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App-Umbau: Warum Foursquare seine Fans enttäuschen muss
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Einchecken und Medaillen sammeln, das war einmal: Foursquare stellt jetzt lokale Suche und Empfehlungen in den Vordergrund. Die Funktionen, mit denen die App groß geworden ist, werden ausgelagert. Vielen Nutzern gefällt das gar nicht.

kiltbear 25.07.2014, 09:37
1. Das Problem

Zitat von sysop
Einchecken und Medaillen sammeln, das war einmal: Foursquare stellt jetzt lokale Suche und Empfehlungen in den Vordergrund. Die Funktionen, mit denen die App groß geworden ist, werden ausgelagert. Vielen Nutzern gefällt das gar nicht.
ist, das gerade die so genannten Superuser, die für Foursquare kostenlos, in ihrer Freizeit die Daten pflegen, Änderung durchwinken oder ablehnen, selber Orte erfassen, kurz eigentlich für Foursquare die Arbeit machen, überhaupt nicht begeistert sind und Foursquare verlassen.

Für viel war die "Gamification" also, Badges, Bürgermeistertitel, Punkte, der Antrieb den Dienst zu nutzen und dann auch gleich nicht existente Orte zu erfassen oder existierende zu pflegen. Wenn das wegfällt, checkt mach auch nicht mehr ein.

Die Tätigekeit der Superuser wird durch das Ständige Wecheln zwischen zwei Apps viel mühsamer (Swarm zum einchecken, Foursquare zum editieren) und das ohne spürbaren Mehrwert.

Die Zielgruppe von Swarm dürfte schon aufgrund des Designs viel jünger sein als die jetzigen altgedienten User und kaum der Typ Nutzer, der Orte erfasst oder pflegt. Swarm ist auch darauf ausgelegt, das man viele 4sq Freunde in der Umgebung hat, da man sich nur noch mit Freunden misst. Das funktioniert leider nur in sehr grossen Metropolen, überall anders ist es schlicht witzlos.

Indem Foursquare die aktivsten Nutzer, die die auch viel zur Datenbank beigetragen haben, vergrault, sägt man m.E. am Ast auf dem man sitzt und das dürfte sich rächen.

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