die im Artikel erwähnt wurden. Besonders dass bestimmte Innovationen, z.b. im Energiesektor nicht ausreichend gefördert werden. Unseren kompletten Wohlstand an einem neuen Mobilfunknetz aufzuhängen, halte ich für übertrieben. 5G hat aufgrund der höheren Frequenzen deutlich kleinere Zellen, d.h. man benötigt deutlich mehr Basisstationen für eine gute Netzabdeckung. 5G scheidet damit für Flächenausbau aus. Mit der vernetzten Milchkanne wird es also nichts. Viele Bürger scheinen sich eine bessere mobile Internetversorgung zu versprechen, das wird mit 5G bestenfalls in Ballungsräumen der Fall sein. Ein flächendeckender Ausbau wäre im länglichen Bereich mit LTE deutlich sinnvoller und kostengünstiger, wegen der höheren Reichwiete und mittlerweise makrtüblicher Technik. Außerdem ist die Teilnehmerzahl auf dem Land eher gering und somit sind für die wenigen Nutzer auch ordentliche Bandbreiten zu erzielen.
5G wird für Industriekunden interessant sein, der Bürger wird es mit finanzieren müssen, egal ob er selbst davon profitiert.
Bisher wurde jeder neue Standard über alle Maßen gelobt, dass dann ein neues Zeitalter anbräche, und die Bandbreite für die kommenden 100 Jahre ausreichte. Das wurde bereits bei UMTS erzählt. Eingetroffen ist das nie. LTE steht für "Long Term Evolution". Allzu Long war die Zeit irgendwie nicht, bis alle nach dem nächsten Standard schreien. Ist so wie bei allen Produkten. Man kann nur verkaufen, wenn irgendwas neu ist. Wo bleiben eigentlich die 16k Fernseher, ich will die Pixel mit dem Mikroskop bestaunen können. Dann aber bitte wieder mit 3d, was dann bei den ganz neuen Modellen wieder fehlt. ;-)
Man darf ja auch mal überlegen, wer letztlich davon profitieren will und ob jedes Wachstum auf einem endlichen Planeten uneingeschränkt sinnvoll ist.

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varesino 25.04.2019, 11:27
208. Ach, 5G, Lobo und was weiss ich noch alles

Ja, diese Versteigerung und die Summen um die es geht sind irrsinning. Aber die Gier, bzw. Wette auf zukünftige Gewinne scheint ja so überzeugend zu sein, daß diese Summen verwettet werden.
Und dann bauen die Unternehmen natürlich mehrfach redundante Netze, da wo ihre Kunden sind. Also in den Ballungsgebieten, entlang der Autobahnen. Und in der Fläche? Da ist ja niemand. Alles wie gehabt.
Auf die Idee, der Staat baut eine flächendeckende Infrastruktur und kassiert Nutzungsentgelte kommt natürlich niemand. Das ist ja so gestrig.
Bezüglich effiziente Industrie-Produktion. Wenn man 5G benötigt ist die Fabrik zu komplex und damit störungsanfällig. Effizient und zuverlässig ist immer auch einfach.
Wenn ein Bauer seinen Traktor ohne 5G effizient bewegen kann sollte die autonome Maschine es auch können.

Sehr viel Unfug, auf hohem Niveau und irrsinnig teuer, mit marginalen Nutzen.

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neurobi 25.04.2019, 11:31
209.

Zitat von exHotelmanager
Die Landwirtschaft braucht 5G nicht. Die notwendige Verkehrsdatenmenge, die landwirtschaftlicher Betrieb innerhalb einer Höchsttransferzeit zu kommunizieren hat, ist auch per EDGE zu bewältigen. Es sind die Billig-Pseudo-Programme, die "Apps", die uns zwingen, für jedes notwendige Bit eine Luxusrennverbindung aufbauen zu müssen. Für die Kommunikation der Fahrzeuge untereinander braucht man kein Netz, das könnten die Fahrzeuge auch direkt miteinander regeln - ohne Fernüberwachung via 5G.
Für die Landwirtschaft ist 5G auf Grund der deutlich kürzeren Latzenzzeiten interessant, die eine komplette Onlinesteuerung von landwirtschaftlichen Maschienen (Vom Traktor bis zur Drohne) ermöglichen würde.
Wer sich einmal durchgelesen hat, warum sich Entwickler autonomer Fahrzeuge 5G wünschen, schlägt nur noch die Hände über den Kopf zusammen. Wenn sich das durchsetzen würde, wird mehr Energie am Straßenrand verbraucht als auf der Straße.

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