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Alarmanlage Nest Secure: Google verschwieg eingebautes Mikrofon
nest

Über die Alarmanlage Nest Secure kann der Nutzer neuerdings mit dem Google Assistant sprechen. Das überrascht und nährt Ängste: Google hatte zuvor nicht erwähnt, dass im seit 2017 verkauften Gerät diese Technik steckt.

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Onkel Drops 20.02.2019, 13:06
10. vorhandene Hardware unterliegt was genau?

einem restriktiven Sparkurs in Bezug auf maximale Einnahmen bei geringsten Herstellungskosten. wieso ein Mikrofon ohne angebliche Nutzung und Sinn dadurch erst verbauen lassen? das wäre im Normalfall vielleicht in Baureihe Eins plausibel, weil die Software ebenfalls dafür gecancelt wurde nach Produktionsstart. optionale Komponenten die vorhanden sind sollten aber bekannt sein. besonders da es etwas ist, das als Eingriff in das Privatleben eines ahnungslosen Kunden optional nutzbar ist. das ist keine Farbwechsel Led die außer rot,weiß und grün auch gelb und blau könnte (bei späterem Bedarf durch neue Software erweiterbar). Klärung definitiv nötig... da sind die Gründe/Beweise bei Huawei nicht mal explizit präsentiert ,aber gleich die Keule druff. Huawei ist mir bisher nicht negativ aufgefallen .ich kucke aber auch mal rein und modifiziere auch mal die Software, inkl Austausch der original Software. da bedarf es schnell Bauteile und Treiber Kenntnisse . der Otto normal Käufer schraubt nicht und würde das selbst bei einem offenen Gerät selten deuten können. der will es ja nur nutzen und lange Garantie Ansprüche haben. schließlich gibt es auch gute Gründe ein Mikrofon verbaut und noch nicht genutzt zu haben. wird ja eingesetzt wofür? das kann Google dann mal erklären ...

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Referendumm 20.02.2019, 13:37
11.

Zitat von 3daniel
Vor Jahren waren mal ein paar Bilder in der C't, da hatte das Mikrofon des aktuellen iPhones weniger als 1mm Durchmesser, das wird schon schwierig die heutzutage zu finden.
Erschwerend hinzu kommt die (physikalische) Tatsache, dass nicht unbedingt ein Mikrophon zum Einsatz kommen muss. Es reicht z.B. eine bestimmte, leistungsstarke Optoelektronik z.B. eine simpel aussehende LED. Diese detektiert die Gehäuseschwingungen des Nest Secure-Gerätes (oder andere) und damit die Luftschallschwingungen beim Sprechen, die auf das Gehäuse treffen. Die Auswerte- und Steuerelektronik ist dann in einem hochintegrierten Chip (mit) versteckt; dito. die spezielle Software.

Da dürften selbst bestens ausgerüstete Geheimdienste Tage, Wochen oder noch länger für brauchen, diese Technik nachzuweisen. Für herkömmliche Techniker, Ing. etc. ist es unmöglich! Selbst die bestens ausgestatten Computerredaktionen und die intelligentesten Computerexperten hätten da exakt 0,0 ne Chance zur Analyse.

Sich solche Abhörwanzen zu Hause aufstellen, ist schon ziemlich irre. Aber bitte später nicht rumjammern: Das haben wir doch alles nicht gewusst!

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sponuser936 20.02.2019, 14:49
12. Das tut es nicht.

Zitat von stefank
Es verwundert schon
Nein, das verwundert überhaupt nicht. Jeder, der sich so eine nach Hause telefonierende Abhörwanze freiwillig einbaut, weiss hoffentlich, was er da tut.

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Hans-Dampf 20.02.2019, 15:15
13.

Zitat von sponuser936
Nein, das verwundert überhaupt nicht. Jeder, der sich so eine nach Hause telefonierende Abhörwanze freiwillig einbaut, weiss hoffentlich, was er da tut.
Wenn die Welt so einfach wäre... jeder, der sich in die Sonne begibt, sollte sich dann womöglich auch nicht wundern, wenn er Hautkrebs bekommt - es ist ja bekannt, dass Sonnenschein Hautkrebs fördert.
.
Es ist trotzdem ein Unding, technische Merkmale einfach unerwähnt zu lassen oder sie gar zu leugnen. Dann brächte man ja gar keine Liste mit technischen Daten mehr. Und der Kunde darf erwarten, dass das gekaufte Produkt das tut, was vertraglich vereinbart ist. Und ich denke nicht, dass Abhören-können durch Unbekannte bei Alarmanlagen eine übliche Funktion ist.

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swnf 20.02.2019, 15:55
14. Wieso verwundert das nicht?

Zitat von sponuser936
Nein, das verwundert überhaupt nicht. Jeder, der sich so eine nach Hause telefonierende Abhörwanze freiwillig einbaut, weiss hoffentlich, was er da tut.
Da Sie hier einen Beitrag geschrieben haben, kann ich davon ausgehen, dass Sie einen Computer besitzen (Desktop, Laptop oder Smartphone)!
Wissen Sie, was das eingebaute Mikrophon in Ihrem Computer so alles macht? Müssen Sie ja scheinbar, da Sie sich diese Abhörwanze ja auch freiwillig (hoffe ich doch) angeschafft haben!

Ich will hier bei besten Willen nicht Google verteidigen. Ich meide Produkte von der Firma so gut ich kann. Ich verstehe nur nicht, wieso manche Menschen Smart-Home-Geräte für "Abhörwanzen" halten und dabei nicht schnallen, dass sie diese Meinung mit einer "Abhörwanze" ins Internet stellen!?

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MartinHa 20.02.2019, 17:04
15. Scheinheilige Debatte

Fast jeder hat ein Smartphone, das prinzipiell genau das gleiche kann wie ein Smart Speaker. Wer Google, Amazon, Apple oder Microsoft (plus den Hardwarehersteller wie Samsung, LG, Huawei, etc) nicht vertraut, dass das Mikrophon nicht zum Abhören verwendet wird, dürfte solche Geräte auch nicht verwenden. Ein Smart Speaker ist daher eigentlich nichts besonderes, und diese Aufregung darüber nervt. Nicht, dass ich so ein Ding brauche, aber wer es nicht will, soll es sich eben nicht kaufen.

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stefank 20.02.2019, 19:03
16. Nicht auf der Höhe der Zeit

Zitat von MartinHa
Fast jeder hat ein Smartphone, das prinzipiell genau das gleiche kann wie ein Smart Speaker. Wer Google, Amazon, Apple oder Microsoft (plus den Hardwarehersteller wie Samsung, LG, Huawei, etc) nicht vertraut, dass das Mikrophon nicht zum Abhören verwendet wird, dürfte solche Geräte auch nicht verwenden. Ein Smart Speaker ist daher eigentlich nichts besonderes, und diese Aufregung darüber nervt. Nicht, dass ich so ein Ding brauche, aber wer es nicht will, soll es sich eben nicht kaufen.
Sie sind da aber nicht auf der Höhe der Zeit. Bei den meisten auch nur halbwegs internen Konferenzen, Sitzungen und Meetings in vielen Firmen, Gruppen und Organisationen sind Smartphones nicht zugelassen und werden in einem schalldichten Behälter verwahrt.
Und vor allem vergessen Sie den Knackpunkt: Bei einem Smartphone ist die Existenz eines Mirkophons selbstverständlich, bei einer Alarmanlage dann doch eher unerwartet. Vor allem, wenn diese Tatsache von Google verheimlicht wird, und Google zufällig gleichzeitig der größte Datenkrake der Welt ist.

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Stäffelesrutscher 20.02.2019, 19:05
17.

»Und es nährt die Ängste jener Menschen, die befürchten, ihre smarten Geräte könnten zweckentfremdet werden, um sie auszuspähen oder zu überwachen - sei es von Tech-Firmen selbst oder etwa von Kriminellen oder Geheimdiensten.«

Darf ich die Journalisten darauf aufmerksam machen, dass in diesem Satz eine doppelte Diffamierung der Betroffenen steckt?
Erstens im Wort »Ängste«. Angst ist - im Gegensatz zu Furcht - nicht zielgerichtet, diffus, oft irrational. Da es hier aber um etwas Konkretes ging, hätte korrekterweise »Furcht« oder noch besser »Befürchtungen«, aber auch »Verdacht« geschrieben werden müssen.
Zweitens im Wort »nährt«; hier wäre »bestätigt« passend.
Außerdem wäre es angebracht, den Begriff »smart« in Anführungszeichen zu setzen.
Also: »Und es bestätigt die Befürchtungen [oder: den Verdacht] vieler Menschen, ihre "smarten" Geräte ...«

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Stäffelesrutscher 20.02.2019, 19:07
18.

Zitat von MartinHa
Fast jeder hat ein Smartphone, das prinzipiell genau das gleiche kann wie ein Smart Speaker. Wer Google, Amazon, Apple oder Microsoft (plus den Hardwarehersteller wie Samsung, LG, Huawei, etc) nicht vertraut, dass das Mikrophon nicht zum Abhören verwendet wird, dürfte solche Geräte auch nicht verwenden. Ein Smart Speaker ist daher eigentlich nichts besonderes, und diese Aufregung darüber nervt. Nicht, dass ich so ein Ding brauche, aber wer es nicht will, soll es sich eben nicht kaufen.
Haben Sie den Unterschied zwischen »Telefon« und »Lautsprecher« nicht verstanden?

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