Forum: Netzwelt
Attentat in Las Vegas: Die Fake-Flut

Findet irgendwo auf der Welt ein Anschlag statt, tauchen in den sozialen Netzen wenig später Falschmeldungen zum angeblichen Täter und vermeintlich Vermissten auf. Auch nach den Morden in Las Vegas kursieren Fake-Bilder.

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hsc71@gmx.de 03.10.2017, 10:10
40. Gutes Beispiel

Zitat von Sumerer
Kevin Hönicke hat retweetet Glory Tomorrow‏ @glorytomorrow 20 Std.Vor 20 Stunden Mehr #AfD löscht gerade fleißig Tweets. War doch kein Islamist in Las Vegas. Verdammt noch mal. Nicht mehr so leicht als rechter Populist heute.
zum Thema wie erkenne ich Fake-News! Es wird einfach ein Tweet mit einer Behauptung ohne Quellenangabe und Beleg herausgehauen. Sie haben da einen sehr schönes Beispiel gefunden. Währe der User seriös hätte er einen Beleg für seine Behauptung angeben, z.B. Twitter Account oder einen Screenshot. Dafür drückt man einfach Tasten "Windows + Drucken" oder am Mac "Cmd-Shift-3".

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enfield 03.10.2017, 11:03
41. Naja

Zitat von subduction
Also wir hatten schon zu Schluzeiten in den 1970er/1980er Jahren Medienerziehung. Gut, damals vorherrschend Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen und Radio, aber am Prinzip hat sich nichts geändert. Wer alles völlig unreflektiert so glaubt, wie es verbreitet wird, dem ist leider nicht zu helfen. Ich finde es recht peinlich und überheblich, dass sich der Nannystaat mit seinen neuen "Gesetzen" und "Verordnungen" in die freie Meinungsäusserung eingrifft. Hier wird an den Grundpfeilern unserer freiheitlich, demokratischen Grundordnung gesägt.
Sie haben schon recht und m.E. muss die Diskussion auf dieser Grundlage auch stattfinden. Der große Unterschied zu den damaligen Medien ist allerdings, dass damals breites Publizieren nicht für jedermann möglich war und wir nun eine Medieninfrastruktur haben in der wir gleichzeitig Sender und Empfänger sind und es keine "Instanzen" mehr gibt, den man vertrauen (oder auch nicht) kann. Riesenthema - viel Gutes viel Schlechtes... Die Menschheit wird sich aber auch damit arrangieren und die Kontrolle (im Sinne von bewusstem Umgang) erlangen. Auf dem Weg dahin werden aber noch viele Haken geschlagen werden. Erziehung ist wohl mit das Wichtigste hat aber ihre Grenzen weil wir zwar Wertekompetenz vermitteln können müssen aber unsere Joungster ohnehin besser mit der Situation umgehen können in die sie hineingeboren wurden und die sie nicht anders kennen. Wenn wir also weiter die Werte vermitteln, während die Jungen selbstverständlich die Techniken entwickeln wird in weniger als einer Generation die Gesellschaft die Kontrolle erlangt haben über die veränderte Medienlandschaft. Bis dahin und in der Frage nach Werten und Instanzen wird auch der Gesetzgeber gefragt sein. Das ist aber ein Dilemma: auf der einen Seite kann sich der Staat nicht einfach gefallen lassen wenn (US-) Unternehmen nach rein wirtschaftlichen Kriterien zunehmend die gesellschaftliche Kommunikation am Staat vorbei beeinflussen (bzw. ihren Einfluss ungebremst für wirtschaftliche Interessen nutzen) und auf der anderen Seite bleibt die Frage weiter offen, ob und inwieweit der Staat (und wer da) tatsächlich entscheiden sollten/dürfen, wie welche Inhalte kommuniziert werden dürfen. Bleibt spannend....

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grabredner 03.10.2017, 11:39
42. Vergesst es.

Fake News, üble Nachrede, Verleumdungen, und wie man das auch gerne nennen will hat es immer gegeben, und das wird auch nicht aufhören. Jedenfalls nicht solange wir Zeitgenossen haben, die auch mal in's Rampenlicht wollen, die auch mal ihre Stimme erheben wollen, die zurückschlagen wollen, die ihre Angst ausdrücken wollen, oder die einfach nur zu blöd sind um zu erkennen, was für einen Schaden sie anrichten mit dem was sie „einen Scherz“ nennen. Diese Leute sind in etwa so einfältig wie alle jene die glauben, man könne das alles eindämmen.

Vielleicht sollten wir es mal mit der positiven Vermittlung von ein paar allgemein gültigen Werten tun, wie „Du sollst nicht lügen“. Und wir sollten die nicht öffentlich belohnen, die es trotzdem tun …

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rolf sternberger 03.10.2017, 12:52
43. Und die Konkurrenz?

Leider hat sich in den letzten Monaten in Deutschland einiges geändert - es sind nicht mehr nach schneller Aufmerksamkeit gierende Twitter-Nutzer, die für die massenhafte Verbreitung von Fake-News verantwortlich sind. Es sind jetzt Teile der klassischen Medien, die der neuen Aufmerksamkeitsökonomie mit dem völlig verfrühten verbreiten von "Nachrichten" begegnen wollen. Und da die meisten Fake-News aus AfD und Pegida Krisen kommen - werden AfD Nachrichten damit massenmedial verbreitet. Gestern war diesbezüglich ein Lehrstück - Die BILD hat sich endgültig aus dem ernstzunehmenden Journalismus verabschiedet und zum Sprachrohr der bekannten Twitter und Facebook-Hetzer gemacht. Eine Schande, selbst für das deutsche Boulevard-Niveau.

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Airkraft 03.10.2017, 14:28
44. Glory days

Früher gab's Kettenbriefe, nur da mussten aber noch Briefmarken drauf geklebt werden und die kosteten Geld. leider kostet das weiterleite/teilen von "Mist" heute nichts mehr :-(

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uweee85 04.10.2017, 22:34
45. mit ARD und ZDF...

wär' ihnen das nicht passiert, ein hoch auf die öffentlich-rechtlichen... die sollten sich daher wieder mehr ihres eigtl auftrags und ihrer verantwortung bewusst werden!

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