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Amazon und Hachette: Einigung im E-Book-Streit
REUTERS

Ein halbes Jahr stritten der Onlinehändler Amazon und die Verlagsgruppe Hachette. Künftig darf der US-Verlag die Preise seiner E-Books selbst festlegen - und setzt sich damit in einem zentralen Punkt durch.

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EinsteinOnTheBeach80 14.11.2014, 07:19
1. Hachette

ist eine französische Verlagsgruppe.

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CommonSense2006 14.11.2014, 07:40
2. Na, das ist ja mal

Ein berechtigter Vorwurf: "Amazon versuche, mehr Marktanteile und mehr Profit zu erreichen und zwar auf Kosten der Verlage und der Schriftsteller."
Das liegt veutlich daran

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mongolord 14.11.2014, 10:13
3. Niederlage für Verbraucher

Verloren hat bei der Einigung der Verbraucher der weiterhin komplett astronomische Ebookpreise zahlen darf. Die Verlage sind gar nicht daran interessiert überhaupt digitales Material zu verkaufen, das spiegelt sich in Preisen wieder, die oft 1:1 den Büchern entsprechen und das obwohl hier Händler, Zwischenhändler, Transport und Materialkosten gespart werden. Nur kommt der Preisvorteil nie beim Kunden an.

So lange die Verlage immer noch irgendwo im 19 Jh feststecken, sehe ich gerne dabei zu wie langsam ihr Markt schwindet. Wer nicht mit der Zeit geht, darf mit der Zeit gehn...

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Labs-Kautz 14.11.2014, 10:29
4. Wir wollen es nicht anders

Amazon gibt dem Kunden nur was er verlangt. Es muss billig und schnell verfügbar sein.
Die Folge davon ist nunmal dass Einkaufspreise gedrückt werden, Lohndumping erfolgt und Verlage/Hersteller ihre eigenen Regeln entweder per Klage durchsetzen oder anpassen müssen.
Wer bleibt denn noch als Konkurrenz? Otto? Bei denen kann man froh sein wenn die innerhalb eine Woche liefern bei Preisen die selbst über Ladenniveu liegen. Mal ganz abgesehen von den Lieferkosten.

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face_65 14.11.2014, 10:59
5. face65

@mongolord: Einmal abgesehen davon, dass ein Gros der E-Books sich im Niedrigstpreis-Segment bewegt (z.T unter einem Euro), sind die E-Books der Verlage in der Regel 20% billiger als die billigste gedruckte Version. Nicht wahrer wird durch ständige Wiederholung auch die Behauptung, die Verlage verdienten sich dumm und dämlich und gäben Rationalisierungsvorteile nicht an Endverbraucher wieder. Speziell Amazon als Händler liegt längst bei fantastischen 50% plus bei den Rabatten. Dazu kommt eine fast dreimal so hohe Mehrwertsteuer auf E-Books und ein doppelt so hohes Autorenhonorar. Geleichwohl bedarf auch ein ordentlich gemachtes E-Book eines Lektorats, Korrektorats, Setzers, Herstellers und Vertriebs. Die gesparten Transportkosten fressen die diversen Bereitstellungskosten auf, das gesparte Material transformiert sich in mehrere Dateiformate, die angelegt werden müssen. Tatsächlich gibt es kein relevantes Einsparpotential; das gilt betriebswirtschaftlich auch bei den Selfpublishern.

Zum Artikel: Hachette hat einen Pyrrhussieg erfochten. In Ländern ohne E-Book-Preisbindung wird Amazon das Haus schon auf die erwünschten Preise bringen, wenn es an den üblichen Dumping-Marketingaktionen teilnehmen will. Und das wird Hachette wollen.

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syracusa 14.11.2014, 11:08
6. ein weiterer Sargnagel

Dieses Urteil ist ein weiterer Sargnagel für eine freie Kultur freier Bürger, für die kulturelle Identität, für das Menschsein an sich.

Das Urteil stärkt die Freiheit des Stärkeren auf Kosten der Freiheit des Schwächeren. Es zerstört die freie Bildung und auch die freie politische Willensbildung der Bürger, indem es den schwächeren Marktteilnehmern den Marktzugang massiv erschwert, und damit dem Konsumenten Wahlmöglichkeiten vorenthält. Dieses Urteil stellt Marktradikalismus über Bürgerrechte. Es zerstört die Voraussetzungen für die Existenz des freien Bürgers, indem es diesen freien Bürger in einen willenlosen Marktzombie verwandelt.

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bonngoldbaer 14.11.2014, 11:20
7. Amazon?

Amazon? Ich bin doch nicht blöd!
Unterstützt die örtlichen Buchhandlungen!

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Bakturs 14.11.2014, 11:31
8. Nur die 1/5 Wahrheit

Zitat von mongolord
Verloren hat bei der Einigung der Verbraucher der weiterhin komplett astronomische Ebookpreise zahlen darf. Die Verlage sind gar nicht daran interessiert überhaupt digitales Material zu verkaufen, das spiegelt sich in Preisen wieder, die oft 1:1 den Büchern entsprechen und das obwohl hier Händler, Zwischenhändler, Transport und Materialkosten gespart werden. Nur kommt der Preisvorteil nie beim Kunden an.
Dies stimmt so nicht! Die Druckkosten sind bei Print-Medien der geringste Kostenanteil. Der größte Brocken steckt im Faktor Mensch - also den Personal- & Autorenkosten. Diese können nicht oder nur sehr schlecht reduziert werden. Und wenn, dann mit Sicherheit nicht für die steigenden Gewinngelüste von Amazon.

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Bakturs 14.11.2014, 11:34
9.

Zitat von syracusa
Dieses Urteil ist ein weiterer Sargnagel für eine freie Kultur freier Bürger, für die kulturelle Identität, für das Menschsein an sich. Das Urteil stärkt die Freiheit des Stärkeren auf Kosten der Freiheit des Schwächeren. Es zerstört die freie Bildung und auch die freie politische Willensbildung der Bürger, indem es den schwächeren Marktteilnehmern den Marktzugang massiv erschwert, und damit dem Konsumenten Wahlmöglichkeiten vorenthält. Dieses Urteil stellt Marktradikalismus über Bürgerrechte. Es zerstört die Voraussetzungen für die Existenz des freien Bürgers, indem es diesen freien Bürger in einen willenlosen Marktzombie verwandelt.
Falscher Beitrag??? Wie zerstört hier was den "freien Bildung und auch die freie politische Willensbildung der Bürger"??????

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