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Analoge Fotografie: Der Foto-Film stirbt langsam aus
DPA

Das Warten, bis ein Foto entwickelt ist, das umständliche Fummeln, bis der Film eingelegt ist - all das ist für die meisten längst vorbei. Noch lebt die analoge Fotografie - allerdings in einer Nische.

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Geographus 31.08.2015, 17:05
1. ...

Viele Hobbyastronomen schwören auch weiterhin auf analoge Fotografie, da sich die benötigten Belichtungszeiten hier wesentlich leichter erreichen lassen als mit digitalen Kameras, von denen auch nur eine sehr begrenzte Anzahl überhaupt für lange Belichtungszeiten (>60s) ausgelegt ist, was oft auch die eher teuren Modelle sind.

Seit dem Niedergang der analogen Fotographie sind zudem selbst hochwertige analoge Kameras und Objektive für sehr erschwingliche Preise zu haben, von denen man vor 20 Jahren nur träumen konnte.

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fs01 31.08.2015, 17:32
2. Von wegen nur ältere

Laut Filmhersteller Ilford ist ein Drittel der Analogfotografen unter 35. http://www.amateurphotographer.co.uk/latest/photo-news/one-three-film-users-aged-35-43372

Und auch in der digitalen Welt sind analoge Fotografen sehr aktiv: http://www.vfdkv.de

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Falsche Küste 31.08.2015, 17:38
3. Auch in den USA ..

.. ist der Niedergang der Entwicklungsmöglichkeiten stark zurückgegangen. Vor ein paar Wochen hat die letzte Drogeriefiliale von Walgreens in meinem Wohnort ihre Entwicklungsmaschine ausgemustert.

Ich glaube Walmart bietet die Negativ-Entwicklung überhaupt noch an, aber auch nicht mehr lokal. Vor allem bekommt man seine Negative dort gar nicht mehr zurück. Wird alles digitalisiert auf CD. Schon schade.

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ackergold 31.08.2015, 17:39
4.

Nur analoge Filme sind nicht zu fälschen. Digitale Fotographie ebnet den Weg zu Fälschung und Diktatur. Wer kann heute schon noch einem Bild glauben?

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truthonly 31.08.2015, 17:47
5. Stimmt nicht

Zitat von Geographus
Viele Hobbyastronomen schwören auch weiterhin auf analoge Fotografie, da sich die benötigten Belichtungszeiten hier wesentlich leichter erreichen lassen als mit digitalen Kameras, von denen auch nur eine sehr begrenzte Anzahl überhaupt für lange Belichtungszeiten (>60s) ausgelegt ist, was oft auch die eher teuren Modelle sind.
Das ist Unsinn aus mindestens 3 Gründen.
1.) Amateurastronomen welche Astrofotografie betreiben verfügen meist über das entsprechende (und teure) Equipment, sprich automatisierte Montierungen, um Langzeitbelichtungen durchzuführen. Dazu gehört auch eine entsprechende DSLR bzw Astrocam.
2.) Alle DSLR Kameras verfügen über eine BULP Funktion und die Belichtungszeiten und die Anzahl der Belichtungen werden in der Astrofotografie nicht an der DSLR eingestellt sondern über die Steuersoftware mittels Computer/Laptop, hier sind dann die Belichtungszeiten in der Länge (bis hin zu Stunden) einstellbar.
3.) Ich bin Mitglied in einer Amateurastronomen Gemeinschaft, ca. 1800 Mitglieder, und nicht einer von denen fotografiert hier noch analog.

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Jasro 31.08.2015, 18:02
6. Das stimmt nun nicht...

Zitat von ackergold
Nur analoge Filme sind nicht zu fälschen. Digitale Fotographie ebnet den Weg zu Fälschung und Diktatur. Wer kann heute schon noch einem Bild glauben?
Es gab auch schon zu analogen Zeiten Fotomontagen.

War zwar aufwändiger als heute mit Photoshop, aber es ging.

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ilek 31.08.2015, 18:10
7. Stimmt so nicht

Zitat von ackergold
Nur analoge Filme sind nicht zu fälschen. Digitale Fotographie ebnet den Weg zu Fälschung und Diktatur. Wer kann heute schon noch einem Bild glauben?
Wie kommen Sie auf die Idee, dass analoge Filme nicht zu fälschen sind? Im Gegenteil
1.) gibt es zig historische Fotos wo das gemacht wurde (zB Stalin hat Trotzky rausnehmen lassen, Hitler Gobbels), Technik seit > 100 Jahren bekannt
2. Was Retuscheur schon lange vor der digitalen Fotografie ein eingener Beruf. Wo ist die Grenze zwischen Retusche und Fälschung?

Bei analogen Fotoarbeiten wird am Negativ oder einem Zwischenposiitv rumgearbeitet, das dann nochmal abfotografiert wird. An dem resultierenden Negativ kann man nicht sehen, ob es original oder eine Kopie ist (wenn es gut gemacht ist).

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mephisto&beelzebub 31.08.2015, 18:11
8. Brutales Verdrängen

Das brutale Verdrängen der Analog- durch die Digitalfotografie ist etwa so tragisch wie das brutale Verdrängen der Automotor-Anlasskurbel durch den elektrischen Anlasser ‒ damals in den 1920/30er-Jahren.

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ilek 31.08.2015, 18:22
9. Ehrlich gesagt

glaube ich, das es so gehen wird wie mit der Schallplatte. Ein Nieschenprodukt, dass ab und zu wieder hipp wird oder in bestimmten Kreisen (Fotokünstler, insbesondere schwarz/weiß) weiter seine Fan-Gemeinschaft hat.

Ich glaube aber auch, dass die klassischen Abzüge noch weiter an Volumen zurückgehen werden. Meine Kinder z.B. sind die erste Generation, deren Leben ausschließlich digital dokumentiert ist. Die kennen die klassische Foto(Abzüge)tasche aus dem Drogeriemarkt gar nicht mehr. Fotos schaut man in dieser Generation auf allem was ein Display hat, gerne mal auch als layoutetes Fotobuch, Fototasse, Poster usw. Aber einen Stapel 9x13er (oder größer) durchschauen wär für die schon befremdlich.

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