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Apokalypse-Spiel "DayZ": "Es gibt diese Landschaft wirklich"
Elfie Sigl

"DayZ" weckt bei WASD-Autor Rainer Sigl besondere Erinnerungen. Für ihn ist die Welt der Zombie-Apokalypse das Spiegelbild der realen, vergangenen Todeszone gleich hinter seinem Kinderzimmer. Eine Familiengeschichte.

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boblinger 13.07.2014, 10:48
1. In der Zone

Guter Text. Danke dafür. Man könnte noch auf Spiele von ukrainischen Entwicklern, wie "You are empty" und die "S.T.A.L.K.E.R." - Reihe verweisen, wo eine anders entleerte Landschaft für osteuropäische Spieler recht ähnliche Gefühle wecken dürfte.

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QPDO 13.07.2014, 10:55
2.

Ein grossartiger Artikel! Herr Sigl schafft es, die Erfahrungen zweier Welten zu vereinen.

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matokla 13.07.2014, 10:55
3.

Zitat von sysop
"DayZ" weckt bei WASD-Autor Rainer Sigl besondere Erinnerungen. Für ihn ist die Welt der Zombie-Apokalypse das Spiegelbild der realen, vergangenen Todeszone gleich hinter seinem Kinderzimmer. Eine Familiengeschichte.
Jedesmal, wenn sich die WASD, die Videospiel-Zeitschrift für Nichtspieler, eines Themas annimmt, kommen Betroffenheits- und sonstiges Gejammer, sinnlose Politisierung von Unterhaltungssoftware und pseudokulturelles Geschwafel heraus.
Was ist die Kernaussage dieses Beitrags? Dürfen sich Spiele-Entwicker jetzt nicht mehr an wirklichen Landschaften orientieren, damit Herr Sigl nicht mehr weinen muss? Wird die 'Stalker'-Reihe, die in Tchernobyl spielt, jetzt verboten, weil jemandem da Erinnerungen hochkommen könnten, weit schlimmer, als die von Herrn Sigl?

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distraktor 13.07.2014, 11:35
4. Toller Beitrag

für alle DayZ Spieler, alle anderen wissen leider nicht worum es geht. Ich werde nun jedenfalls mit erweitertem Bewusstsein durch diese traurig schöne Landschaft taumeln.

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razer 13.07.2014, 11:43
5.

Zitat von theophanu
40km vertrieben... das zerreisst einem das herz, nur, weil die deutschen tschechien anektiert, die einwohner zu arbeitstieren degradiert, die juden zusammengetrieben und dann noch den krieg über das land gebracht haben, nehmen sich die Tschechen dann heraus, nicht mehr mit den handlangern und landsmännern (hier lands-omas) der besatzer im alltag friede- freude- eierkuchen zu haben, sondern vertreiben sie in diesem besonders schweren fall 40 KILOMETER... Mann, geh doch zum Verbund der Durchtriebenen/ Vertriebenen, da kannst du deinen Aufsatz beklatschen lassen. Hier fehl am platze!
Selbstverständlich haben Sie historisch gesehen weitgehend Recht, blos Sie haben gar nicht versucht zu begreifen daß der Autor offensichtlich keine historische Abhandlung oder gar eine revanchistische Hetzschrift verfassen wollte. Es geht hier um den sentimentalen, unausgewogenen Blick auf eine Landschaft, die er in einem Spiel wiederfindet.

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razer 13.07.2014, 11:53
6.

Zitat von matokla
Was ist die Kernaussage dieses Beitrags? Dürfen sich Spiele-Entwicker jetzt nicht mehr an wirklichen Landschaften orientieren, damit Herr Sigl nicht mehr weinen muss? Wird die 'Stalker'-Reihe, die in Tchernobyl spielt, jetzt verboten, weil jemandem da Erinnerungen hochkommen könnten, weit schlimmer, als die von Herrn Sigl?
Haben Sie den Beitrag überhaupt gelesen, geschweige denn vestanden ? Offensichtlich kritisiert der Autor hier nicht DayZ sondern läßt sich von der Atmosphäre der gezeigten Landschaft einfangen. Der Autor möchte in Spielen mehr solcher "natürlicher" Landschaften sehen, wie sie z.B. auch in der S.T.A.L.K.E.R-Reihe zu sehen sind. Finden Sie sich damit ab, daß es sehr viele Spieler gibt, die Computerspiele schon längs als Kulturgut wie Filme und Bücher sehen-dann brauchen Sie sich auch nicht mehr über das hervorragende WASD-Magazin aufregen.

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matokla 13.07.2014, 12:19
7. .

Zitat von razer
Der Autor möchte in Spielen mehr solcher "natürlicher" Landschaften sehen, wie sie z.B. auch in der S.T.A.L.K.E.R-Reihe zu sehen sind.
Wo steht das im Artikel?

Zitat von razer
Finden Sie sich damit ab, daß es sehr viele Spieler gibt, die Computerspiele schon längs als Kulturgut wie Filme und Bücher sehen-dann brauchen Sie sich auch nicht mehr über das hervorragende WASD-Magazin aufregen.
Ich spiele nun seit 30 Jahren Computerspiele, einige Zeit davon auch als freier Redakteur eines überregionalen deutschen Spiele-Magazins (in den 90ern). Ich sehe Computerspiele längst als Kulturgut. WASD lehne ich ab, da in jedem Artikel subtil der Zeigefinger mitschwingt und schon das im Impressum geäußerte Selbstverständnis auf einer unwahren Behauptung aufbaut:

"... als auch für Nicht-Gamer, die rein gar nichts von Games verstehen. Nach der Lektüre auch nur einer einzigen WASD können sie endlich mitreden und durchbrechen damit die gesellschaftliche Stigmatisierung, der
heute immer mehr Nicht-Gamer ausgesetzt sind."
http://www.wasd-magazin.de/ueber-wasd.html

Wo werden die 'Nicht-Gamer' denn 'stigmatisiert'? Ist es nicht eher immer noch andersrum?

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M. N. Taler 13.07.2014, 12:19
8.

Ja.. naja. Das Lob an die Leveldesigner von DayZ ist auf jedenfall gerechtfertigt. Allerdings hat das Spiel noch viel mehr außergewöhnliche Design-Ansätze zu bieten als eine erfrischend natürliche Spielumgebung.

Insofern sehr einseitiger Artikel. Schade.

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MashMashMusic 13.07.2014, 12:55
9.

Zitat von theophanu
40km vertrieben... das zerreisst einem das herz, nur, weil die deutschen tschechien anektiert, die einwohner zu arbeitstieren degradiert, die juden zusammengetrieben und dann noch den krieg über das land gebracht haben, nehmen sich die Tschechen dann heraus, nicht mehr mit den handlangern und landsmännern (hier lands-omas) der besatzer im alltag friede- freude- eierkuchen zu haben, sondern vertreiben sie in diesem besonders schweren fall 40 KILOMETER... Mann, geh doch zum Verbund der Durchtriebenen/ Vertriebenen, da kannst du deinen Aufsatz beklatschen lassen. Hier fehl am platze!
"Die Deutschen" - da haben Sie schon das Problem. Es gibt nicht "die Deutschen". Es waren nicht alle Deutsche gleichgeschaltete Nazis, sondern Deutsche waren und sind, so wie alle anderen auch, Menschen.

Demzufolge kann man als Heimatvertriebener durchaus Sehnsucht nach dieser Heimat empfinden. Zum einen liefen diese Vertreibungen auch nicht gerade unter Berücksichtigung der Menschenrechte statt, zum zweiten war nicht jeder Vetriebener ein mieser Nazi.

Sondern vielleicht einfach nur eine ältere Frau, die nun ihre Heimat verloren hat.

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