Forum: Netzwelt
AOL und Huffington Post: Allianz der Billigheimer

AOL kauft die Huffington Post - doch was steckt hinter dem Deal? Manche Beobachter*sehen Potential für Synergien, viele aber*reagieren mit*Hohn und Spott*auf den Zusammenschluss.*Die Kritiker*sehen eine Ära des Billig-Journalismus im Web*heraufziehen.

Seite 1 von 2
LeisureSuitLenny 08.02.2011, 17:38
1. AOL gibt es noch?

Erstaunlich das es die Firma immer noch gibt.
Wenn Huffington CDs herstellt, dann sehe ich da auch mögliche Synergien. ;)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
town621903 08.02.2011, 17:58
2. 99% des Internet sind Müll, Abfall, für Idioten gemacht ...

... genauso wie "normale" Medien auch. Da spiele AOL und huffington keine besondere Rolle.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
52m.de 08.02.2011, 17:59
3. die Kommerzialisierung geht weiter

Es zählt nicht die Information, sondern nur wieviel man damit verdienen kann. Das Modell wird sich mehr und mehr durchsetzen. Es gibt so viele sinnlose Seiten, die nur existieren, um Werbung zu enthalten. Das wird sich zur nächsten Plage im Netz entwickeln. Und wenn das große Konzerne selbst noch anschieben, werden sich Google & Co. noch einiges bei ihren Algorithmen einfallen lassen müssen, damit inhaltsarme Seiten nicht die Seiten verdängen, die noch Informationen enthalten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Huuhbär 08.02.2011, 18:18
4. Die Medien haben generell

anscheinend eine Strukturkrise. Wer braucht eigentlich 150 Fernsehesender? Ich denke mal kein Mensch. Dreiviertel von den Medien werden in Zukunft pleitegehen. Es werden nur Medien überleben, die wirklich was zu sagen haben und Medien, die Sinn und Verstand sogar noch liefern können, werden auch nach wie vor eine wichtige Bedeutung haben auch auf dem Papier. Das ist meine bescheidene Meinung zu dem zukünftigen Geschehnissen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Wintermute 08.02.2011, 20:29
5. Pfui bäh.

Ich habe gewisse Sympathien für die linksliberalen Wurzeln der Huffington Post. Aber das hier beschriebene Content Farming, das ist einfach ekelhaft. Hier werden keine neuen Inhalte generiert, sondern nur durch "Schatten" und Variationen existierender Inhalte Fallgruben geschaffen; in der Hoffnung, dass jeder hundertste oder tausendste Leser dann doch mal auf ein Werbebanner klickt.

AOL plant noch viel mehr dieser Content-Farmen, und der "Sweat Shop-Journalismus" scheint dort in der Tat die neue Unternehmensmaxime zu sein.

Na gut. Die machen halt im großen das, was im ganz kleinen jüngst bei der deutschen Blogszenepassiert ist: Content als notwendiges Übel beim Kauf/Verkauf von Augäpfeln.

Braucht man nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pacolito 08.02.2011, 21:42
6. Hmm...

Zitat von Wintermute
Ich habe gewisse Sympathien für die linksliberalen Wurzeln der Huffington Post. Aber das hier beschriebene Content Farming, das ist einfach ekelhaft. Hier werden keine neuen Inhalte generiert, sondern nur durch "Schatten" und Variationen existierender Inhalte Fallgruben geschaffen; in der Hoffnung, dass jeder hundertste oder tausendste Leser dann doch mal auf ein Werbebanner klickt. AOL plant noch viel mehr dieser Content-Farmen, und der "Sweat Shop-Journalismus" scheint dort in der Tat die neue Unternehmensmaxime zu sein. Na gut. Die machen halt im großen das, was im ganz kleinen jüngst bei der deutschen Blogszenepassiert ist: Content als notwendiges Übel beim Kauf/Verkauf von Augäpfeln. Braucht man nicht.
Guter Beitrag, stimme Ihnen zu.

Man muss sich nur mal die Reaktionen der HuffPo Community ansehen, die das ganz ähnlich analysiert. Was an sich ja schon einiges über eben jene Community aussagt.

Bedauerlich, dass das jetzt wohl den Bach runtergeht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wakaba 09.02.2011, 05:19
7. In einem Jahr weg

Zitat von Pacolito
Guter Beitrag, stimme Ihnen zu. Man muss sich nur mal die Reaktionen der HuffPo Community ansehen, die das ganz ähnlich analysiert. Was an sich ja schon einiges über eben jene Community aussagt. Bedauerlich, dass das jetzt wohl den Bach runtergeht.
Huffpo habe ich schon vor mehr als einem Jahr aus meiner Blogliste entfernt als der Personenkult um Huffington anfing und der Content bachab ging.
Dazu kommt das Kommentare rigoros zensiert werden.
Der Merger ist völlig sinnlos - es geht den beiden nur drum aus 300 Mio. Bankschulden persönlich soviel herauszulösen wie nur geht.

Huffington darf Schneewittchen spielen und wird vom Prinzen wachgeküsst. Ihr Editorial spricht Bände...

AOL und Huffpo spielen ein sorgfältig inszeniertes Spiel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
blowup 09.02.2011, 07:47
8. Billiger Content

In der Aufmerksamkeitsökonomie ist Content eine Ware, gewissermaßen der Preis, den ich für die Aufmerksmkeit bezahle, die ich dann weiter "verkaufe". That`s it. Je günstiger ich relevanten Content herstellen kann, desto größer der Profit. Das beste ist natürlich, ich lasse die User selbst ihren Content produzieren, womit wir bei Facebook etc. sind.

Die Frage ist in der Tat, wo der Qualitätsjournalismus bleibt und ob es da überhaupt noch einen Bedarf gibt. Oder genauer: ob es eine Zukunft für Medienmarken gibt, die für diesen Journalismus stehen. Denn im Web verstreut gibt es sicherlich Beispiele für Qualiät - aber eben als isolierte Blogs etc.

Und mal ganz ehrlich, wenn man sich an einem beliebigen Tag durch Medien wie Spon, Focus, Stern klickt, so hat man oft das Gefühl, lediglich ein anderes Layout zu sehen. Ich habe mir schon oft vorgenommen, einfach direkt die Seiten der Nachrichtenagenturen wie reuters.com aufzuzrufen.

Wir werden sehen, wo die Entwicklung hinführt. Einiges deutet drauf hin, dass das Erfolgsmodell "Bannerwerbung" den Höhepunkt bereits überschritten hat. (mir ist ohnehin ein Rätsel, wer da immer drauf klickt..). Dann wird der Druck auf die Plattformen noch größer, aber Content machen kann ja jeder...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ADie 09.02.2011, 08:59
9. Guter Journalismus durch Klickwerbung?

Zitat von sysop
...AOL...Huffington Post... *Die Kritiker*sehen eine Ära des Billig-Journalismus im Web*heraufziehen.
Sehr weit weg sehe ich das Geschäftsmodell von Spiegel Online da eigentlich nicht. Ich kann nur hoffen, dass die Klick-Optimierung nicht auch hier über den Qualitätsanspruch siegt.

Damit das nicht passiert, sollte Spiegel Online m.E. auch bezahlte Inhalte anbieten. Wo es Sinn ergibt, sollte ein Link zu Hintergrundberichten angebracht sein, bei dessen Aufruf man einen kleinen Betrag zahlen muss. You get what you pay for.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2