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BGH-Urteil: Gameforge darf digitales Spielzubehör nicht bei Kindern bewerben
gameforge

Wenn dieses Urteil bestand hat, ist das Geschäftsmodell Free-to-play in Deutschland in Gefahr - viele Eltern aber könnten aufatmen. Der Bundesgerichtshof hat einem Spielebetreiber verboten, im Onlinespiel für digitales Spielzubehör zu werben - wenn sich die Werbung an Kinder richtet.

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SethSteiner 18.07.2013, 17:26
1.

Die Zeiten in denen man so streng zwischen Kindern und Erwachsenen trennen kann und darf sind vorbei. Das Zielgruppendenken hat sich krrass überholt. Jüngere wie Ältere interessieren sich zunehmend für dieselben Dinge bzw. die Älteren sind reifer als in früheren Generationen und haben weniger Probleme ihre Interessen auszuleben. Natürlich trifft die Werbung auch Kinder, wen interessierts? Ein dämliches Urteil.

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XenonLJ 18.07.2013, 17:28
2. Zu Schön, um Wahr zu sein

Nach dieser Logik müssten dann die Fernsehsender ebenso Werbung, gerichtet an Kinder, verboten werden. Das Gleiche gilt dann für Zeitschriften, Kinofilme etc. etc.

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ricard68 18.07.2013, 17:57
3. kein problem

Das sollte für die Branche kein Problem darstellen, denn viele der F2P Spielen bieten nichtmal eine Bezahloption per SMS an, sondern nur über Paypal, bzw. Kreditkarte und an beides kommen 10-Jährige nicht ran :-) Und darüber laufen die meisten Zahlungen.

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mhampel 18.07.2013, 18:19
4.

Zitat von ricard68
Das sollte für die Branche kein Problem darstellen, denn viele der F2P Spielen bieten nichtmal eine Bezahloption per SMS an, sondern nur über Paypal, bzw. Kreditkarte und an beides kommen 10-Jährige nicht ran :-) Und darüber laufen die meisten Zahlungen.
Nö. Das Handy oder die günstigere Paysafe-Card werden oft angeboten. Gerade bei Spielen, die sich auf den deutschen Markt hin ausrichten und Minderjährige halt keine Kreditkarten/Paypal-Konten haben.

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EvilGenius 18.07.2013, 18:43
5.

Zitat von sysop
Wenn Gerichte Computerspiele, die eine Jugendfreigabe erhalten haben, per se als Produkte auch für Kinder einstufen würden und derartige Werbung im Spiel verböten, wäre das Free-to-play-Geschäftsmodell in Deutschland so gut wie tot.
Das fände ich als Computerspieler gar nicht mal so schlecht. in 95% der Fälle versteckt sich hinter "Free-to-Play" tatsächlich ziemlich billige Kinderabzocke.

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Bananenblatt 18.07.2013, 18:47
6. Schlau von Gameforge...

Ich bin kein Anwalt, aber es scheint als ob Gameforge durch das Nichterscheinen ein Grundsatzurteil verhindert hat... Kluge Leute, das...

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markus.pfeiffer@gmx.com 18.07.2013, 18:48
7. Falsch gedacht

Zitat von XenonLJ
Nach dieser Logik müssten dann die Fernsehsender ebenso Werbung, gerichtet an Kinder, verboten werden. Das Gleiche gilt dann für Zeitschriften, Kinofilme etc. etc.
Beim Fernsehen kann man (noch) nicht direkt per Klick auf einen Link zur Kasse geleitet werden - genau diese "Nähe" von "Werbung" und "Kasse" war ja ein Kernsatz des Urteils.

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kumiori 18.07.2013, 19:57
8. f2p

Zitat von EvilGenius
Das fände ich als Computerspieler gar nicht mal so schlecht. in 95% der Fälle versteckt sich hinter "Free-to-Play" tatsächlich ziemlich billige Kinderabzocke.
Na dann hoff ich mal, dass du deine Games mit Abo spielst. Free to Play (f2p) wurde ja eingeführt, da möglichst alles umsonst sein soll. Und irgendwoher müssen die Spielehersteller ja ihr Geld bekommen. Die Abzocke kommt doch eher daher, dass die Leute lieber nach und nach viel mehr Geld ausgeben (weil sie nicht rechnen), statt ein Abo-Modell zu nutzen.

Das ist Mal wieder eine typische Aktion der deutschen Internet-Nichtversteher. Wie oben beschrieben muss man um finanzielle Transaktionen durchzuführen eigentlich 18 sein.

Wenn Kids die Möglichkeit haben übermäßig viel Geld in f2p-Games zu investieren liegt der Fehler doch eher auf Elternseite? Handyvertrag ohne Limit? PayPal-Konto nicht passwortgeschützt? 100 € Taschengeld für Gamingcards? Kreditkarte nicht weggeschlossen?

Hier würde mal wieder eine ganze Community in Sippenhaft genommen, weil ein paar verantwortungslose Eltern ihre Kids nicht im Griff haben.

So ... ich geh jetzt mal mein Game zocken, für das ich 13 € im Monat bezahl, bei dem der Anteil der ü40er sicher dem der u16 entspricht und das es ohne f2p heut wahrscheinlich nicht mehr gäb.

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razer 18.07.2013, 20:29
9.

Zitat von SethSteiner
Die Zeiten in denen man so streng zwischen Kindern und Erwachsenen trennen kann und darf sind vorbei. Das Zielgruppendenken hat sich krrass überholt. Jüngere wie Ältere interessieren sich zunehmend für dieselben Dinge bzw. die Älteren sind reifer als in früheren Generationen und haben weniger Probleme ihre Interessen auszuleben. Natürlich trifft die Werbung auch Kinder, wen interessierts? Ein dämliches Urteil.
Nö das ist kein dämliches, sondern ein Versäumnisurteil.
Im übrigen nicht das Einzige was Sie nicht begriffen haben.

Nicht nur für mich als "Hardcoregamer", online und solo, ist das sogenannte "Free-to Play"-Modell nichts anderes als ausgefeilte Abzocke unter dem Deckmantel daß man, wenn man bereit ist auf wesentliche Spielinhalte zu verzichten, auch nahezu (Internetzugang kostet immer) kostenlos spielen kann.

Bei diesem Geschäftsmodell wird systematisch versucht speziell Kinder und Jugendliche abzukassieren, in dem man das gesamte Spiel, mit teils wissenschaftlich ausgefeilten Verkaufsmethoden, auf die Bezahlinhalte ausrichtet. Hier werden selbstverständlich auch Erwachsene über dem (Spiel)Tisch gezogen, bei Kindern ist dies aber besonders pervers.

Mit dem Satz "Natürlich trifft die Werbung auch Kinder, wen interessierts?" zeigen Sie nur auf, auf welchem geistigen Niveau Sie sich bewegen.

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