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Ankündigung: Apple will verraten, was es über künstliche Intelligenz weiß
AFP

Woran Apple forscht und an welchen Produkten gearbeitet wird, hält der Tech-Konzern normalerweise geheim. Bei der Forschung zu künstlicher Intelligenz will Apple es aber offenbar anders machen.

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mic123 07.12.2016, 09:50
1. Risikominimierung

Anstatt das Thema rein wirtschaftlich zu betrachten ist man sich vielleicht der Herausforderung oder besser noch des Risiko von KI-Entwicklung bewusst. Nicht von ungefähr gibt es so viele Initiativen und Zusammenschlüsse von eigentlichen Mitbewerbern.

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masterrobin93 07.12.2016, 10:30
2. Bin gespannt

Der Digitalisierung geschuldet, ersetzen in naher Zukunft immer mehr Roboter und Maschinen den Menschen. Arbeitsmärkte könnten dadurch Mitarbeiter verlieren. Dann spielt die KI eine große Rolle in unserer Gesellschaft.

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sikasuu 07.12.2016, 10:31
3. KI ist mehr als Funktion und Reaktion auf Ereignisse!

Zitat von mic123
Anstatt das Thema rein wirtschaftlich zu betrachten ist man sich vielleicht der Herausforderung oder besser noch des Risiko von KI-Entwicklung bewusst. Nicht von ungefähr gibt es so viele Initiativen und Zusammenschlüsse von eigentlichen Mitbewerbern.
Wenn diese Entwicklung in Bereiche kommt, in der sie außerhalb von "gekapselten" Umgebungen (Steuerung usw.) im freien Umfeld ohne menschliche Kontrolle agieren muss, entsteht ein "Rattenschwanz" von ethischen, rechtlichen usw. Fragen.
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Selbst wenn es mal (in weiter Zukunft) gelingen wird, IT, KI & Sensorik so weit zu bringen, das akzeptable "richtige" Entscheidungen möglich sind, wird die Frage offen bleiben, wer im Fehlerfall "schuldig" ist.
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"Ob das je geklärt werden kann?" UND "Wollen wir überhaupt, das IT&KI unkontrolliert Entscheidungen treffen, die UNS tangieren?
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Technisch wird KI vielleicht auf dem Niveau eines 3-6 jährigen möglich werden, ob das gesellschaftlich einzubinden ist???

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h.weidmann 07.12.2016, 11:19
4.

Zitat von masterrobin93
Der Digitalisierung geschuldet, ersetzen in naher Zukunft immer mehr Roboter und Maschinen den Menschen. Arbeitsmärkte könnten dadurch Mitarbeiter verlieren. Dann spielt die KI eine große Rolle in unserer Gesellschaft.
Ja, Dieter Nuhr hat es neulich (sinngemäß) so formuliert:

"In Zukunft werden nur noch Roboter arbeiten, die morgens mit einem selbstfahrenden Auto zur Arbeit fahren."

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mic123 07.12.2016, 12:06
5. Ende offen

Wenn man sich anschaut, was für Budgets bereit stehen (grob überschlagen insgesamt min. 10 Mrd EUR, vermutlich eher ein vielfaches davon) und wie in die Hardware investiert wird (Intel mit eigenen Chips für KI, Japan baut einen 130 Petaflop-Rechner für KI-Forschung, um nur zwei aktuelle Beispiele zu nennen) würde ich davon ausgehen, dass ein Durchbruch von autonomen Systemen nicht mehr in 'weiter Zukunft' liegt. Erste, vergleichsweise 'einfache' Systeme sind bereits im Live-Betrieb.
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Erstaunlich dabei ist, dass in der Entwicklung heute schon nicht mehr alles verstanden wird, wie eine KI zu einem Ergebnis kommt. Google vermutet zum Beispiel, dass ihre Übersetzungs-KI eine eigene Sprache entwickelt. Anderst sei nicht zu erklären, dass nach dem Anlernen von Sprache A zu B und C zu D, die KI plötzlich B zu D übersetzen kann, wohlgemerkt ohne dass es ihr beigebracht wurde. AlphaGO ist ein weiteres Beispiel, da war die GO-Fachwelt überrascht, welche Lösungswege die KI eingeschlagen hat. Das ist Code, in den man nicht mehr so einfach reinschauen kann.
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Wir sind also heute schon so weit, dass die Entwicklung nur noch eingeschränkt kontrollierbar ist. Und die Frage, ob wir das verwenden möchten stellt sich eigentlich nicht, da 1. 'wir' nicht gefragt werden und 2. der wirtschaftliche Nutzen derartig groß wäre, dass innerhalb kurzer Zeit die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen würden. Ethik ist dabei nachrangig relevant (bzw. wird sich anpassen), eher die Frage, was die Leute dann arbeiten sollen, wenn vom LawBot über DriveBot, Prod/IngBot bis zum Med/CareBot annähernd alles automatisiert möglich ist.
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Zur Frage, wo die Reise hingehen kann gibt es viele gute Artikel, aus denen eine kontroverse Diskussion deutlich wird. Unter Fachleuten wohlgemerkt, die also den aktuellen Stand der Technik (Soft- und Hardware) kennen. Dabei geht es nicht darum ob eine Superintelligenz, also die Singularität möglich ist, sondern wann (20-100 Jahre). Dass eine KI die Intelligenz eines 3-6 jährigen erreichen kann ist eine These, über die nicht diskutiert wird, darüber ist man schon weit hinaus.
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Wirklich spannend wird es, wenn KI's anfangen, ihren eigenen Code zu schreiben, also eine SeedingKI möglich wird. Evolution im Zeitraffer, eingedenk der immensen Rechengeschwindigkeiten. Das wird wohl tatsächlich noch etwas dauern. Aber wer weiß, vielleicht hat ein pickeliger 15 jähriger Supernerd im australischen Outback oder sonstwo ja einen genialen Einfall. Die Tools dazu stehen auf jeden Fall bereits heute gemeinfrei zur Verfügung - und werden laufend mehr.

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decathlone 07.12.2016, 12:29
6. Der Begriff KI - künstlische Intelligenz - ist irreführend...

Was wir da sehen, sind Maschinen, die nur auf sehr enge Aufgabenspektren spezialisiert sind und nur das 'wissen', was ihnen in Form von Trainingsdaten zur Verfügung gestellt wurde. Warum ein Neuronales Netz zu einem bestimmten Ergebnis kommt läßt sich nicht erklären, es liegt an den aufgrund der Trainingsdaten errechneten Verknüpfungen. Und doch lassen sich diese Algorithmen etwa im Bereich der Bilderkennung leicht austricksen. Was der KI noch lange oder für immer abgehen wird, ist die Fähigkeit neues Wissen zu erarbeiten, neue Erkenntnisse aus bekanntem abzuleiten. Statt KI sollte man das Ganze AS nennen - Advanced Statistics - das trifft die Sache besser.

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mr.andersson 07.12.2016, 13:24
7.

Zitat von sikasuu
[...] Technisch wird KI vielleicht auf dem Niveau eines 3-6 jährigen möglich werden, ob das gesellschaftlich einzubinden ist???
Zunächst einmal ist alles eine Momentaufnahme. Wenn heute etwas mit Leistung X möglich ist, kann keiner Abschätzen, was die Systeme in 20 Jahren leisten.

Zum anderen wäre die Kapazität eines 6-jährigen, wenn ein KI-Program einen bestimmten Bereich zugewiesen bekommt, wohl locker ausreichend für ein Vielzahl von Anwendungen. Die sollen ja keine eigenständigen neuen Gebiete der Mathematik entwickeln, sondern im Regelfall bei einem recht überschaubaren Parameterset eine nach vorher festgelegten Kriterien möglichst "gute" Entscheidung treffen.

Triviales Beispiel:

Da schaut der Kühlschrank dann schon mal frühzeitig nach, welche Produkte demnächst zu neige gehen um vorschläge zu diesem oder vergleichbaren Produkten zu machen, schaut nach wo es gerade in der Nähe diesbezüglich Sonderangebote gibt und entscheidet ob es sinnvoller ist jetzt einen Einkaufsplan nebst Route auszugeben, die Sachen beim Lieferdienst zu bestellen oder welche Mischung gut funktioniert. In der Route werden dann die bevorzugten Zeiten zum Einkaufen berücksichtigt und geschaut bei welchen davon die Staugefahr mit den aktuellen Verkehrsmeldungen am geringsten ist.

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echoanswer 07.12.2016, 14:40
8. Es stellt sich die Frage ...

was Apple darunter versteht. Apple kennt nur die Intelligenz des Geldverdienens. Soziale Aspekte sind Apple fremd. Wenn man die kürzlich veröffentlichte Studie über die Akzeptanz von Siri sieht, welches ein primitiver Anfang ist, dann fragt man sich, wer diese Entwicklung überhaupt braucht. Wenn ich eigene Intelligenz besitze, dann werde ich mich nicht von Apples Moral und Technik bevormunden lassen. Außerdem sind Entscheidungen aus diesen System zu langsam und zu ungenau. Nach wie vor, denn sie wissen von mir zu wenig und werden aus Datenschutzgründen auch nicht mehr erfahren. KI von Apple ist lediglich der nächste Schritt zur Auflösung der Privatsphäre. Da sollen mal die mitspielen, denen die Privatsphäre egal ist.
Dazu kommt noch ein ganz anderer Aspekt. Ein Smartphone von Apple und Siri sind unbrauchbar, wenn man keinen oder schlechten Internetkontakt hat. iOS bremst sich schlicht fest, bis zum Absturz. D.h. ich kann die KI nur dann nutzen, wenn ich sie am wenigsten brauche. Im mit allem überversorgten Großstadtumfeld. Lächerlich. Aber die KI-Nummer kommt zyklisch alle paar Jahre, seit den 80igern, immer wieder.

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suurbier 07.12.2016, 14:52
9. Trivial

Zitat von mr.andersson
Zunächst einmal ist alles eine Momentaufnahme. Wenn heute etwas mit Leistung X möglich ist, kann keiner Abschätzen, was die Systeme in 20 Jahren leisten. Zum anderen wäre die Kapazität eines 6-jährigen, wenn ein KI-Program einen bestimmten Bereich zugewiesen bekommt, wohl locker ausreichend für ein Vielzahl von Anwendungen. Die sollen ja keine eigenständigen neuen Gebiete der Mathematik entwickeln, sondern im Regelfall bei einem recht überschaubaren Parameterset eine nach vorher festgelegten Kriterien möglichst "gute" Entscheidung treffen. Triviales Beispiel: Da schaut der Kühlschrank dann schon mal frühzeitig nach, welche Produkte demnächst zu neige gehen um vorschläge zu diesem oder vergleichbaren Produkten zu machen, schaut nach wo es gerade in der Nähe diesbezüglich Sonderangebote gibt und entscheidet ob es sinnvoller ist jetzt einen Einkaufsplan nebst Route auszugeben, die Sachen beim Lieferdienst zu bestellen oder welche Mischung gut funktioniert. In der Route werden dann die bevorzugten Zeiten zum Einkaufen berücksichtigt und geschaut bei welchen davon die Staugefahr mit den aktuellen Verkehrsmeldungen am geringsten ist.
Das angeführte Problem hatte ich vor nahezu über 50 Jahren schon
gelöst. Aber nicht mit künstlicher Intelligenz, sondern mit natürlicher
Dummheit: Ich sagte meiner Mutter was fehlt und sie brachte es mit.
Hat geklappt.
Wissen wir doch seit Einstein, dass die Dummheit der Menschen
unermesslich ist.

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