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Abschied von Privatkunden: HP kapituliert vor der iPad-Macht

Der größte PC-Hersteller der Welt gibt auf: HP will sein Konsumentengeschäft abstoßen, sich künftig ganz den Großkunden widmen. Die Ankündigung kommt überraschend, aber nicht grundlos - die Computerindustrie erlebt einen grundlegenden Wandel.

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xoxox 19.08.2011, 12:55
1. Es war nicht das iPad

Es war schlicht die völlig verfehlte Produktstrategie von HP, die mit schlechten Produkten und überhöhten Preisen versucht haben auf den längst fahrenden Zug aufzuspringen.

Im Heise Forum gibt es dazu einen sehr treffenden Kommentar mit dem schönen Titel "Liebe BWLer" (Achtung lang): http://www.heise.de/newsticker/foren...20659480/read/

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lewii 19.08.2011, 13:00
2. Apples Marketing

Dabei sind Apples Produkte gar nicht mal das Maß aller Dinge. Sicher sind sie recht handlich, anfänger- und bedienungsfreundlich, aber Apples Marketingabteilung ist dann doch der Antreiber dieses Hypes.

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hackbreaker 19.08.2011, 13:02
3. Wer braucht denn sowas?

Ich sehe es noch immer vor meinen Augen, wie dieser Satz durch sämtliche Foren schwappte, als das iPad zum ersten Mal vorgestellt wurde.

Aber dass sie das PC-Geschäft komplett aufgeben, ist ein absoluter Hammer.

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Geridan 19.08.2011, 13:05
4. Fehler....

...es sollte 95 % heißen...

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www.yzx.de 19.08.2011, 13:28
5. Hardware für den DAU

Zitat von sysop
Der größte PC-Hersteller der Welt gibt auf: HP will sein Konsumentengeschäft abstoßen, sich künftig ganz den Großkunden widmen. Die Ankündigung kommt überraschend, aber nicht grundlos - die Computerindustrie erlebt einen grundlegenden Wandel.
Hmmm. Ich möchte weder ein Google- noch ein Apple-Gerät haben. Beide Hersteller sind mir entschieden zu neugierig und bei Apple werde ich zusätzlich auch noch bevormundet. Mir gefällt das Gesamtmodell einfach nicht und closed source schonmal gar nicht.

Da bleibe ich beim Smartphone lieber beim alten WM6.irgendwas, denn da läuft - trotz closed source - wenigstens meine bereits bezahlte Software drauf. Sogar ganz ohne neue Downloads. Und lagere mir dann noch ein paar Geräte ein, um den Zeitraum hin zu Innovationen zu überbrücken, die nicht allein auf den DAU-Markt abgestimmt sind.

Da ich mich nach rund 20 Jahren Kundschaft bei Compaq und später HP ehedem bereits entschieden hatte, beim nächsten mal Dell zu kaufen, besorgt mich die Nachricht auch nicht wirklich. Denn meine Entscheidung hat ja Gründe. HP hat den 15 Punkte Compaq-Support in der Business-Oberliga mittlerweile leider und erwartungsgemäß auf den Null-Punkte-HP-Support zurückgeführt.

Also der typische Synergieeffekt bei derartigen Übernahmen: Zusammenführung auf dem niedrigst möglichen Niveau. So hat Lenovo das ja auch mit den IBM-Rechnern gemacht.

Dell wird es sicher freuen, denn so werden sie zum einzigen erstzunehmenden Anbieter am Markt. Ein bischen beeunruhigend ist daran allein, dass man Businessnotebooks früher mal bei mindestens drei Herstellern kaufen konnte, und Dell da bald allein sein wird.

Vielleicht ist da undurchdachtes, ersatzteilfreies Chinaplastik ja auch die Zukunft. Wenn alle keinen Service mehr bieten, dann muss man halt aus dem verbleibenden Schrott auswählen. Aber bei aller Liebe fände ich selbst dann als Vielreisender keinen (Anwendungs)Grund, um mir ein Tablet oder auch nur ein Netbook zu kaufen.

Bin wohl zu konservativ ... :-)

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gunman 19.08.2011, 13:31
6. Vermutlich ein Fehler

Zitat von sysop
Der größte PC-Hersteller der Welt gibt auf: HP will sein Konsumentengeschäft abstoßen, sich künftig ganz den Großkunden widmen. Die Ankündigung kommt überraschend, aber nicht grundlos - die Computerindustrie erlebt einen grundlegenden Wandel.
Vermutlich ein Fehler. Das neue Windows 8 mit App-steuerung, für Leute die kaum lesen und schreiben können, kommt doch.

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Michael Giertz 19.08.2011, 13:31
7. Für mich ist der Desktop-PC-Markt nicht tot.

Zitat von sysop
Der größte PC-Hersteller der Welt gibt auf: HP will sein Konsumentengeschäft abstoßen, sich künftig ganz den Großkunden widmen. Die Ankündigung kommt überraschend, aber nicht grundlos - die Computerindustrie erlebt einen grundlegenden Wandel.
Auch wenn es die ganze Welt eilig hat, das Ende des Desktops zu verkünden: Tot ist der Markt nicht. Es fehlt aber einfach an interessanten Strategien, um den Desktop wieder schmackhaft zu machen; Rechenpower allein ist weniger interessant, wenn man schon für unter 1000,- Euro einen Laptop bekommt, der zum Video rendern genauso geeignet ist wie für Spiele.

Mein Tipp hier: interessante Modelle zu fairen Preisen anbieten. Die meisten Kunden wollen, wenn sie sich gegen einen Laptop oder Netbook entscheiden, auch beim Desktop geringe Leistungsaufnahme bei großer Rechenleistung sehen - ohne dafür mehr auf den Tisch zu legen, als für einen Laptop. Mein nächster Rechner soll jedenfalls wieder, geht es nach mir, ein Desktop sein, da upgradebar. Und bis heute hält diese Aufrüstbarkeit meinen 6 Jahre alten Rechner immernoch im Betrieb - meine Freundin ist mit ihrem 3 Jahre alten Laptop unzufrieden, weil er immer langsamer wird und erste mechanische Verschleißerscheinungen zeigt. Beim Desktop-PC wird dann rasch die Tastatur ersetzt, oder für kleines Geld eine Webcam nachgekauft, wenn die alte kaputtgegangen ist, beim Laptop ist dies aufgrund begrenzter USB-Steckplätze oft ein Problem; trotz USB-Hub.

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ColynCF 19.08.2011, 13:41
8. Wegwerf

Zitat von www.yzx.de
Vielleicht ist da undurchdachtes, ersatzteilfreies Chinaplastik ja auch die Zukunft.
Notebooks sind heute schon quasi Wegwerfprodukte. Bei DELL muss man für einen 3-Jahresservice mehrere Hundert Euro bezahlen, dafür dass man in 2 Jahren ein bis dahin schon veraltetes Gerät repariert bekommt.
Bei meinem jüngsten Kauf (DELL) habe ich mir deshalb die Serviceerweiterung gespart. 1 Jahr hab ich eh Garantie. Wenn dann in 2 Jahren was kaputt geht, hat das Gerät eh nur noch ein Drittel Zeitwert. Da spar ich mir die Servicekosten und kauf mir in dem Fall ein neues.

Wobei mein 4-Jahre altes DELL heute immer noch super läuft, bis auf den Akku halt. Aber sogar ein Akkutausch lohnt sich bei einem so alten Gerät nicht mehr.

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HappyLuckyStrike 19.08.2011, 13:57
9. Nun, dann heißt das wohl,

daß in einem Jahr alle PC-User (es kann ja nur noch
ganz wenige geben) auf Mac umsteigen und der Hoi Polloi
eben nur noch Tatschpads benutzt, um Kontakte
zu kontaktieren - seit Ewigkeiten die Domäne und der
einzige Lebenszweck dieser Menschengruppe...
während alle Firmen in der Wolke schweben.
Aber sicher !

Ich denke, HP hat schon länger Probleme,
und ein Apotheker vielleicht nicht die richtige geistige
Statur für das recht komplexe Geschäft...

Lenovo, Acer und Konsorten - nicht Apple -
werden sich den Markt teilen.
Ehrlich, wann hat irgendein Privatkunde zuletzt einen HP-
Computer ekauft ? Waren immer unattraktive Kompromisse,
entweder war wer bei gleicher Leistung billiger
oder bei gleichem Preis besser...

Die haben einfach keine guten Marketingstrategen,
schon lange nicht - und jetzt erst recht nicht.

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