Forum: Netzwelt
Adressbuch-Auszüge: Web-Vandalen veröffentlichen Tony Blairs Freundesliste

Ärzte, Verwandte, Parteifreunde: Hacker haben knapp 100 Einträge aus einem angeblichen Web-Adressbuch Tony Blairs veröffentlicht. ein Sprecher bestätigt die Echtheit, die Daten sollen aber einem ehemaligen Blair-Mitarbeiter entwendet worden sein.

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2010sdafrika 25.06.2011, 14:42
1. Und erneut schlagen Netzaktivisten zu!

Die Netzwelt befindet sich in einem kriegsähnlichem Zustand. Hackergemeinschaften haben sich zu zahlreichen "Attacken" gegen staatliche und privatwirtschaftliche Institutionen bekannt, zum Argwohn der Regierungen. Ich bin der Meinung, dass wir uns längst in einem digitalen Krieg befinden, welchen die Hacker zum gegenwärtigen Zeitpunkt eindeutig dominieren. In Südafrika wird sogar der Umsturz der Regierung Jacob Zuma vorbereitet, sodass ich mir die Frage stelle, wie sich die Situation im WWW weiterentwickelt: http://2010sdafrika.wordpress.com/20...rikas-sturzen/.

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Lightbringer 25.06.2011, 14:48
2. .

Und ich dachte immer, systematisch die Nummern aus Adressbüchern von mehr oder minder Prominenten anzurufen, die immer mal wieder ins Netz gelangen, wäre dem Boulevard vorbehalten.

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co2lüge 25.06.2011, 14:55
3. ...

Grandios.

Regierungen verunstalten ihre Webseiten, geben ein paar Jahre alte Daten raus damit es glaubwürdig wirkt, gehen damit an die Zeitung, damit ein Aufschrei kommt.

So wollen sie das Web zensieren. Ja diesen Monat auf dem Bilderberg Treffen in der Schweiz haben sie es ja auf dem Geheimtreffen beschlossen.

Und die Untertanen fallen drauf rein.

Verfassungen wurden geschrieben, weil man Regierungen nicht trauen darf. Das ist der einzige Grund warum es Verfassungen gibt, Vergesst das nie!

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zynik 25.06.2011, 14:59
4. neue "terrorbekämpfung"?

Zitat von 2010sdafrika
Die Netzwelt befindet sich in einem kriegsähnlichem Zustand. Hackergemeinschaften haben sich zu zahlreichen "Attacken" gegen staatliche und privatwirtschaftliche Institutionen bekannt, zum Argwohn der Regierungen.
Die gehäufte Berichterstattung über Hackerangriffe erweckt den Eindruck als hätte man es mit einer neuen Form des "Terrorismus" zu tun.

Man erinnere sich, welche Maßnahmen unter dem Banner der sog. Terrorbekämpfung plötzlich alle möglich wurden. Rechtsstaat hin oder her. Und auch westlichen Regierungen wird nicht entgangen sein, welche Rolle das Internet bei den Revolutionen in Nordafrika gespielt hat.

Ob es Zufall ist, wenn diese "Web-Vandalen" staatliche Eingriffe und Freiheitseinschränkungen für ALLE in absehbarer Zeit nach sich ziehen werden? Aber wer solche Fragen stellt, landet ganz schnell in der Ecke der Verschwörungstheoretiker.

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Loewe_78 25.06.2011, 15:05
5. -

"Hacker" - der Kohlenklau des 21 Jahrhunderts.
Also eine Institution, die dem fettgefressenen Bürger Schauer über den Rücken jagen soll und eine anachronistische Sicherheitsarchitektur zum Schutz - nicht vor dem Kohlenklau, sondern vor dem Bürger selbst schmackhaft machen soll.

Und die Presse tut, was sie spätestens seit 1848 brav tat: Die Schwachsinnsargumente, die das rechtfertigen, in die Lande trompeten. Und diejenigen an den Pranger stellen, die man als Beweis des "Erfolgs der Sicherheitspolitik" von "Sicherheits"-Kräften wegsperren lässt.

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LordInglip 25.06.2011, 15:14
6. .

Zitat von zynik
Ob es Zufall ist, wenn diese "Web-Vandalen" staatliche Eingriffe und Freiheitseinschränkungen für ALLE in absehbarer Zeit nach sich ziehen werden? Aber wer solche Fragen stellt, landet ganz schnell in der Ecke der Verschwörungstheoretiker.
Ach quatsch, die Lösung ist doch viel einfacher: http://twitter.com/#!/LulzSec/status/84422195333447680

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Deepthought42.0815 25.06.2011, 16:01
7. Volle Zustimmung

Zitat von co2lüge
Grandios. Regierungen verunstalten ihre Webseiten, geben ein paar Jahre alte Daten raus damit es glaubwürdig wirkt, gehen damit an die Zeitung, damit ein Aufschrei kommt. So wollen sie das Web zensieren. Ja diesen Monat auf dem Bilderberg Treffen in der Schweiz haben sie es ja auf dem Geheimtreffen beschlossen. Und die Untertanen fallen drauf rein. Verfassungen wurden geschrieben, weil man Regierungen nicht trauen darf. Das ist der einzige Grund warum es Verfassungen gibt, Vergesst das nie!
Das ist zitierungswürdig. Volle Zustimmung. Die meisten vergessen das, u.a. repräsentiert durch überaus schwachsinnige Aussagen dieser gedankenlosen Mehrheit wie diese hier: "Wer nichts zu verbergen hat braucht auch nichts zu befürchten." History proves them wrong.

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CampoViejo 25.06.2011, 16:03
8. Niederträchtig

Man kann ja von Tony Blair halten, was man will - was hat die Veröffentlichung seiner privaten Adress-Liste mit einer politischen Auseinandersetzung zu tun? Es geht ja wohl keinen Menschen etwas an, bei welchem Arzt er in Behandlung ist oder wer sein Auto repariert. Würden SIE es begrüssen, wenn man Ihre privaten Daten im Netz veröffentlicht? Einfach nur schäbig, sowas!

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Infared83 25.06.2011, 16:19
9. ...

Das Internet ist leider in den letzten Jahren ins Visier der Politik gekommen. Hatte man sich vor früher einen Dreck darum geschert, bzw. hat es überhaupt nicht verstanden (tun sie das denn heute?) wurde es in letzter Zeit für eigene PR zunutze gemacht.
Dann erfuhren sie (am eigenen Leib) die "Schattenseiten" des lange vernachlässigten Mediums, welches sie immer noch nicht begreifen und schon werden Rufe er Regulation und der Kontrolle und Zensur laut.
Da kommt es doch gelegen, dass momentan diverse Hackerangriffe große Firmen und Institute lahmlegen. Leicht lässt sich da, leider auch mal wieder durch die Medien angefeuert, eine neue Histerie entfachen (siehe Vogelgrippe, oder die große Terrorgefahr letztes Jahr um neue Gesetze leichter durchzuboxen etc.), um auch beim Thema Internetkontrolle schnell freie Hand zu haben.

Hackerangriffe existieren, so lange es das Internet gibt. Und nur weil das Thema in den Medien momentan so präsent ist, heißt das nicht, dass wir mal wieder vor einem neuen Weltuntergang stehen, wie man uns eigentlich bei jedem neuen Ereignis weißmachen will...

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