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Anreiz zum Netzausbau: Oettinger will Wechsel des Internetanbieters einschränken
DPA

Günther Oettinger möchte Telekommunikationsfirmen mehr Anreize bieten, Geld in den Netzausbau zu stecken. Deshalb schlägt er vor, die Kunden für eine gewisse Zeit an einen Anbieter zu binden und den Wechsel zu "untersagen".

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Jasro 07.11.2014, 16:52
30. Bitte nicht!

Die Kunden von Unitymedia fluchen jetzt schon, dass sie, abgesehen von ARD, ZDF und Arte, öffentlich-rechtliches Fernsehen nicht in HD-Qualität sondern nur in SD-Qualität empfangen - und dabei oft keine Chance haben, zu einem anderen Anbieter, der alle ö-r Fernsehsender in HD-Qualität anbietet, wie etwa NetCologne, NetAachen oder TeleColumbus, zu wechseln, und Unitymedia seine Quasimonopolstellung in vielen Gegenden dabei schamlos ausnutzt.

Wenn jetzt noch die Bindung des Kunden an den Betreiber gesetzlich zementiert wird, dann gute Nacht!

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scsimodo 07.11.2014, 16:52
31.

Wenn mein Netzanbieter lange genug rumzickt ist er raus aus dem Spiel. Wechsel zum Nächsten und fertig. Warum um Himmel Willen soll man sich an solche Lowperformer auch noch lange binden? Monatliche Kündigungsfrist und beim nächsten Anruf den "Sachbearbeiter" daran erinnern. Schon klappt das auch...

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nonpossocapirlo 07.11.2014, 16:53
32.

Zitat von middleline
Schlimm das, wenns nicht so albern wäre. Ich darf also bei irgend einen Kackbetreiber einen Knebelvertrag unterschreiben und der muss dann gar nix mehr machen. Weil ich ja eh nicht wechseln darf. Und davon wird das Internet schneller.
Ja, ist wie bei den Rundfunkgebühren - ist das Programm nicht ein Traum?

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taliesinwest 07.11.2014, 16:55
33. Jetzt wird einiges klar

Das 300 Milliarden Investitionsprojekt meint hat zu einem großen Teil private Investitionen und keine staatlichen.

Da die Eu-Staaten das Geld aus Steuermitteln niemals
zusammenbekommen werden und man dafür auch die Steuern nicht erhöhen will, müssen Internetnutzer sich
jetzt langfristig an einen Provider binden lassen und Preiserhöhungen dulden. Sehr witzig..das ist de facto im individuellen Fall dann eben doch eine Art Steuererhöhung... mit dem Unterschied, dass diese Steuer ohne staatl. Vermittlung direkt an den Provider geht. Interessante Art der Subvention

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McMacaber 07.11.2014, 16:58
34.

Ich würde eher zum Gegenteil tendieren und die langjährigen Bindungen abschaffen. Dann hätten die Anbieter mal echte Anreize, um auch was für ihre Kunden zu tun, statt ihnen alle zwei Jahre mit einem "achsotollen Treueangebot" den Bauch zu pinseln.
So lange man jedoch auf zwei (oder bald mehr) Jahre an einen Anbieter gebunden ist, der mit einem "bis zu 100mbit" Angebot lockte und am Ende nur 6 auffahren kann (und nichts macht, um dem Elend Abhilfe zu schaffen) - wie soll das auch nur irgendeinem Ausbau förderlich sein?
die meisten im städtischen Umfeld lebenden Nutzer dürften sowieso weitestgehend zufrieden mit ihrer Bandbreite sein - wichtiger wäre daher eher, die pampa zunächst vernünftig anzuschließen.

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max-mustermann 07.11.2014, 16:58
35.

"Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen, nur Öttinger überlegt noch"

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knäckebrotasylant 07.11.2014, 16:59
36. Dumme Idee

Dadurch wird ja nun gerade Innovation verhindert.

Man stelle sich vor, man hätte ein Auto der Marke A und müsste bei der Marke A bleiben statt zu E wechseln zu dürfen, damit A höhere Investitionsanreize hat. Das Gegenteil wäre der Fall.

Ich bin froh, dass ich innerhalb kürzester Zeit auf einen Anschluss bei einem innovativen und preiswerteren Anbieter wechseln konnte, der hier den Ausbau von FTTH betreibt, statt bei dem überteuerten und leistungsschwachem ehemaligen Staatsbetrieb bleiben zu müssen.

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Alpenprotektor 07.11.2014, 16:59
37. ... gibt es doch schon mit der Telekom bei uns in Hessen

Knebelverträge für Glasfaser über 10 Jahre, nur Telekomservice - keine Zweit- oder Drittanbieter möglich, wenn Haus verkauft wird muß der Käufer in den Vertrag einsteigen ansonsten muß der Verkäufer die restliche Laufzeit bezahlen (auch wenn er das Glasfgaserkabel nicht nutzt). Ergebnis: Ganze Straßenzüge bei Unitymedia und Glasfaser nutzen nur ca. 20%-30%.

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mic123 07.11.2014, 16:59
38. ppt

So sieht Entscheidungsfindung auf Grundlage schicker Powerpoints aus.

Herr Sonneborn, übernehmen Sie!

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jay peck 07.11.2014, 17:00
39.

Jahrzehntelang wurde uns seitens der privatisierungs-Befürworter eingetrichtert, dass der Wettbewerb alles regelt: egal ob Strom, Gas, Telekomminikation - alles wird billiger, freie Wahl der Anbieter usw.
841u schade, dass aus all dem nichts geworden ist. Gas und Strom wurden seitdem teuer wie nie, Wasser soll demnächst privatisiert werden.

Von uns Bürgern wird maximale Flexibilität erwartet (Arbeitsort, Tarif, Arbeitszeit usw.) und
Telekommunikationskonzerne brauchen "Planungssicherheit"? Die hätten wir auch gern!

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