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Aktionstag gegen Überwachung: Das Web trägt Schwarz

Das Netz reagiert auf die Massenüberwachung: Betreiber von mehr als 5400 Websites wollen gegen den Geheimdienst-Zugriff auf das Internet protestieren. US-Bürger sollen ihre Abgeordneten anrufen, deutsche Nutzer eine Petition unterschreiben.

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mediaspiegel 11.02.2014, 06:51
1. Lächerliche Aktion

Schränkt stattdessen einfach die Nutzung von Twitter, Facebook, Google, Apple etc ein. Wenn diesen Konzernen die Quartalszahlen absacken, werden sie aktiv. Und erst wenn einer dieser Konzerne damit droht, seinen Konzernstandort aus den USA in einen demokratischen Staat zu verlegen (um somit dem Patriot Act zu entgehen), wachen Senatoren wirklich auf.

Nur dieser kommerzielle Ansatz funktioniert, alles andere ist lediglich gefährliche Augenwischerei, die von der "Netzgemeinde" betrieben wird, weil sie zu bequem ist, ihre Nutzungsgewohnheiten im Web zu ändern.

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khof 11.02.2014, 07:35
2. Jaja

Zitat von sysop
Das Netz reagiert auf die Massenüberwachung: Betreiber von mehr als 5400 Websites wollen gegen den Geheimdienst-Zugriff auf das Internet protestieren. US-Bürger sollen ihre Abgeordneten anrufen, deutsche Nutzer eine Petition unterschreiben.
5400 von weltweit ca. 650 Millionen registrierten Domains.
"Das Web trägt schwarz". Was für ein Unsinn.

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Philsten 11.02.2014, 08:27
3. kommerzieller Druck kann helfen

Genau wie mediaspiegel schreibt: It's the economy, stupid. sucht euch alternativen zu dem ami-spy-programmen. Ihr selbst habt es in der Hand!

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Senf-Dazugeberin 11.02.2014, 08:55
4. Und warum ist SPON nicht dabei?

Leute, wie könnt ihr über sowas berichten und euch nicht selber bei der Aktion einklinken? Schwach, echt schwach.

Genauso verstehe ich nicht, warum Google oder Wikipedia (zumindest hier in Deutschland ja wohl die Seiten, die viele Leute täglich nutzen) entweder kein Interesse oder keine Eier haben, mitzumachen.

In was für einer nur noch geld- und machtfixierten Waschlappenwelt leben wir eigentlich?

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frozen 11.02.2014, 09:07
5. Google kann nicht dagegen sein ...

es ist ja am Spionagesystem maßgeblich beteiligt.
Wenn man wirklich etwas bewirken will, dann muss ab einem Stichtag um die Großen einen Bogen gemacht werden: Facebook abmelden, GoogleAnwendungen entfernen und abmelden.
Wenn nur 1/3 mitmacht, und das konsequent 4 Wochen durchzieht, dann haben diese Firmen - wegen der plötzlichen schlechten Wirtschaftszahlen - ein deftiges Problem.
Aber dazu sind die Menschen leider zu faul, zu bequem ... vielleicht auch zu feige. Meinen FB habe ich abgemeldet ... ach ja, geht ja nicht, ist ja nur stillgelegt ... da erkennt man schon wieder die Arroganz dieser Unternehmen.

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Trondesson 11.02.2014, 09:25
6.

Zitat von mediaspiegel
Schränkt stattdessen einfach die Nutzung von Twitter, Facebook, Google, Apple etc ein. Wenn diesen Konzernen die Quartalszahlen absacken, werden sie aktiv. Und erst wenn einer dieser Konzerne damit droht, seinen Konzernstandort aus den USA in einen demokratischen Staat zu verlegen (um somit dem Patriot Act zu entgehen), wachen Senatoren wirklich auf. Nur dieser kommerzielle Ansatz funktioniert, alles andere ist lediglich gefährliche Augenwischerei, die von der "Netzgemeinde" betrieben wird, weil sie zu bequem ist, ihre Nutzungsgewohnheiten im Web zu ändern.
Ist das die deutsche Lösung? Einschränkungen? Blockaden? Strangulieren des Webs?
Nein danke, das ist wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen und tausendmal schlimmer als eine Überwachung durch irgendeinen paranoiden Spionageverein, denn dieser behindert wenigstens nicht den freien Informationsfluß sondern nutzt ihn nur, um seine eigenen Ziele zu verfolgen.
Das Netz muß frei bleiben, und gegen Leute, die es einschränken wollen, muß zuallererst vorgegangen werden, alles andere ist zweitrangig.
Insofern würde mich auch mal interessieren, was Sie bezüglich des Internets unter einem "demokratischen" Staat verstehen. Ein Staat wie Deutschland, in dem es allen Ernstes Leute gibt, die über Internetsperren diskutieren, dürfte das auf keinen Fall sein.

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Trondesson 11.02.2014, 09:44
7.

Zitat von Senf-Dazugeberin
Leute, wie könnt ihr über sowas berichten und euch nicht selber bei der Aktion einklinken? Schwach, echt schwach. Genauso verstehe ich nicht, warum Google oder Wikipedia (zumindest hier in Deutschland ja wohl die Seiten, die viele Leute täglich nutzen) entweder kein Interesse oder keine Eier haben, mitzumachen. In was für einer nur noch geld- und machtfixierten Waschlappenwelt leben wir eigentlich?
Warum sollten sie mitmachen? Die Nutzung ihrer Dienste wird durch die NSA in keinster Weise eingeschränkt; sie würden sich durch ein Mitmachen also, wie auch SPON, ins eigene Fleisch schneiden, und wofür? Im Grunde ist die NSA auch nur ein Nutzer des Internets; sie versucht in keinster Weise, dessen Nutzung durch andere einzuschränken oder zu kontrollieren, und erst wenn das passiert, wird es für die Freiheit des Internets wirklich kritisch.

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e-cdg 11.02.2014, 09:45
8. alea iacta est

Zitat von sysop
Das Netz reagiert auf die Massenüberwachung: Betreiber von mehr als 5400 Websites wollen gegen den Geheimdienst-Zugriff auf das Internet protestieren. US-Bürger sollen ihre Abgeordneten anrufen, deutsche Nutzer eine Petition unterschreiben.
Lange ist es nicht mehr, da werden die gefühlten und wirklichen Probleme zu einem großen Konflikt unter den Menschen führen.
Ein Hauptschuldiger wird sich finden, vielleicht die Zuwanderer und dann brauchts bloss noch einen eloquenten Diktator, so einen Haider-Typ, und die Polarisierung der Gesellschaft hat einen Fokus gefunden.
Die Kontrollen und Sperren im Internet sind erst der Anfang, noch kann der aufgebrachte Bürger (s. SPON) sich per Kommentar abreagieren. Doch bald reicht das nicht mehr, auch Olympia, Fußball-WM, Formel 1, Bundesliga, Talk-Shows etc. können die Aggression immer weniger ausgleichen.
Die Stimmung wird einen Weg finden und aus ist es mit der sozialromantischen Träumerei.
Glücklich der, der dann weit weg ist !

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kaffeeesatz 11.02.2014, 09:47
9. Die Gedanken sind frei!

Wenn ich beobachte wie bedenkenlos jeder Whatsappbenutzer instant sein Adressbuch an WhatsApp Inc. weitergibt ohne mich je gefragt zu haben, ob ich damit einverstanden bin, weil meine eben Daten in so manchen Telefonen gespeichert bin, oder wie oft mein Klarname bei Facebook auftaucht (am besten mit Bild). Das, obwohl ich bewusst soziale Onlinenetzwerke ablehne, muss ich fragen, ob meine Daten beim NSA nicht besser aufgehoben sind, als bei dieser unreflektierten Horde von "hippen" Dummusern, die sich Bekannte und Freunde nennen.
Dennoch, natürlich begrüße ich die Aktion und hoffe, dass auch die staatlichen chinesischen, russischen oder (ganz vergessen) englischen Abhörspezialisten ihre Aktivitäten zumindest drosseln.

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