Forum: Netzwelt
Attentat von Christchurch: Der Troll-Terrorist
REUTERS

Der Attentäter von Christchurch verknüpft seine faschistische Ideologie mit der Netzkultur. Die mediale Verbreitung der Tat ist Teil des Terrors - wir müssen uns hüten, nicht darauf hereinzufallen.

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Schartin Mulz 17.03.2019, 20:51
50. Die Diskussion,

ob es sich um einen Irren oder einen Terorristen handelt, ist müßig.
Kein Mensch, der irgendwie normal im Kopf ist, kann eine solche Tat begehen. Eine Tat im Affekt, ok. Aber eine gezielte und vorbereitete Tötung von Menschen, die man nicht mal kennt, das ist eben nicht "normal".
Das ändert aber nichts daran, dass radikale Ideologien solche Menschen zu ihren Taten anstiften. In diesem Fall rechtsextremer Moslemhass. In vielen anderen aktuellen Fällen umgekehrt der Hass auf Nicht-Moslems.

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kelcht 17.03.2019, 20:52
51. keep calm and carry on

Auch Deutschland wird getrollt z.B. durch die zahlreichen Bombendrohungen die die letzten Jahre eingingen deren Verfasser sich wohl auch als NSU 2.0 betitelten. Die Metastasen des Rechtsextremismus reichten weit so wird z.B. die immer mehr ins Rechtsextreme abdriftende AfD auf einen Wirren Einzeltäter verweisen und selber weiter trollen wie in NRW gegen vor rübergehend Arbeitslose Menschen.

Mein Gegenmittel Kausal vorgehen z.B. wenn der AfD Troll schreibt alle Arbeitslosen trinken Übermäßig viel Alkohol.
a) wird man der Troll das Statistisch nicht verfestigen können

b) ist die Moderation gefragt, hier bei SPON die Forums Redakteure, in der Öffentlichkeit die Medien die bereit sind diesen Gedankenmüll aufzugreifen oder nicht.

c) bei nur kruderen Thesen einfach keine Diskussion zulassen.

das ist keine Zensur wer sich nackt mit nutella einreibt und sagt ich bin der Messias mit dem Diskutiert man einfach nicht.

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hanna_krause 17.03.2019, 20:53
52. generelles Kommentar zur Spiegel Berichterstattung

Eigentlich ist dies ein Kommentar zur gesamten Berichtserstattung des Spiegels, was das Attentat in Christchurch angeht, besonders in den ersten Stunden danach:

Ich lebe jetzt schon seit vierzehn Jahren in Christchurch. Als das Attentat am Freitag passiert ist bekamen wir Botschaften von Freunden aus den Us, Japan und Australien. Aus Deutschland bekam ich drei Zeilen in einer e-mail von meiner Familie einen Tag spaeter, eine Deutsche Freundin hoerte von ihrer Mutter garnichts. Was hoeren die denn da in den Nachrichten, fragten wir uns und gingen - wo sonst- zu Spiegel Online.

Wir waren beide enttaeuscht ueber die Berichtserstattung: ein paar alte Artikel und press releases hastig zusammengeschustert. Teils irrelevant, oberflaechlich, uninformiert, uninteressiert und herzlos. Nicht schnell genug konnte man sich wieder von den hundert Menschenschicksalen abwenden um zur eigenen pseudointellektuellen Nabelschau zurueckzukehren.

Vielleicht ist es an mir ein bischen oertliche Perspektive beizutragen, dachte ich mir und habe gestern eine ganze Stunde damit zugebracht ein moeglichst wohldurchdachtes Kommentar zu schreiben. Raten Sie mal, was passiert ist, als ich das Kommentar ins Netz stellen wollte? Richtig, Login timed out, Artikel pfutsch. Auch eine Stunde meines Lebens, die ich nicht zurueck bekomme. Naja, dann halt eben nicht, aber den anderen Lesern des Spiegels kann ich nur empfehlen ihre Weltnachrichten naechstes Mal vielleicht aus einer anderen Quelle zu beziehen.

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4711_please 17.03.2019, 20:59
53. Einzeltäter? Manche Journalisten sind schon Mittäter

Sehr seltsam, dass wenige Stunden nach dem Massaker der Terrorist als Einzeltäter charakterisiert wird. Ok, niemand anderes hat offensichtlich noch geschossen, aber a. wie kommt ein Tourist in Neuseeland an Kriegswaffen? Und b. der Stream hat ja ein Zielpublikum, man kann davon ausgehen, dass vorab Leute von der Tatabsicht wussten und sich live am Stream ergötzten. Sind das nicht Mittäter?

Wenn ich an den RAF-Terrorismus zurückdenke, im Diskurs damals gab es das Wort Terrorsympatisant, das wurde auf jeden kritischen Kopf angewendet, z.B. Künstler der 70er. Übertragen auf heute wäre dann wer Sympathisant?

Die BZ ist ein Hetzblatt übelster Sorte. Solcher Journalismus ist Handlanger, PR-Agent des Terrorismus.

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Wilder Wein 17.03.2019, 21:00
54. Danke!

Viele Medien missbrauchen Terror, um mit Hass ihre Auflagen zu stärken. Damit sind sie Teil des Problems.
Manchmal wünscht ich mir, den Reset-Knopf drücken zu können. Das Internet löschen. Alles auf Anfang, um dann den Aufbau in geordneten Bahnen vorzunehmen…
OK, über „geordnete Bahnen“ lässt sich in einer Demokratie trefflich streiten… Wie wir in Sachen Upload-Filter und Digital-Steuer aktuell erfahren müssen.
Danke, Herr Lobo, dass Sie Stellung beziehen und wie Sie das tun. Man darf den Trollen keine Bühne geben. So wenig Beachtung schenke, wie nur irgend möglich. Aber man muss ihre wahre Natur aufdecken und in die Schranken weisen.
Aber woher kommen die Trolle?
Viele Menschen laufen mit Verletzungen aus der Vergangenheit (persönlicher und kollektiver Art) und wenig Selbstwertgefühl durch die Gegend laufen und suhlen sich im eigenen Leid…
Es ist eine private und gesamtgesellschaftliche Aufgabe dafür zu sorgen, dass aus unseren SÖHNEN UND TÖCHTERN in jeder Hinsicht gesunde, selbstbewusste, gebildete, starke und verantwortungsvolle Menschen werden, die eine lebenswerte Zukunft und bewohnbare Erde vor sich haben.
Doch was tut unsere Politik?
Tut mir leid. Ich kann nicht viel finden.
Aus den politisch aktiven 80ern (Grüne, Atom-Waffen/Kraft-Gegnern, Ostermarsch) ist eine privat-medienkonsumierende träge Masse geworden. Das hat der Herr Kohl mit der Zulassung des privaten TV fein hinbekommen. Brot und Spiele. Aber die Schere in der Gesellschaft wird immer größer.
Globalisierung: Klingt erst mal gut. Aber erfolgreich ist die Globalisierung vorallem für die Konzerne.
Mensch und Natur blieben/bleiben auf der Strecke.
Was auch immer in den letzten Jahren zukunftsweisend war, basierte auf einem „Versehen“: Der Rückzug aus der Atom-Energie (Fukushima), die Ehe-für-Alle, Nicht-Grenz-Schließung für Flüchtlinge.
Aus dem Bauch heraus werden noch immer die richtigen Entscheidungen getroffen. Allein die Umsetzung ist eine Katastrophe, weil der Staat kaputtgespart wurde.
Die lieben Politiker schein den Unterschied zwischen Investieren und Konsumieren nicht zu kennen, glänzen durch Unvermögen, jedenfalls kaum durch Sachverstand.
Sonst würden sie nicht so viel Geld in Prestige-Projekte und Fehlinvestionen verpulvern. Dem Bund der Steuerzahler müsste mehr Rechte haben, als das Schwarzbuch zu schreiben.
Was können wir für die Zukunft tun? Wir müssen die Menschen mitnehmen, alle!
Das Wahlrecht ändern und jedem Menschen seine Stimme geben, vom Neugeborenen bis zum Greis, damit die Politik in Deutschland und Europa die Themen aller Generationen in Angriff nimmt. Dazu gehört auch umfassende Transparenz über Lobbyismus, Einkünfte und Ausgaben aller Art und bei der Erarbeitung von Verträgen (TTIP) und Gesetzen.
Vereine wie der Bund der Steuerzahler, Deutsche Umwelthilfe usw. als demokratische Stimmen müssen mehr Gewicht bekommen.
Unsere Jugend wacht langsam auf und will die Zukunft mitgestalten.
Es gibt viel zu tun.
Herr Lobo machen Sie weiter so! Ihr Podcast gehört zu den wichtigen Stimmen in Deutschland. Ihre Stellungnahmen holen Menschen vom Sofa. Ich weiß, wovon ich sprech…

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underdog 17.03.2019, 21:02
55.

"White supremacists" und Islamisten haben, wenn man es nicht nur oberflächlich betrachtet, sehr viel gemeinsam. Dazu gehört auch das mediale Sendungsbewußtsein und die Infiltration der Netzkultur. Es ist nicht so, dass der Attentäter von Neuseeland terroristisches Neuland betreten hätte - im Gegenteil, das alles erinnert doch stark an die Selbstinszenierung des IS. Es wäre auch verwunderlich, wenn Rechtsextreme aller Art das nicht inspirierend fänden, streben sie doch alle nach dem in ihren Augen "reinigenden" Gewaltexzess. Unterschiede gibt es lediglich in der Kostümierung und ein paar austauschbaren Details.

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tomdabassman 17.03.2019, 21:05
56. @32 BruceWayne

Sie haben leider gar nichts verstanden. Es ist eher unwahrscheinlich, daß er die Tat ohne Internet begangen hätte. Ganz im Gegenteil war wohl alles perfekt auf Netz-Multiplikation optimiert, inklusive Livestream und 'Pressemappe'. Lobo hat eine sehr korrekte Analyse geliefert, und die Konklusion ist: Die (hoffentlich noch) geistig halbwegs gesunde Mehrheit muss den Wahnsinn bekämpfen, wo immer sie in verspürt. Virtuell und vor Allem real.

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kamisk 17.03.2019, 21:33
57. Sorry BZ-Überschrift falsch wiedergegeben !

Wollte der Moschee-Killer die Toten vom Breitscheidplatz rächen? - so lautet die Überschrift der BZ ! Auch wenn dies eine Stufe unter der falsch zitierten Überschrift ist - die Analyse ist sehr gut !!

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pdiezel 17.03.2019, 21:37
58. Die einzige Erkenntnis

Im Grunde genommen werfen Sie Herr Lobo den “rechten Trollen” im Internet vor, sich der gleichen Werkzeuge zu bedienen die auch von den “linken Trollen” im Internet benutzt werden. ( Falschinformationen verbreiten, überspitzte Aussagen treffen und Menschen diffamieren ). Jeder mit halbwegs klarem Verstand, fällt weder auf die einen noch auf die anderen herein. Ansonsten war ihren Kommentar zu lesen, Zeitverschwendung.

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Botschafter der Kokosnuss 17.03.2019, 21:38
59.

14 Mal steht auf der Seite des Artikels das Wörtchen "Troll". Nein, er ist kein Troll. Er ist ein Terrorist und rechter Spinner, aber kein Troll. Trolle sind entweder Fantasiegestalten oder im internetslang sind es eben Leute, die Diskussionen eskalieren möchten, indem sie die ernstgemeinte Diskussion stören. Das betrachten manche sogar als Kunstform. Jedenfalls sind die eigentlich nicht ideologisch gefärbt und ganz bestimmt haben solche Trolle keine Menschen auf dem Gewissen. Die machen sich einen Spaß daraus, Diskussionen zu stören. Es ist für sie nicht das Ziel irgendetwas sachlich/inhaltlich zu beweisen oder ähnliches. Deswegen sind die Trolle ja auch so verpönt, weil sie jede ernst gemeinte Diskussion ad absurdum führen. Die Diskutanten öden sich dann einfach nur noch an. Im gewissen Sinne haben Trolle und Lobos Artikel mehr gemeinsam als Trolle und dieser Terrorist. Denn Lobo stülpt das Wörtchen Troll mittlerweile über alles, was er nicht mag. Er wirft Massenmörder wie diesen Spinner hier in einen Topf mit "Putin-Verstehen" und anderen ungeliebten Personen, die zwar sachlich diskutieren, deren Meinung er aber als verächtlich empfindet. Lobo merkt dabei nicht, wie er die paar echten "Trollen" damit einerseits vollkommen irrational aufwertet, denn die wollen ja nur Diskutanten zum aufgeben bringen, und andererseits solche komplett herausfallenden Einzelpersonen, wie diesem Massenmörder verharmlost und zum ganz ordinäre Randphänomen erklärt, was jeder 14jahrige Mal aus Spaß auch tun könnte. Denn genau das sind nämlich normalerweise die Internet-Trolle, die wir kennen. Es sind vornehmlich Jugendliche Kindsköpfe, die sich einen Spaß daraus machen, andere bei ernsten Gesprächen zu stören.

Lieber Lobo, bitte lass dir Mal ein paar neue Wörter einfallen.
Wenn eine Kolumne von die sich mittlerweile immer nur noch ließt, wie Troll hier, Troll da, bei allmöglichen Themen, dann sollte ich vielleicht lieber sagen: don't Feed the Troll, postet hier lieber nichts mehr.

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