Forum: Netzwelt
BGH-Urteil: Betreiber offener W-Lans riskieren Abmahnung

Wer ein W-Lan nicht per Passwort schützt, setzt sich künftig juristischen Risiken aus: Der Betreiber eines ungeschützten W-Lans kann laut einem Urteil des Bundesgerichtshofes künftig zur Unterlassung verurteilt werden kann, wenn über seinen Anschluss Illegales geschieht.

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mimas1789 12.05.2010, 10:40
1. Freiheit

nur für Menschen wie Pelhem, aber bloß nicht für ander.

Ich bin für ein kontrollfreies Internet!
Meine Briefe und Pakete öffnet ja auch keiner.

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mirror7 12.05.2010, 10:48
2. Sehr bedenklich

Ich halte das Urteil für sehr bedenklich. Hiermit wird der normale, in den meisten Fällen ehrliche, aber vielleicht in Sachen Netzwerke eher unbedarfte Bürger zum Sündenbock gemacht. Hier stellt der BGH wirtschaftliche Interessen vor den Schutz seiner Bürger vor schadensersatzwütigen Musikfirmen, die einen Ausweg aus immer weiter fallenden Verkaufszahlen suchen. 3p @ Co: Vielleicht liegt diese Vekaufsflaute nicht an Raubkopien sondern an der Qualität eurer Produkte.....

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Teufelsbraten 12.05.2010, 10:51
3. Der Beklaute soll in Zukunft ins Gefängnis ?

Dieses Urteil des Bundesgerichtshofs ist eine Pervertierung des Rechtsempfindens! Wenn man diesem Prinzip folgen würde, dann müssten Kaufleute ständig dafür abgemahnt werden, dass es Ladendiebstähle gibt und Bus- und Bahngesellschaften für Schwarzfahrer zur Rechenschaft gezogen werden. Und derjenige, dem unrechtmäßig das Konto geplündert wird, macht sich wohl auch noch strafbar !
Auf so eine Justiz können wir gut verzichten !

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-æ- 12.05.2010, 10:53
4. Verschlüsselung?

Was passiert, wenn ich ein Netz mit WPA sichere und es geknackt wird? Illegal, aber simpel möglich. Wie das anbieten von geschützem Material auch.

Kann der BGH uns auch verknacken, uns neue Router zu kaufen, wenn der aktuelle nur WPA könnte?

Felix Austria, du hast es besser. Jedes bessere Caféhaus bietet offenes W-Lan. Studierenden sei EDUROAM empfohlen. Auch wenn viele Unis noch nicht offiziell in der Liste sind, so laufen doch in vielen schon Tests.

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fschleif 12.05.2010, 10:58
5. Nicht Sperrung, sondern gezielte Einschränkung

Eine Reglementierung von unautorisierten Downloads ist aus Sicht z. B. der Musikindustrie und auch hinsichtlich der Verbeitung von illegalen Inhalten verständlich und nachvollziehbar. Eine generelle Beschneidung von offenen Netzen kann aber nicht die Lösung sein, hiermit wird eine Freiheit gekürzt, die ein wertvoller Teil des modernen Lebens geworden ist.

Ein gangbarer Weg wäre die Festsetzung gesperrter Ports. Somit verpflichtet sich der Betreiber eines öffentlichen Netzes in seinem Zugangsbereich Zugangsports gemäß eines offiziellen Liste zu sperren und somit illegale Nutzung zu unterbinden, ohne die prinzipielle Möglichkeit des freien Surfens einzuschränken.

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hartaberfair 12.05.2010, 11:03
6. NUR noch Mafia ?

Das nutzt eh nur der Provider-Mafia, letztlich wird da der EuGH das letzte Wort haben...

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wildespess 12.05.2010, 11:07
7. Qualität des Passworts?

Zitat von sysop
Wer ein W-Lan nicht per Passwort schützt, setzt sich künftig juristischen Risiken aus: Der Betreiber eines ungeschützten W-Lans kann laut einem Urteil des Bundesgerichtshofes künftig zur Unterlassung verurteilt werden kann, wenn über seinen Anschluss Illegales geschieht.
Sagt das Urteil auch, dass ich mein Passwort geheim halten muss bzw. es nicht 123456 lauten darf?

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darkwingduck 12.05.2010, 11:07
8. Lizenz zum Geld drucken

Zitat von sysop
Wer ein W-Lan nicht per Passwort schützt, setzt sich künftig juristischen Risiken aus: Der Betreiber eines ungeschützten W-Lans kann laut einem Urteil des Bundesgerichtshofes künftig zur Unterlassung verurteilt werden kann, wenn über seinen Anschluss Illegales geschieht.
Da werden sich nun wieder zahllose "Abmahnanwälte" tummeln die dickes Geld einstreichen.

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number12 12.05.2010, 11:13
9. Grr ...

Und somit sind wir hier in Deutschland bald in der digitalen Steinzeit. Moses P, seinen Abmahnanwälten und der Musikindustrie sei dank.

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