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Actionspiel: Prüfstelle gibt "Fortnite" ab 12 Jahren frei
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Das Actionspiel "Fortnite" ist ein Riesenerfolg - aber für wen ist es geeignet? Darüber streiten Lehrer, Eltern und Kinder seit langem. Jetzt ist ein aktuelles Prüfergebnis der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle bekannt geworden.

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vinhatica 08.08.2019, 20:38
1. Bahnhof

Ich verstehe in dem Artiekl leider nur Bahnhof. Dabei wäre mir sein Inhalt wichtig, da mein Sohn der einzige Junge von 15 in seiner 5. KLasse ist, der nicht Fortnite spielt mit entsprechender Stimmung zu Hause. Die Fortnite-Kinder scheinen das Spiel täglich viele Stunden zu zocken, ohne aufhören zu können.

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didnee 08.08.2019, 22:24
2. Eigentlich ganz einfach...

Zitat von vinhatica
Ich verstehe in dem Artiekl leider nur Bahnhof. Dabei wäre mir sein Inhalt wichtig, da mein Sohn der einzige Junge von 15 in seiner 5. KLasse ist, der nicht Fortnite spielt mit entsprechender Stimmung zu Hause. Die Fortnite-Kinder scheinen das Spiel täglich viele Stunden zu zocken, ohne aufhören zu können.
Hallo vinhatica,
es ist eigentlich ganz einfach, Fortnite ist nun ab 12 Jahren freigegeben.
Die Verwirrung ist beim Lesen des Artikels wahrscheinlich entstanden, weil es nicht das eine Fortnite gibt. Es gibt das Spiel in verschiedenen Modi ("Rette die Welt" und "Battle Royale") und auf verschiedenen Plattformen (Download, PC, Xbox, ...). Dadurch sind unterschiedliche Prüfer aktiv gewesen und es gab dann verschiedene Ergebnisse. Nun hat die USK aber nochmal umfangreich getestet und kam zum Ergebnis: Freigabe ab 12 Jahren.
Ich kenne das Theater aus meinem Umfeld, alle Jungs wollen das spielen. Sogar die Jungs in der Grundschule unserer Tochter... Empfehlen würde ich den Ansatz aus dem Artikel, dass Sie mit Ihrem Sohn mal gemeinsam spielen. Gehen Sie offen an das Thema heran, schauen Sie sich das Spiel gemeinsam an. Wenn Sie ein gutes Gefühl haben (jedes Kind geht anders damit um), dann lassen Sie ihn spielen. Aber bitte nicht stundenlang!
Grüße, didnee

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deranalystiker 08.08.2019, 22:26
3. Suchtpotential

Mein Sohn (10) war kognitiv sehr gut in der Lage die Fortnite-Welt von der Realität zu unterscheiden (was ja lt. Artikel eines der Hauptkriterien für die Alterszuordnung zu sein scheint). Allerdings stellten sich nach einer gewissen Zeit suchtähnliche Verhaltensweisen ein, wobei man eigentlich auch das Wort „ähnlich“ aus dem Satz streichen kann. Nach dem Löschen des Spiels zeigten sich deutliche Entzugserscheinungen mit Aggressionen und sogar ausgesprochenen Drohungen ggü. den Eltern. Wir kämpfen seit Wochen mit Alternative-Angeboten darum, unser vorher liebes Kind wieder zu kriegen...

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josefkah 08.08.2019, 22:39
4. ich sehe das genauso

ich kenne genügend 6-8-jährige, die täglich mehrere stunden Fortnite spielen und gleichzeitig Eltern haben, die so etwas wie Altersfreigaben nicht kennen und auch nicht verstehen. ich verstehe die aussage des Artikels oben auch nicht. Gibt es jetzt eine Altersfreigabe, welche Wirkung bzw Verbindlichkeit hat sie.

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basileus97 08.08.2019, 23:28
5.

Ziemlich witzig wie lange es gedauert hat eines der beliebtesten Spiele das jetzt schon eine ganze Weile auf dem Markt ist einzuordnen.

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villazurfroehlichenkatze 09.08.2019, 03:42
6. super, ich kann endlich zocken.

nein, im Ernst - es freut mich, dass das GEwusel rund um die Altersfreigaben endlich ein Ende hat (ich bin 48).

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villazurfroehlichenkatze 09.08.2019, 03:51
7.

Zitat von vinhatica
Ich verstehe in dem Artiekl leider nur Bahnhof. Dabei wäre mir sein Inhalt wichtig, da mein Sohn der einzige Junge von 15 in seiner 5. KLasse ist, der nicht Fortnite spielt mit entsprechender Stimmung zu Hause. Die Fortnite-Kinder scheinen das Spiel täglich viele Stunden zu zocken, ohne aufhören zu können.
Das kann sicherlich passieren, da muss ich aber sagen, da müssen die Eltern eben auch mal durchgreifen, egal ob das Kind nun stundenlang vor dem Fernseher sitzt, zockt oder was auch immer... da muss die elterliche Aufsicht und Erziehung sein.

Was an Fortnite sicherlich anders ist als bei manchem Egoshooter und Co: es fließt kein Blut, das Spiel ist eher kurzweilig-amüsant aufgebaut und es ist ganz klar, dass die Pixelfiguren da keine wirklichen Menschen sind, sie sind klar überzeichnet, stecken teilweise in sehr schrägen Kostümen (Hasenkostüm, Cowboy, der auf einem aufblasbaren Lama reitet usw.) Die Waffen sind ebenso überzeichnet und auch oft auf Lustigkeit angelegt,z.B. Vereisergranaten, die dafür sorgen, dass jemand dann mit Eis unter den Füßen herumschliddert usw.

Schön ist es imho auch, dass sich durch die Kontakte im Spiel (Team, Duo...) oft auch freundliche Kontakte innerhalb von Chats ergeben. Auch hier gilt natürlich: watch your kids.

Ich würde auch empfehlen, es einfach mal auszutesten, ggf. auch erst einmal allein. Ich bin 48 und spiele es sehr gerne.

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openda 09.08.2019, 06:33
8. Waffen?

In dem Spiel wird mit Waffen geschossen, dann ist es für kein Alter geeignet.

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Geoldoc 09.08.2019, 06:49
9. Oh je, das wird Diskussionen geben...

Als jemand, der mit Doom und Wolfenstein aufgewachsen ist:
Der Comicstil von Fortnite wirkt eigentlich ganz erträglich. Klar spritzt Blut, aber es ist Comicblut und das Abschießen von irgendwelchen Gegnern ist seit Anbeginn der Zeit ein Grundprinzip sehr vieler Computerspiele. Wenn man schon bei Spaceinvaders darauf hingewiesen hätte, dass in den sich der Erde nähernden Alienraumschiffen, bestimmt auch Aliens sitzen, die eine Familie zu Hause habe und Träume und Hoffnungen? Vielleicht waren sie auch nur auf der Flucht vor der durch ihr Fehlverhalten ausgelösten Klimakatastrophe auf ihrem Heimatplaneten?
Wenn man sich anschaut, was früher auf dem Index gelandet ist, kann man heute oft nur milde Lächeln
Dass das Schießen inzwischen plastischer und realistischer ist, liegt an den technischen Möglichkeiten und der allgemeinen Abstumpfung. Für mich ist Fortnite Battle Royal für meine Kinder trotzdem raus und das liegt an einer für mich unerträglichen Teil des Spieles:

Wenn man jemanden abgeschossen hat, der Gegner also keine Lebensenergie mehr hat, dann kann die Spielfigur noch krabbeln und unter Umständen von einem befreundeten Mitspieler geheilt werden. Um das zu verhindern muss man auf den am Boden liegenden Gegner abschließend töten. Wenn kein anderer Gegner direkt in der Nähe ist und man Zeit hat, bietet es sich sehr an, statt einer Schusswaffe dafür eine Hacke zu nehmen, denn das spart wertvolle Munition. Diesen logischen Schritt haben meine Kinder, als wir das Spiel gemeinsam ausprobiert haben, damit ich mir einen Eindruck verschaffen kann, sofort vollzogen.

Und wie gesagt: Ich war raus!

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