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Abzocke in Computerspielen: Zahlen, spielen, noch mal zahlen
Sledgehammer/ Activision

Von "Star Wars Battlefront 2" bis "Forza Motorsport 7": Immer mehr Blockbuster-Spiele kosten 60 Euro und wollen dem Käufer trotzdem noch Zusatzkäufe andrehen. Was tun, wenn man davon die Nase voll hat?

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Ignorant00 17.11.2017, 10:02
50. Dein Ernst?

Zitat von 63cpo
Assassins Creed Origins ist m.E. ein schlechtes Beispiel. Die Ingame-Käufe beschränken sich auf Outfits welche gar keinen und Waffen welchen einen geringen Vorteil bieten, sowie Rohstoffe welche die Spielzeit etwas verkürzen - da man sie nicht sammeln muss. Im großen und ganzen verkaufen sie also Cheats. Das Spiel an sich bietet unglaublich viel Umfang für seinen Preis und es ist ohne Probleme ohne Ingame-Käufe spielbar. Geld bringt im großen und ganzen also nur eine verkürzte Spielzeit. Origins hat in diesem Fall also alles richtig gemacht. Mit Echtgeld die Spielzeit zu verkürzen, weil es sonst zu umfangreich ist eine mehr als akzeptable Lösung. Liegt aber hauptsächlich daran, dass es ein reines single Player Spiel ist und man sich daher nur Vorteile gegenüber den Computergegnern erkauft.
Grinding Elemente einbauen, die man dann mit Echtgeld zurückkauft findest du eine akzeptable Lösung? Das finde ich eine komplette Unverschämtheit! Meine Lebenszeit von einem Spiel zurückkaufen müssen?!

Einzelspieler Rollenspiele wie es Assassins Creed eines ist hatten dafür schon immer ein viel bessere und sehr Spielerfreundliche Lösung: Die Aufteilung in Haupt- und Nebenquests. So kann der Spieler individuell und vor allem ohne Geld auszugeben entscheiden, wie lange er in die Spielwelt eintauchen will und bekommt trotzdem die komplette Story zu sehen!

Das es anders geht zeigt doch gerade Horizon Zero Dawn: Tolles Spiel ohne zusätzlich Abzocke!

Mir kommen keine Vollpreistitel ins Haus wo Zusatzkäufe mehr ausmachen als Optik.

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Ignorant00 17.11.2017, 10:14
51. Der Vergleich hinkt in Mehrspielerspielen

Zitat von Tiburon_Blanco
Ich finde es ein wenig befremdend, auf welche Weise hier über kostenpflichtige Zusatzinhalte geurteilt wird. Wenn Papa beispielsweise an seinem Auto für jede kleine Sonderausstattung kräftig draufzahlt, stört das doch auch niemanden. Da ist es dann normal, wenn der Hersteller sich jedes Extra gesondert vergüten lässt. Das Gleiche sollte doch dann wohl für Spiele gelten, denn dahinter steckt in beiden Fällen das Interesse des Herstellers, dem Kunden möglich viel zu verkaufen. Wer damit nicht klar kommt, sollte nicht kaufen, denn niemand zwingt ihn dazu. Darüber hinaus gibt es, wie im Artikel bereits erwähnt, jede Menge guter Spiele die ohne diese zusätzlichen kostenpflichtigen Inhalte auskommen. Darüber hinaus hilft im Gros der Fälle schon, einfach ein paar Wochen abzuwarten. Spätestens beim nächsten "Sale" purzeln die Preise und man bekommt so manches Hochpreisspiel zum Schnäppchenpreis. Steam-Nutzer wissen wovon ich spreche ;). Naja und wenn man dann ein Spiel, welches vor einigen Wochen noch 60 Euro gekostet hat, für 20 bekomme, dann kann man sich sicherlich guten Gewissens auch den einen oder anderen kostenpflichtigen Zusatzinhalt gönnen.
Der Vergleich hinkt in Mehrspielerspielen:
ZU 1: Dein Autovergleich auf Autorennen übertragen würde bedeuten, das Formel 1 Autos in derselben Rennserie gegen Serienautos antreten würden. Das macht den Sport kaputt oder alternativ das Mehrspielerspielerlebnis!

zu 2; Ja noch gibt es viele Spiele, die darauf verzichten, aber wenn das Modell von der Mehrheit der Spieler klaglos angenommen wird, wird sich das ändern!

zu 3: Klar purzeln die Preise: aber Vorteile erkaufen und damit das Spiel in Schieflage bringen bleibt ja erhalten!

Zur Info: Es gibt schon von einem Spielehersteller das Patent Free to Play Spieler gezielt mit Pay to Win Spielern die stärker sind zu matchen um den Frust der FTP Spieler zu erhöhen und deren Kaufbereitschaft: Perfide! Das sollte man dann nicht schön quatschen wollen.

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Ignorant00 17.11.2017, 10:19
52. Spieler

Zitat von bausa
je mehr Menschen such darauf einlassen. Ich kann mich noch erinnern, als EDV eingeführt wurde. Kostenreduzierung! Von wegen, EDV ist wesentlich teurer in der Unterhaltung als wenn man Daten normal zu Papier bringt. Mit E-Games ist es genauso, am Anfang wird es einem schmackhaft gemacht und dann abgezockt. Leute, spielt doch wieder " Mensch ärger Dich nicht" am Küchentisch, macht mehr Spaß und kostet nichts.
Viele Computerspieler sind auch Brett- oder Rollenspieler. Ich zum Beispiel, aber Ihr Hinweis auf "Mensch ärger dich nicht" zeigt, das sie weder von Computer- noch von Brettspielen die geringste Ahnung haben, oder?

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Ignorant00 17.11.2017, 10:30
53. Doping

Zitat von Leser161
Vorteile ausser der Reihe bei Spielen gibt es seit es Spiele gibt. Cheatcodes, Aimbots, Wallhacks, Maphacks, Godmodes. Früher lud man die runter, heute zahlt man dafür. Zerstört halt den Spielspass. Früher wurden Spiele von den Herausgebern dafür manchmal mit extra Maßnahmen ausgestattet um Cheaten zu verhindern (Counterstrike z.B.), weil das halt den Onlinespass kaputtmachte. Aber eigentlich keine neue Sache. Auch bei Offlinehobbys gibt es Pay-to-Win (Autotuning z.B.) man muss sich halt ein Hobby/Spiel suchen, wo es kein Pay-to-Win gibt. Online wie Offline.
Du gibst die Antwort doch schon selbst: früher wurde gegen Cheater vorgegangen, heute wird es von den Firmen selber angeboten. Ist doch absurd!

Im Sport wird ja zumindest noch versucht gegen zB das russische Staatsdoping vorzugehen. Im E-Sport gibt es bei bestimmten Spielen Auswüchse wo Doping vom Hersteller befeuert wird. Nicht kaufen!

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Schankara 17.11.2017, 10:40
54. Mordor: Schatten des Krieges

Hallo, ich möchte gerne meine Erfahrung zu diesem Thema teilen: Ich hatte mich sehr lange auf Mordor: Schatten des Krieges gefreut und bestellte mir die"Gold" Edition für 100 EUR bei Amazon. Dann habe ich in vielen Foren gelesen, was da wohl im letzten Akt für ein grinding stattfinden soll, das man nur mit Echtgeld verkürzen kann. Das wollte ich nicht aktzeptieren und schickte das Spiel zurück. Danach bestellte ich mir bei ebay den billigsten key den es zu kaufen gab für 27 EUR da ich nicht auf das Spiel verzichten wollte, dachte, so schlimm wird es doch wohl nicht sein im Endgame?. Aber es war noch schlimmer als gedacht. Nach dem eigentlichen Ende des Spiels sollte man doch allen Ernstes 20!!! Mal seine Burg verteidigen, ohne Story, ohne irgendwas um den wirklichen Abspann des Spieles sehen zu können. Für diese Verteidigung brauchte man Orks, die der Stufe der Angreifer mindestens entsprechen. Um dies ohne Lootboxen zu erreichen schätze ich den Aufwand hierfür bei ca. 30-50 Stunden spielen (grinden) . Es ist mehr als offensichtlich das dieser part extra eingebaut wurde um den Spieler durch Geldausgeben vom grinding zu "erlösen". Nach zwei Burgen, als mein "ingame" Geld alle war, löschte ich das Spiel von meiner Festplatte und sah mir das alternative ende bei youtube an. Ich werde von dieser Reihe NIE WIEDER ein add on oder weiteres Spiel kaufen. Für mich wurde hier wirklich eindeutig eine Grenze überschritten!!

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mens 17.11.2017, 11:10
55. Abhängige

Die Konzerne wollen sich Abhängige erschaffen. Das ist mit den so attraktiven Musik-Streaming Angeboten genauso wie mit dem Season Pass. Aber die Kontrolle geht weiter. Mobiles spielen als Option, auch wenn irgendwo kein Netz ist: abgestellt. Die Süchtlinge sollen an der kurzen Leine gehalten werden. Psychologie wie auf dem Drogenmarkt.

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H-Vollmilch 17.11.2017, 11:11
56. Mensch ärger Dich nicht

Zitat von bausa
je mehr Menschen such darauf einlassen. Ich kann mich noch erinnern, als EDV eingeführt wurde. Kostenreduzierung! Von wegen, EDV ist wesentlich teurer in der Unterhaltung als wenn man Daten normal zu Papier bringt. Mit E-Games ist es genauso, am Anfang wird es einem schmackhaft gemacht und dann abgezockt. Leute, spielt doch wieder " Mensch ärger Dich nicht" am Küchentisch, macht mehr Spaß und kostet nichts.
Naja "Mensch ärger Dich nicht" hat aber einen sehr begrenzten Multiplayer Part.
Es ist limitiert auf 4 Spieler und erlaubt nur ein Spiel im VS-Mode. Coop oder Singleplayer gibt es leider nicht. Man wollte sich wohl die Kosten für die Entwicklung einer vernünftigen KI sparen!
Die Grafik ist ziemlich mies und die Spielerfiguren recht lieblos gestaltet.
Die Map ist mMn viel zu einfach gehalten und es gibt kaum andere verfügbare Maps.

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Alexander.Brejcha 17.11.2017, 11:24
57. PB / Elex ist kein gutes Beispiel

Piranha Bytes ("Elex") als positiv darzustellen halte ich für fragwürdig. Ich habe das Spiel nach nicht einmal 1 Stunde gelöscht und zurückgeschickt. Elex ist unfertig und daher kein Vollpreistitel. Selbst wenn es irgendwann mal fertig ist, wird es keine Chance gegen ein Spiel wie "Horizon: Zero Dawn" haben. Das ist, wie ich finde ein gutes Beispiel. Da gibt es kein pay2win.

Auch "Mordors Schatten 2" ist meiner Meinung nach ein gelungenes Spiel, wo man die Pay2Win Elemente definitiv vernachlässigen kann.

Bei "Destiny2" habe ich noch kein Geld ausgeben müssen um gute Ausrüstung zu finden oder schnell im Level aufzusteigen. Mal sehen wie es im Endgame zu geht.

Pay2Win bei einem Vollpreistitel finde ich persönlich absolut daneben.

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Falcon030 17.11.2017, 13:29
58. Solange

sich Lootbox-Inhalte bei Vollpreistiteln auf rein kosmetische Veränderungen beschränken (neue Skins), wie das etwa bei Overwatch der Fall ist, kann ich prima damit leben. Wenn man halt zuviel Kohle hat, soll man sie sich kaufen - man zerstört damit aber nicht die Spielbalance.
Wenn man aber alternativ zu einem praktisch nicht mehr realistischen Zeiteinsatz mit Echtgeld echte Spieleverbesserungen und damit Vorteile gegenüber anderen Spielern kaufen kann (Stärkere Waffen, stärkere oder auch nur beliebtere Charaktere), ist für mich der Punkt erreicht, an dem ich aussteige.
Das wäre vielleicht noch ok, würde man beim Matchmaking gezielt Spieler gegeneinander antreten lassen, die Geld in Verbesserungen investiert haben. Da aber, wie ein Forist schon beschrieb, eher das Gegenteil passieren wird (Lizenz auf ein Matchmakingsystem zwischen Spielern mit gekauften Verbesserungen und solchen ohne, um diese ebenfalls zum Kauf zu "animieren" - ich glaube, Activision hat hier ein Patent angemeldet), hat man als frustrierter Gamer eigentlich nur drei Möglichkeiten:
- Man beisst in den sauren Apfel und investiert ebenfalls echtes Geld in virtuelle Waren,
- Man investiert nicht, spielt das Spiel trotzdem und lebt damit, dass ein Haufen Leute rumlaufen, bei denen das Geld offenbar lockerer sitzt und ärgert sich dann eben regelmäßig, wenn man von diesen abgeledert wird oder
- Man lässt Titel mit Pay-to-win-Mechanik einfach links liegen und sieht sich bei der Konkurrenz um, die auf solche Mechaniken verzichtet - die wird leider im Vollpreissektor beständig kleiner, aber sie ist zumindest (noch) vorhanden und wer weiß - vielleicht wird die Menge solcher Titel ja auch wieder zunehmen, wenn allzu gierige Publisher von der Käuferschaft die rote Karte gezeigt bekommen.

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Lemjus 17.11.2017, 14:46
59. Kaufen sie SWBF2

EA hat nun die Mikrotransaktionen aus dem fertigem Spiel geworfen, also alles in Ordnung;), sie können also mit gutem Gewissen eine VOLLVERSION erwerben ;)

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