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Angst vor Whistleblowern: NSA wirft Großteil der Systemadministratoren raus
AFP

Der US-Geheimdienst NSA will sich besser gegen Whistleblower wie Edward Snowden wappnen. Durch einen drastischen Stellenabbau bei den Systemadministratoren verringert er den Zugang zu geheimen Daten. Rund 900 IT-Experten sollen gehen.

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Umbriel 09.08.2013, 13:04
80. lustisch

Zitat von sysop
Der US-Geheimdienst NSA will sich besser gegen Whistleblower wie Edward Snowden wappnen. Durch einen drastischen Stellenabbau bei den Systemadministratoren verringert er den Zugang zu geheimen Daten. Rund 900 IT-Experten sollen gehen.
Man weiß wenig über die NSA Systeme, aber ganz sicher ist, daß dort

- ungeheuer viele besonders schützenswerte Daten vorhanden sind

- eine Vielzahl diverser Zugriffsmöglichkeiten auf diese Daten besteht

- auch NSA im Prinzip nicht mit "Alientechnik" arbeitet, sondern mit aktueller IT von der Stange

Daher gibt es große Aufwände, allein schon um die Systeme stets aktuell zu halten.

Wenn da an Personal gespart wird, dann ist es wahrscheinlich, daß die Sicherheit der vorhandenen Systeme sinkt und daher die Sicherheit der sensiblen Firmen - und Bürgerdaten zusätzlich gefährdet.

Ich sehe derzeit die größte Gefahr für Firmen und Bürger garnicht unbedingt darin, daß "der Staat", sei es nun USA oder BRD, die sensiblen Daten absichtlich misbraucht, sondern vielmehr darin, daß die Dienste diese Daten anhäufen, aber nicht ausreichend imstande sind sie langfristig zu schützen.

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j.vantast 09.08.2013, 13:09
81. Amüsant

Zitat von neu_ab
Jetzt ist es raus. Snowden macht auch fast 1000 Menschen arbeitslos. Was für ein toller Held.
Genau, wir opfern lieber unsere Freiheit und Persönlichkeitsrechte um 1000 Jobs zu retten.
Was Sie auch nehmen, lassen Sie es lieber nach.
Ich dachte bisher, so kurz unter der Mütze könne niemand sein um so zu argumentieren. Naja, ich gebe zu: Ich habe mich geirrt.

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Umbriel 09.08.2013, 13:09
82. naja

Zitat von Early Bird
Ob sich da der NSA nicht gewaltig ins Knie schießt..... Ber je mehr Snowdens da draußen unterwegs sind, desto besser.
Wir wissen nicht wirklich etwas über Snowden. Vielleicht ist er nur Teil irgendeiner Inszenierung.

Allerdings wissen wir aus Erfahrung, daß Menschen anfällig sind für Korruption und Geschenke.

Vielleicht ist Herr Snowden wirklich aufrichtig, hoffentlich stimmt das.

Allerdings zeigt der Fall dann, daß einzelne Personen, auf die man sich nicht verlassen kann, riesige Datenmengen mit sensiblen Daten locker kopieren können.

Ich glaube nicht, daß alle Kollegen des Snowden genauso edelmütig sind.

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Hilfskraft 09.08.2013, 13:12
83. da ...

Zitat von j.vantast
Danke dass Sie hier so offensichtlich dokumentieren dass Sie über Stammtischniveau nicht hinauskommen. Und dieses "Ich hab ja nichts zu verbergen"-Argument ist nicht nur falsch, es ist ausgesprochen dumm.
... kann man nichts machen.
Dummheit macht vielen Menschen das Leben überhaupt erst erträglich.
Manchmal beneide ich die Dummen dieser Welt ein wenig.
Die flutschen viel leichter durch´s Leben als unsereins, die dauernd über alles nachdenken und alles verändern wollen.
Die Dummen sagen bestimmt auch nichts, wenn sie als Ersatz-Steak auf irgendeinem Teller landen.

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privat78 09.08.2013, 13:15
84.

Zitat von fleischwurstfachvorleger
Entweder all 900 ab nach Guanatanamo oder am besten gleich diese Sicherheitsrisiken elimenieren. Würde vorschlagen schicker Betriebsausflug und dann 'ne Drohne. Wir müssen alle Opfer bringen im weltweiten Kampf gegen den Terrorismus. (Ironie aus)
Auch wenn es Ironie war, Sie haben die Arbeitsweise der amerikanischen Behörden gut verstanden. Sie würden ohne weiteres dort eine Greencard bekommen, oder sogar Präsident werden.

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sorata 09.08.2013, 13:16
85. Ein gescheiterter Versuch.

Zitat von gruenertee
Von 1000 Admins auf 100 Admins. Ich bezweifle, dass man das einfach mal so mit "Technology" ausgleichen kann.
Zwar versuchte die NSA in den ersten Tagen, Snowdens Funktion herunter zu spielen, klappte dann aber doch nicht. Bald wurde bekannt, dass Snowden ein Aufseher der Überwacher war und praktisch Zugang zu allen Dateien hatte. Wohl deshalb macht Obama Snowden zur Chefsache und jagte ihn mit mehr Nachdruck, als es bei bin Laden der Fall war. Man kann also davon ausgehen, dass Snowden noch einiges mehr im Gepäck hat oder das jedenfall von der amerikanischen Regierung befürchtet wird. Es muss also schon erhebliche Gründe geben, warum man sich in aller Weltöffentlichkeit derartig lächerlich gemacht hat und macht.

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ryde_chris 09.08.2013, 13:18
86. Eine überfällige Maßnahme.

Tut mir Leid, dass ich das so sagen muss. Ganz offensichtlich war es kein Problem für Snowden, jede Menge Daten abzufassen. Snowden hatte edle Absichten. Was ist mit all denen, die das System benutzen, um ihr privates Geschäft zu machen, Daten an obskure Mächte oder Firmen verhökern? Die gehen nicht an die Öffentlichkeit. Das es diese Leute trotzdem gibt, sieht man nur manchmal, z. B. wen sie Daten-CDs von Banken an Finanzämter verkaufen.

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Hilfskraft 09.08.2013, 13:20
87. vielleicht ...

Zitat von j.vantast
Genau, wir opfern lieber unsere Freiheit und Persönlichkeitsrechte um 1000 Jobs zu retten. Was Sie auch nehmen, lassen Sie es lieber nach. Ich dachte bisher, so kurz unter der Mütze könne niemand sein um so zu argumentieren. Naja, ich gebe zu: Ich habe mich geirrt.
... sollten wir uns von der Chimäre "Arbeitslosigkeitdrohung" freimachen, um damit nicht weiter erpreßbar zu sein?
Ein Grundproblem unserer Gesellschaft.
Man sollte erwidern: "na und? Macht euren Dreck alleine, wenn ihr (Unternehmer) reich werden wollt! Geht doch in die Pampa und sucht dort nach Fachkräfte!"
Lieber frei als versklavt!
(ist nur mal so ein Gedanke)

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coldplay17 09.08.2013, 13:24
88. Ob es klug war....

Zitat von Umbriel
Man weiß wenig über die NSA Systeme, aber ganz sicher ist, daß dort ... Ich sehe derzeit die größte Gefahr für Firmen und Bürger garnicht unbedingt darin, daß "der Staat", sei es nun USA oder BRD, die sensiblen Daten absichtlich misbraucht, sondern vielmehr darin, daß die Dienste diese Daten anhäufen, aber nicht ausreichend imstande sind sie langfristig zu schützen.
...900 NSA-Mitarbeiter auf einen Schlag zu entlassen, ist wirklich
fraglich.

Wenn nun Daten angehäuft werden, ohne sie aufgrund Personalmangels ausreichend und kompetent bewerten zu können, wird manche Terrorwarnung einfach untergehen.

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Umbriel 09.08.2013, 13:25
89. na klasse

Zitat von hbommy
Vielleicht sind von den Gekündigten noch einige so mutig und bringen Daten an die Öffentlichkeit?
Die Sache ist doch so:

Cloudspeicher (Sharepoint Online, Microsoft Office 365, CRM Systeme wie Salesforce, MS Dynamics CRM, Dokumentenmanagementsysteme) werden immer leistungsfähiger und besser in Unternehmen integrierbar.

Der Aufwand, solche Systeme herkömmlich mit ausreichender Verfügbarkeit zu warten ist groß, daher bieten sich Cloudsysteme an, der Hauptvorteil ist die Bündelung der Systempflege.

Nachteil ist, daß inzwischen alle möglichen Firmen Kundendaten und Daten der Mitarbeiter auf Systemen speichern, bei denen der Standort nicht nachvollziehbar ist.

Es kann sogar passieren, daß in cloudbasierten Systemen Daten gleichzeitig in verschiedenen Rechenzentren in verschiendenen Ländern gespeichert sind und daher dnan Fragen des Datenschutzes in der Praxis nur noch im Ermessen der Betrieber liegen.

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