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Anschlag auf Synagoge: Wie sich das Live-Video des Halle-Attentäters verbreiten konnt
Andreas Splett / ATV-Studio Halle / AFP

Der Angreifer von Halle übertrug die Tat live über die Web-Plattform Twitch. Dort fand er zunächst kaum Zuschauer. Doch Maßnahmen der Onlinedienste gegen eine Weiterverbreitung werden schnell ausgehebelt.

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flytogether 10.10.2019, 12:01
1. Und wo sind die Kommentare

von SPON-Redakteure die Uploadfilter vehement verurteilen? Die für freien Internetverkehr die Fahne hochhalten? Die immer so gescheit daherreden obwohl sie doch wissen müssten (wenn sie so gescheit sind) dass das, was einmal im Internet hochgeladen worden ist, für immer dort auch auffindbar ist.

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Das Pferd 10.10.2019, 12:01
2.

so ein Video ist leider nicht aus der Welt zu kriegen. vielleicht mit viel Aufwand aus dem Bereich des Internet, den man als normaler User benutzt. aber eine Kopie auf irgendeinem Rechner reicht. notfalls kann man das sogar als DVD verbreiten.

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Palais 10.10.2019, 12:12
3. Der Vollständigkeit halber

...muss erwähnt sein, dass sich viele seriöse Medien das Video angeschaut und in ihren Artikeln kommentiert haben. Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. Das Video sollte man sich nicht anschauen und auch nicht verteilen, richtig. Das gleiche muss dann bitte aber auch für Journalisten gelten. Sobald diese sich nämlich als etwas besseres empfinden (was leider viele Journalisten in meinem Bekanntenkreis wie selbstverständlich tun) und für sich das Recht herausnehmen, das Video zu schauen und geheimnisvoll in ihren Artikel darauf einzugehen, was man alles in ihm sieht, um im gleichen Moment zu betonen, dass man das Video nicht anschauen soll, provoziert Trotzreaktionen und Neugierde. Und dann verbreitet sich das Video eben. Ich möchte gern mal wissen, wieviel der 2000 derjenigen, die sich das Video angeschaut haben, von den Medien waren. Also, liebe Journalisten, benehmt Euch besser als die Normalbevölkerung, geht mit gutem Beispiel voran und schaut Euch das Video nicht an.

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Mikrohirn 10.10.2019, 12:15
4. Es sieht doch so aus,

als ob eine zweite Person die Aufnahmen gemacht hätte, die im Fernsehen zu sehen waren. Hatte der Täter doch Komplizen?

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hubertus_hassmeister 10.10.2019, 12:17
5. Ah, danke!

Dann erstelle ich einen 4chan-Account. Ich möchte nämlich wissen, was er gesagt hat.

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zeichenkette 10.10.2019, 12:21
6. Tja

Die moderne Ohnmacht ist da leicht erkennbar: Auf der einen Seite will man sich über z.B. chinesische Zensurbestrebungen gerne aufregen können, auf der anderen Seite will man selber natürlich möglichst gründlich die Verbreitung bestimmter Inhalte unterbinden können. „Das ist ja wohl nicht dasselbe!“ sagen jetzt alle, was subjektiv auch stimmen mag, aber objektiv braucht man für beides die selben Mittel und Voraussetzungen. So, jetzt findet da mal einen Ausweg...

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ursula.schulte 10.10.2019, 12:36
7. youtube

ich habe gestern Abend - also am tag des Anschlages - das Video bzw. eine offenbar zusammengeschnittene Version über eine Stunde lang auf YouTube schauen können. Das Video wurde von mir mehrfach bei mir YouTube über deren Menüleiste gemeldet , aber es verging beträchtliche zeit , in der man das Bildmaterial nicht nur schauen , sondern auch vervielfältigen hätte können . Was sicher auch passiert ist. Offenbar laufen da überhaupt keine Kontrollmechanismen , weder digital noch analog. Kurz nach so einem Anschlag sollten Plattformen wie YouTube nicht nur ihren Algorithmen vertrauen , sondern verstärkt hinschauen , was geuploadet wird .

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Alimentator 10.10.2019, 12:45
8. So lange über Inhalte berichtet wird ...

... nehme ich mir das Recht heraus, diese Inhalte selber zu sichten. Oft genug wird Falsches berichtet oder Wichtiges weggelassen. Ich habe das Video und alle PDFs gesehen und wusste daher z.B. schon kurz nach der Tat, dass es sich um einen Einzeltäter handelt, während die Presse überall von mehreren Tätern fantasierte. Den vollständigen Namen und das unverpixelte Gesicht liefert in solchen Fällen die ausländische Presse. Nur Deutschland schützt Täter so intensiv.

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alexreil 10.10.2019, 12:46
9.

Zitat von flytogether
von SPON-Redakteure die Uploadfilter vehement verurteilen? Die für freien Internetverkehr die Fahne hochhalten? Die immer so gescheit daherreden obwohl sie doch wissen müssten (wenn sie so gescheit sind) dass das, was einmal im Internet hochgeladen worden ist, für immer dort auch auffindbar ist.
Und was haben die Uploadfilter damit zu tun? Das war ursprünglich ein Livestream, ich bezweifle dass die Uploadfilter ein gerade frisch erstelltes Livevideo in ihren Datenbanken haben und es rausfiltern könnten. Denn bei den Uploadfiltern gehts um Urheberrechte und nicht um Terrorabwehr. Diese Filter würden bei Downloads nachprüfen, ob in ihren Datenbanken die Hashes von bekanntem und geschütztem Material zu finden sind.

Abgesehen davon wird ja diese Mechanik im Artikel genau beschrieben und erläutert, wie man gerade solche Videos und auch Bilder automatisiert auffinden und löschen kann.

Das nächste Mal vielleicht doch erst den Artikel lesen und dann klug daherreden!

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