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Bezahl-Internet der Telekom: "Die Pläne erschrecken uns"
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Kosten ruckelfreie Online-Spiele oder Streams bald mehr? Die Pläne der Telekom, Überholspuren für bestimmte Webdienste einzuführen, sorgen für Aufregung. Eine Umfrage bei Tech-Firmen.

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Hank-the-Voice 30.10.2015, 17:50
160. Wem gehört das Netz?

Mit Steuermilliarden wurde das Unternehmen börsenfein gemacht, ein Jahrzentelanges Monopol bis hin zum Endgerät hat die Konten prall gefüllt. Und nun das.... Grundbedürfnisse wie Verkehr, Wassser, Gesundheit, Strom und Wohnraum dürfen nicht von Heuschrecken monopolisiert werden.

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roadrunn0r 30.10.2015, 17:50
161. Verhätnismäßigkeit

Online-Spiele, die traffficmäßig anspruchsvoll sind, verursachen pro Spieler maximal 50Mb/h Traffic - eher weniger. Auch zu ISDN Zeiten konnte man schon WOW und Co spielen. Das ist ein Witz an Datenvolumen. Ein Netflix Film in HD hat eine Datenrate von 5 Mbit. D.h. ein zweistündiger Film sind ca 4.5 Gigabyte.

Ein Film zu schauen entspricht also 90 Stunden durchzocken. Wird sowas auch berücksichtigt?

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gctuser 30.10.2015, 17:50
162.

die Annahme mancher hier, dass man als Normalnutzer ohne Netflix-Account bessere Übertragungsqualität bekommt, wenn Netflix sich in die Überholspur einkauft, ist wirklich abenteuerlich.

Die Telekom wird im Zweifelsfall dafür sorgen, dass vertragliche Verpflichtungen gegenüber Netflix erfüllt werden. Ohne jegliche gesetzliche Verpflichtung wird ihr die Übertragungsqualität anderer Nutzer herzlich egal sein.

Sie wird die Mehreinnahmen eben nicht zur Schaffung zusätzlicher Kapazitäten nutzen - im Gegenteil: die Kapazitäten werden eher bei den Nichtzahlenden Nutzern abgezogen. Alles andere wär aus Sicht der Telekom kaufmännisch vollkommen sinnlos.

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geishapunk 30.10.2015, 17:52
163.

Zitat von tkedm
Seltsam, dass gerade Telekom-Kunden (inkl. mir mit einer 200 Mbit/s-Leitung) Probleme mit YouTube und anderen Streamingdiensten haben.
Das ist nicht seltsam, das hat etwas mit dem Peering zu tun.

Und häufig eben auch am Zielserver (Beim Beispiel YT ist es aber erst einmal das Peering-Thema).

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schlafes.bruder 30.10.2015, 17:53
164. Also solchen Schwachsinn wie Sie . . .

Zitat von eternalchii
War ja klar, dass völlig ahnungslose Internetnutzer sich den Beschwörungsrufen der sogenannten Internetbefreier hingeben und gern in Kauf nehmen, dass im Extremfall jemand auf dem Operationstisch stirbt, weil im Namen der Internetfreiheit die Daten für den OP-Robotter nicht vor dem Pornostream priorisiert werden darf - oder der Notruf unterbrochen wird, weil zuviele Leute sich illegale Inhalte per Torrent ziehen. Bloss nicht differenzieren, das wäre ja kontraproduktiv, oder?
. . . zu posten, ist auf jeden Fall kontraproduktiv. Glauben Sie, der Chirurg macht Heimarbeit und steuert die OP-Geräte mit dem Tablet vom Sofa aus, während er Tatort sieht?

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Justitia 30.10.2015, 18:13
165.

Zitat von mueller23
Dass die Übertragungszeit des Datenvolumens von der Geschwindigkeit abhängt.... Mehr muss man zu einem solchen Beitrag nicht sagen.
Auch Sie haben es nicht verstanden. Der Kunde erhält keine höhere Datenmenge sondern soll lediglich für die höhere Geschwindigkeit direkt oder indirekt zahlen. Einzig massgebliche Messgrösse für den Preis bestimmter Dienste soll also die Geschwindigkeit sein. Dass davon abhängig sich weitere Größen ergeben, tut nichts zur Sache.

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paul.proll 30.10.2015, 18:18
166. Netzneutralität

Der Öttinger ist doch schon 62 Jahre alt, nach Merkelscher Definition Generation "Internet Neuland", also der hat doch null Ahnung, weiss doch überhaupt nicht worum es geht.

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Justitia 30.10.2015, 18:20
167.

Zitat von Hank-the-Voice
mehr fällt mir dazu nicht ein. Mit Steuermilliarden wurde das Unternehmen börsenfein gemacht, ein Jahrzentelanges Monopol bis hin zum Endgerät hat die Konten prall gefüllt. Und nun das.... Grundbedürfnisse wie Verkehr, Wassser, Gesundheit, Strom und Wohnraum dürfen nicht von Heuschrecken monopolisiert werden.
Exakt so ist es. Die Telekom hat den Netzausbau völlig verschlafen, als sie mehr als genügend Geld in der Kasse hatte. Sie hat katastrophale Managementfehler begangen, als sie zB in den Mobilfunkmarkt der USA einstieg. Hätte man das dort verbratene Geld in den Netzausbau des Heimatmarkts investiert, müsste man heute nicht versuchen, über eine Verabschiedung der Netzneutralität weitere Einnahmen zu generieren. Nun fehlt angeblich das Geld für den Heimatmarkt und die Kunden des Heimatmarkts sollen letztendlich die Managementfehler der Telekom bezahlen.

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geishapunk 30.10.2015, 18:31
168.

Zitat von Hank-the-Voice
Mit Steuermilliarden wurde das Unternehmen börsenfein gemacht, ein Jahrzentelanges Monopol bis hin zum Endgerät hat die Konten prall gefüllt. Und nun das.... Grundbedürfnisse wie Verkehr, Wassser, Gesundheit, Strom und Wohnraum dürfen nicht von Heuschrecken monopolisiert werden.
Da ist ja diese urbane Legende wieder, ich hatte schon darauf gewartet. Nein, das Netz wurde nicht mit Steuergeldern bezahlt, nicht ein Meter. Das hat die Deutsche Post damals alles selbst bezahlt.

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h.weidmann 30.10.2015, 18:36
169.

Zitat von querdenker42
Würde eigentlich jemand auf die Idee kommen dass ein ICE Ticket nur so viel kosten darf wie das für den Bummelzug? Oder dass ein Einschreiben per Express genauso billig sein muss wie eine Postkarte? Der Wahlspruch der Netzneutralitäts-Protagonisten, dass jedes Bit gleich sei, ist schlicht falsch! Verschiedene Dienste haben unterschiedliche Anforderungen und Wertigkeit und es sollte genau wie in anderen Bereichen erlaubt sein dass auch in der Preisgestaltung abzubilden. Wir sprechen hier von Ressourcen die ordentlich Geld kosten und von Unternehmen bereitgestellt werden, die keine wohltätigen Organisationen sind, sondern Geld verdienen müssen. Wenn ich diese Ressourcen bevorzugt nutzen will (ruckelfreie HD Videos, Online Spiele ohne spürbare Latenzzeiten etc.) sollte es in Ordnung sein wenn das extra kostet. Natürlich muss darauf geachtet werden dass der Aufschlag maßvoll ist, andere Dienste immer noch vernünftig nutzbar sind und jeder Anbieter von Inhalten die Priorisierung nutzen kann. Mit entsprechend gesetzten Leitplanken sollte die Bundesnetzagentur in der Lage sein, genau dafür zu sorgen.
Ich verstehe diese Argumentation nicht.

Angenommen, Sie und ich haben einen Zugang bei der Telekom mit gleicher Bandbreite und wir zahlen den selben Preis.

Ich streame und spiele online, Sie nicht.

Nun knöpft die Telekom mir mehr Geld ab, weil ich ja streame und spiele. Dafür werden Sie ausgebremst, zahlen aber immer noch den selben Preis.

Um nun wieder das zu haben, was Sie vorher hatten, müssen Sie mehr Geld locker machen.

Wollen Sie das wirklich?

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