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Aufbau von Funkmasten: Streit um Scheuers Mobilfunkpläne
Jörg Carstensen/dpa

Mit staatliche Sendemasten will der Verkehrsminister Funklöcher schließen lassen. Doch in den Ministerien regt sich nach SPIEGEL-Informationen Widerstand gegen den Plan.

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Lankoron 28.10.2019, 11:34
1. Man will also

genau so ein Unternehme gründen, wie man es vor Jahren zerschlagen hat...Die Post hatte die Kabel, die hat man der Telekom geschenkt, und jetzt muss man wieder, ohne die Finanzen aus den frequentierten Bereichen, die unterentwickelten Gebiete selber anschließen. Da liegt doch das eigentlich Problem, die Vermischung und nur sehr sehr langsam brechende Monopolstellung von Netzbesitzer und Anbieter von Telekommunikationsleistungen.

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Hans-Dampf 28.10.2019, 12:05
2.

Statt nun an selektierten Stellen Funkmasten zu errichten, hätte man doch gleich alle Funkmasten und die dazugehörigen Module sowie Zuleitungen verstaatlichen können und die Mobilfunkanbieter hätten die Leistung gegen entsprechendes Entgelt gemietet. Klar, dass die Anbieter zuerst Metropolregionen versorgen und "auf dem Land" erst einmal wenig Tatendrang verspüren.

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neurobi 28.10.2019, 12:26
3.

Zitat von Lankoron
genau so ein Unternehme gründen, wie man es vor Jahren zerschlagen hat...Die Post hatte die Kabel, die hat man der Telekom geschenkt, und jetzt muss man wieder, ohne die Finanzen aus den frequentierten Bereichen, die unterentwickelten Gebiete selber anschließen. Da liegt doch das eigentlich Problem, die Vermischung und nur sehr sehr langsam brechende Monopolstellung von Netzbesitzer und Anbieter von Telekommunikationsleistungen.
Nun ja, nicht nur der Telekom. Vodafon hat ja das Breitbandkabel geerbt.

Ich finde es aber immer wieder erstaunlich, dass Gewinne privatisiert und Lasten sozialisiert werden.
Das hätte man doch im Zuge der 5G-Ausschreibung regeln können.
Dann hätte es vielleicht ein oder zwei Bewerber weniger gegeben und die Erlöse wären geringer gewesen. Aber nein, lieber wieder Steuergelder verwenden und am Ende übersteigen die Ausgaben den Mehrerlös der Auktion um ein vielfaches.

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2cv 28.10.2019, 12:33
4. Staatlich zu organisieren und zu betreiben... GAU!

Was für ein Wahnsinn. Die privatwirtschaftlich geführten Netzbetreiber können sich die Rosinen picken, und alles was für Vodafone und Co. nicht lukrativ ist, zahlt dann der Steuerzahler? Wie schwach sind denn die Auflagen der Bundesnetzagentur?? 100% geographische Abdeckung. Nicht mehr und nicht weniger. So einfach wären sie. Wenn man denn wollte...

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rainerspielberg 28.10.2019, 12:37
5. Mal wieder am Ziel vorbei

die Aufgabe der Politik wäre es sie Genehmigungsverfahren erheblich zu vereinfachen: Abschliessende Genehmigung von Masten nach spätestens 3 Monaten, Genehmigung zur vereinfachte Verlegung der benötigten Anschlusskabel, Pflicht zur Bereitstellung von Gebäuden durch staatliche Stellen , Fläche durch alle staatlichen Stellen.
Bauen können andere besser.

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6. Auf die zweimalige Erfahrung zurückgreifen

Vieleicht ist es sinnvoller - und auch preiswerter - erst mal jeden Teilnehmer in ganz D mit einem Glasfaseranschluss zu versorgen. Mobil schön und gut. Die ernsthaften Dinge passieren über das Fiber Optic Netz. Und da haben wir gute Erfahrung mit, denn es wurde schon zweimal jeder Haushalt mit Kabel versorgt. Das erste Mal mit Elektrizität. Und das zweite Mal mit Telefon.

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herbert.echzell 28.10.2019, 12:50
7.

Nichts anderes, als mit dem sozialen Wohnungsbau.
Das, was an staatlicher Infrastruktur vorhanden ist, wird zunächst zerschlagen und dann an private Unternehmen verscherbelt.

Und Jahre später wird es auf Staatskosten erneut wieder aufgebaut, um die, durch die Privatisierung entstanden Missstände wieder zu beseitigen.

Mit der Bahn zeichnet sich ähnliches ab. Und bei den Autobahnen, hat man jetzt auch schon damit angefangen, sie - noch unter staatlicher Ägide - für die Verscherbelung an private Investoren mundgerecht vorzubereiten.

Zu nichts anderem dient doch diese (noch staatliche) Infrastrukturgesellschaft.

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suomi1983 28.10.2019, 12:55
8. Anstatt immer mehr Funkmasten aufzustellen,

die zu einer immer stärkeren elektromagnetischen Feldstärke mit gesundheitlich möglicherweise katastrophalen Folgen führen werden (siehe aktuelle Erkenntnisse der NTP und Ramazzini-Studie), sollte man mal nach gesundheitsverträglichen und nachhaltigen Konzepten Ausschau halten. Funktürme als 24/7 Dauerstrahler dürfte es aus gesundheitliche Gesichtspunkten überhaupt nicht geben. Besser wäre es, mithilfe von Kleinfunkzellen und einer Trennung von Indoor- und Outdoorversorgung eine auch aus gesundheitlichen und dem Vorsorgeprinzip entsprechenden Gesichtspunkten verträgliche Lösung anzugehen. In der Zwischenzeit würde es vielerorts schon helfen, Anbieter bestehender Funktürme zu lokalem Roaming zu verpflichten.

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c.PAF 28.10.2019, 13:09
9.

So ein Blödsinn. Bei der Vergabe der Frequenzen hätte zur Auflage gehört, daß der ansprechende Bereich auch flächenmäßig zu 99.9% abzudecken ist. Fertig.
Die Mobilfunkunternehmen hätten es gewußt und eine Mischkalkulation erstellen können.

Wenn ich da an die Mobilfunkabdeckung in Schottland denke... Nein, natürlich nicht zu 100%, aber guter Empfang in Gegenden, da vollkommen unbewohnt waren. In Deutschland vollkommen undenkbar. Dort gibt es sogar Funklöcher in bewohnten Gegenden bzw. zwischen zwei Städten (jeweils ca. 20.000 Einwohner), die nur 15km auseinander liegen. Peinlich für Deutschland!

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