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BGH-Urteil: Facebook muss Mutter Zugriff auf Nachrichten verstorbener Tochter gewähre
DPA

Erben dürfen auf das Facebook-Konto eines Verstorbenen zugreifen. Dieses Grundsatzurteil verkündete der Bundesgerichtshof in Karlsruhe. In dem Fall ging es um den Tod einer Jugendlichen in Berlin.

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schmidt-post 12.07.2018, 12:21
30.

Zitat von jowie78
Ich finde das geht gar nicht.. die Tochter hat der Mutter dazu keine Erlaubnis gegeben und ich finde sowas sollte verboten werden.
Doch! Hat sie zu Lebzeiten!
Liest hier niemand mehr die Artikel?

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Stäffelesrutscher 12.07.2018, 12:21
31.

Zitat von muellerthomas
Ich finde das Urteil schockierend. Die private Kommunikation eines Menschen mit weiteren Menschen wird nun Personen zugänglich gemacht, die das alles bisher nicht lesen durften und wo wir auch nicht wissen, ob die Verstorbene das gewollt hätte - von den anderen Betroffenen ganz zu schweigen.
Dann verbrennen Sie bitte sofort alles, was von Franz Kafka auf dem Markt ist.

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sincere 12.07.2018, 12:23
32. Zugang bitte nur zur Klärung des Falles

Auch das Kind verdient es dass die Privatsphäre respektiert wird. Deshalb sollten die Eltern auch nur INformationen darüber haben und sonst nichts.

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treime 12.07.2018, 12:24
33. Erziehung

Zitat von cvk
Gerade in dem Alter und dann noch auf einer Plattform die von den Jugendlichen oft für private bzw. intime Chats, Verabredungen und den Tausch von Bildern genutzt wird. Per gerichtlicher Gewalt und post mortem gezwungen den Eltern zu zeigen was man nicht zeigen wollte. Das hätte sie nicht gewollt. Das Portal verliert auf jeden Fall ein gehörig Maß an privater Rückzugsmöglichkeit. Die ersten Jungendlichen löschen heute ihre Chatverläufe und sortieren Bilder aus...…...
Ähm... Hallo?
Auch das müssen die Kids lernen. Recht und Gesetz. Wenn Jugendliche nicht wollen, das nach ihrem Ableben ihre Nachrichten gelesen werden können, sollten sie diese korrekt verschlüsseln und/oder eben löschen!
Facebook hat NICHT zu entscheiden, welche Daten NICHT an die Erziehungsberechtigten geben. Da digitale Daten nun als "Erbmasse" angesehen werden, müssen sich übrigens nicht nur Jugendliche Gedanken um ihre Daten machen, sondern alle Menschen, die nur allzu freizügig mit ihren Informationen im Netz umgehen.

Es ist schon fast ekelhaft, in diesem Fall das gesprochene Recht als falsch zu deuten, auf der anderen Seite aber hinzunehmen, das Facebook Milliarden an Daten an Dritte weiter gibt. Das interessiert dann keinen?

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max-mustermann 12.07.2018, 12:24
34.

Zitat von muellerthomas
Ich finde das Urteil schockierend. Die private Kommunikation eines Menschen mit weiteren Menschen wird nun Personen zugänglich gemacht, die das alles bisher nicht lesen durften und wo wir auch nicht wissen, ob die Verstorbene das gewollt hätte - von den anderen Betroffenen ganz zu schweigen.
Da gibt es ein ganz einfaches Mittel gegen, "geheime" Gespräche persönlich führen und nicht über irgendwelche Datensammelplattformen, oder per Telefon die werden (außer in Bayern vielleicht) normalerweise nicht mitgeschnitten.
Und wenn mann meint solche privaten Sachen trotzdem über solche Plattformen zu führen dann sollte mann wenigstens so schlau sein und immer seinen "Verlauf" löschen (soweit möglich).

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schmidt-post 12.07.2018, 12:25
35.

Zitat von doppelpost123
Selbstverständlich lese ich die Briefe und das Tagebuch meiner Tochter. Alles klar, völlig normal....
Wenn sie es wie im vorliegenden Fall erlaubt...

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treime 12.07.2018, 12:28
36. Nein

Zitat von manno18
Das gehört mit zur elterlichen Fürsorgepflicht. Wo noch minderjährige Kinder sich weigern Zugansdaten - Logindaten - Passwörter ihren Eltern zu überlassen müssen Eltern auf anderen Wegen, etwa spezielle Tools sich die Daten beschaffen.
Nein! Das ist illegal. Was die Eltern dann machen können, wäre dem Kind den Zugang zum Internet zu verwehren! Das Smartphone wegnehmen, etc.pp. - aber selber geltendes Recht brechen?! Oh man.

Wenn sie die Erziehungsbedürftigen dann ihre Medien / den Austausch bei Dritten besorgen, kann man das eben nicht ändern. Das ist so, als würde man zuhause "böse Bücher" verbieten und das Kind liesst es dann halt bei einem Freund!

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gldek 12.07.2018, 12:32
37. Also - Account löschen bevor man stirbt

Das Urteil spiegelt eine juristische Steinzeitgesinnung zum Schutz intimer Daten wieder. Nicht nachvollziehbar!

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Willi Wacker 12.07.2018, 12:32
38.

Zitat von muellerthomas
Ich finde das Urteil schockierend. Die private Kommunikation eines Menschen mit weiteren Menschen wird nun Personen zugänglich gemacht, die das alles bisher nicht lesen durften und wo wir auch nicht wissen, ob die Verstorbene das gewollt hätte - von den anderen Betroffenen ganz zu schweigen.
Erklären Sie uns, warum FB bei einem ERBE anders behandelt werden soll als seit Jahrhunderten bei Erbschaften üblich.

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kalsu 12.07.2018, 12:32
39. @Korken Nr. 5 "Zwei Dinge"

Dann unterhalten Sis sich mal mit einem Lokführer, dem sowas passiert ist - der einen Menschen von Angesicht zu Angesicht überfahren hat, nichts dafür kann oder keine Chance hat dies zu verhindern. Viele Lokführer, denen sowas passiert ist, fahren keinen Zug mehr, weil sie ständig in Angst leben, sowas wieder erleben zu müssen. Wenn es sich hier um Suizid gehandelt hat, hat er auch ein Recht auf Schadenersatz gegen die Eltern einer 15-Jährigen. So trauig die Geschicht für die Eltern auch sein mag, aber auch der Zugfahrer ist hier Opfer - leider wird das gerne übersehen.

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