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Beleidigende Kommentare: Presserat will Regeln für Foren einführen

Der Deutsche Presserat will Regeln für Leserbeiträge in den Foren deutscher Medien festlegen. Beleidigungen und Schmähungen sollen dort nicht mehr geduldet werden. Forenbeiträge sollen behandelt werden wie Leserbriefe.

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Fluglärmfreund 17.02.2014, 13:28
10. Super Idee !!

Endlich passiert etwas, Diesen teilweisen unterirdischen Kommentaren muss ein Riegel vorgeschoben werden.
Ich bin manchmal ūber dieses Boulevardniveau erschūttert. Warum nicht auch Klarnamenzwang ?
So, los geht das Bashing....

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Indigo76 17.02.2014, 13:28
11.

Zitat von sysop
Der Deutsche Presserat will Regeln für Leserbeiträge in den Foren deutscher Medien festlegen. Beleidigungen und Schmähungen sollen dort nicht mehr geduldet werden. Forenbeiträge sollen behandelt werden wie Leserbriefe.
Ich habe nichts dagegen, wenn in Foren, wie diesem hier, ein bestimmter Ton vorraisgesetzt wird und Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, nicht veröffentlicht werden. Allerdings sollte man dann aber auch ein besseres System einführen, als den Würfelbecher. Hier bei spon habe ich die Kriterien noch nicht verstanden, nach denen ausgesiebt wird. Da liest man Kommentare, die vor Hass nur so sprühen und auf der anderen Seite sind von mir schon haufenweise Kommentare nicht veröffentlicht worden, an denen nichts zu beanstanden war. Ich schreibe ganz gern mal sarkastisch, aber das ist dann auch immer erkennbar.

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io_gbg 17.02.2014, 13:28
12.

Zitat von sysop
Der Deutsche Presserat will Regeln für Leserbeiträge in den Foren deutscher Medien festlegen. Beleidigungen und Schmähungen sollen dort nicht mehr geduldet werden. Forenbeiträge sollen behandelt werden wie Leserbriefe.
Sehr sinnvoll. Ohne Moderation geht es in der Anonymität (na ja...) des Internets nicht.

Ich finde schon, dass bei SpOn weitaus zuwenig moderiert wird. Was da zum Teil an Unhöflichkeit und Off-Topic durchgeht, ist unerfreulich.
Bei der ZEIT wird das meiner Ansicht nach wesentlich klarer gehandhabt – dafür bleiben die Diskussionen dann aber auch im Rahmen eines zvilsierten Umgangs.

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anettejazz 17.02.2014, 13:28
13. Danke!

Das ist eine sehr gute Nachricht.
Mich hat die Forenkultur - wenn man denn überhaupt von einer solchen sprechen kann - schon immer angewidert.
Egal, wie anspruchsvoll die Artikel sind, in den Foren herrscht stets unterstes Stammtischniveau, von "diskutieren" keine Spur.

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Der Terraner 17.02.2014, 13:30
14. Wird auch Zeit

Allerdings sollte auch SPON viel stärker eingreifen. Rund 60 - 80 % der Beiträge hier würde man wohl nie und nimmer als Leserbrief veröffentlichen.

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pepeott 17.02.2014, 13:31
15. Es geht weiter...

Die Meinungsfreiheit des mündigen Bürgers wird weiter eingeschränkt. Diese Regierung erinnert immer mehr an eine machtgeile Diktatur.

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leser-fan 17.02.2014, 13:31
16. Richtig aber

wer entscheidet nachbjuristischen Kriterien wenn es sich um Beleidigung oder Verleumdung handelt; schon für Juristen schwierige Problematik.

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gog-magog 17.02.2014, 13:32
17. Das Grundgesetz sieht keine Zensur vor

Zitat von sysop
Der Deutsche Presserat will Regeln für Leserbeiträge in den Foren deutscher Medien festlegen. Beleidigungen und Schmähungen sollen dort nicht mehr geduldet werden. Forenbeiträge sollen behandelt werden wie Leserbriefe.
In der Tat müssen wohl Regeln eingehalten werden, aber trotzdem bleibt die fragwürdige Tatsache, wer denn nun konkret den Richter spielen will, der über eine evtl. gefühlte "Beleidigung" richtet und einen Beitrag zensiert? Bei offenen Beschimpfungen direkter Art, dürfte das ja wohl kein Problem sein, aber wie ist es mit harsch vorgetragener, aber berechtigter Kritik, die sich z. B. an nicht namentlich genannte Politiker richten? Da fühlt sich schnell jemand beleidigt, der vielleicht gar nicht angesprochen wurde und schon ist der Zensor am Werk. Und wer entscheidet, ob etwas satirisch gemeint ist, also erlaubt, anderes aber nicht? Sollen die Foren-Redakteure und -Betreuer also rechtlich geschult werden, um dann eine Art richterlicher Zensor zu sein?

Meiner Meinung nach sollte die Zensur beschränkt sein auf konkrete namentliche Beleidigungen bestimmter Personen, wobei bei öffentlichen Personen, z. B. Politikern, großzügiger veröffentlicht werden sollte. Wäre dies nicht der Fall, dann bräuchte man die Foren nicht mehr weiter ernst nehmen. Political correctness kann man in Diktaturen durchsetzen, in Demokratien nicht. Davon lebt schließlich die Demokratie, dass auch mal geschimpft wird, um berechtigter Kritik die notwendige Durchschlagskraft zu verschaffen. Samthandschuhe nimmt doch kein Politiker ernst.

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Wladimir_Andropowitsch 17.02.2014, 13:32
18. Was ist eine Schmähung, was ist eine Beleidigung

Mit einschlägigen Erfahrungen im Umgang mit den Begriffen Schmähung und Beleidigung in der DDR und zwischen 1984 und 2008 in der VR China, stelle ich mir reflexartig die Frage, was ist eine Schmähung und was ist eine Beleidigung?

Nach langwieriger Analyse der real-existierenden politischen Arbeit, gemessen an den Ergebnissen der Gesetze, die von deutschen Ministerialen ausgearbeitet und vom Deutschen Bundestag beschlossen wurden, bleibt als Fazit nur noch eine Feststellung: Der Deutsche Bundestag besteht mehrheitlich aus Klientel- und Lobbygruppeninteressenvertretungsparlamataristen (nicht zu verwechseln mit echten Volksvertretern, die über ein Wählervotum zu dieser Machtfunktion gelangt sind.

Ist das eine Schmähung des Deutschen Bundestages und der in ihm vertretenen gewählten Abgeordneten? Oder ist das Ausdruck meiner politischen Überzeugung und Meinung, die ich aufgrund meines Studiums der Praxis erlangte und die mir womöglich schon bald im Munde umgedreht und, wie dereinst schon in der Ostzone, zur Schmähung erklärt wird?

Ist es eine Beleidugung, wenn ich einen gewählten Volksvertreter ob seiner in ihren Auswirkungen diskriminierend, diskreditierend, ausgrenzend, entrechtend, entmenschlichend und schlussendlich auch noch enteignenden Gesetzesbeschlüsse als einen ständisch-korporativen Gangsta und verantwortungslosen Erbbesitzstandsfeudalgesellschaftshuligan bezeichne?

Wird nun aus der deutschen Demokratie mit ihrer freiheitlich-demokratischen Verfassung, auch Grundgesetz, nun schon bald die neue teutsche Geldwirtschaftsditakratur mit einem pseudo-demokratischen Parlamentsmäntelchen, unter dem sich doch nur noch Schimpf und Schande zu verbergen suchen?

Ist es so ein Deutschland, das die deutschen Michel und die deutschen Gretchen wollen?

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Tom Joad 17.02.2014, 13:32
19. Ja ... Wenn die Trolle in der Minderzahl wären ...

Zitat von gestandeneFrau
Forentrolle gibt es überall. Das muß man aushalten können.
Mir macht es keine Freude, bei vielen Themen (nicht bei allen) für die 10 Prozent an Beiträgen, die interessant sein könnten, auch die 90 Prozent an Beiträgen überfliegen zu müssen, die außer Pöbeleien, Beleidigungen und schlechter Ausdrucksweise inhaltlich so gar nichts zu bieten haben. Von daher unterstütze ich die Idee des Presserats.

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