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Abzocke in Computerspielen: Zahlen, spielen, noch mal zahlen
Sledgehammer/ Activision

Von "Star Wars Battlefront 2" bis "Forza Motorsport 7": Immer mehr Blockbuster-Spiele kosten 60 Euro und wollen dem Käufer trotzdem noch Zusatzkäufe andrehen. Was tun, wenn man davon die Nase voll hat?

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Marvel Master 16.11.2017, 15:19
1.

> Was tun, wenn man davon die Nase voll hat?

Die Antwort ist so einfach, dass man wohl nicht darauf kommt.
Ich schreibe sie trotzdem. Einfach nicht kaufen.

Problem solved.

Wir leben schließlich in einem Land, wo man noch selber bestimmen kann, was man sich besorgt und was nicht.

Mfg

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rst2010 16.11.2017, 15:25
2. tja,

obwohl die gegenleistung der it konzerne gegenüber den kunden/nutzern hinten und vorne nicht stimmt (die machen eine riesen reibach mit unseren freiwillig abgegebenen daten), geben wir bereitwillig unsummen geld aus, für einen eigentlich eingebildeten vorteil.
folgerungen daraus: wir sind ganz schön blöde, wir lassen uns gerne über den tisch ziehen, da wir manipulierbar sind, und geld ist nichts wert.

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63cpo 16.11.2017, 15:28
3.

Assassins Creed Origins ist m.E. ein schlechtes Beispiel. Die Ingame-Käufe beschränken sich auf Outfits welche gar keinen und Waffen welchen einen geringen Vorteil bieten, sowie Rohstoffe welche die Spielzeit etwas verkürzen - da man sie nicht sammeln muss. Im großen und ganzen verkaufen sie also Cheats. Das Spiel an sich bietet unglaublich viel Umfang für seinen Preis und es ist ohne Probleme ohne Ingame-Käufe spielbar. Geld bringt im großen und ganzen also nur eine verkürzte Spielzeit. Origins hat in diesem Fall also alles richtig gemacht. Mit Echtgeld die Spielzeit zu verkürzen, weil es sonst zu umfangreich ist eine mehr als akzeptable Lösung. Liegt aber hauptsächlich daran, dass es ein reines single Player Spiel ist und man sich daher nur Vorteile gegenüber den Computergegnern erkauft.

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StockInsAug 16.11.2017, 15:31
4.

Auch beim zocken gibt es die Eigenverantwortung. Wie der Autor im letzten Absatz zusammenfasst, kauft man die Zusatzinhalte nicht oder sollte gleich das ganze Spiel nicht kaufen.
Interessanterweise sieht es in den dazugehörigen Spieleforen dann ganz anders aus. Es wird maßlos über Pay2Win, Zusatzinhalte oder den bösen Publisher/Entwickler gejammert, aber das Spiel wird trotzdem gespielt. Dass dieses Konzept funktioniert liegt ja an den Spielern selber und deren inkonsequenten Verhalten.

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xdmobaxd 16.11.2017, 16:04
5.

Zitat von 63cpo
Assassins Creed Origins ist m.E. ein schlechtes Beispiel. Die Ingame-Käufe beschränken sich auf Outfits welche gar keinen und Waffen welchen einen geringen Vorteil bieten, sowie Rohstoffe welche die Spielzeit etwas verkürzen - da man sie nicht sammeln muss. Im großen und ganzen verkaufen sie also Cheats. Das Spiel an sich bietet unglaublich viel Umfang für seinen Preis und es ist ohne Probleme ohne Ingame-Käufe spielbar. Geld bringt im großen und ganzen also nur eine verkürzte Spielzeit. Origins hat in diesem Fall also alles richtig gemacht. Mit Echtgeld die Spielzeit zu verkürzen, weil es sonst zu umfangreich ist eine mehr als akzeptable Lösung. Liegt aber hauptsächlich daran, dass es ein reines single Player Spiel ist und man sich daher nur Vorteile gegenüber den Computergegnern erkauft.
Bei den meisten spielen ist es nur rein optischer natur und verkürtzt die Spielzeit. Und nur als Tipp nebenbei bei AC Origins kann man mit bestimmter Software Legal sich alles "ercheaten" ohne geld auszugeben.

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kottelettchen389 16.11.2017, 16:05
6. So geht's richtig

Ich möchte an dieser Stelle das Beispiel Warframe in die Runde werfen. Viele Zocker wissen bestimmt sofort, worum es geht:
Begonnen als ein kleines free-2-play Indie Game hat dieses Spiel eine Metamorphose zu einem der meistgespielten Spiele auf der bekannten Plattform Steam geschafft. Die Entwickler Digital Extremes haben (im Gegensatz zu bekannten Riesen wie EA) einen Weg gefunden, ihre Community fair zu behandeln und sich ihren Respekt zu verdienen. So eine freundliche, hilfsbereite und aktive Community habe ich hier zum allerersten Mal erlebt!
Die Entwickler bieten nun ein Spielerlebnis von unbegreiflicher Tiefe, das man erst nach mehreren hundert Stunden vollständig verinnerlicht hat - und das völlig kostenlos. Für mich eines der wenigen Wunder des letzten Jahrzehnts Computerspiele.

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xdmobaxd 16.11.2017, 16:06
7.

Das Problem sind dann die Spieler die sich über zu Kurze Spiele beschweren (Destiny) und sich dann aber auch beschweren wenn sie nicht alles von Anfang an spielen können sondern erst freispielen müssen.

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Nonvaio01 16.11.2017, 16:17
8. Danke

mein sohn bekommt die X-One zu weihnachten und freute sich schon auf SWBF2, nach dem artikel werde ich es ihm aber nicht kaufen, da er erwartet haette das er wie bei SWBF1 gleich mit den Figuren spielen kann.

Was fuer eine enttaeuschung, mal sehen wie ich es ihm erklaeren kann....er fragt so schon immer ob ich ihm dieses und jenes kaufen kann, meine antwort ist immer die gleiche das ich mein Geld nicht fuer virtuellen kram ausgebe.

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grey_mouser 16.11.2017, 16:24
9. Die Mär der stagnierenden Preise

"die realen Preise für Spiele aber seit Jahren auf demselben Niveau stagnieren oder sogar sinken"
Die Preise für Spiele stagnieren mitnichten, vielmehr haben die Publisher längst andere Wege gefunden, mehr Geld mit den Spielen einzunehmen, z.B. durch Season Passes & DLC und "Silver"- & "Gold"-Editions. Bei vielen Spielen sind die 60 Euro nur der Basispreis. ....Was für mich auch in Ordnung ist, generell zumindest, also wenn es nicht so ein Desaster ist, wie Star Wars Battlefront (2015). Ich zahle gerne mehr für Spiele, kaufe DLC, bestelle auch schon mal ein Spiel bevor es im Laden steht, das halte ich alles für legitim, auch "Silver/Gold"-Editions, sofern den Leuten mit Basisspiel nicht ständig das Gefühl gegeben wird, sie müssten auf was verzichten bzw. sie hätten kein komplettes Spiel, was aber einfach gar nicht geht, ist dieses Übermaß an Microtransactions (MT) in Spielen, die man erst noch für 60€ kaufen muss (und später noch mehr draufzahlt, wie oben dargelegt). In F2P-Spielen (Spiele, die man kostenlos spielen kann) sind MT generell legitim, wenn es nicht pure Abzockergeschichten sind, wie gefühlt 90% aller Smartphonespiele. Was aber gar nicht geht, ist diese Verbindung aus MT und Glücksspiel und nichts anderes sind loot boxes, man zahlt Geld, in der Hoffnung etwas zu gewinnen. Man weiß nicht, was man bekommt, ob es einem nützt oder nicht, aber viele der neueren Spiele enthalten genügend Mechanismen, die den Spieler dazu animieren sollen, sich auf dieses Glücksspiel einzulassen. Ich hab schon viel mitgemacht, was Videospiele anbelangt, hab mich auf Season Passes & Digital Deluxe-Editions eingelassen, auch auf Microtransactions (sogar in Spielen, für die man monatlich zahlt. Danke WoW), aber mittlerweile ist bei mir auch die Grenze dessen erreicht, was ich bereit bin mitzumachen. Shadow of War? Hätte ich gerne gezockt. Werde es mir nicht holen, auch nicht reduziert. Destiny 2? Nope. NfS Payback? Battlefront 2? Ich denke, ich werde mir eher das alte Battlefront II (2005) nochmal holen, mit Mods sieht es mittlerweile auch wieder gut aus und die Server wurden aufgesetzt und man hat ein komplettes Spiel für nicht mal 10€ und das Geld landet nicht bei EA. Sowas unterstütze ich nicht und auch bei anderen Spielen, die solche Mechanismen nicht beinhalten, aber von den großen AAA-Publishern (EA, WBIE, Activision, Ubisoft) herausgegeben werden, werde ich grundsätzlich erstmal vorsichtig sein.

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