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Analog-Effekte für Digitalfotos: So bringen Sie Leben in Ihre Bilder
Christian Öser/ DOCMA

Körnung und Vignettierung? Bei Fotos gelten diese Merkmale oft als qualitätsmindernd. Dabei lassen sich die gleichnamigen Lightroom-Effekte auch bewusst einsetzen, um Bilder stilvoll zu veredeln. Wir zeigen, wie das geht.

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Gregor Gerland 31.08.2014, 10:17
1. Selbstbetrug

"Doch mit dem Korrigieren gewinnt ein Foto nicht nur, es verliert auch einen Teil seines Charakters." So ein Unsinn! Einen solchen Charakter hat es doch im digitalen Einheitsbrei nie gegeben. Er kommt bei der Verwendung von Film durch die Eigenschaften des bearbeiteten Materials zustande. Insbesondere die je spezifische Film-Entwicklerkombination ist maßgeblich und somit auch die Stellgröße für die Erzeugung einer bestimmten Bildanmutung. Ein Zahlencode aus Nullen und Einsen dagegen hat keinen Charakter. Aber es gibt ja auch fabrikneue Jeans mit Löchern zu kaufen. Ist bestimmt auch toll.

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haeff-m 31.08.2014, 10:20
2. Erstaunlich...

..wie viel Aufwand jetzt betrieben wird, um die Leblosigkeit der Digitalfotos auszugleichen....
Hey, wacht auf! Geht in den Keller oder zur Vitrine, holt die alte Praktika oder Minolta vom Papa/Opa/Uropa, kauft Euch nen guten Film und lernt endlich fotografieren. Sogar Smartphone-Fotografie mit Instagram-Gimmicks ist sinnvoller.Die Zeit, die Ihr vorm Rechner verblödelt, könnt Ihr echt sinnvoller nutzen.

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euleken 31.08.2014, 11:01
3. Putzig

Man könnte auch schlicht und einfach analog fotografieren. Und damit Bilder mit wesentlich mehr Tiefe und Charakter erzeugen. Wenn man die gleiche Menge an Hirnschmalz, die zur Bedienung eines Programms wie LR nötig ist, kurz investiert, um sich über Blende, Belichtung und Bildwirkung Gedanken zu machen.
Also: ab zum nächsten Drogeriemarkt, Farbfilm geholt und die gute alte EOS (analog) wieder zum Leben erweckt!

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Emil Peisker 31.08.2014, 11:49
4. ernünftige Kombination von Filmempfindlichkeit und Belichtungsdauer

Zitat von euleken
Man könnte auch schlicht und einfach analog fotografieren. Und damit Bilder mit wesentlich mehr Tiefe und Charakter erzeugen. Wenn man die gleiche Menge an Hirnschmalz, die zur Bedienung eines Programms wie LR nötig ist, kurz investiert, um sich über Blende, Belichtung und Bildwirkung Gedanken zu machen. Also: ab zum nächsten Drogeriemarkt, Farbfilm geholt und die gute alte EOS (analog) wieder zum Leben erweckt!
Auch zu analogen Zeiten war es normal durch gute Obketive und vernünftige Kombination von Filmempfindlichkeit und Belichtungsdauer die Qualität der Aufnahmen zu optimieren.

Was der Spiegelautor da an Beispielen aufzeigt ist die dürftige Qualität von Postkarten der 60er Jahre.

Was daran erstrebenswert sein soll, erschließt sich mir jedenfalls nicht.

Ich habe lange weiter analog fotografiert, weil die Qualität der digitalen Chips zu schlecht war gegenüber dem Film.

Natürlich trifft das nur für anspruchsvolle analoge Kameras und Fotografen zu.

Wenn mich also die Nostalgie überkommt, packe ich die Minolta Maxxum von 1987 wieder aus und mache mit den entsprechenden Objektiven mindestens so gute Aufnahmen wie mit heutiger Digitaltechnik.

Es war dann, als die Chips und die Optiken der digitalen Welt wirklich besser wurden, so ab 2004, die Bequemlichkeit, die mich umsteigen ließ.

Alles Aufnahmen, die keine hohen Anforderungen an die Qualität stellten, machte ich digital. Die professionelle Schiene lief noch lange über die analoge Seite.

Heute schlummern die "Schätzchen" gut verpackt im Regal.

Mit meiner Vollformat nutze ich einige der alten Objektive heute noch. Besonders im Telebereich, wo die Preise für lichtsstarke Teile heute in den fünfstelligen Bereich gehen,
schonen die mehr als 20 Jahre alten Teile meine Kasse.

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a_priori 31.08.2014, 12:05
5. Jaja, das ach so tolle analog fotografieren...

...mit Negativ,- und Diafilmen, mit langwierigen chemischen Entwicklungen, massenhaft nichtssagenden, teuren und/oder und misslungenen Abzügen aus Massenlaboren und Analogkameras mit den ganzen technischen Unzulänglichkeiten. Diese vorsintflutliche Technik von vorgestern tu ich mir nicht mehr an, bin heilfroh, dass diese Zeiten endgültig vorbei sind. Viel Spass noch und Grüsse an die Ewiggestrigen mit ihrem Steinzeit-Equipment...

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haeff-m 31.08.2014, 12:18
6. Richtig lesen und verstehen...

Ich bin weder -besonders-alt noch dumm.Ich fotografiere seit dreißig Jahren und seit 15 Jahren verdiene ich sogar meine Brötchen damit. Ich KANN Adobe. Nur stehen hier Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis, will meinen: Wenn ein Bild analog aussehen soll, warum es dann nicht auch analog aufnehmen?
Oder nochmal anders: Warum nicht ein analog aufgenommenes digital nachbearbeiten? Das ist meiner Erfahrung nach wesentlich effizienter als umgekehrt.
Meinen letzten Urlaub habe ich analog fotografiert auf SW Material ( Nordsee, Oktober,Nikon F80, 28-105mm mit Gelbfilter, Kodak 400 TX, entwickelt bei ADOX= Kostenaufwand bei 15 Filmen komplett mit Kamera knapp 300 Euro)
Ganz wunderbar, sehr entspannend. Und sehr stimmungvoll. Da muß man nicht viel nachbearbeiten, um ein "lebendiges" Bild zu kriegen.
Aber klar: Da hat ein ambitionierter Amateur jetzt schon tausende von Euro in eine Kameraausrüstung gesteckt und die Bilder sind immer noch nix. Jetzt kommt die Digitale Bildbearbeitung-nochmal ein paar hundert Euro- und die soll es dann richten. Klar, Amateure haben auch Zeit und Geld dazu.
Ich bearbeite jedes Jahr berufsbedingt ZEHNTAUSENDE von Fotos für meine Kunden mit allen möglichen Programmen. Warum also fotografiere ich privat nur auf Film?

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GoBenn 31.08.2014, 12:33
7.

Oh, es gibt einen Retrotrend. ;-) Aber mal ernsthaft angefragt: Müssen diese Artikel immer Adobe-Produkte bewerben? Kann man das nicht neutraler formulieren, mit Hinweisen, wie bestimmte Funktionen unter Gimp oder Corel-Programmen u. ä. erreichbar sind? Man würde doch auch keine Ausflugstipps veröffentlichen, die scheinbar nur mit einem Audi erreichbar sind.

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a_priori 31.08.2014, 13:03
8.

"...Klar, Amateure haben auch Zeit und Geld dazu. Ich bearbeite jedes Jahr berufsbedingt ZEHNTAUSENDE von Fotos für meine Kunden mit allen möglichen Programmen. Warum also fotografiere ich privat nur auf Film?..."
Tja, das wissen wohl nur Sie. Irgendwie kann ich Ihren Beitrag beim besten Willen nicht ernst nehmen, bei den ganzen logischen Widersprüchen die sich aus diesem ergeben. Offensichtlich scheinen Sie zuviel Geld und Langeweile zu haben...

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Emil Peisker 31.08.2014, 13:04
9. massenhaft nichtssagende und misslungene Abzüge...

Zitat von a_priori
...mit Negativ,- und Diafilmen, mit langwierigen chemischen Entwicklungen, massenhaft nichtssagenden, teuren und/oder und misslungenen Abzügen aus Massenlaboren und Analogkameras mit den ganzen technischen Unzulänglichkeiten. Diese vorsintflutliche Technik von vorgestern tu ich mir nicht mehr an, bin heilfroh, dass diese Zeiten endgültig vorbei sind. Viel Spass noch und Grüsse an die Ewiggestrigen mit ihrem Steinzeit-Equipment...
Werter Knipser,

das über dem Artikel thronende Foto ist künstlich auf die Qualität einer 10€ Wegwerf-Knipse retrogradiert worden.

Was soll daran "trendig" sein und erstrebenswert?

Und Ihre Kritik...
massenhaft nichtssagenden, teuren und/oder und misslungenen Abzügen aus Massenlaboren und Analogkameras mit den ganzen technischen Unzulänglichkeiten

...trifft eben auf die Knipser mit billigen analogen Kameras zu, die nicht mehr als 30-50€ für dieses Teil ausgegeben haben. Zusätzlich fehlten wohl die Grundkenntnisse für die Auswahl von Sujets, des Standortes und die Mindestfähigkeiten einer Kamera.

Auch mit einer Digitalkamera benötigen Sie ein Grundwissen der Fotographie, sonst haben Sie eben auch "massenhaft" nichtssagende Fotos auf der tollen Digitalkamera.

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