Forum: Netzwelt
5G: USA droht Staaten, die mit Huawei zusammenarbeiten
Aly Song/ REUTERS

Die USA wollen die Kooperation mit Staaten überdenken, die chinesische Technik für den 5G-Netzausbau zulassen wollen. Die Drohung richtet sich vor allem gegen ein Land.

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bloub 30.04.2019, 11:15
130.

Zitat von zeichenkette
Natürlich wäre es am Besten, wenn in Deutschland z.B. Siemens diese Hardware liefern würden, denn essentielle Netzwerk-Infrastruktur von einem Hersteller zu beziehen, der praktisch ein chinesisches Staatsunternehmen ist, ist politisch höchst unklug.
Huawei ist weder theoretisch noch praktisch ein chinesischer Staatskonzern, sondern gehört seinen Gründern und den Mitarbeitern.

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udo46 30.04.2019, 11:20
131.

Zitat von Thinal
Die Frage ist nur, wie viel von der Welt zieht sie in ihrem Todeskampf mit in den Abgrund.
Die Frage ist berechtigt angesichts dessen, dass wir im Atomzeitalter leben.
Die vage Hoffnung bleibt, dass sich in den USA die Menschen durchsetzen, die sich auf die Werte von Benjamin Franklin und Thomas Jefferson besinnen - und auch von Woodstock.

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HeisseLuft 30.04.2019, 11:26
132. Ach, wirklich?

Zitat von bloub
Huawei ist weder theoretisch noch praktisch ein chinesischer Staatskonzern, sondern gehört seinen Gründern und den Mitarbeitern.
Genau, und das direkt nach der Verhaftung von Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou in Kanada postwendend zwei Kanadier verhaftet wurden ist r e i n e r Zufall...
Klar doch, China ist für seine Rechtsstaatlichkeit und Transparenz international bekannt.

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schorsch_69 30.04.2019, 11:26
133. Och Joh!

Wie wäre es denn, mit einem absolutem Boykott der Technikprodukte der Länder, die qua Gesetz ihre Hersteller verpflichten, Hintertüren für die eigenen Behörden zur Verfügung zu stellen, damit permanent ein Zugriff auf sämtliche Daten möglich ist?

Da wären dann vermutlich die meisten Produkte "made in USA" sofort aussen vor!

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spon-facebook-1330846485 30.04.2019, 11:27
134. Boykott durch USA

Europa ist grösser als die USA (Bevölkerung ca 400 Millionen gegen ca.300 Millionenen ) und wirtschaftlich stärker ( Anteil am Welthandel etwa 8 mal soviel wie USA ) verhält sich aber politisch wie ein Zwerg.
Konsequenz wäre : die europäischen Staaten bestellen die amerikanischen Botschafter ein und machen
ihnen klar,dass es eine EU-Vorschrift gibt,die jeden mit Strafe bedroht,der einer amerikanischen
Boykottdrohung Folge leistet.

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Thinal 30.04.2019, 11:29
135.

Es geht Russland also nichts an, wenn Russen im Nachbarland bedroht sind. Deswegen wollen Sie mit Russland keinen Handel treiben.

Was ist dann mit:

Korea, Ägypten, Libanon, Laos, Vietnam, Kambodscha, Jordanien, El Salvador, Angola, Grenada, Libyen, Nicaragua, Guatemala, Iran, Kolumbien, Venezuela, Kuba, Somalia, Sudan, Afghanistan, Irak, Uganda, Syrien.

Waren die Interventionen denn alle gerechtfertigt? Wieso wollen Sie dann mit den USA noch Handel treiben?

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HeisseLuft 30.04.2019, 11:38
136. Die Antwort wurde bereits gegeben

Zitat von Thinal
Es geht Russland also nichts an, wenn Russen im Nachbarland bedroht sind. Deswegen wollen Sie mit Russland keinen Handel treiben. Was ist dann mit: Korea, Ägypten, Libanon, Laos, Vietnam, Kambodscha, Jordanien, El Salvador, Angola, Grenada, Libyen, Nicaragua, Guatemala, Iran, Kolumbien, Venezuela, Kuba, Somalia, Sudan, Afghanistan, Irak, Uganda, Syrien. Waren die Interventionen denn alle gerechtfertigt? Wieso wollen Sie dann mit den USA noch Handel treiben?
Ist in diesem Post #127 bereits beantwortet:
https://www.spiegel.de/forum/netzwel...stbit_74818248

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steingärtner 30.04.2019, 11:42
137. Viele Worte

Zitat von HeisseLuft
"Können Sie es nicht noch weiter herholen, als einen Überfall der USA auf Norwegen ? Es gibt sehr viel näherliegenderes." Nun, ich habe mit Hilfe Norwegens ein Beispiel konstruiert, das den tatsächlichen Geschehnissen um die Ukraine nahekommt. Erscheint Ihnen also "nicht naheliegend" - oder vielleicht doch komplett absurd? Ja, genau das ist es: mit USA als Verursacher ist das tatsächlich ein absurdes Szenario. Mit Russland als Verursacher ist es Realität. PS: Wenn Sie jeden völkerrechtswidrigen Übergriff auf Nachbarländer sanktionieren wollten, müssten sie viele sanktionieren. Wie wäre es mit Sanktionen gegen China, wegen des südchinesischen Meeres, den Drohungen gegen Taiwan und dem "Erziehungskrieg" gegen Vietnam? Oder gegen Russland, wegen der fortgesetzten Stationierung eigener Truppen auf dem Gebiet Moldawiens? Gegen Ruanda, wegen der Einmischungen im Kongo? Ich erwarte ja nun gar nicht, dass die ganze Welt geschlossen Russland wegen der Übergriffe auf die Ukraine sanktioniert. Aber uns geht das unmittelbar etwas an, die Ukraine ist unser Nachbar und unser Handelspartner. Und wer solches Vorgehen unsanktioniert lässt, braucht auch nicht mehr von einem "gemeinsamen Haus Europa" schwafeln.
.... um den heißen ideologischen Brei. Aber hier noch einmal meine konkrete Frage an Sie über einen sehr konkreten Vorgang in der Welt :
Wie fänden Sie denn ganz konkret einen Handelsbykott gegen die USA, wegen des völkerrechtswidrigen Überfalls auf den Irak ?
Wenn Sie diese Frage mal beantworten könnten, rede ich auch gerne mit ihnen über das südchinesische Meer oder einen Überfall von Grönland durch Südafrika. Über einen Überfall Norwegens durch die USA lohnt nicht, denn die USA sind schon dort.

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HeisseLuft 30.04.2019, 11:49
138. Wenn ich helfen darf?

Zitat von Thinal
Es geht Russland also nichts an, wenn Russen im Nachbarland bedroht sind. Deswegen wollen Sie mit Russland keinen Handel treiben.
Sie scheinen da etwas überlesen zu haben. Ich erinnere an folgende Passage in meinem Post #129:
"Im Übrigen: wenn Russland tatsächlich in schwerer Sorge um die russischsprachigen Bewohner der Ukraine war: dann hätte es sich in erster Linie dort Sorgen machen müssen, wo diese eine verwundbare, kleine Minderheit waren. Also etwa in der Zentralukraine. OK - wo haben Sie je irgendwelche russischen Anrufungen der UN oder der OSZE in dieser Sache gelesen? Das wäre ja wohl das Naheliegendste gewesen."

Übrigens spricht eigentlich niemand von "keinem Handel". Mit Russland wird gehandelt.

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pavel1100 30.04.2019, 11:55
139. Nicht gerechtfertigt

Zitat von Thinal
Es geht Russland also nichts an, wenn Russen im Nachbarland bedroht sind. Deswegen wollen Sie mit Russland keinen Handel treiben. Was ist dann mit: Korea, Ägypten, Libanon, Laos, Vietnam, Kambodscha, Jordanien, El Salvador, Angola, Grenada, Libyen, Nicaragua, Guatemala, Iran, Kolumbien, Venezuela, Kuba, Somalia, Sudan, Afghanistan, Irak, Uganda, Syrien. Waren die Interventionen denn alle gerechtfertigt? Wieso wollen Sie dann mit den USA noch Handel treiben?
Die waren bestimmt nicht alle gerechtfertigt. Allerdings gab es auch keine akuten Bedrohungen russischsprachiger Menschen in Russlands Nachbarländern, die einen bewaffneten Einmarsch gerechtfertigt hätten. So gesehen trifft ihre Kritik eben nicht nur die USA sondern gleichermaßen auch Russland.

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