Forum: Netzwelt
Attentate und Internetdienste: Könnte Google, Facebook oder Steam das Grauen verhinde
DPA

Die Attentäter von München, Ansbach und Würzburg waren alle völlig selbstverständlich im Netz unterwegs. Was tun Internetfirmen zur Gewaltprävention - und ist das genug?

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acitapple 28.07.2016, 08:24
10.

Zitat von uterallindenbaum
Meines erhalten gibt es mindestens eine Teilschuld dieser Dienste. Gerade Google hat vollste Kontrolle über was wir schauen. Pflanst sogar Programme zur überwachung in unseren Computern ein. Sie erleben also die Radikalisierung mit. Aber ich sehe auch die Regierungen hier in der Pleite. Denn ws fehlt immer noch eine Reihe an Internet Gesetze.
So ein Unsinn, dann hätte die deutsche Post auch Schuld. Und die Telekom, und Vodafone und so ziemlich jedes Forum, eigentlich alles, worüber sich Daten austauschen lassen. Der ureigenste Sinn des Internets... Dann wären auch Autohersteller schuldig und Straßenbauer und und und...

Schuld sind die Täter und denen nahe stehende Personen, die die Radikalisierung zulassen oder nichts dagegen tun.

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qwertzguy 28.07.2016, 08:28
11. Technisch Ahnungslos?

Wie stellt Ihr euch eigentlich solche Portale und Unternehmen vor? Da spielen und Komkunizieren milliarden Menschen. Wenn jeder Kommentar einzeln reported werden könnte (steam ist voll mit kiddies, die den ganzen Tag nur rumheulen etc.), wäre das nicht mehr kontrollierbar.

Denke eher, dass bei einer gewissen Anzahl an Meldungen eines Mitglieds zunächst ein automatischer Prozess die Leute kontrolliert und dann, bei Bedarf einen Mitarbeiter informiert.

Zu der heuchlerischen Reaktion hier - permanent pienzt Ihr wegen zu viel Kontrolle durch US-Firmen, NSA und co. Plötzlich soll für Spieler eine Ausnahme gemacht werden.

Dann hätte ich auch gern die Vorratsdatenspeicherung - aber nur für ausgewählte Personenkreise.

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merrailno 28.07.2016, 08:30
12. Wer...

über die Idiotennetzwerke kommuniziert muß sich über entsprechende Lautäusserungen nicht wundern!

Hier wären aber erstmal offizielle Stellen, Medienunternehmen, die Wirtschaft aufgefordert ihren Betrieb auf diesen Schwachmatenplattformen einzustellen.

Und zum wiederholten Male, es sind keine "sozialen" Netzwerke denn dann sozialisierten sie die die Nutzer, es sind Gesellschaftsnetzwerke die einen Spiegel der Gesellschaft und ihrer Ideologie darstellen.

Solange aber die Fratzenbuch, Twitter, und Whatsapp Fanboys und -girls das mangels Intelligenz nicht verstehen wird sich an den Beiträgen dort nichts ändern.

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AmyYma 28.07.2016, 08:39
13. Es ist ...

... keine Frage, was Konzerne oder firmen tun sollten, sondern eine Frage, was die Gesellschaft tut.
Wenn junge Menschen so abdriften, dann liegt das nicht an Ballerspielen oder ähnlichem, dann ist in deren Leben seit vielen Jahren einiges in eine falsche Richtung gelaufen.
Die Schulen könnten hier präventiv agieren, wenn man diese personell besser ausstatten würde. Das tut man aber nicht, weil es Geld kostet.
Und dann werden Scheindebatten geführt.

Es ist ein Problem der Gesellschaft und nicht von Meldebuttons und ob sich Konzerne, die rein kommerzielle Interessen haben, irgendwie reagieren müssten!

Lasst die leute mit ihren Problemen alleine, grenzt sie aus und es gibt solche Ergebnisse.

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Kometenhafte_Knalltüte 28.07.2016, 08:49
14. Quatsch!

Eine Teilschuld bei den Facebook, Google und Co zu suchen ist der berühmte Griff nach dem Strohhalm, die Suche nach einem Schuldigen wo ein Schuldiger nicht greifbar ist!

Anstatt die wahren Problemursachen anzusprechen, soziales Umfeld und gesellschaftliche Anerkennung, welche ihre Grundlage in der Infrastrukturbereitstellung (Schule, Lebensumstände, Wohlhaben) des Staates haben, schlagt ihr lieber in die gleiche Kerbe wie Politiker.

Man will schnelle und einfache Lösungen präsentieren.

Vergleicht doch mal:

Terroristen telefonieren. Ist damit eine Teilschuld bei der Telekom zu suchen, weil sie nicht jedes Gespräch überwacht und "bedrohliche" Inhalte herausfiltert?

Mörder setzen Äxte und Messer ein. Ist der Mitschuldige der Baumarktverkäufer, weil er Äxte an jeden verkauft? Oder der Hersteller von Küchenmessern, weil er jeden Hausmann glücklich machen will, statt beim Verkauf zu prüfen, wer das Messer kauft?


Wenigstens beendet ihr den Artikel mit der sehr richtigen Aussage: "...Wenn ein junger Mensch wirklich Amok laufen will, helfe bei einer fortgeschrittenen Radikalisierung aber auch kein Steam-, Facebook- oder Twitter-Hinweis mehr..."

Es ist einfach Quatsch zu sagen, Facebook, Google und Co. tragen zur Radikalisierung bei! Sie sind ein Ausdrucksmittel von ohnehin bereits radikalisierten Leuten, denn die Radikalisierung findet im Alltag statt!

Es sind Austauschplattformen, wie der Schulhof, der Jugendclub, die Moschee, ... und eben auch das Internet. Überall findet Radikalisierung statt. Dann seit konsequent und verlangt, das Lehrer "Gefährder" sofort vom Schulalltag ausschließen, Sozialarbeiter Jugendliche sofort des Jugendclubs verweisen, und Imame sofort den fanatischen Gläubigen des Hauses verbannen.

Und dann, mmh? Ach dann wären "die" ja allein und ihre Radikalisierung wäre gebannt? Mitnichten!

Schon mal den Punkt beleuchtet, das offen zur Schau getragene Radikalisierung (wie in FB, Google und Co gepostet) auch zur Deradikalisierung beitragen kann, weil man damit immer auch mit der Gegenreaktion durch sein (persönliches und soziales) Umfeld konfrontiert wird?

Der Mensch lernt sein Leben lang, und manche spannen den Bogen sehr weit wie sie mit ihrer Art in ihrem Umfeld ankommen. Aber genau das ist doch der Sinn und Zweck des "Aneckens". Manche lernen es nur durch ihr Umfeld, statt durch "eigenes" Nachdenken.

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markus.pfeiffer@gmx.com 28.07.2016, 09:08
15. Google kann es vorher wissen

Als ich vor knapp 2 Wochen erstmals nach ca. einem Jahr wieder aufs Fahrrad gestiegen war (und damit ca. 10 km zurückgelegt hatte, mit Handy, bei dem das GPS eingeschaltet und das Google-Konto angemeldet war. Mit dem Handy gemacht habe ich während der Fahrt nichts), hat Google mir am Tag danach für ca. 36 Stunden konsequent Werbeanzeigen für Comfort-Sättel eingeblendet. Mir fiel das nur auf, weil ich aufgrund meines sportlich geschnittenen Sattels nach so langer Zeit in dieser Zeit tatsächlich die entsprechenden Schmerzen hatte :-)

Aber erstaunlich daran fand ich, dass der Google-Algorithmus nicht nur erkannt hat, dass ich mich (vermutlich aufgrund der Bewegungsgeschwindigkeit) mit dem Fahrrad bewegt hatte, sondern auch, dass ich das davor sehr lange nicht gemacht hatte mit den entsprechenden Folgen!

Was ich mit meiner Geschichte sagen möchte: Wenn der Algorithmus in der Lage ist, in dem Fall die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen, müsste er es bei einem potentiellen Amokläufer/Attentäter eigentlich auch können - und das könnte zumindest für einen Warnhinweis an entsprechende Stellen (z.B. Polizei, die dann beratend auftritt und eventuell weitere Beratung vermittelt) genutzt werden.

Mir ist klar, dass ich mich mit dem Vorschlag unbeliebt mache. Aber warum das Netz nur nutzen, um alle möglichen Bilder, die neuesten Horrormeldungen und jede noch so krude Verschwörungstheorie zu verbreiten? Warum es nicht auch dafür nutzen, die eine oder andere grauenvolle Tat zu verhindern und - im Falle von potentiellen Amokläufern/School-Shootern - einem Menschen in Not (endlich) zu helfen?

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conductor 28.07.2016, 09:17
16. Ja genau!

... und der nächste Amokläufer oder Attentäter nennt sich Spiegel-Online und dann wird diese Website verboten. Ich habe hier schon weit bessere Ideen zur Bekämpfung des radikalisierten Islams und radikalisierter Einzeltäter gelesen. Teresa Sickert denken Sie mal darüber nach. Stichwort: Integration! Ja, dumm ist nur wenn man sich nicht integrieren will und die Bevölkerung dann in die berühmte Röhre guckt.

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acitapple 28.07.2016, 09:17
17.

Zitat von AmyYma
Die Schulen könnten hier präventiv agieren, wenn man diese personell besser ausstatten würde. Das tut man aber nicht, weil es Geld kostet. Und dann werden Scheindebatten geführt. Es ist ein Problem der Gesellschaft und nicht von Meldebuttons und ob sich Konzerne, die rein kommerzielle Interessen haben, irgendwie reagieren müssten! Lasst die leute mit ihren Problemen alleine, grenzt sie aus und es gibt solche Ergebnisse.
Sehr guter Punkt: warum werden so viele Mrd. in Großprojekten verplempert anstatt das Geld mal in die Bildung zu stecken und kleinere Klassen zu ermöglichen ?

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burnedout 28.07.2016, 09:17
18. Willkommen in Deutschland

Man öffnet die Grenzen für vom Krieg traumatisierte und verfolgte Menschen und nach den ersten zu erwartenden Anschlägen, rufen deutsche Behörden bei Computerspielfirmen an und fragen was diese tun können? Bin ich der Einzige der das ziemlich bescheuert befindet?

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meineeine020 28.07.2016, 09:27
19. Zu kurz gedacht!

Zitat von nesmo
Fakebook und die Internetindustrie verdient Unmengen, wird zum größten Medienzenter der Welt und schafft gleichzeitig die Strukturen der Verbreitung von Hass und Terror. Hier muss endlich angesetzt werden, die Bekämpfung vom Kopf auf die Füße zu stellen. Natürlich ist jede Einschränkung des Netzes ein Problem, aber man muss nachdenken, wie man das rechtstaatlich lösen kann, man darf es jedenfalls nicht einfach als unabänderlich weitertreiben lassen
Das geht doch gar nicht weit genug. Das Internet dient doch nur der Vorbereitung. Die Wirkliche Tat/Terror fand bisher immer ausschließlich im öffentlichen Raum statt. Darum fordere ich, dass das der öffentliche Raum Eingeschränkt werden muss. Ich stelle mir so etwas vor wie Taschenkontrollen und Abtastungen an jeder Wohnung- bzw. Haustür. Der freundliche Mitarbeiter verteilt dann an die potenziellen Täter (alle Menschen die in den öffentlichen Raum wollen) GPS Tracker und 360 Grad Kameras. Diese müssen jederzeit betriebsbereit sein und eingeschaltet sein. Dafür zuständig ist der potenzielle Täter. Beim kleinste Verdacht der Zuwiderhandlung folgt die Todesstrafe. Die Todestrafe wird Just in time durchgeführt über den Killswitch (Kopf+Sprengstoff) der ebenfalls mit ausgegeben wird. Auch hier gilt bei Zuwiderhandlung löst der Killswitch automatisch aus, der eine Manipulationskontrolle eingebaut hat falls man versucht ihn abzunehmen. Für einstweilige Fehlfunktionen haftet weder der Hersteller noch die Überwachungszentrale.
Der GPS-Tracker und Kamerabild wird selbstverständlich Live in die Einsatzzentrale gesendet. Da dort viel Bildmaterial anfällt, das ausgewertet werden muss, wird reglementiert, dass sich nie mehr Leute im öffentlichen Raum aufhalten dürfen als Überwacher vor den Bildschirmen sitzen. Wenn mehr Raus wollen gilt "First come, first served", es sei den man entrichtet eine angemessene Spende an die Überwachungszentrale. Damit kann man in der Schlange nach vorne rücken.

Ich denke das solle alles rechtsstaatlich geprüft werden und dann eingeführt werden, den eigentlich ist mir das egal ob es rechtsstaatlich ist. Dann haben wir endlich wieder unsere Freiheit zurück, den Freiheit gibt es nicht ohne Sicherheit.

Wer Ironie findet darf sie behalten.

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