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BGH-Urteil: Facebook muss Mutter Zugriff auf Nachrichten verstorbener Tochter gewähre
DPA

Erben dürfen auf das Facebook-Konto eines Verstorbenen zugreifen. Dieses Grundsatzurteil verkündete der Bundesgerichtshof in Karlsruhe. In dem Fall ging es um den Tod einer Jugendlichen in Berlin.

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Willi Wacker 12.07.2018, 12:34
40.

Zitat von Severussupernase
Soviel Blödheit hat gar nicht Platz in dem BGH Gebäude, da sagt sich ein "Senat", wenn der andere so blöd ist, dann können wir das noch übertrumpfen jeder weiß, daß Videoüberwachung auch im Auto illegal ist, trotzdem macht der "BGH" ein Urteil, und verstößt gegen das klare und zutreffende legendäre urteil des EuGH wonach Überwachung unzulässig ist, und dann kommt ein anderer Senat und macht noch mehr .....
Herr, leg mal bitte mehrere Portionen Hirn parat augenroll

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Willi Wacker 12.07.2018, 12:40
41.

Zitat von qoderrat
Und im explizit vorliegenden Fall liegt auch noch ein nachvollziehbarer und schwerwiegender Grund vor, der eine Einsichtnahme rechtfertigt. Ich jedenfalls kann das sehr gut verstehen, dass die Eltern wissen möchten, ob in diesem Fall ein Suizid vorliegt.
Die Motive braucht man doch gar nicht für eine Entscheidung.
Es handelt sich um eine Erbschaft. Warum sollte ausgerechnet FB anders behandelt werden als sonst.
Jemand stirbt, danach haben die rechtmässigen Erben Zugriff auf ALLES.

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muellerthomas 12.07.2018, 12:43
42.

Zitat von max-mustermann
Warum denn nicht, hätte die Tochter ihre Gedanken in Form eines Tagebuches oder Briefen auf Papier niedergeschrieben hätten diese die Eltern/Erben doch auch bekommen.
Was ich auch nicht korrekt finde.

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muellerthomas 12.07.2018, 12:44
43.

Zitat von Stäffelesrutscher
Sie hätte vielleicht vor allem nicht gewollt, vor die U-Bahn gestoßen zu werden. Hätte sie Tagebücher in ihrem Zimmer hinterlassen, hätten die Eltern und die Polizei diese selbstverständlich ausgewertet, um den Verdacht, es habe sich um Mord gehandelt, zu untersuchen.
Ja, die Polizei zur Auswertung. Das ist dann aber etwas anderes als eie Freigabe der Daten.

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cor 12.07.2018, 12:44
44.

Zitat von Moormann
Aber selbstverständlich, sie haben einen Erziehungsauftrag und sind bis zur Volljährigkeit verantwortlich für ihre Kinder.
...und das berechtigt Sie automatisch dazu, sämtliche Nachrichten und Briefe Ihrer Kinder lesen zu dürfen?
Na, hoffentlich haben Sie mit dieser Einstellung keine Kinder.

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Willi Wacker 12.07.2018, 12:45
45.

Zitat von doppelpost123
Selbstverständlich lese ich die Briefe und das Tagebuch meiner Tochter. Alles klar, völlig normal....
Albern.
Wenn Sie einmal sterben, dann können die rechtmässigen Erben die Briefe und Tagebücher auch lesen. Oder sich entscheiden, dass nicht zu tun.
Während mein Nachwuchs lebt, respektiere ich die Privatsphäre.

Für _meine_ Erben habe ich übrigens eine Liste aller Passwörter hinterlegt. Die müssen nur damit klar kommen.

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Crom 12.07.2018, 12:50
46.

Zitat von muellerthomas
Ich finde das Urteil schockierend. Die private Kommunikation eines Menschen mit weiteren Menschen wird nun Personen zugänglich gemacht, die das alles bisher nicht lesen durften und wo wir auch nicht wissen, ob die Verstorbene das gewollt hätte - von den anderen Betroffenen ganz zu schweigen.
Und? Das ist bei Briefen nicht anders. Noch heute kann man Briefe von Goethe lesen, ob der das wollte oder nicht.

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spon_2999637 12.07.2018, 12:51
47.

Zitat von manno18
vorzubeugen ist es unabänderlich wichtig, das Eltern von allen Internetzugangsdaten - Logindaten - Passwörter der eigenen Kinder sicher verwahrte Kopien haben.
Äh - die fraglichen Eltern hatten genau das - die FB-Zugangsdaten. Da aber der Gedenkstatus gesetzt war, hilft das nicht weiter. Stellen Sie sich vor, man lagert seine Briefe beim Anwalt mit Hinweis, diese im Todesfall zu vernichten. Und die Erben wollen nun dieses verhindern und verlangen die Herausgabe der Dokumente.

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Crom 12.07.2018, 12:52
48.

Zitat von doppelpost123
Selbstverständlich lese ich die Briefe und das Tagebuch meiner Tochter. Alles klar, völlig normal....
Vielleicht nicht zu Lebzeiten, aber jetzt halten Sie sich fest, Briefverkehr und Tagebücher von Verstorbenen sind sogar schon veröffentlicht worden.

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srinivasa.r.aiyangar 12.07.2018, 12:55
49.

Es empfiehlt sich, Artikel vor dem Kommentieren zu lesen: Völlig unanbhängig von juristischen Fragen zu den grundsätzlichen Befugnissen Erziehungsberechtigter minderjähriger Kinder und dem Schutz der Privatspäre Letzterer kannte die Mutter das Passwort, konnte es nur wegen des geänderten Status' des FB-Accounts nicht mehr benutzen.

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